CH166342A - Anordung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom. - Google Patents
Anordung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom.Info
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Description
Anordnung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom. Die von einem Quecksilberdampfgleich- richter abgegebene Gleichspannung nimmt mit wachsender Belastung bis gegen Null ab, und zwar hauptsächlich wegen der Streu- real-,tanzen im Wechselstromkreis. Wird durch Steuergitter der Zündpunkt der Anodenströme verzögert und dieser Ver zögerung bei wachsender Belastung kon stant gehalten, so erfährt die äussere Charakteristik des Gleichrichters eine unge fähre Parallelverschiebung zu tieferen Span nungswerten.
In Fig. l- sind diese Verhältnisse zum Ausdruck gebracht. G ist die vom Gleich richter abgegebene Gleichspannung, .7 der Gleichstrom. 1 stellt die normale äussere Charakteristik der Gleichrichteranlage ,dar, 2 die ungefähr parallel nach tieferen Span nungswerten verschobene Charakteristik, die aus 1 erhalten wird, wenn der Zündpunkt der Anodenströme um einen bestimmten Winkel in Grad elektrisch verzögert wird. Wird die Zündverzögerung etwa im Leerlauf des Gleichrichters, also für J-0, grösser und grösser gemacht, so nimmt die Spannung des Gleichrichters bis auf Null ab. Wird dann die Gegen-E. M.
K. im Gleichstromkreis um gepolt, so kann bei weiterem Vergrössern der Zündverzögerung die umgepolte Gegen E. M. K. bis zu einem Werte gesteigert wer den, welcher der Leerlaufspannung des um gesteuerten Gleichrichters entgegengesetzt gleich ist. Der Gleichrichter arbeitet vom Augenblick der Umpolung ab als Wechsel richter (Inverter) und liefert nunmehr Ener gie in das Wechselstromnetz.
Die Spannung G kann höchstens einen Wert G.o erreichen, wobei unter Go die Leerlaufspannung bei ge wöhnlichem Gleichrichterbetrieb ohne Steuer gitter zu verstehen ist. Es fragt sich nun, bis zu welchen Gleichstromwerten der Gleich richter in ;dem Gebiete, wo er als Wechsel richter (Inverter) arbeitet, belastbar ist.
Die mathematische Analyse ergibt, dass die sich unter dem Einfluss einer bestimmten und konstant gehaltenen Zündverzögerung einstellende Charakteristik bis an die in Fig. 1 strichpunktierte Grenze 3 gilt. Diese Grenze erweist sich mit guter Genauigkeit als das Spiegelbild der Charakteristik 1 relativ zur Stromachse J als Spiegelachse. Sie heisse die Trittgrenze, denn, wenn man versucht, den Gleichrichter über sie hinaus zu belasten, erfolgt Übersteuerung, und der Apparat fällt ähnlich einer Synchronmaschine ausser Tritt.
Durch diese Aussagen ist das ganze Ge biet möglicher Belastungsfälle, das bei einem gesteuerten Gleichrichter erreichbar ist, auf geklärt. 2, 4, 5, 6 sind Charakteristiken, die alle durch ungefähre Parallelverschiebung aus der Charakteristik 1 und durch jeweilige Vergrösserung der Zündverzögerung hervor gehen. Jede dieser Charakteristiken ent spricht nur vor ihrem Schnittpunkt mit . der Trittgrenze 39 möglichen Belastungszustän den. Wird versucht, mit der Belastung über diese Grenzlinie 3 hinauszugehen, so fällt .der Wechselrichter aus dem Tritt. Soweit die mathematische Analyse.
In Wirklichkeit ist es unmöglich, bis an diese Grenze 3 heranzukommen, da bereits mit Erreichen einer höher gelegenen Grenz linie 7 die richtige Funktion der Steuergitter aussetzt. Dies rührt von der endlichen Ge- schwindigkeit :
der Entionisierung her, die ein augenblickliches, erneutes Wirksamwerden der Steuergitter nach Erlöschen des Licht bogenstromes verhindert. Das Zustandsgebiet zwischen den Kurven 1 und 7 und oberhalb der Halbachse J entspricht sämtlichen Zu ständen des Apparates als Gleichrichter, das Gebiet zwischen den Kurven 1 und 7 und unterhalb der Halbachse J entspricht den Zuständen als Wechselrichter (Inverter).
In Fig. 2 sind die Kennlinien für den Wechselrichter (Inverter) nochmals darge stellt, aber mit Vertauschung des Vorzeichens der :Spannung. Als positive Spannung ist die den Wechselrichter (Inverter) speisende Gleichspannung G aufgetragen, 4, 5, 6 sind drei Kennlinien für verschiedene Zündver zögerungen. 3 ist die mathematisch errech nete; ohne Berücksichtigung der endlichen Entionisierungszeit geltende, 7 die wirkliche Trittgrenze.
Wird nun ein Wechselrichter (Inverter) vorliegender Art aus einem Gleichstromnetz gespeist, so, gibt es eine einfache und sichere Massnahme, um auch bei Übersteuerung der Gitter ein Aussertrittfallen des Apparates zu verhüten. Es genügt nämlich, der den Gleich stromkreis speisenden Vorrichtung eine äussere Charakteristik, zum Beispiel Kurve 8, zu erteilen, die unterhalb der Trittgrenze 7 des Wechselrichters verläuft. Diese äussere Charakteristik verhindert dann, dass bei Übersteuern des Wechselrichters (Inverters) Zustände in unmittelbarer Nähe der Tritt grenze erreicht werden können.
Gegenstand der Erfindung ist demnach eine Anordnung zur Umformung von Gleich strom in Wechselstrom mit Hilfe von als Wechselrichter (Inverter) arbeitenden, ge steuerten, gas- oder dampfgefüllten Ent ladungsgefässen, welche dadurch gekennzeich net ist, dass die äussere Charakteristik der den Gleichstromkreis speisenden Vorrichtung mindestens in einem Teil des möglichen Be lastungsbereiches zwischen Leerlauf und Kurzschluss unterhalb der Trittgrenze des Wechselrichters (Inverters) verläuft.
Ein besonders wichtiger Fall der Anwen dung dieser Anordnung liegt bei frequenzun- abhängiger Kupplung zweier Wechselstrom netze durch Gleichrichter und Wechselrich ter (Inverter) vor. In diesem Falle stellt 8 die äussere Charakteristik des aus dem primä ren Wechselstromnetz gespeisten Gleichrich ters dar, während 4, 5, 6 Kennlinien des von dem Gleichrichter gespeisten Wechselrichters (Inverters) und 7 die Trittgrenze des letzte ren bedeuten.
Besonders günstige Verhältnisse stellen sich ein, wenn die äussere Charakteristik g der den Gleichstromkreis speisenden Vorrich tung im ganzen Belastungsbereich vom Leer lauf bis Kurzschluss unterhalb der Tritt grenze 3 des Wechselrichters (Inverters) ver läuft. In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darge stellt.
Der Transformator 1 ist an das speisende Wechselstromnetz 1 angeschlossen. Mit seiner Sekundärseite arbeitet er auf einen Gleich richter 3, der seinerseits in an sich bekann ter Weise mit dem Wechselrichter (Inverter) 1 verbunden wird. Die Steuergitter 5 des Wechselrichters (Inverters) 4 werden in an sich bekannter Wcise mittelst eines Steuer :ipparates 6 gesteuert. Der den Wechselrich ter (Inverter) 4 speisende Gleichstromkreis ist mit 7 bezeichnet. Der Wechselrichter (In- verter) .I speist über den Transformator S das zu speisende Wechselstromnetz 9.
Zur Be einflussung der äusseren Charakteristik des Gleichrichters 3 sind in dessen Wechselstrom seite Reaktanzen 10 eingeschaltet, die ent sprechend der gewünschten, äussern Charak teristik bemessen und eingestellt werden.
Die Beeinflussun-- der äussern Charak teristik des Gleichstromkreises kann auch auf irgend eine andere geeignete Weise, zum Bei spiel durch die Wahl der Leerlaufspannung der das Gleichstromnetz speisenden Vorrich tung; an Stelle der Iteaktanzen 10 können auch andere Leiterelemente verwendet wer den, über die bei Belastung Spannungsab fälle auftreten, welche die Gleichspannung herabsetzen.
Wird der Gleichstrom durch am Wech,#,el.#;tromncatz liegende Gleichrichter geliefert, so kann auch durch die Wahl der Wechselspannung im Leerlauf die äussere ('harakteristik des Gleichstromnetzes in ge wünschter Weise an die Trittgrenze angepasst werden. Bei einem gesteuerten Gleichrichter als Gleichstromquelle kann man die Anpas sung ausserdem. durch die Steuergitter er reichen.
Das Hauptanwendungsgebiet der Erfin dung bilden gesteuerte Gleichrichter mit Gas- oder Dampffüllung mit Quecksilber- oder Glühkathode und von beliebiger Phasenzahl wie Bauart.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Umformung von Gleich strom in Wechselstrom mit Hilfe von als Wechselrichter arbeitenden, gesteuerten gas- oder dampfgefüllten Entladungsgefässen, da durch gekennzeichnet, dass die äussere Cha rakteristik der den Gleichstromkreis speisen den Vorrichtung mindestens in einem Teil des möglichen Belastungsbereiches zwischen Leerlauf und Kurzschluss unterhalb der Trittgrenze des Wechselrichters verläuft. UNTERANSPRÜCHE: 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leerlaufspannung der den Gleichstromkreis speisenden Vor richtung entsprechend der gewünschten, äussern Charakteristik gewählt wird. 2. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der den Wech selrichter speisende Gleichstromkreis durch einen an ein Wechselstromnetz angeschlos senen Gleichrichter gebildet wird, dessen Wechselspannung im Leerlauf entspre chend der gewünschten, äussern Charak teristik der den Gleichstromkreis speisen den Vorrichtung gewählt wird. 3.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der den Wechsel richter speisende Gleichstromkreis durch einen an ein Wechselstromnetz angeschlos senen Gleichrichter mit Steuergittern ge bildet wird, die entsprechend der ge wünschten, äussern Charakteristik der den Gleichstrom liefernden Vorrichtung einge stellt werden. 4. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beeinflussung der äussern Charakteristik der den Gleich stromkreis speisenden Vorrichtung, Leiter elemente vorgesehen sind, über die bei Belastung Spannungsabfälle auftreten, welche die Gleichspannung herabsetzen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE166342X | 1932-02-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH166342A true CH166342A (de) | 1933-12-31 |
Family
ID=5685782
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH166342D CH166342A (de) | 1932-02-10 | 1933-01-13 | Anordung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH166342A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742515C (de) * | 1941-06-24 | 1943-12-04 | Adolf Leonhard Dr Ing | Frequenzregelung in einem durch einen selbstgesteuerten Wechselrichter gespeisten Drehstromnetz |
| DE766048C (de) * | 1941-02-26 | 1954-08-16 | Siemens Schuckertwerke A G | Einrichtung zur Verhinderung des Aussertrittfallens eines Wechselrichters |
-
1933
- 1933-01-13 CH CH166342D patent/CH166342A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE766048C (de) * | 1941-02-26 | 1954-08-16 | Siemens Schuckertwerke A G | Einrichtung zur Verhinderung des Aussertrittfallens eines Wechselrichters |
| DE742515C (de) * | 1941-06-24 | 1943-12-04 | Adolf Leonhard Dr Ing | Frequenzregelung in einem durch einen selbstgesteuerten Wechselrichter gespeisten Drehstromnetz |
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