CH162584A - Verfahren zur Herstellung von Gaumenplatten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gaumenplatten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Gaumenplatten. Bei künstlichen Gebissen benutzte man bisher zum Festhalten der Gaumenplatten in der Mundhöhle Zahnklammern, Gummi- und Luftsauger. Dies galt für Gaumenplat ten aus ein- oder mehrschichtigem Metall und für Gaumenplatten aus gehärteter plastischer Masse wie Kautschuk. Die Gaumenplatten, die mit Hilfe von die Kieferform genau wie dergebenden Formen aus Metall gestanzt oder geprägt werden, wiesen zumeist nur mangel haft die Feinheiten des Kiefers auf. Die Verwendung von Zahnklammern sowie an derer üblicher Hilfsmittel zum Festhalten der Gaumenplatten hat den Nachteil, dass die im Munde befindlichen Zähne beschädigt oder die Schleimhäute gereizt werden. Gummi- oder Luftsauger werden an sich schon beim Sprechen als lästig empfunden. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Gaumenplatten durch Pres sen der Plattenmasse, die Metall, Kautschuk oder dergleichen sein kann, in die Kieferform genau wiedergebende Formen, bei welchen nach der Erfindung wenigstens für die gau- menseitige Plattenschicht eine Lockergold platte, zum Beispiel sogenanntes Samt- oder Schwammgold, benutzt wird. Solche schmieg samen Lückergoldplatten erfahren bei dem Pressen ,eine Verdichtung und sind dadurch imstande, die feinsten Konturen der Form und demzufolge des Kiefers genauest aufzu nehmen. Wird die Gaumenplatte lediglich aus Lockergoldmasse hergestellt, dann ist zweck mässig diese in entsprechender Stärke anzu wenden, so dass der durch das Pressen er haltene dichte Körper ausreichende Stabili tät besitzt. Wenn nur die gaumenseitige Schicht der Gaumenplatte aus einer Lockergoldplatte ge bildet wird, kann der Grundkörper aus Me tall oder plastischer und härtbarer Masse her gestellt werden. Zum Beispiel stanzt man aus geeignetem Metall, etwa aus Goldblech oder Blech aus korrosionsfestem Metall, wie nichtrostendem Stahl, einen Gaumenplatten- grundkörper, belegt diesen mit Samt- oder Schwammgold und presst das Ganze unter Anwendung hohen Druckes. Vorteilhaft be nutzt man für den metallischen Grundkörper Metallbleche, die mit einer Feingoldschicht überzogen sind, zum Beispiel Blech aus einer Goldlegierung mit Feingoldschicht und be nutzt die Feingoldschichtseite als Auflage für das Lockergold. Bei Verarbeitung plastischer Massen, wie Kautschuk, Hekolith usw., wird zweckmässig das Schwammgold oder anderes Lockergold in die Form eingeklopft, dann die plastische Kautschuk- oder dergleichen Platte darauf gelegt und beides in der Form zusammen gepresst. Der Presskörper aus Kautschuk und Gold muss hierauf, wie sonst der einfache Kautschukkörper, der Vulkanisierungsbe handlung unterworfen werden. Durch die aus dem Lockergold gebildete Metallschicht wird das gewöhnlich auftretende Suchver- ziehen des Kautschukformkörpers verhindert. Die Gaumenplatte, die, wie zuerst be schrieben, aus einer Lockergoldschicht ge presst ist oder nur gaumenseitig eine aus Lockergöld gebildete Schicht aufweist, be sitzt ohne jegliches Hilfsmittel hohe Saug fälligkeit und grosses Haftvermögen am Gaumen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Gaumen platten durch Pressen der Plattenmasse in die Kieferform genau wiedergebenden Formen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens für die Bildung der gaumen- seitigen Schicht der Gaumenplatte eine Lockergoldplätte benutzt wird. II. Gaumenplatte, hergestellt nach dem Ver fahren des Patentanspruches I, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die gau- menseitige Schicht derselben durch Pres sen aus einer Lockergoldplatte gebildet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Schwammgold für die Lockergoldplatte. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Metallblech für die Herstellung eines Plattengrundkörpers, der mit der Locker goldplatte belegt zur Gaumenplatte fertig gepresst wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Goldblech für den Grundkörper. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Metallblech für den Grundkörper mit einer Feingoldschicht als Auflage für die Lockergoldplatte. 5.Verfahren nach Unteranspruch 4, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Blech für den Grundkörper aus einer Goldlegierung mit einer Feingoldschicht als Auflage für die Lockergoldplatte. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Schwammgold für die Bildung der gau- menseitigen Schicht der Gaumenplatte. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass für die Bil dung des Gaumengrundplattenkörpers eine plastische und härtbare Masse ver wendet wird, die nach Einklopfen der Lockergoldplatte in die Form in letztere eingebracht und gepresst wird, worauf der Presskörper .der Ilärtungsbehandlung un terworfen wird. B.Verfahren nach Unteranspruch 7, ge kennzeichnet durch. die Verwendung von Kautschuk für den Grundkörper und von Schwammgold als Lockergoldplatte. 9. Gaumenplatte nach Patentanspruch Il, gekennzeichnet durch einen metallischen Grundkörper und eine aus Lockergold gebildete gaumenseitige Deckschicht. 10. Gaumenplatte nach Unteranspruch 9, ge kennzeichnet durch einen auf der Gau menseite gelegenen Feingoldüberzug des Grundkörpers.11. Gaumenplatte nach Unteranspruch 10,. gekennzeichnet durch einen aus einer feingoldüberzogenen Goldlegierung ge bildeten Grundkörper und eine aus Schwammgold gebildete gaumenseitige Deckschicht. 12. Gaumenplatte nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen Grundkörper aus vulkanisiertem Kautschuk und eine aus Schwammgold gebildete gaumen- seitige Deckschicht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH162584T | 1931-09-03 |
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| CH162584A true CH162584A (de) | 1933-06-30 |
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|---|---|---|---|
| CH162584D CH162584A (de) | 1931-09-03 | 1931-09-03 | Verfahren zur Herstellung von Gaumenplatten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH162584A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE879898C (de) * | 1951-07-18 | 1953-06-18 | Josef Weinand | Verfahren zur Herstellung unterfuetterter Zahnprothesen |
-
1931
- 1931-09-03 CH CH162584D patent/CH162584A/de unknown
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