Greiferrad für Traktoren. Die in der Landwirtschaft verwendeten Traktoren sollen zweierlei Zwecke erfüllen; sie sollen 1. Lastentransporte im landwirtschaft lichen Betriebe auf normal gebauten Strassen ausführen, 2. beim Fördern auf weichem Boden oder bei der Bodenbearbeitung die Fortbewegung wie auf harter Strasse sichern.
Die in der Praxis gebräuchlichen Trieb räder an Traktoren, insbesondere für land wirtschaftliche Zwecke, hatten früher min destens fest aufgebrachte Greiferleisten aus Winkeleisen. In neuerer Zeit werden auch feste, keilförmige Greifer verwendet, die am Radumfange versetzt sind. Räder mit festen Greifern gestatten aber nicht ein Befahren von Strassen; vielmehr erfordern sie hierfür besondere Schutzeinrichtungen, die kostspielig und mehr oder weniger schwierig anzubringen sind und deren Anbringung und Entfernung Zeit beansprucht. Auch Räder mit schwenkbaren Greifern, die in der Mitte der Radlauffläche angeord net sind, sind an sich bekannt.
Jedoch haben auch diese Räder in der Praxis sich nicht durchsetzen können, weil ihnen wie den mei sten bisher verwendeten Greiferrädern von Traktoren, der Übelstand anhaftet, dass sich beim Befahren von klebrigem (lehmigem) Boden die Greifer leicht mit Bodenmasse voll setzen und verstopfen, so dass die Räder nicht greifen, sondern rutschen, wodurch Zeit- und Brennstoffverschwendung verursacht wird:
Bei Traktoren für reinen Strassenbetrieb hat man seitlich des Laufrades Ringe mit aufgenieteten Greifern von gleichem Durch messer wie die Räder angebracht, die in be sonderen Fällen, wie beispielsweise bei grund losen Wegen, in Sandgruben etc., die Adhä sion unterstützen sollen; aber auch diese zu sätzlichen Hilfsgreifer sind unvollkommen da sie zur Einstellung zu viel Zeit erfordern und für die zusätzliche Beanspruchung nicht ausreichen.
Die erwähnten Mängel sind bei der Kon struktion des Erfindungsgegenstandes da durch vermieden, dass um achsial angeord nete Zapfen schwenkbare Greifer zu beiden Seiten der Radfelge in zwei voneinander durch einen Zwischenraum getrennte Reihen zueinander versetzt angeordnet sind, während im Zwischenraum die Lauffläche angeordnet ist. Zwischen den Greiferreihen kann auch ein Gummireifen aufgesetzt werden, so dass ein Traktor mit solchen Rädern sich auch zum Ziehen von Lasten auf der Strasse eignet. Hierbei können auch die Greifer, wenn nötig, mitbenutzt werden.
Ein solches Greiferrad kann sowohl mit eingezogenen Greifern auf normaler Strasse zur Lastenbeförderung die nen, als auch mit ausgestreckten Greifern auf weichem, schlechtem Boden Arbeit ver richten. Die Greifer sind zweckmässigerweise entgegen der Arbeitsrichtung abgestützt, in dem zum Beispiel an dem Greifer selbst ein Anschlag sitzt, welcher den Greifer in seiner jeweiligen Endstellung in fester Lage gegen den Radreifen oder die Felge stützt, oder es sind am Radreifen oder der Felge Ausschnitte vorgesehen, gegen deren Ausschnittkante sich der Greifer anlegen kann.
Diese Ausschnitte bilden zugleich eine Öffnung, die beim Fah ren das selbsttätige Abstreifen von anhaften den Erdmassen herbeiführt, so dass die Grei fer sich niemals mit Erdmassen vollsetzen, sondern stets in ihrer ganzen Höhe wirksam in den Boden eingreifen können.
Bei Anordnung der Greifer in nur einr Reihe ist- es nicht gut möglich, die Greifer nahe genug aneinander zu setzen, um einen stetigen Anzug des Rades zu erzielen, da sie dann beim starken Anzug nicht genügend Widerstand an den Erdmassen finden und diese fortschieben, statt das Fahrzeug zu be wegen. Aus diesem Grunde weist die Kon struktion des Erfindungsgegenstandes zwei Reihen von Greifern auf, wobei die Greifer. zueinander versetzt sind, so dass die Greifer der beiden Reihen abwechselnd in den Boden eingreifen, wobei jeder Greifer genügend Bo denmasse hinter sich findet, die den für die Bewegung des Traktors nötigen Widerstand bietet.
Die Einstellung der Greifer in Greifer stellung, sowie die Rückstellung erfolgt zweckmässigerweise in zwei oder mehr Grup pen durch besondere Hebel, die in ihren End- stellungen gesperrt werden. Die Greifer jeder Gruppe stehen miteinander vorteilhafterweise wiederum durch Hebel- und Zwischenglieder in Verbindung. Diese kurzen Verbindungs hebel können am Greifer selbst oder auch ge trennt auf den Greiferbolzen befestigt sein. Im letzteren Falle können diese Teile innerhalb des Radkörpers liegen, wo sie durch Ver kapselung gegen Verschmutzung geschützt sind.
Derartige Räder mit im Innern geschützt liegenden Hebelteilen sind zweckmässiger weise aus zwei achsial getrennten Hälften hergestellt. Der Radumfang besteht zum Beispiel aus T- oder L-Eisen und die Spei chen können Blechscheiben sein, in denen grössere 'Öffnungen angeordnet sind, die aber beiderseits den Körper wieder schliessen. Strassenräder mit einem Körper aus Gusseisen können ebenfalls hohl gegossen und aus zwei Teilen zusammengesetzt sein. Da die bekannten Greifer nur eine be stimmte Länge haben, eine Veränderung der Länge aber je nach den Bodenverhältnissen erwünscht ist, so kann zu diesem Zwecke der Greifer eine Platte tragen, die auf ver schiedene Länge und Breite einstellbar ist.
Bei keilförmigen Greifern kann der Greifer mit einer auswechselbaren Stahlkappe ver sehen sein, um ihn den Erfordernissen des Bodens anpassen zu können.
Sollen schmale Traktorenräder auch für Bodenbearbeitung verwendet werden, so muss die Lauffläche verbreitert werden. Es kön nen besondere, zweckmässig ausgebildete Ver breiterungseinrichtungen vorgesehen sein, zum Beispiel seitliche, anschraubbare Ver breiterungsringe oder auf der Lauffläche ab nehmbar anzubringende Verbreiterungsplat ten, welche zweckentsprechend angeordnete Aussparungen für die Greifer selbst auf weisen, in denen die Greifer für ihre Schwenkbewegungen genügend Spielraum finden.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist in beifolgenden Zeichnungen in verschie denen beispielsweisen Ausführungsformen abgebildet. In der Zeichnung stellt dar: Fig. 1 ein Greiferrad in Seitenansicht mit zwei an beiden Seiten angeordneten Reihen von Greifern, welche mit Anschlägen ver sehen sind, Fig. 2 eine Verriegelungsvorrichtung für den Greifereinstellhebel in Seitenansicht in grösserem Massstab, Fig. 3 dieselbe Verriegelungsvorrichtung in Vorderansicht, Fig. .1 den radialen Querschnitt durch ein aus zwei Hälften zusammengesetztes Greifer rad, Fig. 5 einen Teil eines andern Greifer rades in Seitenansicht, bei welchem die Greiferanschläge durch die Ränder der seit lichen Ausschnitte des Laufkranzes gebildet werden, Fig. 6 die Abwicklung des Radteils der Fig. 5 in Draufsicht, Fig.
7 den radialen Querschnitt durch den Kranz eines Rades, bei welchem die Greifer hebel in einem durch die Radscheiben gebil deten Hohlraum liegen, Fig. 8 den radialen Querschnitt durch ein gusseisernes Rad aus zwei zusammen gesetzten Teilen mit in einem Hohlraum des Rades liegenden Anschlägen und Greifer hebeln, Fig. 9 einen radialen Querschnitt durch den Kranz eines Rades, bei welchem der den Greifer tragende Bolzen durch das Rad hindurchgeführt ist und an der andern Seite den Stellhebel trägt, Fig. 10 einen Greifer in Seitenansicht mit abnehmbarer keilförmiger Stahlkappe, Fig. 11 einen Greifer in Vorderansicht mit rechteckiger, in Höhen- und Breitenlage verstellbarer Greiferplatte, Fig. 12 die Abwicklung eines Teils eines Rades mit seitlich angebrachten Verbreite rungsreifen, Fig.
13 die Abwicklung eines Teils eines Rades mit aufgeschraubten Verbreiterungs platten, Fig. 14 einen seitlich anschraubbaren An satzring mit Greifereinrichtung in Vorder ansicht, Fig. 15 die Abwicklung eines Teils eines gewöhnlichen Traktorrades mit seitlich an geschraubtem Ansatzring mit Greifereinrich- tung.
Das in Fig. 1 dargestellte Traktorrad ent hält einen zugleich als Radfelge dienenden Laufkranz aus U-Eisen, an dessen beiden Seiten die Greifer 2 auf Bolzen 3 beweg lieh angeordnet sind. Die Greifer 2: sind über den Drehpunkt hinaus als Hebel 4 aus gebildet, deren Enden durch Zugstangen zur Bildung mehrerer voneinander unabhän giger Gruppen verbunden sind, deren jede durch Einstellhebel 6 und 7 in Greifstellung aufgerichtet oder umgelegt werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Gruppen vorgesehen, von denen die beiden obern Gruppen in Greifstellung, die untern in umgelegtem Zustande gezeich net sind.
Während die die Greifer 2 tragenden Bolzen 3 im allgemeinen an dem Laufkranz fest und die Greifer auf den Bolzen beweg lich angeordnet sind, ist in jeder Gruppe ein Bolzen 3a beweglich in dem Laufkranz ge lagert. Dieser bewegliche Bolzen 3a ist an seinem hintern Ende mit dem Greifer 2'a und an seinem vordern Ende mit dem Einstell hebel 6 resp. 7 fest verbunden, welcher dazu dient, den Greifer 2a, sowie die andern durch die Zugstangen 5 mit ihm zu einer Gruppe vereinigten Greifer 2in Greifstellung auf zurichten oder umzulegen.
Fig. 9 zeigt die Verbindung eines solchen in dem Radkranz 1 beweglich gelagerten Bolzens 3a mit dem Greifer 2a, dem Greifer hebel ja und dem Einstellhebel 6 in senk rechtem Schnitt quer durch den Radkranz in grösserem Massstab.
Die Zusammenfassung der Greifer zu ein zelnen Gruppen ermöglicht die Bewegung der Greifer aus dem umgelegten Zustand in Greiferstellung ohne besonderen Kraftauf wand, da erforderlichenfalls zuerst die Grup pen, deren Greifer nicht den Erdboden be rühren und frei beweglich sind, und darauf nach Verschieben des Traktors um einen halben Radumfang die andern Gruppen auf gerichtet werden können, so dass bei der Be tätigung der Hebel 6 und 7 keine Arbeit zum Heben des Gewichtes des Fahrzeuges aufgewendet zu werden braucht.
Um die Greifer in ihren beiden End- stellungen zu stützen, sind die Greiferhebel4 auf der dem Rade zugekehrten Seite mit An schlagnasen 8 versehen, welche sich in beiden Endlagen an den innern Rand der Radfelge anlegen. Zur Aufnahme der Anschläge könn ten auch Rasten an der Radfelge angeordnet sein.
Zur Sicherung der Greifer in ihren End- lagen können die Einstellhebel Q und 7 mit- telst geeigneter Vorrichtungen an Teilen des Rades festgeriegelt werden. In Fig. 1 sind zwei verschiedene Vorrichtungen dargestellt. Die eine Vorrichtung besteht aus an den Speichen des Rades angeordneten, aus federn den Lamellen gebildeten Nuten, in welche sich die Hebel 7 beim Umlegen einlagern lassen.
Die -andere Verriegelungsvorrichtung ist in Fig. 1 an dem Hebel 6 und gesondert in Fig. 2 und 3 in grösserem Massstabe darge stellt. Der Einstellhebel 6 trägt an seinem freien Ende einen festen Bolzen 10, auf wel chem sich ein Knauf 11 befindet, der an sei nem dem Hebel 6 zugekehrten Ende exzen trisch ausgebildet und mit einem Handgriff 12 versehen ist. Auf dem exzentrischen Knauf 11 sitzt mit einem Ring der Haken 13, wel cher mittelst Schraubengewinde 14 und Ge- genmutter 15 in seiner Länge verändert wer den kann.
Im Innern des Knaufes 11 befindet sich eine Feder 16, welche den Knauf 11 gegen eine am Bolzen 10 angeordnete Klinke 17 drückt, welche sich bei bestimmten Stel lungen des Knaufes 11 in eine in der dem Hebel 16 zugekehrten Stirnfläche des Knau fes 11 befindliche Rast 18 einlagert.
Der Haken 13 wird zum Zwecke der Verriege lung des Einstellhebels 6 um den exzentri schen Knauf 11 gedreht, bis in der End- stellung der Haken 13 einen an der Seite des Laufkranzes angeordneten Zapfen 19 (Fix. 1) erfasst, worauf durch Drehen des Knaufes 11 um den Bolzen 10 des Hebels 6 gespannt, das heisst an den Bolzen 19 ange zogen wird. Beim Freigeben des Knaufes 1.1 lagert sich unter dem Druck der Feder 16 die Klinke 17 in die Rast 18 ein, wodurch der Hebel 6 gegen Lagerveränderungen ge sichert ist.
Eine weitere Verriegelungsvorrichtung des Einstellhebels ist in Fig. 8 dargestellt. Diese Figur zeigt eine besondere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in radialem Schnitt quer durch das Rad, wobei der aus zwei Gusseisenteilen 3,2, 3!3, bestehende Rad körper an dem Bolzen 3 den Greifer 2 trägt, welcher an seinem untern Ende den um den Bolzen 3,5 schwenkbaren Einstellhebel 6 auf weist.
Der Einstellhebel 6 liegt in Endstel- lung unter dem Druck einer Blattfeder 36 in einer Rast 37 des Guss'teils 33 und wird zur Betätigung gegen den Druck der Blattfeder 34 nach aussen gezogen und in die andere Endstellung des Greifers 2 geschwenkt, wo er sich beim Freigeben in eine andere, an entsprechender Stelle angeordnete Rast 37 einlagert.
Der Laufkranz des Traktorrades kann anstatt aus U-Eisen vorteilhaft aus kreis förmig gekrümmtem L- oder T-Eisen gefer tigt werden, wobei dann der Laufkranz aus zwei derartigen Eisenreifen zusammengesetzt wird, welche mit Flanschen aneinanderstossen und so eine zusammenhängende Lauffläche bilden. Fig. 4 zeigt in achsialem Querschnitt zwei verschiedene Ausführungsformen, von denen die auf der linken Seite dargestellte Rad hälfte einen aus L-Eisen und die auf der rechten Seite gezeichnete einen aus T-Eisen gebildeten Laufkranz aufweist.
Bei der Anwendung von T-Eisen besteht der Radkranz aus zwei nebeneinander ge legten T-Eisenreifen 2:0, 2:0, wodurch an bei den Seiten hervorragende Flansche 21 und an der Innenseite zwei ringförmige Ver steifungsrippen 22 gebildet werden, welche zugleich für Lagerung der achsialen Bolzen 3 für die Greifer 2! dienen und an denen die seitlichen Scheiben 23 oder Speichen der Räder befestigt sind (Fig. 4). In den seit lichen Flanschen 24 sind Ausschnitte 24 für die Greifer 2 vorgesehen, deren Ränder zu gleich als Anschläge für die Greifer 2 in Endlage dienen. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art zeigen Fig. 5 in Seitenansicht und Fig. 6 in Draufsicht.
Der in Fig. 5 auf der rechten Seite dargestellte Greifer 2 ist in Greifstellung, der auf der linken Seite befindliche Greifer in umgelegtem Zustande gezeichnet. Die Platte des Greifers 2 stützt sich in Greifstellung gegen die Schnittkante des Ausschnittes 24, an welche die Platte beim Eingreifen in die Bodenmasse gegen den Anzug des Rades anliegt. In umgeleg tem Zustande liegt der Greifer 2 auf dem entsprechend abgeschrägten Rande 25 des Ausschnittes 24 an. In dieser Lage ragt der Greifer 2 nicht über die Radlauffläche hinaus, so dass das Fahren auf gebauter Strasse nicht behindert wird.
Die Anwendung von T-Eisen zur Aus bildung des Laufkranzes in der beschriebe nen Art bietet gegenüber dem in Fig. 1 dar gestellten, mittelst U-Eisen gebildeten Rade den Vorteil, dass die Lauffläche des Rades wesentlich verbreitert werden kann, wodurch dem tiefen Einsinken des Rades in den Erd boden begegnet wird.
Bei dem in der linken Seite der Fig. 4 veranschaulichten Ausführungsbeispiel be- steht der Radkranz aus zwei achsial zusam mengesetzten Hälften, wobei das ganze Rad aus zwei derartigen Hälften zusammengebaut sein kann. Der U-förmige Radkranz ist hier bei aus den-beiden L-Eisenreifen 26, 26 zu sammengesetzt, und es sind ausserhalb an den U-Schenkeln L-Eisenringe 27 angesetzt, wo durch seitliche Ringflansche 28 entstehen, die mit Aussparungen 29 für die Greifer 2 versehen sind, während die nach. innen ragen den Verstärkungsrippen der L-Eisen 27 zur Lagerung der Bolzen 3 für die Greifer 2 dienen.
Hierbei können auch zweckmässig die Hebel 4 und Zugstangen 5 im Innern des Rades Platz finden, da das Rad aus zwei Hälften besteht, während bei den in Fig. 1, 5, 6 und der rechten Hälfte der Fig. 4 dar gestellten Rädern die Zugstangen an den zu beiden Seiten der Räder befindlichen Greifer hebeln 4 angreifen, und die zum Einstellen der Greifer dienende Vorrichtung ausserhalb des Rades liegt. Bei dem in der linken Hälfte der Fig. 41 dargestellten Rad ist der Grei fer 2 mittelst des Schraubenbolzens 30 auf dem Bolzen 3 befestigt, welcher in den Boh rungen der aneinanderliegenden Flanschen der Winkeleisen 26 und 27 beweglich ge lagert ist.
Auf dem Bolzen d sitzt fest der Greiferhebel 4, an welchem die zur Bewegung der Greifer dienenden Zugstangen 5 angreifen. Die scheibenartigen Speichen 23 des Rades bilden mit dem Laufkranz und der Radnabe einen geschlossenen Hohlraum und schützen die ,darin liegenden empfindlichen Teile ge gen Stösse und Verschmutzung.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Aus führungsform sind die Hebel- und Zugstan gen im Innern eines durch Abdeckungen 3'1, 31 gebildeten Hohlraumes im Radkranz ein gelagert. Die Greifer sind auf beiden Seiten des Radkranzes im Umfangssinne versetzt zueinander gelagert.
In Fig. 8 ist im radialen Querschnitt der äussere Teil eines Rades dargestellt, wel ches aus Gusseisen besteht und aus zwei Hälften 32, 33 lösbar zusammengesetzt ist. Die Gussteile <B>32</B> und 33 sind so geformt, dass in dem Radkörper ein ringförmiger Hohl raum 58 gebildet wird, welcher zur Auf nahme der an dem Bolzen 3 fest angeordne ten Greiferhebel 4 und der nicht dargestell ten Zugstangen dient. Der Greiferhebel 4 ist mit einer Anschlagnase 8 versehen, wel che sich in den Endstellungen des Greifers an die innere gante 34 des rechten Gussteils 3,2 anlegt. Die Greifer sind auf beiden Tei len des Radkranzes versetzt zueinander ge lagert.
Während bei den bisher meist angewen deten Traktorrädern, an welchen die Greifer fest und unbeweglich angeordnet sind, letz tere ohne umständliche Operationen nicht ver ändert werden können, ist bei den Rädern der vorliegenden Konstruktion die Möglichkeit vorgesehen, die Grösse und Form der Greifer im Bedarfsfalle der Beschaffenheit des Bo dens anzupassen.
In Fig. 10 ist in Vorderansicht eine Aus führungsform eines Greifers dargestellt, bei welcher die Spitze 3!8 des Greifers mittelst Schraubenbolzen 39 abnehmbar an dem Kör per 40 befestigt ist. Für den Fall, dass der Greifer zu kurz ist, um in der Bodenmasse den erforderlichen Widerstand zu finden, kann die Spitze 318 des Greifers gegen eine Röhre ausgetauscht werden, und umgekehrt. Auch können an Stelle der in Fig. 10 dar gestellten keilförmigen Spitzen 38 anders ge formte Kappen auf dem Greiferkörper 40 aufgesetzt werden, wenn die Beschaffenheit des Bodens ein Befahren mit keilförmigen Greifern nicht gestattet.
Fig. 11 zeigt in Seitenansicht eine an dere Ausführungsform des Greifers, bei wel cher an dem Greiferkörper 41 mittelst eines Schraubenbolzens 42 eine rechteckige Grei ferplatte 42 lösbar befestigt ist. Der Greifer körper 41 und die Greiferplatte 43 sind mit Schlitzen 44, 45 versehen, so dass die Greifer platten 43 in verschiedener .Stellung an den Greiferkörper 41 befestigt werden können. So wird, wenn beispielsweise beim Befahren eines sandigen Bodens ein tiefes Eingreifen erforderlich ist, die Greiferplatte 43 in der ausgezogen gezeichneten Lage benutzt, wäh rend auf festerem Boden zweckmässig mit der um<B>90'</B> versetzten Platte 43 (punktiert angegebene Lage) gefahren wird.
Die Traktorräder können so ausgestaltet werden, dass sie möglichst allen in landwirt schaftlichen oder forstlichen Betrieben ge stellten Anforderungen entsprechen, welche oft recht verschieden sind; deshalb werden weitere Hilfsmittel vorgesehen, um. die Ver wendungsfähigkeit der Räder zu erhöhen. Für die Fahrt auf festen Strassen können die von den Greifern freien Laufflächen der Rä der mit Gummireifen ausgerüstet werden, welche mit Stahleinlagen oder Unterlagen versehen sind und aus einzelnen Bogenstücken bestehen, so dass sie leicht auf die Radlauf fläche aufgelegt und mit geeigneten Mitteln auf der Felge befestigt werden können.
In Fig. 4 ist ein derartiger Gummireifen 46 an gedeutet.
Für die Arbeit auf weichen Böden hin gegen, bei denen das Rad unter der Last des Fahrzeuges tief einsinken würde, kann die Lauffläche ohne Bereifung verbreitert werden, indem seitlich an dieser Fläche Ver breiterungsringe von gleichem Durchmesser angeschraubt werden. Ein Ausführungsbei spiel dieser Art ist in Fig. 1.2 veranschau licht. Damit die an den Stirnflächen des Rades 47 befindlichen Greifer 2 nicht in ihrer Bewegungsfreiheit beschränkt werden, sind die Ansatzringe 48 mit geeignet ge stalteten Aussparungen 49 versehen.
Eine weitere Vorrichtung zur Vergrösse rung der Radlauffläche zeigt die Fig. 13. Auf der Lauffläche 510 des Greifrades sind hintereinander einzelne Platten 51 mittelst der Schrauben 52 lösbar befestigt, welche so geformt sind, dass sie zu beiden Seiten die Lauffläche des Greiferrades überragen und Ausschnitte 53 aufweisen, so dass genügend Spielraum für die Bewegung der Greifer 2 vorhanden ist. Um auch gewöhnliche Traktorräder mit den beschriebenen Greifereinrichtungen aus statten zu können, verwendet man zweck mässig besondere Ansatzringe, an welchen die Greifer, sowie die zu ihrer Einstellung und Verriegelung dienenden Organe angeord net sind.
Fig. 14 zeigt ein derartiges Ausführungs beispiel in Vorderansicht, Fig. 15 die Abwicklung eines auf bei den Seiten (nur einseitig dargestellt) mit einem Ansatzring 54 verbundenen Traktor rades 55. Der Ansatzring 54 besteht aus kreis förmig gekrümmtem L-Eisen, die Greifer 2 sitzen schwenkbar auf dem am Ring 54 fest angeordneten Bolzen 3 und werden durch die an den Greiferhebeln 4 angreifenden Zug stangen 5 zu Gruppen vereinigt, welche durch je einen mit einer Verriegelungsvorrichtung versehenen Einstellhebel 6 aufgerichtet bezw. umgelegt werden. Um die Greifer 2 in ihren Endlagen zu stützen, ist der seitwärts ge richtete Flansch des Ansatzringes 54 teil weise ausgeschnitten, so dass sich die Grei fer 2 in Endstellung an die Ränder 56 bezw. Abschrägungen 57 der Ausschnitte anlegen.
Der Ansatzring kann aber auch mit den Greifern, von der Art der in Fig. 1 dar gestellten, ausgerüstet sein. In Fig. 15 ist bloss die eine Reihe der Greifer eingezeich net, und die Reihe der zu den gezeichneten versetzt angeordneten Greifer ist weg gelassen.