CH152284A - Einrichtung zur Anzeige wechselnder Drücke. - Google Patents

Einrichtung zur Anzeige wechselnder Drücke.

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CH152284A
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Aktiengesellschaf Maschinenbau
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Losenhausenwerk Duesseldorfer
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      Einrichtung    zur Anzeige     wechselnder    Drücke.    An     Materialprüfmas,chinen    und ähnlichen  Einrichtungen werden     für    die Belastungsan  zeige     entweder        Laufgewichtswagen    oder Nei  gungspendel oder durch Flüssigkeit     betätigte     Manometer benutzt.

   Bei wechselnder Be  lastung, zumal bei dynamisch schnell     weeh-          selnder,    versagen aber alle diese Anzeigevor  richtungen; die beiden erstgenannten würden  nämlich in derartige     Schwingungen        geraten,     dass eine     Ablesung    ganz unmöglich würde,  während bei einem     Manometer    der Zeiger  ebenfalls: weit über das erreichte     Maximum     oder Minimum der Belastung hinausschiesst,  so dass .eine zuverlässige     Ablesung    des wirk  lichen Maximums und Minimums, die beide       von-Wichtigkeit    sind, ebenfalls     unmöglich    ist.

    - Es ist allerdings versucht worden, durch  Einschaltung eines     Rückschlagventils:        in.    die  Leitung von der Prüf- oder     sonstigen,    Ma  schine nach !der Anzeigevorrichtung wenig  stens die Anzeige der jeweiligen Maximal  belastung zu     ermöglichen;    bei der     Betätigung       eines solchen Ventils, das heisst beim Zurück  schlagen des Ventilkörpers nach jedem An  stoss lässt sich aber eine, wenn auch geringe       Volumenvergrösserung    der     im    Manometer ein  geschlossenen Druckflüssigkeit, nicht vermei  den.

   Wegen der geringen     Zusammendrück-          barkeit    von     Flüssigkeiten    hat aber eine Vo  lumenvergrösserung der Flüssigkeit einen  starken Druckabfall zur Folge, der den wirk  lichen Maximaldruck namentlich bei schnel  len Belastungswechseln gar nicht zur Aus  wirkung auf die Anzeigevorrichtung kom  men lässt.

   Ein Flüssigkeitsmanometer     wird     also zwar einen     nahezu    konstanten Druck an  zeigen,     doch    wird der     angezeigte    Druck mit  dem in der Maschine herrschenden Maximal  druck     niemals    übereinstimmen. - Dasselbe  gilt auch für     Minimalmanometer,    für welche  in der Leitung von der Maschine nach der  Anzeigevorrichtung ein in umgekehrtem  Sinne arbeitendes     Rückschlagventil    einge  schaltet ist.

        Es ist ferner     versueht    worden, die An  zeige eines.     bestimmten        Maximaldruckes,    bei       Wechselbelastung    mit Hilfe eines einstell  baren und     geeichten        Überdruckventils    zu er  reichen, das sieh bei einem bestimmten     Druck     öffnet.

   Einer solchen     Anordnung    haftet je  doch der     Nachteil    an, dass der Druckabfall in  der Nähe des Ventils sehr gross ist, während  im     Arbeitszylinder    der Maschine     selbst    der       Druck    während kurzer Zeit noch     anwachsen     kann;

   daher lässt sich die     wirkliche    Maximal  belastung durch das genannte Ventil nicht       einstellen    und an der     Anzeigevorrichtung     nicht     ablesen"    zumal der     _Druckunterschied          zwischen    dem Arbeitszylinder und der Um  gebung des     Überdruckventils    von der     Be-          lästungsgeschwindigkeit        bezw.    von der Zahl  der Belastungswechsel in der Zeiteinheit ab  hängt. .  



  Den hiervor -erwähnten Nachteilen und  Unzulänglichkeiten soll durch die den Gegen  stand der     vorliegenden    Erfindung bildende       Einrichtung    zur Anzeige     wechselnden'    Drücke  abgeholfen werden.

   - Zwischeneiner An  zeigevorrichtung und einer Druckkammer,  welch letztere beispielsweise durch .den Ar  beite- oder     3Iesszylinder    einer     Materialprüf-          maschine    oder durch eine     Messdose    gebildet  sein kann, ist     erfindungsgemäss        .ein    beson  deres Steuerorgan eingeschaltet, welches er  möglicht, die     Verbindung        zwischen    der  Druckkammer, deren Druck gemessen werden  soll, und der     Anzeigevorrichtung    im Zeit  punkt     bestimmter    Druckphasen herzustellen  und     abzusperren,

  .    - Soll     beispielsweise        4a.s     Maximum des Druckes in der Druckkammer  angezeigt werden, so -kann dies in der Weise  geschehen,     da-ss    ein Manometer oder eine     an-          dere-Anzeig.ävorrichtüng,    im Augenblick des       Eintrittes    des Maximaldruckes in .der Druck  kammer,     durch    ,das genannte     Steuerorgan    mit  dieser Druckkammer in Wirkungsverbindung  gesetzt wird, während eine solche Verbin  dung in der     übrigen    Zeit     nieIA    besteht.

   In  analoger Weise wird im angenommenen     Bei-          .spiel    zwischen einem zweiten Manometer oder  einer andern     Anzeigevorrichtung    und der       Druckkammer    durch das     betreffende    Steuer-         orgau    eine     Wirkungsverbindung    nur kurz  hergestellt,     -wenn    in der Druckkammer der       Minimaldruck    herrscht.

   - Die     Einrichtung          wird        zweckmässigerweisederart    ausgebildet,  dass beim Öffnen und     Absperren    einer Ver  bindung das Volumen und der     Druck    der auf  .die     Anzeigevorrichtung        wirkenden,    beispiels  weise der in den     Manometern    jeweils enthal  tenen.

   Flüssigkeit, in keiner Weise geändert  werden.     Vorteilhafterweise    erfolgt die       Schaltung    des Steuerorgans von einem       Sehubgetriebe    aus, das einen die wechselnden       Drücke    in der Druckkammer hervorbringen  den     'Pulsatorkolben    oder dergleichen betätigt.  



  Die beigegebene     Zeichnung    stellt ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes  dar.  



       Abb.    1 zeigt eine Anordnung der Einrich  tung, wie sie zum Beispiel eine     MateriaIprüf-          maschine        erfordert;          Abb.    2 zeigt im     Längsschnitt        die    zuge  hörige     Steuerungsvorrichtung    in grösserem       Massstab;          Abb.    3 zeigt im Querschnitt eine Variante  der     Steuerungsvorrichtung,        ebenfalls    in  grösserem     Massstab.     



  In     Abb.    1 bezeichnet 1 den. eine Druck  kammer bildenden     Arbeitszylinder    einer  Prüfmaschine, in welchem der Kolben 2  durch den Druck von Druckflüssigkeit     hin     und her bewegt wird; die     Kolbenstange    3  wirkt in     geeigneter        Weise    auf einen Prüfkör  per ein.

   Mit dem     Arbeitszylinder    steht durch  ein Rohr 5 ein     sogenannter        Pulsator    4 oder  eine analoge     Vorrichtung        -in        Verbindung.    Die       wechselnde        Belastung    des:     Kolbens    2 im Ar  beitszylinder     kann:    durch die Bewegung des  Kolbens 6 dieses     Pulsators        hervorgebracht     werden.

   Dieser Kolben 6- ,erhält     seinen:   <B>An-</B>  trieb durch eine     Kurbelscheibe    9 unter Ver  mittlung der Pleuelstange 8     -und    der Kolben  stange 7. - Mit der     Kurbelscheibe    9, die zum  Beispiel durch ein Exzenter- oder     Hubschei-          bengetriebeersetzt        werden    kann,

   steht durch  ein .geeignetes     Vorgelege    die     Flüssigkeits=          steuervorrichtung    10 in     Wirkungsverbin-          .dung.        Deri    Drehkolben 11     (vergleiche    auch       Abb.    2) dieser     Steuervorrichtung        stellt    bei      einer gewissen Drehung zeitweise die     ver-          bindung        h:eir        zwischen;

      der nach dem     Arbeits-          Zylinder    1,     führenden        Leitung    12 und dem  einen oder andern der Rohre 13 und 14, an  welch letztere     Manometer    15     bezw.    16 ange  schlossen sind. Der     Dre:hkolb-en    11 ist im Ge  häuse 17 genau passend eingeschliffen und  enthält eine Längsbohrung 20 und mehrere  von letzterer ausgehende     Querbohrungeu    18,  19 und 21.

   Die beiden Enden der Querboh  rung 18 befinden sich im Bereich einer an  der Innenwand des Gehäuses 17     ausgesparten     Rinne 0,     in;    welche ein die     Wandung    durch  setzender Kanal 12' mündet.     Letzterer    bildet       da,s        .Schlussstück    der Verbindungsleitung 12       zwischen        der        :Steuerungsvorrichtung    10 und  dem Arbeitszylinder 1. - Bei der in     Abb.   <B>92</B>       gezeichneten.    Stellung :des Drehkolbens:

   11  steht ein :die Wandung des Gehäuses durch  setzender Kanal, an welchen das nach dem       Manometer   <B>1'6</B>     führende    Rohr 14 angeschlos  sen ist, mit der     Querbohrung    -21 des Dreh  kolbens, in Kommunikation. Der in :diesem       Augenblick    im Arbeitszylinder 1     herrschende     Druck pflanzt sich durch die Leitung 12 nach  der     Steuerungsvorrichtung    10 fort und kann  also am     Mano:mieter    16     abgelesen    werden.

    Läuft die Kurbelscheibe 9 und mit ihr der  Drehkolben 11 weiter,     @so    wird die vorhin ge  schaffene     Verbindnug    zwischen .dem Rohr 14  und :der     Bohrung    2'1 unterbrochen; der Zeiger  des Manometers 16 bleibt aber     stehen,,da    die  Flüssigkeit aus dem Rohr 14 nicht entwei  chen kann.

       Ers    nach     einer    halben Umdre  hung des     Drehkolbens    kommt dieselbe Ver  bindung wie vorhin     wieder        zustande.    Zwi  schenhinein kommt kurz eine Verbindung  zwischen der     Querbohrung    19 und einem die  Wandung des Gehäuses 17 durchsetzenden  Kanal     zustande,    an welchen das nach .dem       Manometer    1.5 führende Rohr 13.     angeschlos-          sen!    ist.

   - Es ist     anb@nommen,        dass    die Stel  lung     des        Drehkolbens    in     Abb.    2, dem im Ar  beitszylinder 1     herrschenden        Magimialdruck     entspreche, den der Zeiger des. Manometers  16 anzeigt, während der Zeiger des     Mano-          meters    16 den im Arbeitszylinder 1     auftreten;-          den        Minimaldruck    anzuzeigen     bestimm'    ist.

      Das     Übersetzungsverhältnis    zwischen dem       Pulsator    4 über die     Kurbelscheibe    9 nach  der     Steuerungsvorrichtung    10 kann auch ein  anderes sein, als es aus     Abb.    1 hervorgeht;

         beispielsweisse    kann das     Vorgelege    zwischen  der Kurbelscheibe 9 und dem Drehkolben 11  derart eingerichtet sein, dass     letzterer    sich nur  mit der halben Geschwindigkeit der Kurbel  scheibe dreht. - Die Steuerungsvorrichtung  selbst kann auch auf     andere    Weise als ge  mäss     Abb.    2 ausgebildet sein;

   sie hat :aber  stets der Aufgabe zu genügen, der Druck  flüssigkeit :den Weg nach einem der Mano  meter 15 oder 16 zeitweise freizugeben und  wieder     abzuschneiden,,    was ohne Veränderun  gen des     Volumens    und     Druckes    der in den       Manometern        enthaltenen    Flüssigkeit erfolgen  soll, um an diesen Instrumenten     Ablesungen     .des     höchsten    und     tiefsten    Standes nicht bloss  gerade in dem     Augenblick    des Auftretens der  Maximal- und     Minimalbelastung    im Arbeits  zylinder,

       sondern.    auch noch nach diesem  Augenblick     vornehmen    zu können.  



  Die Variante gemäss     Abb.    3 zeigt eine  gegenüber     Abb.    2 einfachere Ausbildung der       Steuerungsvorrichtung.    - Der im Gehäuse  22     rotierende,    genau     eingepasste    Drehkolben  23.     besitzt    nur eine einzige durchgehende       Querbohrung        ,2,4,    :

  die je nach d er Stellung des  Drehkolbens eine Verbindung zwischen einem  die Wandung des Gehäuses durchsetzenden  Kanal 25', an welchen die nach dem Arbeits  zylinder einer Prüfmaschine führende Lei  tung 25 angeschlossen ist, und entweder der       Bohrung    26     (>der    der Bohrung 27 des Ge  häuses 22     herzustellen    vermag. An diese Boh  rungen sind je nach einem Flüssigkeitsmano  meter     2$        bezw.    2-9 führende Rohre ange  schlossen.

   In jeder Stellung des Drehkolbens  23 steht -die     Bohrung    24 mit Hilfe einer sich  über reichlich<B>180'</B> erstreckenden Rinne 30  mit der erwähnten     Leitung    25 in Kommu  nikation, so     -dass    der Druck in der Bohrung  24 :stets .dem     jeweils    im Arbeitszylinder       herrschenden        Druck    entspricht.  



  Die     beschriebene    Einrichtung ist nicht  auf     Materialprüfmas:chinen    beschränkt, son-      Bern auch bei - andern     Anlagen    anwendbar,  wo es sich ,darum handelt, beliebig zu wäh  lende Druckunterschiede bei     ischwankendem     oder     wechselndem        Druck    zu messen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: An eine Druckkammer angeschlossene Einlichtung zur Anzeige wechselnder Drücke in der Dmekkammer, zum Beispiel in einem ATbeits- oder Messzylinder oder in einer Mess- dose,dadurch gekennzeichnet,
    @dass zwischen der Druckkammer und einer AuzeigevoTrich- tung ein besonderes Steuerorgan eingeschal tet ist, welches ermöglicht, die Verbindung zwischen der Druckkammer und der An- zeigevorrichtung im Zeitpunkt bestimmter Druckphasen herzustellen und abzusperren.
    UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung gemäss: Patentanspruch, da- .durch, gekennzeichnet; dass das Steuer organ in Abhängigkeit von einem den wechselnden Druck hervorbringenden Teil (6) betätigt wird.
    2. Einrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass .der, den wechselnden Druck liervoT- bringende Teil (6) durch ein Hubgetriebe betätigt wird. 3:
    Einrichtung gemäss Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass das Steuer organ einen Drehkolben aufweist, der mit einer mit der Druckkammer in steter Ver bindung stehenden Längsbohrung und mit mehreren von letzterer ausgehenden Quer- bohTungen versehen ist,
    welch letzteren mit Druckanzeigevorrichtungen in Ver bindung stehende Kanäle im Gehäuse dss Drehkolbens gegenüberstehen, die bei dpl Drehung des Kolbens abwechselnd mit der Längsbohrung des letzteren in Konimuni- kation treten. 4.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, UaduTCh gekennzeich net, @dass :der Drehkolben derart .gesteuert wird, Jass die Verbindung zwischen der einen von mindestens zwei Druckanzeige- vorriühtungen und der Druckkammer nur in dem Augenblick des Auftretens des Höchstdruckes hergestellt wird,
    während die Verbindung zwischen einer zweiten Druckanzeigevorrichtung und der Druck kammer bei Minimaldruck zustande kommt. 5. Einrichtung gemäss Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass das Steuer organeinen Drehkolben aufweist, der mit einer mit -der Druckkammer in steter Ver bindung stehenden, quer zur Längsase des Kolbens,
    verlaufenden Bohrung versehen ist"die bei .der Drehung dieses Kolbens ab wechselnd zeit .der einen oder -andern von zwei Anzeigevorrichtungen in Kommuni kation tritt, von welch letzteren die eine beim Höchstdruck, die andere beim Mini maldruck in Ader Druckkammer betätigt wird.
CH152284D 1930-09-22 1930-12-30 Einrichtung zur Anzeige wechselnder Drücke. CH152284A (de)

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