CH150286A - Verfahren zum Präparieren von Rauchwaren zum Zweck, dem Tabakrauch giftige Bestandteile zu entziehen. - Google Patents
Verfahren zum Präparieren von Rauchwaren zum Zweck, dem Tabakrauch giftige Bestandteile zu entziehen.Info
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Description
Verfahren zum Präparieren von Rauchwaren zum Zweck, dem Tabahrauch giftige Bestandteile zu entziehen. Bekanntlich haben gewisse Eisensalze die Fähigkeit, die schädlichen Bestandteile des Tabakrauches zu absorbieren. Zur Ausnützung dieses Effektes werden eisenchloridgetränkte Wattebauschen in die Mundstückhülsen von Zigaretten eingelegt. Die vorteilhafte Wirkung der Eisenchloridwatte machte sich nur bei den ersten Zügen bemerkbar, da sich die feinen Poren der Watte bald verlegten und der Rauch dann an der Seite zwischen der Mundstückwacidung und dem Wattebausch vorbeiströmte. Weiters ist es eine bekannte Tatsache, dass feuchter Tabak weniger Nikotin, Pyri- din und Ammoniak in den Rauch gelangen lässt, als trockener. Diese Tatsache suchte man dadurch zu verwerten, dass man die Zigarette bezw. die Zigarre an ihrem vordern Ende mit einer Flüssigkeit benetzte. Auch hier war aber eine günstige Wirkung nur während der ersten Züge zu erzielen. Vorliegender Erfindung liegt nun der Ge danke zugrunde, diese bekannten Wirkun gen dadurch gewissermassen zu vereinigen, dass einerseits Flüssigkeit in das Innere des Rauchgutes injiziert und weiters der Tabak selbst zum Träger für die Eisensalze heran gezogen wird. Der zweckmässig mittelst einer Injektions spritze in das Rauchgut eingebrachte Feuch tigkeitstropfen befindet sich somit in einer gewissen Entfernung vom vordern Ende in der Zigarette oder Zigarre. In gleicher Weise wird vom rückwärtigen Ende der Zigarette oder Zigarre aus ein Eisensalze enthaltender Flüssigkeitstropfen in das Innere des Rauch gutes injiziert. Die Salze setzen sich an den Tabakfasern fest und wirken auf den durch streichenden Rauch ein. Die Wirkungsweise ist folgende: Abgesehen davon, dass insbesondere Zi garetten vollkommen unverändert bleiben und nicht durch das nasse Ende ein unschönes Aussehen erhalten, bewirkt der in einem ge wissen Abstand vom vordern Ende im Rauch gut befindliche Tropfen durch die die ganze Zigarette (Zigarre) durchziehende Feuchtigkeit eine teilweise Verminderung der im abgesaug ten Rauch enthaltenen Gifte. Der auf diese Weise bereits zum Teil ent giftete Rauch passiert nun die obere Zone, in der die Eisensalze und Säuren ihre Wirk samkeit ausüben, so dass der in den Mund gelangende Rauch von Nikotin, Pyridin und Ammoniak zum grössten Teile (etwa 80%) und von den empyreumatischen Stoffen fast ganz befreit wird, ohne dass das Aroma und der Geschmack merklich beeinflusst wird. Alle schädlichen Stoffe sammeln sich im verblei benden Rest des Rauchgutes, der bekanntlich als Abfall weggeworfen wird. Als besonders geeignete Injektionsflüssig keit hat sich eine Lösung von Weinsäure Zitronensäure und Natriumchlorid ergeben, wel cher Ferroammonsulfat (Mohr'sches Salz) und schliesslich in Alkohol gelöstes Cumarin und eventuell Riechstoffe zugesetzt werden. Ob wohl es im allgemeinen genügen würde, wenn an dem vordern Ende des Rauchgutes nur Flüssigkeit (Wasser) injiziert wurde, so wird man der Einfachheit halber für beide Injek tionen die vorangegebene Lösung benützen. Die Injizierung kann mittelst einer belie bigen Injektionsvorrichtung erfolgen. Es emp fiehlt sich, die Spitze der Kanüle fest aus zubilden und oberhalb derselben seitliche Austrittsöffnungen anzuordnen, um eine mög- licbste Verteilung und Verbreitung des Flüs- sigkeitstropfens zu erzielen. In der Zeichnung ist in Fig. 1 beispiels weise eine nach vorliegendem Verfahren be- handelte Zigarette im Querschnitt veranschau licht. Fig. 2 zeigt die Injektionskanüle in beispielsweiser Ausführung in grösserem Mass stab. 1 ist der von dem vordern Ende aus in jizierte Flüssigkeitstropfen, 2 der vom rück wärtigen Ende aus eingespritzte Lösungstrop fen. Abweichend von den bekannten Kanülen von Injektionsspritzen ist, wie in Fig. 2 bei spielsweise dargestellt, die Einstechspitze 3 voll ausgebildet und oberhalb derselben ein Kranz von Austrittsöffnungen 4 vorgesehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Präparieren von Rauch waren, zum Zwecke, demTabakrauch giftige Bestandteile zu entziehen, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Eisensalze enthaltende Lö sung in das Innere des Rauchgutes injiziert wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I zum Präparieren von Zigarren und Zigaretten, da durch gekennzeichnet, dass von beiden Enden des Rauchgutes aus Flüssigkeit injiziert wird.PATENTANSPRUCH II: Injektionsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I und Unteranspruch, gekennzeichnet durch eine Ka nüle mit voller Einstechspitze und oberhalb derselben angeordneten Austrittsöffnung.
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