.Absperrventil. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Absperrventile für Hochdruckleitungen. Um die Betriebssicherheit dieser Ventile zu gewährleisten, ist es erforderlich, den Öff nungsvorgang langsam zu gestalten, um nachteilig wirkende schnelle Spannungsver änderungen zu verhindern und insbesondere bei Heissdampfleitungen eine allmähliche Er wärmung der abgesperrten Leitung zu er möglichen. Ferner erheischt die Aufrecht erhaltung der Betriebssicherheit, bei etwa eintretenden Gefahren, zum Beispiel durch Rohrbruch und dergleichen, die Möglichkeit, das geöffnete Ventil schnell schliessen züz können.
Gemäss der Erfindung wird dies erreicht durch einen Ventilteller, welcher beim Öff nen des Ventils parallel zur Strömungsrich tung und ausserhalb des Rohrdurchganges verschwenkbar ist und durch eine zum Ver- schwenken des Ventiltellers dienende, dreh bare, jedoch nicht längsverschiebbare Steuer spindel, zu deren Betätigung zwecks Erzie- lung eines langsamen Offnens des Ventiltel lers ein Untersetzungsgetriebe vorgesehen ist, welch letzteres beim Schliessvorgang auskup- pelbar ist.
Auf den Zeichnungen sind Ausführungs beispiele gemäss der Erfindung veranschau licht.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbei spiel, teilweise im Längsschnitt; Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt des ersten Beispiels; Fig. 3 ist ein senkrechter Querschnitt eines Teils des Ventils gemäss Fig. 2; Fig. 4 ist ein wagrechter Querschnitt nach der Linie 11--B von Fig. 2; Fig. 5 bis 8 zeigen Innenteile des Ventils nach Fig. 4, in grösserem Massstabe, in zwei verschiedenen Stellungen;
Fig. 9 stellt die Lagerung eines Steuer getriebes für das Ventil gemäss den Fig. 1 und 2 dar; Fig. 10 zeigt im Grundriss Steuerungs bügel für den Ventilteller; Fig. 11 zeigt ein weiteres Ausführungs beispiel des Absperrventils in einem senk rechten Längsschnitt; Fig. 12 und 13 sind Querschnitte nach den Linien C-D und E-F der Fig. 11; Fig. 14 und 15 zeigen den obern Teil des Ausführungsbeispiels nach Fig. 11 in grö sserem Massstabe in zwei verschiedenen Stel lungen;
Fig. 16 und 17 zeigen die zum Öffnen der Ventilteller nach Fig. 11 dienende Einrich tung in zwei verschiedenen Stellungen Fig. 18 zeigt einen Teil des Ventiltellers und des Ventilgehäuses der Ausführung nach Fig. 11 in grösserem Massstabe; Fig. 19, 20 und 21 stellen einen Längs schnitt, einen Grundruss und einen Quer schnitt einer abgeänderten Ausführungsform der Steuerbügel für den Ventilteller gemäss Fig. 11 dar, lind zwar in gegenüber Fig. 11.
grösserem Massstab; Fig. 22 und 23 zeigen eine andere Aus führung des Ventiltellers.
Bei der ersten Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 10 ist in dem mit den Anschluss stutzen 1 und 2 ausgerüsteten Ventilgehäuse 3 ein Dichtungsring 4 für den Ventilteller i angeordnet. Dieser ist als eine nachgiebige, elastische Platte ausgebildet und trägt den Dichtungsring 8, der in der Schliesslage ge mäss Fig. 2 und 4 mit dem Dichtungsring 4 zusammenwirkt.
In einer Aussparung 9 des Ventilgehäu ses 3, sowie in einem stopfbüchsenartig aus gebildeten Ansatz 10 dieses Gehäuses ist eine Spindel 11 drehbar, jedoch nicht längsver schiebbar gelagert, die zur Steuerung des nachgiebigen Ventiltellers 7 dient. Zur Ab dichtung der Spindelführung dient in an sich bekannter Weise. eine in dem hülsenförmigen Ansatz 10 angeordnete Dichtungspackung 12, die in der üblichen Weise mittelst eines' Stop fens 13 abdichtend gegen die Spindel 11. und den Gehäuseansatz 10 gepresst wird.
Auf dem aus dem Gehäuse 3 heraus ragenden Ende der Steuerspindel 11 ist ein Handrad 14 befestigt, während an der Spin del im Innern des Ventilgehäuses gegenüber dem Rand des Ventiltellers Abziehnocken 15 und 16 für den Ventilteller angeordnet sind (Fug. 10 und 3), die mit bügelförmigen, die Steuerspindel 11 umfassenden, am Ventiltel ler 7 befestigten Steuergliedern 17 zusam menwirken, um bei Drehung der Steuerspin del 11 das Abheben des Ventiltellers von seinem Sitz zu bewirken. Die Abziehnocken 15, 16 der Steuerspindel kommen nur mit den Ansätzen 20 der Bügel 17 in Berührung, welche die Nocken also frei umschliessen.
Die Nocken 15, 16 der Steuerspindel 11 weisen insofern voneinander abweichende Formen auf, als gemäss Fig. 10 der Nocken 16 auf einem grösseren Umfang der Spindel sich erstreckt, als der Nocken 15. Zwischen den Nocken 15, 1.6 ist ein wei terer Nocken 18 auf der Steuerspindel 11 angeordnet, der beim Schliessen des Ventils mit einem Ansatz 19 des Ventiltellers zu sammenwirkt und diesen mit dem Dich tungsring 8 fest gegen den Ventilsitz 4 presst.
Beize. Öffnen des Ventils werden die Steuerspindel 11 und damit: die Nocken 1.5, 1.6 durch das Steuerrad 14 gedreht. Bei die ser Drehung gibt der Drucknocken 18 den Ansatz 19 des Ventiltellers 7 frei, während gleichzeitig auf der einen Seite des Ventil- tel.lerumfanges der Nocken 16 mit dem bü- gelförmigen Steuerglied 1.7 zusammenwirkt und den im übrigen noch auf dem Sitz 4 aufruhenden Ventilteller 7 an einer Stelle anlüftet. In dieser einseitig angelüfteten Stellung findet infolge der Durchströmung des
Fördermittels ein Druckausgleich zwi schen den beiden durch den Ventilteller ge trennten Seiten des Ventils statt, was ermiig- licht, bei nur geringem Kraftaufwand den Ventilteller 7 durch Weiterdrehen der Steuerspindel 11 bezw. der Nocl,:en 15, 7 6 in die in Fig. 5 ausgezogen gezeichnete Lage anzu heben. Hierbei wird der Ventilteller 7 durch die im Gehäuse 3 fest angeordnete Schiene 30 (Fug. 4) geführt.
Der Nocken 18, der in der Schliessstel lung des Ventils (Fug. 4) mit dem Ansatz 19 des Tellers zusammenwirkte und diesen fest auf seinen Sitz presste, ist inzwischen so weit geschwenkt worden (Fig. 6), dass er nunmehr mit seinem vorspringenden Teil 31 hinter den Ansatz 19 des Ventiltellers greift.
Wird nun die Steuerspindel 11 im Sinne des in Fig. 5 eingezeichneten Pfeils y weiter gedreht, so nimmt der Nocken 18, vermittelst des Ansatzes 19, den Ventilteller 7 aus der in Fig. 5 dargestellten Stellung in die in Fig. 7, 8 veranschaulichte Offenlage mit, in der sich der Ventilteller 7 gegen den im Ven tilgehäuse 3 vorgesehenen Anschlag 32 legt (Fig. 7). Diese Lage entspricht der in Fig. 4 mit gestrichelten Linien veranschaulichten Stellung des Tellers.
In dieser Stellung wir ken die abgeflachten Teile 15a und 16a der Nocken 15, 16 mit den Ansätzen 20 der bü- gelförmigen Steuerglieder 17 zusammen, so dass eine Selbsthemmung der Steuerglieder für den Ventilteller 7 gewährleistet ist und der Ventilteller sich nicht etwa unter der Einwirkung des Fördermittels wieder in die Schliesslage bewegt. Ausserdem wird durch U den vorspringenden Teil 31 des Nockens 18 (Fig. 8) ein selbsttätiges Zurückschwenken des Tellers 7 verhindert.
Um den Ventilteller 7 beim Schliessvor gang in die Lage nach Fig. 5 zurückzufüh ren, ist folgende Vorrichtung vorgesehen: Auf der Steuerspindel 11 ist zwischen den Nocken 15 und 16 eine segmentförmige Steuerscheibe 24 fest angeordnet, die unge fähr auf einem Viertelkreis ihres Umfanges abgeflacht ist. Auf diese Weise wird an der Übergangsstelle von dem kreisförmigen Um fang auf den abgeflachten Teil der Scheibe eine Nase 25 gebildet (Fig. 5). Das Steuer glied 24 wirkt mit einem Ansatz 26 eines schwanenhalsförmig ausgebildeten Hebels 27 zusammen.
Dieser Hebel ist an einem fest im Ventilgehäuse 3 angeordneten Träger 28 schwenkbar gelagert und wirkt mit seinem vordern freien Ende zeitweise mit einem An satz 29 des Ventiltellers 7 zusammen, und zwar wird der Hebel 27 beim Öffnen des Ventils durch den Ansatz 29 aus der Lage nach Fig. 5 in die Lage nach Fig. 7 mitge- führt, da die Scheibe 24 sich ebenfalls in der Pfeilrichtung y dreht und dabei der Ansatz 26 auf dem abgeflachten Teil dieser Scheibe sich bewegt.
Beim Schliessen des Ventils wird die Steuerspindel im Sinne des in Fig. 7 und 8 eingezeichneten Pfeils Z gedreht. Bei dieser Drehung gibt der von der Spindel mitgenom mene Nocken 18 den Ansatz 19 bezw. den Ventilteller 7 frei. Gleichzeitig wird aber auch der Ansatz 26 des Hebels 27 von dem abgeflachten Teil des Steuergliedes 24 auf den konzentrischen Teil dieses Gliedes 24 ge hoben, so dass auch der Hebel 27 im Sinne des in Fig. 7 eingezeichneten Pfeils Z geschwenkt wird.
Da das freie Ende des Hebels 27 hin ter dem Ansatz 29 des Tellers 7 greift, wird dieser Teller aus der ausgeschwenkten Lage nach der Fig. 7 wieder in die Lage der Fig. ) überführt. Bei der weiteren Drehung der Spindel 11 findet eine Bewegung des schwa- nenhalsförmigen Hebels \?7 nicht statt,
da der Ansatz 26 auf dem konzentrisch zur Spindelachse verlaufenden Umfang des Steuergliedes 2'4 entlanggleitet. Der An- drüeknocken 18 aber wird in Richtung des Pfeils Z weitergeschwenkt. Hierbei wird der Teller 7 unter Vermittlung des An satzes 19 allmählich wieder aus der Stellung nach Fig. 5 in die Schliesslage (Fig. 4) über führt und fest auf den Dichtungsring 4 des Ventilgehäuses 3 gepresst.
Beim Absperrventil der zweiten AusfÜh- rungsform nach Fig. 11 bis 21 sind zwei Ventilteller 7 und 7a, die in ihrer Schliess lage mit Dichtungsringen 4, 4a des Gehäuses 3 zusammenwirken, durch die Spindel 11 steuerbar. Zu diesem Zwecke ist der Ventil teller 7 mit zwei Rippen 19, der Ventilteller 7a mit einer mittleren Rippe 19a ausgerüstet, die mit entsprechenden Anpressnocken 18, 18',' der Steuerspindel zusammenwirken, sofern die Absperrplatten auf ihre Sitze 4, 4a ge presst werden sollen.
Die Rippe 19a ist aus: strömungstechnischen Gründen im Quer schnitt etwa elliptisch, wie in Fig. 11 und 12 in gestrichelten Linien dargestellt, ausge bildet. Nahe dem Rande der Ventilteller 7, 7a sind je zwei Bügel 17, 17a vorgesehen, welche an der Steuerspindel 1 1 angeordnete Abziehnocken 15, 16, 15a, 16a umschliessen. Mit Hilfe dieser Nocken können bei Drehung der Steuerspindel 11 die Ventilteller 7, 7a aus ihrer Schliesslage auf den Dichtungsrin gen 4, 4a in die in Fig. 11 veranschaulichte Stellung überführt werden, in der die Teller von ihren Sitzen abgehoben sind.
Mit dem Ventilteller 7 ist der Ventiltel ler 7a so verbunden, dass bei der Bewegung der Steuerspindel 11 beide Teller geöffnet und geschlossen, das heisst geschwenkt wer den können.
Zur Verbindung beider Teller weisen die Bügel 17 an ihren äussern Enden Ansätze 33 auf, die in entsprechende Nuten 34 der Bü gel 17a eingreifen. Gleiche Ansätze 33 sind auch an den Bügeln 17a angebracht und grei fen in entsprechende Nuten 34 der Bügel 1 7 ein. Diese Nuten sind in den Bügeln derart angeordnet, dass sie bei geschlossenen Ab sperrplatten parallel zur Bewegungsrichtung der Absperrplatten während des Abhebens von ihren Sitzen verlaufen.
Auf diese Weise ist erreicht, dass die parallel zueinander lie genden Ventilteller beim Öffnen bezw. Schliessen des Ventils zunächst aufeinander zu- bezw. voneinander bewegt werden kön nen, dass aber der Teller 7 bei seiner Schwenkbewegung auch den Teller 7a in der selben Drehrichtung mitnimmt. Das Mit schwenken des Tellers 7a wird durch die An sätze 33 bewirkt, die sich hierbei gegen die Seitenwandungen der Nuten 34 legen und daher den Teller 7a mitnehmen.
Die Bügel 17 und 17a sind gemäss Fig. 11 mit den Ventiltellern aus einem Stück. Sie können aber auch, wie in den Fig. 19 und 20 dargestellt, mit schwalbenschwanzförmi- gen Aussparungen 57 oder dergleichen ver sehen sein, die mit entsprechenden, an den Ventiltellern 7, 7a anzuordnenden, zum Bei spiel T-förmig ausgebildeten Ansätze zusam menwirken und diese umfassen.
Diese Bau art ist besonders zweckmässig bei grösseren Dimensionen des Absperrventils, um die Nachgiebigkeit der Ventilteller wie bei der .ersten Ausführungsform zu erhalten und beim Öffnungsvorgang das Anlüften, wie bei der ersten Ausführungsform beschrieben, zu erreichen.
Bei der ersten Ausführungsform erfolgt der langsame Öffnungsvorgang, wie aus rlon Fig. 1 und 2 ersichtlich, durch ein als Schneckengetriebe ausgebildetes Unterset- zungsgetriebe. Zu diesem Zwecke ist auf der Spindel 11 ein Schneckenrad 58 fest angeord net, in welches eine Schnecke 59 eingreift, die auf der Welle 60a zentrisch befestigt ist. Diese ist in den Exzenterbüchsen 60 gelagert, welche in den Lageraugen 62.drehbar sind.
Eine Schiene 64 verbindet die Naben 63 der Exzenterbüchsen 60, so dass diese gemeinsam durch einen mit der Schiene 64 verbundenen Handhebel 61 gedreht werden können, wo durch auch über die Welle 60a die Schnecke 59 in und ausser Eingriff mit dem Schnek- kenrad 58 gebracht werden kann. Soll das Ventil geöffnet werden, dann wird das Schneckengetriebe eingeschaltet, worauf durch Betätigung des auf der Welle 60a sit zenden Handrades 14a die Spindel 11 lang sam gedreht wird, wodurch über die auf der Spindel angeordnete und beschriebene Ab hebe- und Schwenkvorrichtung der Ventiltel ler 7 zunächst von seinem Sitz abgehoben und dann in die Öffnungslage ausgeschwenkt wird.
Um das Ventil schnell schliessen zu können, wird das Schneckengetriebe ausge schaltet und die Spindel nunmehr durch das Handrad 14 gedreht.
In Fig. 2 is, der Deutlichkeit wegen die Schnecke 59 im Schnitt unter Fortlassung der Exzenterbüchsen dargestellt.
Bei der zweiten Ausführungsform gemäss Fig. 11 bis 21 ragt die Spindel 11 durch den Deckel 35 des Gehäuses 3 nach aussen und ist an ihrem freien Ende mit einem Gehäuse 36 fest verbunden, so dass die Bewegungen dieses Gehäuses auf die Steuerspindel 11. übertragen werden. In diesem Gehäuse ist ein zweites Gehäuse 37 um die gleiche Längsachse drehbar gelagert, dessen oberer Hals 38 drehbar geführt ist in einem äussern Traggestell 39. In das Innere des Gehäuses 37 ragt durch den Gehäusehals 38 eine Spin- delachse 40 hinein, die im Innern des Gehäu ses 37 ein Ritzel 41 trägt.
Dieses Ritzel wirkt mit dem Rad 42 eines in dem Gehäuse 37 gelagerten Untersetzungsgetriebes 42, 43, 44 zusammen. Das Rad 44 kämmt seiner seits mit einem an der Innenwandung des Gehäuses 36 vorgesehenen Zahnkranz 45.
Das aus dem Traggestell 39 bezw. dem Gehäusehals 38 herausragende Ende der Spindelachse 40 ist mit einem flachen Ge, winde 46 ausgerüstet, das zur Lagerung eines. Handrades 14 bestimmt ist.
Je nachdem in welcher Richtung das Handrad 14 gedreht wird, verschiebt sich die Nabe 48 des Handrades auf dem Gewinde 46 und kommt entweder mit dem obern Rand des Gehäusehalses 38 oder mit dem Kopf 49 der Spindelachse 40 in Berührung.
In Ansätzen 50 des Traggestelles 39 ist ein gabelförmig ausgebildeter Hebel 51 ge lagert, der unter der Wirkung einer am Trag gestell 39 angreifenden Zugfeder 52. steht. Diese Zugfeder hat das Bestreben, den-Hebel 51 im Sinne des in Fig. 14 eingezeichneten Pfeils X so zu schwenken, dass der an dem einen Ende des Hebels 51 vorgesehene An schlag 53 mit der Nabe 48 des Handrades 14 in Berührung kommt. An dem gegenüberlie genden Ende des Hebels 51 ist ein Ansatz 5!1 angebracht, der bei angehobener Handrad nabe 48 (Fig. 15) unter der Wirkung der Zugfeder 52 in Aussparungen 55, 55a ein greift. Diese Aussparungen sind einerseits im Gehäusehals 38, anderseits im Traggestell 39 vorgesehen.
Mit Hilfe des Ansatzes 54 ist es also in der Stellung nach. Fig. 15 mög lich, eine Drehbewegung des Gehäuses 37 zu verhindern, da das Traggestell 39 ortsfest auf dem Gehäusedeckel 35 befestigt ist.
Die Wirkungsweise dieses Absperrventils beim Öffnen und Schliessen ist folgende: Beim Öffnen des Ventils wird das Hand rad 14 auf dem Flachgewinde 46 derart ge dreht, dass es in die in Fig. 15 veränschau- lichte obere Endlage gelangt. Der durch die Nabe 48 freigegebene Doppelhebel kuppelt unter der Wirkung der Zugfeder 52 das Ge häuse 37 mit dem Traggestell 39, so dass sich das Gehäuse 3 7 bei der weiteren Drehung des Handrades im gleichen Drehsinne nicht mit bewegen kann.
Die Bewegung der Spindel achse 40 wird also unter Vermittlung der Untersetzungsräder 41 bis 44 auf den Zahn kranz 45 übertragen, was zur Folge hat, dass das Gehäuse 36 und damit auch die Steuer spindel 11 verhältnismässig langsam gedreht werden. Die Drehung dieser Spindel bewirkt unter Vermittlung der Abziehnocken 15, 16, 15a, 16a und der zugehörigen Bügel 17, 17a das Abheben der Absperrplatten 7, 7a aus der Schliessstellung und ihre Überführung in die Stellung nach Fig. 11.
Bei der weiteren Drehung des Handrades greifen die Vor sprünge 31 der Nocken 18 hinter die Rippen 19 des Ventiltellers 7 und schwenken diesen und mit ihm zusammen auch den Ventilteller 7a in die in Fig. 12 veranschaulichte Offen lage. Wie bereits oben dargelegt, findet die Mitnahme des Ventiltellers 7a beim Schwen ken des Tellers 7 durch Vermittlung der An sätze 33 an den Bügeln 17, 17a statt.
Infolge der Anwendung der beiden ge meinsam steuerbaren Ventilteller 7, 7a, die bei geöffnetem Ventil (Fig. 12) ausserhalb des Weges. des Fördermittels in einer seit lichen Aussparung des Ventilgehäuses 3 lie gen, wird das das Ventil durchströmende Fördermittel auf seinem Wege von der einen Öffnung zur andern (Öffnung des Ventil gehäuses seitlich so geführt, dass grössere Druckverluste durch Wirbelbildungen oder sonstige Störungen vermieden sind. Das För- dermittel kann sich nicht mehr, wie dies bis her der Fall war, ohne weiteres im Innern des Ventilgehäuses ausdehnen.
Soll dieser Absperrschieber geschlossen werden, so gelangt das nunmehr im entgegen gesetzten Sinne gedrehte Handrad aus der Stellung nach Fig. 15 in die in Fig. 14 ver anschaulichte Lage. Hierbei wird der An schlag 53 des Doppelhebels 51 nach unten gedrückt, der die Sperrvorrichtung 54 aus klinkt (Fig. 14). Wird das Handrad in der gleichen Richtung weiterbewegt, so setzt sich die Handradnabe 48 auf den Gehäusehals 38 auf und nimmt infolgedessen durch Reibung; diesen Hals 38 und das Gehäuse 37 direkt mit.
Das beim Öffnungsvorgang eingeschal tete Untersetzungsgetriebe 41-44 bleibt also während des Schliessens des Absperrventils unwirksam, denn das Gehäuse 37 nimmt in folge der Kupplung zwischen dem Rad 44 und dem Zahnkranz 45 das Gehäuse 36 un mittelbar mit. Das Gehäuse 36 dreht sieh also genau so rasch wie das Handrad 14 be wegt wird.
Das Gehäuse 36 nimmt die Steuerspindel 11 mit. Diese Bewegung hat eine Schwen kung der segmentförmigen Scheibe (24) und damit eine Rückbewegung des Armes 27 zur Folge, der seinerseits den Ventilteller 7 aus seiner Offenstellung, sowie, infolge der Kupplung der beiden Ventilteller durch die Bügelansätze 33, auch den Teller 7a in die Lage nach Fig. 11 überführt.
Wird die Spindel 11 weitergedreht, so kommen die Andrücknocken 18, 18a auf die Rippen 19, 19a zur Wirkung und drücken die Ventilteller 7, 7a fest auf ihre Sitze 4, 4a.
Aus Fig. 18 ist erkennbar, dass die mit einander zusammenwirkenden Dichtungsflä chen der Ventilteller 7, 7a und der zugehöri gen Sitze 4 bezw. 4a auf einer Kegelober fläche liegen, deren Mittelpunkt in der Längsachse der Steuerspindel 11 liegt. Dies hat den Vorteil, dass die Ventilteller nur wenig von ihren Sitzen angehoben zu werden brauchen, um in die ausgeschwenkte Lage gebracht werden zu können.
Infolge der oben erörterten Offnungs- bezw. Schliesseinrichtung ist es möglich, nur durch die Bewegung eines einzigen Hand rades das Ventil langsam zu öffnen, aber schnell zu schliessen, ohne dass es einer beson deren Ausschaltung oder Einschaltung des Untersetzungsgetriebes bedarf.
Die Anwen dung zweier Ventilteller ermöglicht im übri gen die Anwendung des Ventils in Ring- leitungen bezw. solchen Leitungen, in denen die Strömungsrichtung des Fördermittels wechselt.
Um dem durch das Ventil hindurchtreten den Fördermittel einen möglichst geringen Widerstand zu bieten, sind die zum Andrük- ken des Ventiltellers 7 vorgesehenen Rippen 1.9 ausserhalb des eigentlichen Strömungs raumes angeordnet, so dass nur die im Quer- schnitt elliptisch ausgebildete Rippe 19a in den Strömungsraum hineinragt. Bei grösseren Dimensionen des Absperrventils der beschrie benen Ausführungsformen ist es von beson derem Vorteil, den Ventilteller mit Verstei fungsrippen 70, wie in Fig. 22 und 23 dar gestellt, zu. versehen.
Dabei bleibt der Rand 71 des Ventiltellers frei, so dass die Festig keit des Ventiltellers unter Wahrung seiner Biegsamkeit erhöht wird. Das Freihalten des Randes 71 von Rippen gewährleistet eine si chere Abdichtung des Ventils, weil der Tel ler infolge dieser Ausbildung den Dehnungen des Gehäuses 3 bei hohen Überhitzungen und hohen Drücken leicht folgen kann.