Als Gesellschaftsspiel dienendes Friedens- und Völkerbundsspiel. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein als Gesellschaftsspiel dienendes Friedens und Völkerbundsspiel, welches eine Spiel feldkarte besitzt, die in der Mitte ein in Feldern eingeteiltes Friedensbild hat und um dieses herum angeordnete, teils Kriegs bilder, teils Friedensbilder darstellende Rand bilder. Zu dem Gesellschaftsspiel gehört ferner eine Serie Kriegskarten und eine Serie Friedenskarten, sowie eine Serie Waffenkarten. Diese garten dienen zum Bedecken der Bilder der Spielfeldkarte nach einer Spielregel.
Ferner besitzt das Spiel eine verlustbringende Hauptkriegskarte und eine gewinnbringende Hauptfriedenskarte, sowie Fähnlein in Na tionalfarben, Blöcke zum Aufstellen der Fähnlein, Spielmarken und einen Würfel.
Die beiliegende Zeichnung dient zur Er läuterung des Gegenstandes der Erfindung und zeigt ein Ausführungsbeispiel desselben.
Es ist 1 eine Spielfeldkarte, welche in der Mitte ein Friedensbild 2 hat, das in Felder eingeteilt ist. Um dieses Friedensbild 2 liegen Randbilder, von welchen die Bilder 3 Friedensbilder sind und die Bilder 4 Kriegs- gretielbilder. Zu dem Spiel gehört eine Serie von sechszehn Kriegskarten 5, welche mit den Krieg verurteilenden Versen versehen sind. Ferner gehört zum Spiel eine Serievon sechszehn Friedenskarten 6, welche mit den Frieden lobenden Versen versehen sind. Weiter gehört zum Spiel eine Serie von zwölf Stück Waffen karten 7, welche Bilder von Kriegswaffen zeigen.
Zum Spiel gehört weiter eine verlustbringende Hauptkriegskarte 8 mit dem Aufdruck Bellum und eine gewinnbringende Hauptfriedenskarte 9 mit dem Aufdruck Pax. Das Spiel besitzt ferner fünfunddreissig Fähnlein 10 in National farben, einzelne Länder repräsentierend, eine Anzahl verschiedenfarbiger Korkblöcke 11 zum Aufstecken der Fähnlein, Spielmarken 12 mit einem Beutel 13 und einem Würfel 14 mit beispielsweise den Flächenbezeichnungen Pax, Bellum, Locarno, Genf, Haag, Rotkreuz.
Es können. zwei oder mehr Spieler, bis zu zwölf, an dem Spiel teilnehmen. Die Spielregel ist folgende Es wird unter den Mitspielenden ein Spielleiter gewählt, welcher die Spielfeldkarte auflegt und die zwölf Felder des grossen Friedensbildes 2 mit den zwölf Waffenkarten 7 bedeckt, indem auf jedes Feld eine Waffen karte mit dem Bild nach oben gelegt wird. Die Fähnlein, die übrigen Karten, die Kasse, die Korkblöcke 11 und der Würfel 14 stehen unter der Verwaltung des Spielleiters. Er übergibt jedem Mitspielenden einen Block 11.
Dann verteilt er unter den Mitspielenden zu gleichen Teilen Spielmarken, behält aber einen Teil derselben als Hauptkasse zurück. Alsdann mischt er alle übrigen Karten gut durcheinander und verteilt sie zu gleichen Teilen an die Mitspielenden, und das Spiel kann beginnen. Das Ziel des Spiels ist, die Waffenkarten 7, welche das Friedensbild 2' verdecken, gemäss Spielregel zu verdrängen und dadurch dem Frieden zum Siege zu verhelfen. Auf diese Weise lernt man die Vorzüge des Friedens und die Nachteile des Krieges durch Ablesen der Verse, die auf den Karten gedruckt sind, und die stets laut vorgelesen werden müssen. Gleichzeitig lernen die Spieler auch die Farben der Nationen durch die Fähnlein 10 kennen und werden dadurch angeregt, international zu denken.
Jeder Mitspielende hält die ihm zugeteilten Karten übersichtlich geordnet in seiner Hand, jedoch so, dass er sie allein sehen kann. Wer die Karte 9 in seinem Spiel vorfindet, muss dies melden, und legt diese Karte 9 offen vor sich auf den Tisch. Er erhält von dem Spielleiter drei Fähnlein, die er auf seinen Block 11 steckt und drei Spielmarken 12 aus dem Beutel 13, und hat das Recht eine Waffenkarte 7 vom Friedensfeld 2 weg zunehmen und damit ein Kriegsgreuelbild 4 teilweise zu decken, wobei er die Bildfläche nach unten legt. Dies wiederholt sich immer wieder für den Spieler, der das Glück hat, die Paxfläche des Würfels zu würfeln.
Die vier Kriegsgreuelbilder 4 sind stets nur mit je drei Waffenkarten 7 zu decken, und hat dies der Reihe nach zu geschehen. Man kann also erst, wenn ein Kriegsgreuelbild 4 mit drei Waffenkarten 7 bedeckt ist, anfangen, das zweite Kriegsgreuelbild 4 zu decken. Zum Schluss müssen alle vier Kriegsgreuel bilder 4 mit je drei Waffenkarten 7, Bild seite nach unten, bedeckt sein, damit dadurch das vollkommen von Kriegsepisoden befreite Friedensbild 2 zum Vorschein kommt, in dessen Mitte der mit Fähnlein des Gewinners besteckte Block 11 aufgesteckt wird und den Sieg verkündet.
Derjenige, der die Paxkarte 9 gemeldet und seinen Lohn erhalten hat, beginnt zu würfeln. Würfelt er nun eine der vier mit Locarno, Genf, Haag und Rotkreuz bezeichneten Flächen, so wendet er sich an seinen Nach bar zur Rechten, indem er zu diesem sagt: ,,Ich verachte den Krieg". Dann darf er ihm aus seinem Spiele eine Kriegskarte 5 über reichen, indem er den Vers, der auf der zu überreichenden Kriegskarte 5 steht, laut vorliest; dann wendet er sich wieder an denselben Nachbar, und sagt: "Ich wünsche den Frieden". Dieser Nachbar hat nun die Pflicht, diesem Wunsche zu entsprechen und übergibt dem Bittsteller aus seinem Spiele eine Friedenskarte 6.
Der Bittsteller liest nun auch den aufgedruckten Vers auf dieser Friedenskarte 6 laut vor, legt diese unter die Paxkarte 9 und erhält vom Spielleiter dafür ein weiteres Fähnlein und eine Spiel marke aus der Kasse. Der Nachbar rechts spielt nun weiter, indem er würfelt. Würfelt er nun zum Beispiel wieder eine der oben genannten Flächen, so wiederholt sieh das gleiche Spiel. Würfelt ein Spieler Pax, so wandert die Paxkarte 9 samt dem bei ihr abgelegten Block der Friedenskarten 6 zu ihm, er erhält drei Fähnlein 10, drei Spiel marken 12, darf wieder eine Waffenkarte 7 abheben, und ein @ Kriegsgreuelbild 4 damit decken, worauf sein rechter Nachbar weiter spielt.
Würfelt aber ein Spieler Bellum, so darf derjenige, welcher in seinem Spiele die Bel- lumkarte 8 besitzt, und welche er geheim gehalten hat, diese an denjenigen, welcher Bellum gewürfelt hat, geben. Letzterer gibt dem Spielleiter ein Fähnlein 10 zurück und zahlt eine Spielmarke 12 in die Kasse. Ex mass dann unter die Bellumkarte $ unter Verlesung des Verses eine Kriegskarte ä aus seinem Spiel legen.
Von nun an, das heisst sobald die Bellumkarte 8 aufgelegt ist, müssen alle Kriegskarten 5 genau wie bei der Pax karte 9 unter die Beliumkarte 8 gelegt werden. Auch diese ändert, wie die Paxkarte 9, den Besitzei, sobald er unglücklich Bellum gewürfelt hat, worauf er die Busse wie er wähnt zu zahlen hat.
Es kann aber auch vorkommen, dass ein Mitspieler den Wunsch eines Bittstellers um eine Friedenskarte 6 nicht erfüllen kann, weil er in seinem Spiele nur noch Kriegs karten 5 hat. Alsdann muss er an den Bitt steller ein Fähnlein 10 abtreten und eine Spielmarke 12 zahlen. Und der Bellumkarten- block wandert zu diesem.
Kommt es aber umgekehrt vor, dass einer dem Bittsteller keine Kriegskarte 5 für den Bellumblock geben kann, weil er nur Frie denskarten 6 hat, so erhält dieser Besitzer die gleiche Belohnung, wie wenn er Pax gewürfelt hätte, also drei Fähnlein, drei Spielmarken, Abdecken der Waffenkare und Auflegen derselben auf ein Kriegsgreuelbild und Besitz des Paxkartenblockes. Wer Be sitzer des Bellumkartenblockes ist, darf erst dann wieder würfeln, wenn ein anderer in diesen unliebsamen Besitz kommt.
Das Spiel ist beendet, wenn alle Fähnlein verbraucht und damit auch alle Waffenkarten 5 vom Bild 2 abgedeckt und die vier Kriegs greuelbilder 4 bedeckt sind. Wer die meisten Fähnlein auf seinem Block stecken hat, ist der Gewinner und darf als solcher die Kasse in Empfang nehmen. Im folgenden Spiel ist er der Spielleiter. Er stellt seinen Block in die litte der Spielfeldkarte und die übrigen Blöcke 11 mit den Fähnlein gruppiert man am Aussenrand der Spielfeldkarte 1 herum, damit ein hübsches Schlussbild erzielt wird.