CH133129A - Als Fischweg dienende Einrichtung bei Gefällsstufen von Flüssen. - Google Patents
Als Fischweg dienende Einrichtung bei Gefällsstufen von Flüssen.Info
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B8/00—Details of barrages or weirs ; Energy dissipating devices carried by lock or dry-dock gates
- E02B8/08—Fish passes or other means providing for migration of fish; Passages for rafts or boats
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Description
Als Fischweg dienende Einrichtung bei Gefällsstufen von Flüssen. Um Fischen das Überwinden von künst lichen, durch Einbau von Wehren in Flüssen verursachte Gefällsstufen zu ermöglichen, ist es bekannt, zwischen den beiden Wasser spiegeln einen Durchgangsraum anzuordnen, dessen ober- und unterwasserseitige Öffnungen durch Abschlussorgane selbsttätig in gewissen Zeitabständen geöffnet und geschlossen wer den. Dadurch wird zwar eine beträchtliche Wasserersparnis gegenüber den gewöhnlichen Fischtreppen erzielt. Die Fische nehmen je doch die bisher erstellten Einrichtungen nicht gerne an, weil der Durchgangsweg von den Fischen nicht gefunden wird, da Lockmittel im Innern des Durchgangsraumes fehlen. Die bereits vorgeschlagene Massnahme, den Ein gang und Ausgang des Fischpasses vom Tageslicht nicht abzuschliessen, genügt nicht, um die Fische anzulocken. Ein weiterer Vorschlag eine solch heftige Strömung im Durchgangsraum vorzusehen, dass die Fische durch das Rauschen und Klingen derselben angelockt werden, bedeutet zu grosse Was serverluste.- Diese Nachteile werden durch die Ein richtung nach vorliegender Erfindung behoben, indem als Lockmittel längs des Durchgangs weges angeordnete elektrische Lampen vor gesehen sind, deren Ein- und Ausschalten periodisch nacheinander erfolgt, um dadurch die Fische im richtigen Zeitpunkt entspre chend der jeweiligen Stellung der Abschluss- organe von Lampe zu Lampe über den ganzen zurückzulegenden Weg zu locken. Zweckmässig erfolgt das selbsttätige Ein- und Ausschalten der Abschlussorgarie und der Lampen durch eigens für diesen Zweck konstruierte elektrische Zeitschalter. Ausführungsbeispiele des Erfindungsge genstandes sind auf beiliegender Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 eine Einrichtung für eine kleinere Caefällsstufe im senkrechten Schnitt darstellt, Fig. 2 zeigt ebenfalls im senkrechten Schnitt eine Einrichtung für eine grössere Cxefällsstufe. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist in einem Turm 1 ein Durchgangsraum 2 für die Fische geschaffen. Unten steht der Durchgangsraum 2 vermittelst eines Ab- schlussorganes in Gestalt eines Schiebers 3 und einem Kanal 4 mit dem Unterwasser in Verbindung, während im obern Teil ein Kanal 5 und Abschlussorgan 6 die Verbin dung mit dem Oberwasser herstellen. - Die Betätigung der Abschlussorgane 3 und 6 er folgt von einer gemeinsamen Apparatekam mer 7 aus, welche im obern Teil des Turmes 1 vorgesehen ist. 8, 9, 10 und 11 bezeichnen elektrische Lampen, welche als Lockmittel für die Fische vorgesehen sind. Die Einrichtung wird an passender Stelle in der Nähe des Stauwerkes zum Beispiel bei Neubauten in Verbindung mit Wehr- oder Maschinenhaus, bei bestehenden Anlagen vielleicht an Stelle alter Fischtreppen, oder auch seitwärts hinter den Ufermauern ange ordnet. Die Abschlussorgane werden durch nichtgezeigte Wasser- oder Elektromotoren automatisch betätigt, unter Zuhilfenahme von elektrischen Zeitschaltern, welche in die Anschlussleitung nach einer Kraftquelle ein geschaltet sind, um die Betätigung in be stimmten Zeitabständen zu verursachen. Diese Apparate sind in der Apparatekammer auf gestellt. Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Einrichtung ist wie folgt Der wandernde Fisch wird durch das Licht 8 angelockt und durch das Licht 9 in den Durchgangsraum 2 hineingelockt. Nun wird das Abschlussorgan 3 geschlossen, die Lampen 8 und 9 werden gelöscht und die Lampe 10 angezündet und darauf das Ab schlussorgan 6 geöffnet. Dadurch wird der Durchgangsraum mit Wasser gefüllt, die Fische steigen nach oben gegen die Lampe 10 zu. Diese wird dann gelöscht und die Lampe 11 angezündet, wodurch die Fische veranlasst werden, in das Oberwasser zu schwimmen. Beim Durchschleusen der Fische vom Oberwasser nach dem Unterwasser erfolgt die Betätigung der Abschlussorgane und das Ein- und Ausschalten der Lampen in umge kehrter Reihenfolge. Das Ein- und Ausschalten der Lampen erfolgt ebenfalls automatisch vermittelst Zeit schalter. Bei dieser Durchschleusung bedarf es keiner besonderen Kraftanstrengung des Fisches, letzterer ist auch nicht plötzlichen Druckänderungen des Wassers mit nachtei ligen Wirkungen auf die Schwimmblase aus gesetzt, da sich der Durchgangsraum nur allmählich anfüllt und der Druck demnach nicht plötzlich ansteigt. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist für grössere Gefällsstufen bestimmt und be sitzt als Durchgangsraum einen geneigten Kanal 12, der beispielsweise in Eisenbeton hergestellt ist. An den Enden des Kanals sind die als Drosselklappen ausgebildeten Abschlussorgane 3' und 6' angeordnet, welche wieder durch nicht gezeigte Mittel automa tisch in bestimmten Zeitabständen betätigt werden. Die Betätigungsmittel sind bei dieser Ausführungsform in getrennten Apparate kammern 13 bezw. 14 untergebracht. Anstatt Schieber oder Drosselklappen könnten auch andere Abschlussorgane, wie Drehtore, Schützen etc. verwendet werden. Der Querschnitt des Durcbgangsraumes kann beliebig sein. Die Dauer einer Schleusung kann beliebig gewählt werden, es können zum Beispiel 5-10 Schleusungen pro Stunde aus geführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Als Fischweg dienende Einrichtung bei Gefällsstufen von Flüssen mit einem zwischen den beiden Wasserspiegeln angeordneten Durchgängsraurn, dessen ober- und unter- wasserseitige Öffnungen durch Abschlussor- gane selbsttätig in gewissen Zeitabständen geöffnet und geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass als Lockmittel längs des Durchgangsweges angeordnete elektrische Lampen vorgesehen sind, deren Ein- und Ausschalten periodisch nacheinander erfolgt,um dadurch die Fische im richtigen Zeit punkt entsprechend der jeweiligen Stellung der Abschlussorgane von Lampe zu Lampe über den ganzen zurückzulegenden Weg zu locken. UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspräch, dadurch gekennzeichnet, dass das selbsttätige Ein- und Ausschalten der Abschlussorgane und der Lampen durch elektrische Zeitschalter erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH133129T | 1928-06-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH133129A true CH133129A (de) | 1929-05-31 |
Family
ID=4391322
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH133129D CH133129A (de) | 1928-06-13 | 1928-06-13 | Als Fischweg dienende Einrichtung bei Gefällsstufen von Flüssen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH133129A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1985001075A1 (en) * | 1983-09-06 | 1985-03-14 | Woolnough Anthony L | Improvements in or relating to river control structures |
| DE4014582A1 (de) * | 1990-05-07 | 1991-12-12 | Agl Inst Fuer Angewandte Gewae | Fischpassierbares stauwehr |
| WO2003062535A1 (en) * | 2002-01-22 | 2003-07-31 | Jan-Erik Almqvist Med Firma J & K Teknik | Apparatus in fish wandering channel having enticing water flows, and method for providing a fish displacement using such apparatus |
-
1928
- 1928-06-13 CH CH133129D patent/CH133129A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1985001075A1 (en) * | 1983-09-06 | 1985-03-14 | Woolnough Anthony L | Improvements in or relating to river control structures |
| EP0155948A1 (de) * | 1983-09-06 | 1985-10-02 | Anthony L Woolnough | Vorrichtungen zum kontrollieren von flüssen. |
| DE4014582A1 (de) * | 1990-05-07 | 1991-12-12 | Agl Inst Fuer Angewandte Gewae | Fischpassierbares stauwehr |
| WO2003062535A1 (en) * | 2002-01-22 | 2003-07-31 | Jan-Erik Almqvist Med Firma J & K Teknik | Apparatus in fish wandering channel having enticing water flows, and method for providing a fish displacement using such apparatus |
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