CH129508A - Verfahren zur Aufbereitung von pulverförmigem Material. - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung von pulverförmigem Material.

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CH129508A
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Mikael Vogel-Jorgensen
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Vogel Jorgensen Mikael
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  Verfahren zur Aufbereitung von pulverförmigem Material.    Ein in der Industrie sehr häufig vor  kommendes Problem ist die Herstellung  eines homogenen Gemisches von bestimmter  Zusammensetzung aus pulverförmigen     Roh-          inaterialien,    welche im     NTaturzustand    inner  halb gewisser Grenzen in ihrer Zusammen  setzung variieren.  



  Dies ist zum Beispiel der Fall bei der  Herstellung des Rohmehls nach dem     Trok-          kenverfahren    für die Zementfabrikation und  im folgenden wird auf diese Aufgabe als       .Beispiel    einer Anwendung des vorliegenden  Verfahrens Bezug genommen.  



  Obwohl das Trockenverfahren bei der  Zementherstellung einen wesentlich gerin  geren Brennstoffaufwand beim Brennen des  Zementes erfordert als das     Nassverfahren,     so war es bisher für das erstgenannte Ver  fahren doch sehr     schwierig,    sich neben dem       Nassverfahren    zu behaupten. Daran ist  hauptsächlich ein gewisser Nachteil des  Trockenverfahrens schuld, nämlich, dass' es  nicht möglich ist, oder jedenfalls nur mit  grossen Schwierigkeiten und Kosten, eine  hinreichend zuverlässige chemische Zusam-         mensetzung    und eine angemessene Homo  genität des Rohmehls, das     in    den Brennofen  eingeführt werden soll, zu erzielen.

   Nun  ist aber eine genau     herstellbare    Zusammen  setzung in     Verbindung    mit     Homogenität     heutzutage von der     grössten    Wichtigkeit,  nicht nur im Interesse der Erzielung eines  guten Zementes und ökonomischer Durch  führung des Brennens, sondern auch zur  Sicherung einer hinlänglichen Dauerhaftig  keit der Ofenauskleidung.  



  Beim     Nassverfahren    ist eine Korrektur  der Zusammensetzung des in Schlammform  befindlichen Rohmaterials und die Er  zielung einer homogenen Mischung ziemlich  leicht zu bewerkstelligen. Da der Schlamm  in den Tanks leicht umgerührt werden kann,  so kann man ohne Schwierigkeit erreichen,  dass jeder einzelne Tank: Schlamm von ab  solut gleichmässiger Zusammensetzung ent  hält und dass     infolgedessen    das Mischungs  verhältnis des Schlammes, der dem Ofen  zugeführt     wird,    auf Grund chemischer Ana  lysen leicht zu korrigieren ist durch sorg  fältiges Mischen - einer     berechneten    Menge      Schlamm aus einem Tank mit Schlamm von  etwas anderer Zusammensetzung aus einem  andern Tank.

   Die so erhaltene     Schlamm-          mischung    kann, je nach den Verhältnissen,  entweder unmittelbar nach dem Mischen  oder über einen dritten Tank. dem Ofen  zugeführt werden. Es ist leicht zu ver  stehen, dass, wenn zum Beispiel der eine  von zwei Tanks, deren Inhalt gemischt wird,  Schlamm enthält, der zu arm an Kalk ist,  während der Schlamm im zweiten Tank zu  reich an Kalk ist, es immer möglich ist, die  Zusammensetzung des Schlammes, der durch  Mischen des     Inhaltes    der beiden Tanks er  halten wird, zu regeln.  



  Diese Art, die Zusammensetzung der  Rohmaterialien zu korrigieren, war aus  mehreren Gründen für die Herstellung von  Zement nach dem Trockenverfahren nicht       ?nwendbar.    oder wenigstens nur mit     grossen     technischen Schwierigkeiten und Kosten.

    Dies beruht zunächst auf der Unmöglich  keit, die Homogenität des Materials in  einem einzelnen Silo sicherzustellen, und  zwar kommt dieser Nachteil daher, dass die  Rohmaterialien in dem natürlichen Zustand,  in dem sie gefunden werden, zum Beispiel  in den Kalk- und Schieferbrüchen, sehr be  trächtliche Unterschiede in der Zusammen  setzung aufweisen, zum Beispiel im pro  zentualen Gehalt an     Calciumcarbonat,    Mag  nesiumoxyd, Kieselsäure     etc.,    Unterschiede,  die bis zu 4     %a    und     darüber    betragen kön  nen.

   Obwohl man sich bemüht, die Roh  materialien, die zu Rohmehl zusammen  gemahlen werden sollen. der     Mühle.    soweit  möglich, im richtigen Verhältnis, entspre  chend ihrer chemischen Zusammensetzung,  zuzuführen, ; o hat doch die erwähnte Ver  schiedenheit der Zusammensetzung des     Roh-          inaterials    zur Folge,     da.ss    das die Mühle ver  lassende Rohmehl zu verschiedenen Zeiten  verschieden zusammengesetzt ist. Infolge  dessen kann in verschiedenen Höhenlagen  des Silo. in dem das Rohmehl eingelagert  wird, niemals identische Beschaffenheit des  Rohmehls vorhanden sein.

   Es war daher  zur Erzielung der erforderlichen Homogeni-         tät    des     Rohmehls    in jedem Silo     notwendig,     ,jeden Silo wiederholt bis zum Boden zu ent  leeren und dann wieder zu füllen, so dass  das Rohmehl mehrmals durch den Silo zir  kulieren musste, wobei es einem gewissen       Romogenisierungsprozess    unterworfen wurde.  Erst wenn in jedem einzelnen Silo Homo  genität hergestellt ist hat man die Möglich  keit die Zusammensetzung des Rohmehls zu  korrigieren durch Mischen von Rohmehl aus  den verschiedenen Silos, wobei man so vor  gehen kann wie das oben für das N     assver-          fahren    beschrieben wurde.

   Jedenfalls ist  aber dieses Verfahren sehr umständlich und       kostspielig.     



  Die     vorliegende    Erfindung bezweckt nun,  diese     Schwierigkeiten    in der     Behandlung          von    pulverförmigen Gemischen zu     über-          winden,    speziell bei der Herstellung des       Rohmehls    nach dem Trockenverfahren für  die Zementfabrikation.  



  Gemäss dem     Verfahren    wird jeder der  miteinander zu mischenden pulverförmigen  Stoffe zunächst für sich homogenisiert, in  dem man ihm so viel Luft zuführt, dass die  einzelnen Körner des Stoffes von Luft     um-          -eben    sind, und ihn dann mechanisch  durchrührt. worauf man die derart homo  aenisierten Stoffe in dem Verhältnis Tischt,  dass die     gewünschte        Zusammensetzung    er  halten wird, und dann das Ganze nochmals  homogenisiert.

   Es hat sich nämlich     gezeiü@t.          class    ein pulverförmiges Material hinsicht  lich seiner Beweglichkeit die Eigenschaften  einer Flüssigkeit annehmen kann,     wenn    man  ihm Luft, wie angegeben, zuführt. Dadurch  wird eine derartige Änderung der innern  Reibung des Materials herbeigeführt, dass  es     mechanisch    durchgerührt und infolge  dessen     homogenisiert    werden kann.

   Hin  sichtlich seiner Beweglichkeit wirkt dann  das pulverförmige Material, zum Beispiel       Zement-Rohmehl,    ebenso wie     Zement-Roh-          schlamm,    und das eingangs beschriebene  Mischverfahren für den Schlamm kann  dann auch für das Rohmehl angewendet  werden.      Bei der Herstellung von Zement nach  dem Trockenverfahren kann man beispiels  weise so verfahren, dass zwei Partien Roh  mehl von etwas verschiedener     Zusammen-          etzung    Luft in solcher Menge zugeführt  wird, dass ein mechanisches Durchrühren  möglich ist.

   Die beiden Partien werden dann  ,jede für sich durch Rühren homogenisiert       iuid    zuletzt wird aus beiden Partien     Roh-          nielil    in solchem Verhältnis gemischt und  Homogenisiert, dass ein homogenes     R:oh-          nif'hl    von der     ge@vüiiseliten    Zusammensetzung  erzielt wird.  



  Im einzelnen kann man dabei so ver  fahren,      dass    man zum     Beispie'Il    ,das     Roh-          rrielil    von der Mühle weg einer Anzahl von  Silos zuführt, die jedoch nicht ganz gefüllt  werden, das heisst in jedem dieser Silos soll       eüi    Teil des verfügbaren Raumes leer ge  lassen werden. Gleichzeitig wird Rohmehl  von etwas anderer, bekannter Zusammen  setzung von der Mühle einem oder mehreren       ;indern    Silos zugeführt.

   Um aus diesen  leiden     Rohmehlsorten    ein Rohmehl von     ge-          ]Um    der gewünschten     Zusammensetzung    zu  erhalten, wird zuerst der Inhalt der     erst-          "en,        nnten    Silos in der beschriebenen 'Weise       homogenisiert.    Dann wird,, entsprechend  einer chemischen Analyse,     homogenisiertes          l1ohinehl    anderer Zusammensetzung aus den       ;

  in    zweiter Stelle genannten Silos in die       erstgenannten    in solcher Menge eingeführt,  dass bei der endgültigen     Honiogenisierun'          rler    beiden Sorten Rohmehl gerade die     ge-          wiin        schte    Mischung erzielt wird. Diese wird       dann    dein Ofen     zugeführt.    Eine andere Aus  führungsform des Verfahrens besteht darin,       class    zwei verschiedene     Rohmehlsorten    von  der Mühle hinweg getrennt in zwei Silos  geleitet werden, in denen jede Sorte, wie       beschrieben,    homogenisiert wird.

   Aus die  sen beiden Silos wird dann das Rohmehl  in berechneten     141engen.    die die gewünschte  Zusammensetzung des Endproduktes ergeben,       einem    dritten Silo zugeführt, wo das Ge-    misch homogenisiert und dann dem Ofen zu  geführt wird.  



  Das endgültige Homogenisieren kann,  je nach den     Verhältnissen,    vor, während  oder nach der endgültigen     Feinmahlung    der  Stoffe stattfinden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufbereiten von pulver förmigen Materialien, die eine wechselnde Zusammensetzung aufweisen und zu einer Mischung von bestimmter Zusammensetzung vereinigt werden sollen, dadurch gekenn zeichnet, dass man jeden der zu mischenden pulverförmigen Stoffe zunächst für sich homogenisiert, indem man ihm so viel Luft zuführt, dass die einzelnen Körner des Stof fes von Luft umgeben sind, und ihn dann mechanisch durchrührt, worauf man die derart homogenisierten Stoffe in dem Ver hältnis mischt. dass die gewünschte Zusam mensetzung erhalten wird, und dann das Ganze nochmals homogenisiert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischen und end gültige Homogenisieren der verschiedenen pulverförmigen Stoffe in demjenigen Be hälter ausgeführt wird, in welchem einer der pulverförmigen Stoffe vorher homo genisiert wurde. ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischen und end gültige Homogenisieren der verschiedenen pulverförmigen Stoffe in. anderaBehältern ausgeführt wird, als in denjenigen, in wel- ehen die pulverförmigen Stoffe vorher homogenisiert wurden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das endgültige Ilo- mog enisieren der Mischung der pulver förmigen Stoffe während einer endgülti gen Feinmahlung erfolgt.
CH129508D 1926-07-02 1927-06-30 Verfahren zur Aufbereitung von pulverförmigem Material. CH129508A (de)

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