CH100162A - Verfahren und Maschine zum Fertigmachen des Randes von Lederstücken. - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Fertigmachen des Randes von Lederstücken.

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CH100162A
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CH
Switzerland
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leather
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rod
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United Shoe Machinery Paterson
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United Shoe Machinery Corp
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    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D8/00Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks
    • A43D8/32Working on edges or margins
    • A43D8/40Working on edges or margins by folding, turning in or over, hammering
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A43D8/42Working on edges or margins by singeing, contracting, dyeing

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


  Verfahren und     ?Maschine    zum Fertigmachen des Randes von Lederstücken.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zum Fertigmachen des Randes von  Lederstücken und eine zum Ausüben des  selben dienende Maschine. Durch das Patent  6831 ist ein Verfahren bekannt geworden,  gemäss dein das Lederstück an der einen  Seite seines Randes durch Hitze oder ein  ähnlich wirkendes Mittel derart zum Zusam  menschrumpfen gebracht wird, dass sich die  andere Seite des Lederrandes gegen die zu  sammengeschrumpfte Seite krümmt. Durch       Zusammenschrumpfen    des versengten Teils  biegt sich die Narbenseite des Leders gegen  die Fleischseite, so     dah    die     Narbenseite    eine  fertiggemachte Kante zur Schau trägt.

   Wenn  besonders harte oder dicke Lederstücke der  Bearbeitung unterzogen werden, so ist es  mitunter schwierig, den Rand des Lederstückes  in zufriedenstellender Weise fertig zu machen.  Ausserdem hat es sich gezeigt, dass die Fleisch  seite von     Lederstücken,    deren Ränder nach  dem bekannten     Verfahren    fertiggemacht wor  den sind, mitunter nach dem Zusammenstep  pen mit andern Lederstücken sichtbar ist.  Dies ist besonders der Fall, wenn der Leder-    Tand beispielsweise durch den     Stoffdrücker     einer Nähmaschine flach gedrückt wird. Die  vorliegende Erfindung bezweckt, diese Nach  teile zu beseitigen.  



  Das Verfahren nach der Erfindung besteht  darin, dass der Rand des Lederstückes wäh  rend des     Krümmens    der     ungeschrumpften     Seite gegen die zusammengeschrumpfte Seite  absetzenden Hammerschlägen ausgesetzt wird,  um den Rand über die zusammengeschrumpfte  Seite zu biegen. Zweckmässig wird hierbei  während des     Zusammenschrumpfens    ein ab  gebogener Grat an dem     Lederrand    geschaffen,  der so über die     ungeschrumpfte    Seite abge  bogen wird, dass er die letztere überlappt.  



  Die Maschine zur Ausübung des Verfah  rens ist in der Zeichnung beispielsweise ver  anschaulicht.  



       Fig.    1 ist eine Seitenansicht derselben.       Fig.    2 ist eine Stirnansicht der Maschine;       Fig.    3 ist ein Schaubild eines obern und  untern     Vorschubgliedes    und zu ihrer Betäti  gung dienender Teile;       Fig.    4-10 sind Einzelansichten, teilweise  im Schnitt, und erläutern die Art und Weise,      in der das Lederstück der Bearbeitung unter  zogen wird.  



  Das Lederstück 100 wird absetzend durch  ein oberes     Vorschubglied    15 und ein unteres       Vorschubglied    17 auf einem Tisch 13 vorge  schoben. Die Narbenseite des Lederstückes  liegt auf dem Tisch 13 und auf dem untern       Vorschubglied    17 auf, und der Rand des Le  derstückes steht mit einem     pflugscharartigen     Glied 19 in Berührung. Die Fleischseite des  Lederstückes wird vor dem Einführen des  letzteren in die Maschine     abgesehärft,    doch  ist dies nur dann unbedingt notwendig, wenn  hartes oder dickes Leder der Bearbeitung  unterzogen wird.  



  An der dem Pflug 19 gegenüberliegenden  Seite ist ein     Brennwerkzeug    21 vorgesehen,  welches eine U-förmige Gestalt aufweist und  beispielsweise aus Nickelchromstahl bestehen  kann. Der Wärmegrad des     Brennwerkzeuges     wird entsprechend der Beschaffenheit des zu  bearbeitenden Lederstückes geregelt und so  bemessen, dass die Fleischseite des Leder  stückes durch das     Brennwerkzeug    gesengt  wird. Hierdurch wird die Fleischseite zum       Zusammenschrumpfen    gebracht, so dass sich  die andere Seite des Lederrandes     gegen    die       zusammengeschrumpfte    Seite krümmt.

   Das       Brennwerkzeug    steht in geringfügiger Ent  fernung (in der Regel nur einen kleinen Bruch  teil eines Millimeters) von der angrenzenden  Fläche des Pfluges. Es sei hier bemerkt,  dass die     Fig.    4 bis 10 in stark vergrösser  tem     Massstabe    dargestellt sind.  



  Wenn sich das Lederstück unter dem  Werkzeug     vorbeibewegt,    so wird es gesengt  und schrumpft zusammen, so dass die Narben  seite sich gegen die Fleischseite des Leder  stückes krümmt. Während dieses Vorganges  wird ein dünner Grat in den Raum zwischen  dem Werkzeug 21 und dem Pflüg 19 hinein  gezwängt.     Fig.    6 zeigt ein an der Fleisch  seite     abgeschärftes    Lederstück 100 in einer  Lage, die es einnimmt, ehe das Lederstück  dem     Pflug    dargeboten worden ist. Wenn das  Lederstück vorgeschoben wird, so gleitet seine  Kante auf den gekrümmten vordern.

   Teil des  Pfluges, herauf und die obere Fläche des Le-         derrandes    tritt mit der untern Fläche des       Brennwerkzeuges    in     Berührung.    Durch das  Zusammenschrumpfen und     Sengen    des Leder  stückes wird zunächst ein dünner, herauf  ragender Grat     geschaffen.    Damit dieser Grat  über die zusammengeschrumpfte Fleischseite  des Lederstückes gebogen wird, solange er  sich noch mehr oder weniger in plastischem  Zustande befindet, ist die     31aschine    mit einem  hin- und     herbewegbaren    Hammer 25 ausge  rüstet.

   Dieser Hammer befindet sich gerade  hinter dem Pflug und dem     Brennwerkzeug     und     trifft    unter einem Winkel mit dem auf  gebogenen Grat zusammen, so dass der letz  tere einwärts gebogen wird. Die Bewegungs  richtung des Hammers ist in der     Fig.    8 durch  einen Pfeil angedeutet und das     Bezugszeichen     27 deutet den     Schwingungsmittelpunkt    des  Hammers an.  



  Beim Fertigmachen der Kanten gewisser  Ledersorten wird die     gesengte    Seite des Le  derstückes     klebrig,    so dass der     einwärtsgebo-          gene    und an das Lederstück     angepresste    Grat  an dem Körper des Lederstückes anhaftet       (Fig.    9). Gewisse Ledersorten werden jedoch  durch Behandlung mit Hitze nicht in solchem       Massstabe    klebrig, dass der     einwärtsgebogene     Grat an dem Körper des Lederstückes an  haftet. Unter allen     Umständen    wird jedoch  der äusserste Teil des Lederrandes über die  zusammengeschrumpfte Seite des Lederstückes  gebogen.  



  Der Werktisch 13, das obere und das  untere     Vorschubglied    15     bezw.    17 und die  Antriebsteile der letzteren sind in einem Rah  men 29 untergebracht. Ein     überhängender     Arm 30 des Rahmens 29 trägt das Brenn  werkzeug 21 und einen     Stoffdrücker    31. Durch  eine an dem Ende des Armes 30     ausgebildte          Knagge    37 ist eine Stange 39 hindurchge  führt. An ein Auge des Endes der Stange  39 ist eine     Zugfeder    41     angehängt,    deren  anderes Ende an einem ortsfesten Haken 43  befestigt ist. Auf das äussere Ende der Stange  39 ist eine Mutter 45 aufgeschraubt.

   Der       Arm    30 wird somit durch     Federbelastung    in  seiner Lage gehalten und kann durch Dre  hung der Mutter 45 angehoben oder     gesenkt         werden. Damit der Arm 30 mit seinem das       Werkzeug    tragenden Ende in von dem Werk  tisch abgehobener Lage gehalten werden kann,  ist an demselben eine drehbare Klinke 47  angebracht, deren Schulter 49 bei vollends  angehobener Lage des Armes 30 mit einem  ortsfesten Stift 51     zusammentrifft.    Ein zwei  ter Stift 53 des Armes 30 verhindert unbe  absichtigte Schwingbewegungen der Klinke  in unwirksame Lage.  



  Das Brennwerkzeug 21 weist, wie bereits  erwähnt, eine     U-förmige    Gestalt auf. Die  Enden des     Brennwerkzeuges    sind durch Klem  men 55 verstellbar an den     herabgebogenen     Enden zweier Kupferstangen 57 befestigt.  Die     wagrechten    Teile der Kupferstangen sind  durch Löcher eines gespaltenen Faserstoff  halters 59 hindurchgeführt. Die untere Hälfte  des Halters 59 findet in einer halbzylindri  schen Büchse eines Teils 60 des Armes 30  Aufnahme. In 'die obere Hälfte des Halters  59     ist    eine Stange 61 eingesetzt, deren oberes  Ende abgerundet ist. In die untere Hälfte  des Halters 59 ist eine zweite Stange 63  eingesetzt, deren unteres Ende ebenfalls ab  gerundet ist.

   Eine Schraube 65 geht durch  die obere Stange 61 hindurch und ist in die  untere Stange 63 hineingeschraubt, so dass  die beiden Hälften des Halters 59 die Kupfer  stangen 57 festklemmen. Der obere Teil und  der untere, mittlere Teil des Halters 59 sind  ausgeschnitten, so dass die Stangen 61, 63  in der in der     Fig.    1 dargestellten Weise bloss  gelegt werden. Ein halbzylindrisches Klemm  glied 67 passt auf den Halter 59 und wird  durch Schrauben 69 mit Bezug auf den Teil  60 gesichert. Unter dem Kopf jeder der  Schrauben 60 befindet sich eine Feder 71,  so dass durch Drehung dieser Schrauben die  Kraft, mit der der Halter 59     ei-fasst    wird,  geregelt werden kann.

   In Augen der Klemm  glieder 57 sind Stellschrauben 73 hineinge  schraubt, deren Enden mit den gegenüber  liegenden flachen Seiten der Stange 61 in  Berührung treten. Wenn eine der Stellschrau  ben zurückgezogen und die andere Stellschraube  vorwärtsbewegt wird, so erfährt die Winkel  lage des Halters 59 und somit auch diejenige    des Brennwerkzeuges 21 eine Veränderung.  Damit der seitliche Abstand des     Brennwerk-          zeuges    von dem Pflug verändert werden kann,  ist in das äussere Ende der Stange 61 eine  Nut eingeschnitten, in der ein fester Bund  einer     Stellschraube'77    Aufnahme findet. Die  Schraube 7 7 ist in ein Auge des Gliedes 67  hineingeschraubt.  



  Die innern Enden der     wagrechten    Teile  der Kupferstangen 57 sind bei 78 an isolierte       Leitungsdrähte    79 angelötet und die letzteren  sind in geeigneter Weise mit einem Wider  standskasten 81 verbunden, so dass der Wärme  grad des     Brennwerkzeuges    in der beabsich  tigten Weise geregelt werden kann.  



  . Der aus einer Scheibe bestehende Stoff  drücker 31 ist an dem Arm 30 angebracht  und kann sich lose um einen von dem untern  Ende einer Stange 85 getragenen Stift 83  drehen. Die Stange 85 gleitet in einer ge  neigten Führung des äussern Endes des zylin  drischen Kopfes 87 einer Stange $9 und die  letztere wird durch eine Klemmschraube 91       (Fig.    2) in einer an dem Teil 60 ausgebilde  ten Schelle festgeklemmt. Durch den obern  gebogenen Teil der     Stange    85 geht eine Stell-  schraube 93 hindurch, die sich in den zylin  drischen Kopf 87 hineinschraubt und von  längsweisen Bewegungen mit Bezug auf die  Stange 85 abgehalten ist.

   Durch Drehung  der Schraube 93 kann die Stange 85 in der  Führung des Kopfes 87 verstellt     werden.     Damit die Stange 85 und mit derselben der       Stoffdrücker    31 in eingestellter Lage gehalten  wird, ist eine Stellschraube 95 vorgesehen,  die durch einen Schlitz der Stange 85 hin  durchragt und in den Kopf 87 hineinge  schraubt ist. Die beschriebene Anordnung  ermöglicht Einstellung des Stoffdrückers mit  Bezug auf das obere     Vorschubglied    15 und  mit Bezug auf den Tisch 13 auch in beliebi  ger Richtung der     Vorschublinie    entlang.  



  Das untere     Vorschubglied    bewegt sich in  dem Schlitz des Tisches 13 hin und her, und  das obere     Vorschubglied    15 führt eine     Vier-          fachvorschubbewegLing    aus. Das obere Vor  schubglied senkt sich, um das Lederstück  gegen das untere'     Vorschubglied    zu klemmen,      und beide     Vorschubglieder    führen dann eine  gemeinsame Vorwärtsbewegung aus, wobei  das Lederstück vorgeschoben wird. Das obere       Vorschubglied    wird dann von dem Werkstück  abgehoben, und beide     Vorschubglieder    kehren  schliesslich gemeinsam in ihre Ausgangslagen  zurück.

   Das untere     Vorschubglied    17 ist an  dem Ende eines Lenkstückes 97 befestigt,  dessen anderes Ende mit einem Stift 99 ver  bunden ist. Der Stift 99 sitzt lose in dem  gegabelten obern Ende eines Endes eines  Annes 101, dessen Nabe eine Stange 103  lose umgibt. Das das untere     Vorschubglied     17 tragende Ende des Lenkstückes 97 kann  sich um     einen    von dem obern Ende eines  Hebels 107 getragenen Zapfen 106 bewegen.  Der Hebel 107 ist bei 109 an dem Rahmen  29 drehbar, und an seinem untern Ende ist  ein Bügel ausgebildet, welcher eine auf der  Welle 113 sitzende     Exzenterscheibe    111 um  fasst. Durch die Umdrehung der Welle 113  wird das untere     Vorschubglied    der Vorschub  linie entlang hin- und herbewegt.

   Der Stiel  des obern     Vorschubgliedes    15 wird durch  eine Stellschraube 115 verstellbar in einem  Ende eines     Lenkstückes    117 gesichert. Das  andere Ende des Lenkstückes 117 kann um  den Zapfen 99 Schwingbewegungen ausführen,  so dass das obere V     orschubglied    15     irn    wesent  lichen dieselbe Hin- und     Herbewegung    der       Vorschublinie    entlang ausführt wie das untere       Vorschubglied.    Damit das obere     Vorsohub-          glied    zeitweise von dem Werkstück abgehoben  und auf das letztere gesenkt wird, ist folgende  Anordnung getroffen.

   An dein obern Ende  einer Stange 119 ist eine Kugel vorgesehen,  die in einer Büchse der     untern    Seite des  Lenkstückes 117 Aufnahme findet. Das untere  Ende der Stange<B>119</B> trägt eine zweite Kugel,  die in eine Büchse der obern Seite eines  Schwingarmes 121 eintritt. Der Hebel 117  und der Schwingarm 121 sind durch eine  Zugfeder 123 miteinander verbunden, so dass  die Stange 119 in ihrer Lage gehalten wird.  Ein Ende des Schwingarmes 121 ist an das  Ende einer Stange 125     angelerrkt,    und das  andere Ende des Schwingarmes ist zu einem  Bügel ausgebildet, welcher einen auf der    Antriebswelle 113 sitzenden Exzenter 127  umfasst.

   Durch die beschriebene Anordnung  wird das     Lederstiiek    absetzend von rechts  nach links     (Fig.    2) vorgeschoben. Der Stiel  des Hammers 26     (Fig.    1) wird durch eine  Schraube 129 mit Bezug auf den Hebel 131  verstellbar in seiner Lage gehalten. Der  Hebel 129 ist drehbar an einem Block 133  angebracht, in den das obere Ende eines  Stiftes 135 hineingeschraubt ist. Das untere  Ende des Stifts 135 ist zu einem Kopf aus  gebildet, der in einer Büchse oder Führung  137 eines     Exzenterbügels    141 gleitet. Der       Exzenterbügel    141 umfasst einen auf der  Welle 113 sitzenden Exzenter.

   Der Stift<B>135</B>  ragt durch eine längliche     Muffe    hindurch, die  aus einem Stück mit dem     Exzenterbügel    be  steht. Das obere Ende einer die Muffe um  gebenden Schraubenfeder 143 stützt sich gegen  den Block 133.     Fig.    1 zeigt die Teile in  einer Lage, in der der Hammer 25 angehoben  ist und in der der Kopf des Stiftes 135 an  der     obern    Wandung der Büchse 137 anliegt.  Wenn sich der     Exzenterbügel    141 anhebt, so  wird diese Bewegung dem Hammer durch  die Feder 143 übertragen, und nachdem der  Hammer auf das Werkstück     auftrifft,    wird  die Feder 143     zusammengepreht,    so dass der  Hammer einen nachgiebigen Schlag ausführt.

    Der Kopf des untern Endes des Stiftes 135  kann zu dieser Zeit ortsfest verbleiben, und  der     Exzenterbügel    141 setzt seine Aufwärts  bewegung fort.  



  Die durch das Sengen des Lederstückes  entstehenden Gase werden durch ein Gebläse  159 abgeführt. In der Nähe des     Brennwerk-          zeuges    21 befindet sich ein Rohr 161, welches  mit einer zu dem Gebläse 159 führenden Ab  zugsrohr 157 verbunden ist. Der Antrieb  des Gebläses 159 kann beispielsweise durch  einen nicht dargestellten elektrischen Motor  erfolgen.  



  Der Rahmen 29 ist bei 163 an einem  Gestell<B>165</B> drehbar, so dass der     Rahmen    ge  kippt werden kann, um die einzelnen Teile  der Maschine zugänglich zu machen. Eine  geeignete Sperrvorrichtung 167, 168, 169 und      170 hält den Rahmen mit den in Betracht  kommenden Teilen in der Arbeitslage.  



  Das Lederstück, dessen Kante vorher ab  geschärft ist, wird so auf den Tisch 13 auf  gelegt, dass das führende Ende des Leder  stückes von dem obern und untern Vorschub  glied erfasst werden kann. Das Lederstück  wird dann absetzend an dem     Brennwerkzeug,     dem Pflug und dem Hammer     vorbeibewegt.     Der Rand des Lederstückes gleitet auf den  gekrümmten Teil des Pfluges herauf und tritt  in den schmalen Raum zwischen dem     Brenn-          werkzeug    und dem Pflug ein, so dass ein       heraufragender    Grat     geschaffen    wird.

   Der  Hammer senkt sich dann auf das Lederstück,  so dass der noch plastische Grat über die       zusammengeschrumpfte    Seite des Lederstückes  geschoben und gegen dieselbe gebogen wird.  Die Grösse des auf diese Weise geschaffenen       (Tc-ates    kann durch Verstellung des     Brenn-          werkzeuges    21 mit Bezug auf den Pflug 19  vorherbestimmt werden.     Fig.    5 lässt erkennen,  dass ein beträchtlicher Teil des Pfluges 19  eine im wesentlichen senkrechte Fläche auf  weist. Der zur Aufnahme des Grates dienende       Raum    befindet sich zwischen dieser senkrech  ten Fläche des Pfluges und zwischen dem  Brennwerkzeug.

   Je weiter das     Brennwerk-          zeug    von dem Pflug entfernt wird, um so  breiter wird dieser Grat sein. Die Bildung  des Grates kann verhindert werden, wenn  das Brennwerkzeug so eingestellt wird, dass  es dicht an der senkrechten Fläche des Pfluges  anliegt, und durch     Belassung    eines sehr schma  len Raumes zwischen dem Pflug und dem       Werkzeug    wird ein sehr schmaler Grat ge  schaffen.  



       Fig.    2 lässt erkennen, dass der wirksame  Teil des Brennwerkzeuges 21 schräg nach  unten in der     Vorschubrichtung    des Lederstückes  verläuft, so dass derjenige Teil des Brenn  werkzeuges, welcher zunächst mit dem Leder  stück in Berührung tritt, in einer höheren  Ebene liegt als der verbleibende Teil des    Werkzeuges. Dieser hohe Teil des     Werk-          zeuges    grenzt an den gekrümmten Teil des  Pfluges an, welcher das Lederstück gegen  den hohen Teil des Werkzeuges zu halten  sucht.

   Das vorgeschobene Lederstück trifft  dann mit dem verbleibenden Teil des     Werk-          zeuges    zusammen, und der Raum zwischen  der untern Fläche des Werkzeuges und dem  Tisch wird fortschreitend in der Vorschub  richtung verkleinert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: Verfahren zum Fertigmacken des Randes von Lederstücken, bei dem eine Seite des Leders zum Zusammenschrumpfen ge bracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des Lederstückes während des grümmens der ungeschrumpften Seite gegen die zusammengeschrumpfte Seite absetzenden Hammerschlägen ausgesetzt wird, um den Rand über die zusammen geschrumpfte Seite zu biegen. Maschine zum Ausüben des Verfahrens nach Patentanspruch I, bei der das Zu sammenschrumpfen einer Seite des Leder randes durch ein Brennwerkzeug bewerk stelligt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hammer in unmittelbarer Nähe des Brennwerkzeuges mit dem noch heissen Lederrand zusammentrifft.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass während des Zusammen schrumpfens ein abgebogener, den Rand des Lederstückes bildender Grat geschaffen wird, der so über die ungeschrumpfte Seite gebogen wird, dass er die letztere überlappt.
CH100162D 1922-06-09 1922-06-09 Verfahren und Maschine zum Fertigmachen des Randes von Lederstücken. CH100162A (de)

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