BE1032002B1 - Bauwerk mit einem tragenden Bauwerksteil und mindestens einem an dem Bauwerksteil festgelegten, auskragenden Baukörper - Google Patents
Bauwerk mit einem tragenden Bauwerksteil und mindestens einem an dem Bauwerksteil festgelegten, auskragenden BaukörperInfo
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Abstract
Ein Bauwerk weist ein tragendes Bauwerksteil (2) und mindestens einen an dem Bauwerksteil (2) festgelegten, auskragenden Baukörper (3) auf. Das Bauwerk (1) weist eine Anschlussanordnung (7) zum nachträglichen Anschluss des auskragenden Baukörpers (3) an das tragende Bauwerksteil (2) mit mindestens einer zugkraftübertragenden Struktur (8) und mindestens einer druckkraftübertragenden Struktur (9) auf. Der auskragende Baukörper (3) weist mindestens eine erste Tragstruktur (4), insbesondere eine Bodenplatte oder Deckenplatte, und mindestens eine einteilig mit der ersten Tragstruktur (4) ausgebildete zweite Tragstruktur (5a, 5b), insbesondere eine von der Bodenplatte aufsteigende Wange oder eine von der Deckenplatte nach unten gerichtete Wange, auf. Erste Abschnitte (10) und zweite Abschnitte (11) der zugkraftübertragenden Struktur (8) sind über mindestens eine erste Verbindungseinrichtung (14) miteinander verbunden und erste Abschnitte (12) und zweite Abschnitte (13) der druckkraftübertragenden Struktur (9) sind über mindestens eine zweite Verbindungseinrichtung (15) miteinander verbunden. Der auskragende Baukörper (3) ist ein Fertigteil aus Beton und die mindestens eine erste Tragstruktur (4) des auskragenden Baukörpers (3) weist eine kleinste Dicke (a) von höchstens 150 mm auf.
Description
1 BE2024/5530
Bauwerk mit einem tragenden Bauwerksteil und mindestens einem an dem Bauwerkstell festgelegten, auskragenden Baukörper
Die Erfindung betrifft ein Bauwerk mit einem tragenden Bauwerksteil und mindestens einem an dem Bauwerksteil festgelegten, auskragenden Baukörper der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung,
Aus der JP 2002-121818 A ist eine Anschlussanordnung für einen Balkon bekannt, die zugkraftübertragende Strukturen und druckkraitübertragende Strukturen aufweist, Der
Balkon ist trogförmig zur Aufnahme eines Bodenbelags ausgebildet,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bauwerk der gattungsgemäßen Art mit vorteilhaftem Aufbau zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch ein Bauwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Es hat sich gezeigt, dass sich die Dicke der ersten Tragstruktur, also der Boden- oder
Deckenplatte, deutlich verringern lässt, wenn der auskragende Baukörper als Fertigteil aus Beton hergestellt wird und die erste und die zweite Tragstruktur einteilig ausgebil- det werden. Bei der Herstellung des auskragenden Baukôrpers als Fertigteil aus Beton lässt sich im Fertigteilwerk ein einteiliger Baukörper mit hoher Qualität herstellen.
Aufgrund der einteiligen Gestaltung von erster und zweiter Tragstruktur ergibt sich trotz geringer kleinster Dicke der ersten Tragstruktur eine hohe Steifigkeit des auskragenden
Baukörpers.
Bei Balkonen werden üblicherweise für die Bodenplatte Dicken von mindestens 160 mm angesetzt. Durch die erfindungsgemäße Gestaltung ist cs möglich, die erste Trag- struktur, nämlich die Bodenplatte oder die Deckenplatte, mit einer geringeren Dicke auszubilden, Die kleinste Dicke der ersten Tragsiruktur beträgt höchstens 150 mm.
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Die Festigkeitsklasse des Betons des auskragenden Baukörpers beträgt insbesondere mindestens 30/37. Wird Beton höherer Festigkeit eingesetzt, ist es insbesondere möglich, die Dicke der ersten Tragstruktur weiter zu verringern, Die Festigkeitsklasse des Betons kann insbesondere mindestens C45/55, insbesondere mindestens C109/115 betragen. Eine Zylinderdruckfestigkeit des Betons bis zu 200 N/mm? kann vorteilhaft sein. Der Beton des auskragenden Baukörpers ist insbesondere hochfester Beton.
Der Beton kann insbesondere faserverstärkt sein. Insbesondere ist der Beton des aus- kragenden Baukôrpers mit Stahlfasern oder Kohlefasern verstärkt. Ist der Beton des auskragenden Baukörpers faserverstärkt, so weist der auskragende Baukörper insbesondere keine weitere Bewehrung auf.
Insbesondere ist die Dicke der ersten Tragstruktur konstant, so dass für die Herstellung des auskragenden Baukôrpers wenig Material benötigt wird. Auch unterschiedliche
Dicken der ersten Tragstruktur können jedoch vorgesehen sein. Vorliegend wird bei einer nicht konstanten Dicke der ersten Tragstruktur die kleinste Dicke der ersten Trag- struktur betrachtet,
Die kleinste Dicke beträgt insbesondere höchstens 130 mm, insbesondere höchstens 120 mum, insbesondere höchstens 190 mm. Insbesondere beträgt die kleinste Dicke mindes- tens 50 mm, insbesondere mindestens 80 mm.
Aufgrund der geringen Dicke der ersten Tragstruktur ist insbesondere eine verbesserte wärmetechnische Entkopplung gegeben. Im Bereich der ersten Tragstruktur ist üblicher- weise eine zwischen tragendem Bauwerksteil und auskragendem Baukörper an- geordnete Schicht aus Isoliermaterial mit verringerter Dicke ausgebildet. Aufgrund der verringerten Dicke der ersten Tragstruktur, und insbesondere aufgrund der ebenfalls verringerten Dicke der mindestens einen zweiten Tragstruktur, kann der Bereich mit verringerter Dicke des Isoliermaterials klein gehalten und dadurch eine gute wärme- technische Entkopplung erreicht werden.
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Die mindestens eine zweite Tragstruktur des auskragenden Baukörpers ist vorteilhaft ebenfalls mit vergleichsweise geringer Dicke ausgebildet, Die kleinste Dicke der min- destens einen zweiten Tragstruktur beträgt insbesondere höchstens 150 mm, insbeson- dere höchstens 130 mm, insbesondere höchstens 120 mm, vorteilhaft höchstens 100 mm. Die kleinste Dicke der mindestens einen zweiten Tragstruktur beträgt insbesondere mindestens 50 mm, insbesondere mindestens 80 mm. In vorteilhafter Gestaltung ist die zweite Tragstruktur als durchgehende, vollflächige Wange ausgebildet,
Die zweite Tragstruktur besitzt insbesondere eine konstante Höhe. Die mindestens eine zweite Tragstruktur weist insbesondere eine Oberseite auf, die horizontal verläuft und sich bis zu der dem tragenden Gebäudeteil entfernt Hegenden Außenseite des auskra- genden Baukörpers erstreckt, Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Höhe der mindestens einen zweiten Tragstruktur mit zunehmendem Abstand vom tragenden
Gebäudeteil abnimmt. Beispielsweise kann mindestens eine zweite Tragstruktur eine näherungsweise dreieckförmige Form aufweisen. Alternativ kann die zweite Tragstruk- tur nach Art einer Strebe schräg zu der mindestens einen ersten Tragstruktar verlaufen.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die mindestens eins zweite Tragstruktur eine oder mehrere Aussparungen aufweist,
Die erste Tragstruktur verläuft insbesondere näherungsweise horizontal. Die erste Trag- struktur kann eine Bodenplatte oder eine Deckenplatte sein, Die mindestens eine zweite
Tragstruktur erstreckt sich quer zur ersten Tragstruktur. Die mindestens eine zweite
Tragstruktur verläuft insbesondere näherungsweise vertikal, Auch eine Neigung zur
Vertikalen kann jedoch vorgesehen sein, beispielsweise aus optischen Gründen, Dabei kann eine Neigung bis zu etwa 45° zur Vertikalen vorteilhaft sein. Die mindestens eine zweite Tragstruktur hat in vertikaler Richtung eine größere Erstreckung als die mindes- tens eine erste Tragstruktur, Die mindestens eine zweite Tragstruktur erstreckt sich in vertikaler Richtung insbesondere über mindestens 50 cm, vorteilhaft über mindestens 60 cm,
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Aufgrund der Anordnung der zweiten Tragstruktur quer zur ersten Tragstruktur können die zugkraftübertragende Struktur und die druckkraftübertragende Struktur mit vertikalem Versatz zueinander, insbesondere mit vertikalem Abstand zueinander an- geordnet werden. Gegenüber der Anordnung der zug- und druckkraftübertragenden
Strukturen in einer gemeinsamen horizontalen Platte ergibt sich ein vergröferter Hebel- arm und dadurch ein größeres übertragbares Biegemoment. Sind die zugkraftüber- tragenden Strukturen und die druckkraftübertragenden Strukturen voneinander getrennt ausgebildet, so können die Tragstrukturen insbesondere mit verringerten Dicken aus- geführt werden.
Ragt die mindestens eine zugkraftübertragende Struktur in eine Wand des tragenden
Bauwerksteils, die quer zur Anschlussfläche steht, so kann auch diese Wand des tragenden Bauwerksteils mit geringerer Wandstärke ausgeführt sein, Eine grôfiere
Wandstärke der Wand, in der die mindestens eine zugkraftübertragende Struktur des tragenden Bauwerksteils eingebettet ist, kann insbesondere entfallen, Dies ist insbeson- dere aufgrund des geringeren Gewichts des auskragenden Baukörpers aufgrund dessen geringer Wandstärke und aufgrund der guten Krafteinleitung, die durch die erfindungs- gemäße Gestaltung der Anschlussanordnung erreicht wird, möglich, Eine etwaige
Zulagebewehrung im tragenden Bauwerksteil kann gegenüber bekannten Anordnungen insbesondere verringert werden.
Die mindestens eine zugkraftübertragende Struktur weist einen ersten Massenschwer- punkt auf. Dabei weist jede zugkraftübertragende Struktur einen eigenen ersten Massen- schwerpunkt auf. Die mindestens eine zugeordnete druckkraftübertragende Struktur weist einen zweiten Massenschwerpunkt auf. Dabei weist jede druckkraftübertragende
Struktur einen eigenen zweiten Massenschwerpunkt auf, Die zugeordnete druckkraft- übertragende Struktur ist dabei die druckkraftübertragende Struktur, deren Massen- schwerpunkt den geringsten horizontalen Abstand zum Massenschwerpunkt der zug- kraftübertragenden Struktur aufweist.
Ein bei Blickrichtung senkrecht auf eine Anschlussfläche des tragenden Bauwerksteils in horizontaler Richtung gemessener Abstand von erstem Massenschwerpunkt und zweitem Massenschwerpunkt beträgt insbesondere mindestens 5 cm, insbesondere min- destens 15 cm. Der Abstand beträgt insbesondere weniger als 2,0 m. Der Abstand be- 5 trägt insbesondere höchstens ein Drittel der in horizontaler Richtung und bei Blick- richtung senkrecht auf die Anschlussfläche gemessenen Breite der ersten Tragstruktur.
Die Anschlussfläche ist dabei die Fläche, durch die die zugkraftübertragende Struktur und die zugeordnete druckkraftübertragende Struktur ragen. Unterschiedliche Paare von zugkraftübertagenden Strukturen und zugeordneten druckkraftübertagenden Strukturen können dabei unterschiedliche Anschlussflächen aufweisen.
In alternativer Ausführung kann vorgesehen sein, dass der Abstand der Massenschwer- punkte 0 ist, is Ein in vertikaler Richtung gemessener Abstand von erstem Massenschwerpunkt und zweitem Massenschwerpunkt beträgt insbesondere mindestens 25 cm, insbesondere mindestens 40 em, insbesondere mindestens 50 cm. Insbesondere beträgt der in vertikaler Richtung gemessene Abstand der Massenschwerpunkte höchstens 250 em.
Der Abstand der Massenschwerpunkte ist dabei der Abstand des Massenschwerpunkts einer zugkraftübertragenden Struktur und des Massenschwerpunkts der zugeordneten druckkraftübertragenden Struktur.
Zugkraftübertragende Strukturen und druckkraftübertragende Strukturen sind insbeson- dere jeweils paarweise zueinander angeordnet, Vorteilhaft weist das Bauwerk mindes- tens zwei zugkraftübertragende Strukturen, insbesondere genau zwei zugkraftübertra- gende Strukturen und mindestens zwei druckkraftübertragende Strukturen, insbesondere genau zwei druckkraftübertragende Strukturen, auf. Insbesondere ist die Anzahl zug- kraftübertragender Strukturen, die jeweils eine Einheit bilden, und die Anzahl druck- kraîtübertragender Strukturen, die jeweils eine Einheit bilden, gleich. Insbesondere ist
6 BE2024/5530 jeder zugkraftübertragenden Struktur genau eine druckkraftübertragende Struktur zuge- ordnet und jeder druckkraftübertragenden Struktur ist insbesondere genau eine zugkraft- übertragende Struktur zugeordnet,
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass, wenn die erste Tragstruktur eine Boden- platte ist, zwei zugkraftübertragenden Strukturen eine gemeinsame druckkraftüber- tragende Struktur zugeordnet ist. Die druckkraftübertragende Struktur ist in diesem Fall bezogen auf die horizontale Richtung insbesondere mittig zwischen den beiden zu- geordneten zugkraftübertragenden Strukturen angeordnet, Der bei Blickrichtung senk- 1G recht auf eine Anschlussfläche des tragenden Bauwerksteils in horizontaler Richtung gemessene Abstand des Massenschwerpunkts der druckkraftübertragenden Struktur ist vorteilhaft zu beiden Massenschwerpunkten der zugkraftübertragenden Strukturen gleich, Ist die erste Tragstruktur eine Deckenplatte, ist die Anordnung entsprechend ge- dreht und einer zugkraftübertragenden Struktur können zwei druckkraftübertragende
Strukturen zugeordnet sein. In diesem Fall ist insbesondere der bei Blickrichtung senk- recht auf eine Anschlussfläche des tragenden Bauwerksteils in horizontaler Richtung gemessene Abstand des Massenschwerpunkts der zugkraftübertragenden Struktur vor- teilhaft zu beiden Massenschwerpunkten der druckkraftübertragenden Strukturen gleich.
Sind genau zwei zugkraftübertragende Strukturen und genau zwei druckkraftübertragende Strukturen vorgesehen, so ist insbesondere vorgesehen, dass die beiden zugkraftübertragenden Strukturen und die beiden zugeordneten druckkraftübertragenden Strukturen jeweils einen in horizontaler Richtung gemessenen
Abstand zueinander aufweisen. Der Abstand der in den zweiten Tragstrukturen angeordneten kraftübertragenden Strukturen ist insbesondere größer als der Abstand der zumindest teilweise in der ersten Tragstruktur angeordneten kraftübertragenden
Strukturen, Bei Gestaltung der ersten Tragstruktur als Bodenplatte sind die in den zweiten Tragstrukturen angeordneten kraftübertragenden Strukturen die zugkraftübertragenden Strukturen, und die in der ersten Tragstruktur angeordneten kraftübertragenden Strukturen sind die druckkraftübertragenden Strukturen, Ist die erste
Tragstruktur als Deckenplatte ausgebildet, so sind die zumindest teilweise in der ersten
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Tragstruktur angeordneten kraftübertragenden Strukturen insbesondere die zugkraftübertragenden Strukturen, und die in den zweiten Tragstrukturen angeordneten kraftübertragenden Strukturen sind insbesondere die druckkraftübertragenden
Strukturen, In der ersten Tragstruktur weisen die kraftübertragenden Strukturen einen geringeren horizontal und bei Blickrichtung senkrecht auf die Anschlussfläche gemessenen Abstand zueinander auf als in den zweiten Tragstrukturen.
Insbesondere weisen die Massenschwerpunkte der in den zweiten Tragstrukturen ange- ordneten kraftübertragenden Strukturen einen größeren Abstand auf als die Massen- schwerpunkte der in der ersten Tragstruktur angeordneten kraftübertragenden Struktu- ren. Der Abstand ist dabei in horizontaler Richtung bei Blickrichtung senkrecht auf die jeweilige Anschlussfläche gemessen.
Vorteilhaft ist jede zugkraftübertragende Struktur und jede druckkraftübertragende
Struktur der Anschlussanordnung jeweils als separate Einheit ausgebildet, Die separaten
Einheiten sind bei der Herstellung des Bauwerks unabhängig von anderen zug- und druckkraftübertragenden Strukturen in einer Schalung positionierbar. Die separaten Ein- heiten können über weitere Bewehrung des Bauwerks und über Befestigungselemente für die Bewehrung bereits in der Schalung miteinander verbunden werden. Die
Bewehrung des Bauwerks, insbesondere die Bewehrung des tragenden Bauwerksteils und/oder die Bewehrung des auskragenden Baukörpers, ist insbesondere nicht an die
Anschlussanordnung, insbesondere nicht an die kraftübertragenden Strukturen der An- schlussanordnung, angeschweifjt. Handelt es sich bei dem Beton des auskragenden Bau- kôrpers um faserbewehrten Beton, so ist insbesondere keine zusätzliche Bewehrung in dem tragenden Baukörper vorgesehen. Die kraftübertragenden Strukturen sind in diesem Fall im auskragenden Baukörper insbesondere ausschließlich über den Beton des auskragenden Baukörpers verbunden.
Vorteilhaft ist zwischen dem tragenden Bauwerksteil und dem auskragenden Baukörper eine Trennfuge gebildet, die von don zugkrafiübertragenden Strukturen und von den druckkraftübertragenden Strukturen überbrückt wird.
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Vorteilhaft weist mindestens eine zugkraftübertragende Struktur zu einer druckkraft- übertragenden Struktur in der Trennfuge einen in vertikaler Richtung gemessenen Ab- stand von mindestens 20 cm auf. Aufgrund des Abstands zwischen der zugkraftüber- tragenden Struktur und der zugeordneten druckkraftübertragenden Struktur wird ein großer Abstand und damit ein großer Hebelarm zwischen den kraftübertragenden
Strukturen verwirklicht. Die zweite Tragstruktur des auskragenden Baukörpers wirkt insbesondere ebenfalls an der Kraftübertragung mit. Insbesondere sind die zugkraftüberragenden Strukturen und die druckkraftübertragenden Strukturen in dem auskragenden Baukörper ausschließlich über das Material des auskragenden
Baukörpers, nämlich über Beton und gegebenenfalls zusätzlich über
Bewehrungselemente des auskragenden Baukörpers, miteinander verbunden.
Die Anschlussanordnung umfasst insbesondere in der Trennfuge angeordnetes Isolier- material. Insbesondere ist mindestens ein in der Trennfuge angeordneter Isolierkörper vorgesehen. Das Isoliermaterial kann mehrere Isolierkörper in der Trennfuge umfassen.
Insbesondere ist mindestens eine Verbindungseinrichtung mindestens teilweise, ins- besondere vollständig außerhalb der Trennfuge angeordnet. Insbesondere sind alle Ver- bindungseinrichtungen von zugkraftübertragenden Strukturen, insbesondere alle Ver- bindungseinrichtungen, mindestens teilweise, insbesondere vollständig außerhalb der
Trennfuge angeordnet,
Ein einfacher Aufbau ergibt sich, wenn die druckkraftübertragende Struktur eine Anla- gefläche umfasst, an der sich der auskragende Baukörper in horizontaler Richtung ab- stützt. Die druckkraftübertragende Struktur umfasst insbesondere eine Auflagefläche, auf der sich der auskragende Baukörper in vertikaler Richtung abstützt,
Wenn der auskragende Baukörper an der druckkraftübertragenden Struktur lediglich ab- gestützt ist, ist eine einfache nachträgliche Anbindung des auskragenden Baukörpers an
9 BE2024/5530 dem tragenden Gebäudeteil möglich. Die Sicherung in vertikaler Richtung erfolgt insbe- sondere über die mindestens eine zugkraftübertragende Struktur.
Insbesondere umfasst eine Verbindungseinrichtung einer zu gkraftübertragenden Struk- tur mindestens eine Schraubverbindung.
Vorteilhaft weist die Trennfuge eine vertikal verlaufende gedachte Begrenzungsfläche auf, die den Beton des auskragenden Baukörpers berührt und nicht schneidet. Die Auf- lagefläche ist insbesondere vollständig auf der dem tragenden Bauwerksteil entfernt liegenden Seite der Begrenzungsfläche angeordnet. Wenn die Anlagefläche und die
Auflagefläche am auskragenden Baukörper angeordnet und vergleichsweise weit von der tragenden Gebäudestruktur entfernt angeordnet sind, ergibt sich cine günstige
Krafteinieitung. Es kann vorgesehen sein, dass die Anlagefläche vollständig auf der dem tragenden Bauwerksteil entfernt liegenden Seite der Begrenzungsfläche angeordnet ist. Ein einfacher Aufbau wird erreicht, wenn die Anlagefläche und die Auflagefläche an einem Auflagewinkel ausgebildet sind.
Die druckkraftübertragende Struktur umfasst vorteilhaft mindestens ein Querkraftele- ment. Das Querkraftelement kann beispielsweise ein Querkrafistab sein. Das mindes- tens eine Querkraftelement ist insbesondere unmittelbar an dem Auflagewinkel fixiert.
Der Auflagewinkel kann Seitenwangen umfassen, an denen ein separates Querkraftele- ment, beispielsweise ein Querkrafistab, angeordnet, beispielsweise angeschweißt ist.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass eine Seitenwange des Auflagewinkels einteilig mit einem Querkrafielement ausgebildet ist. Hierzu kann eine Seitenwange des Auflage- winkels in entsprechender Richtung verlängert ausgebildet sein. Der Auflagewinkel kann mit einem Abschnitt des Querkraftelements als Blechbiegeteil ausgeführt sein.
Auch eine andere Gestaltung kann vorteilhaft sein.
Eine kompakte Anordnung ergibt sich, wenn mindestens ein erster Abschnitt einer ZUug- kraftübertragenden Struktur mindestens einen abgebogen verlaufenden Zugstab umfasst. Der Zugstab verläuft insbesondere vollständig in einer Wand des tragenden
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Bauwerksteils. Vorteilhaft sind mindestens zwei Zugstäbe vorgeschen, die in entgegen- gesetzte Richtungen abgebogen sind. Die beiden Zugstäbe können beispielsweise vertikal oder horizontal in der Wand verlaufen,
Die zugkraftübertragende Struktur weist insbesondere mindestens einen im aus- kragenden Baukörper eingebetteten Zugstab auf. Insbesondere sind mehrere Zugstäbe im auskragenden Baukörper eingebettet, die vertikal übereinander verlaufen. Insbeson- dere verläuft der mindestens eine im auskragenden Baukörper eingebettete Zugstab, ins- besondere alle im auskragenden Baukörper eingebetteten Zugstäbe, horizontal.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung erläu- tert. Es zeigen:
Fig, | eine schematische, perspektivische ausschnittsweise Darstellung eines Bauwerks, wobei auch in Beton eingebettete, nicht sichtbare
Elemente mit durchgezogener Linie dargestellt sind,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Bauwerks aus Fig. ! in schematischer Dar- stellung,
Fig. 3 eine Draufsicht auf das Bauwerk aus Fig. 1 in schematischer Dar- stellung in Richtung des Pfeils II in Fig. 2,
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des Bauwerks aus Fig. 1 in Rich- tung des Pfeils IV in Fig. 2,
Fig. 5 eine schematische, ausschnittsweise perspektivische Darstellung des Ausschnitts V aus Fig. 1,
Fig. 6 den in Fig. 5 dargestellten Teil der Anschlussanordaung in perspektivischer Darstellung,
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Fig. 7 eine Seitenansicht der Anordnung aus Fig. 6,
Fig. 8 eine Seitenansicht der Anordnung in Richtung des Pfeils VIT in
Fig. 7,
Fig. 9 eine Seitenansicht der Anordnung in Richtung des Pfeils IX in
Fig. 7,
Fig, 10 eine Seitenansicht eines alternativen Ausfihrungsbeispiels eines
Bauwerks in einer ausschnittsweisen schematischen Darsiellung,
Fig 11 eine schematische Draufsicht des Ausfihrungsbeispiels aus Fig. 10 in Richtung des Pfoils XI in Fig, 10,
Fig. 12 und Fig. 13 schematische Darstellungen von alternativen Verbindungseinrich- tungen von zugkrafiübertragenden Strukturen, wobei auch in Beton eingebettete, nicht sichtbare Elemente mit durchgezogener Linie dargestellt sind,
Fig. 14 bis 16 schematische ausschnittsweise Seitenansichten von weiteren Aus- führungsbeispielen von Bauwerken,
Fig. 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt eines Bauwerks 1. Das Bauwerk 1 kann bei- spielsweise ein Wohn- oder Bürogebäude oder dergleichen sein. Das Bauwerk 1 kann auch jede andere Art von Bauwerk sein, Das Bauwerk 1 umfasst ein tragendes Bau- werksteil 2. Im Ausführungsbeispiel umfasst das tragende Bauwerksteil 2 eine aus- schnittsweise dargestellte Geschossdecke 21 sowie eine ausschnittsweise dargestellte
Wand 22. Die Wand 22 weist insbesondere eine Türöffnung 28 auf. An dem tragenden
Bauwerksteil 2 ist ein auskragender Baukörper 3 gehalten. Der auskragende Baukörper
12 BE2024/5530 3 ist am tragenden Bauwerksteil 2 über eine Anschlussanordnung 7 fixiert. Die An- schlussanordnung 7 ist derart ausgebildet, dass der auskragende Baukörper 3 an dem tragenden Bauwerksteil 2 fixiert werden kann, nachdem das tragende Bauwerksteil 2 und der auskragende Baukörper 3 fertiggestellt wurden, beispielsweise aus Beton. Der auskragende Baukörper 3 ist ein Fertigteil aus Beton, Der auskragende Baukörper 3 ist insbesondere nicht auf der Baustelle, sondern in einem Fertigteilwerk hergestellt wor- den und als Ganzes auf die Baustelle transportiert worden.
In den Figuren sind die Elemente der Anschlussanordnung 7 mit durchgezogener Linie id dargestellt, auch wenn die Strukturen im Beton des tragenden Bauwerksteils 2 bzw. des auskragenden Baukörpers 3 eingebettet sind, um diese besser sichtbar zu machen. Im
Einbauzustand sind die Elemente der Anschlussanordnung 7 vorteilhaft nicht oder nur geringfügig sichtbar.
Der auskragende Baukörper 3 umfasst mindestens eine erste Tragstruktur 4 sowie min- destens eine zweite Tragstruktur 5a, Sb. Im Ausführungsbeispiel sind zwei zweite Trag- strukturen 5a und 5b vorgesehen, Die erste Tragstruktur 4 erstreckt sich insbesondere im Wesentlichen horizontal. Die erste Tragstruktur 4 ist im Ausführungsbeispiel eine
Bodenplatte, Die erste Tragstruktur 4 kann beispielsweise auch eine Deckenplatte sein.
An der ersten Tragstruktur 4 ist mindestens cine Wange vorgesehen. Im Ausfilhrungs- beispiel sind an beiden Längsseiten der Tragstruktur 4 als aufsteigende, also nach oben gerichtete Wangen ausgebildete zweite Tragstrukturen Sa, Sb angeordnet, Dadurch ergibt sich ein etwa U-förmiger Querschnitt des auskragenden Baukörpers 3. Ist die erste Tragstruktur 4 eine Bodenplatte, so erstrecken sich die zweiten Tragstrukturen 5a und 5b nach oben, insbesondere etwa in vertikaler Richtung, Ist die erste Tragstruktur 4 eine Deckenplatte, so erstreckt sich die mindestens eine zweite Tragstruktur Sa, Sb von der Deckenplatte nach unten, insbesondere etwa in vertikaler Richtung. Jede zweite
Tragstruktur Sa, Sb kann wie im Ausführungsbeispiel an einer Längsseite der ersten
Tragstruktur 4 angeordnet sein. Auch eine Anordnung in einem anderen, beispielsweise in einem mittleren Bereich der ersten Tragstruktur 4 kann jedoch vorgesehen sein.
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Vorteilhaft schließt die zweite Tragstruktur Sa, Sb mit der vertikalen Richtung bei
Blickrichtung senkrecht auf eine Anschlussfläche 32 des tragenden Bauwerksteils 2 einen Winkel von weniger als 60°, insbesondere von höchstens 45°, bevorzugt von höchstens 30° ein. Im Ausführungsbeispiel verlaufen beide zweiten Tragstrukturen 5a und 5b in vertikaler Richtung. Die Anschlussfläche 32 ist insbesondere die Fläche des tragenden Bauwerksteils 2, an der der auskragende Baukörper 3 fixiert ist, Dabei wird für jede zweite Tragstruktur 5a, 5b der Bereich der Anschlussfläche 32 betrachtet, an dem die diese zweite Tragstruktur Sa, Sb haltenden kraftübertragenden Strukturen ange- bunden sind, wie im Folgenden noch näher erläutert wird.
Die Anschlussanordnung 7 umfasst mindestens eine druckkraftübertragende Struktur 9 und mindestens eine zugkraftübertragende Struktur 8. Im Ausführungsbeispiel sind zwei zugkraftübertragende Strukturen 8 und zwei druckkraftübertragende Strukturen 9 vorgesehen, die gemeinsam die Anschlussanordnung 7 bilden.
Die zugkraftübertragenden Strukturen 8 der Anschlussanordnung 7 sind dazu ausgelegt, die zwischen dem auskragenden Baukörper 3 und dem tragenden Bauwerksteil 2 auftre- tenden Zugkräfte zu übertragen. Die druckkraftübertragenden Strukturen 9 der An- schlussanordnung 7 sind dazu ausgelegt, die zwischen dem auskragenden Baukörper 3 und dem tragenden Bauwerksteil 2 auftretenden Druckkräfte zu übertragen. Vorteilhaft sind neben den zugkraftübertragenden Strukturen S und den druckkraftübertragenden
Strukturen 9 keine weiteren Strukturen zur Übertragung von Zugkräften und Druckkräf- ten zwischen dem auskragenden Baukörper 3 und dem tragenden Bauwerksteil 2 vorge- sehen. Die kraftübertragenden Strukturen 8, 9 der Anschlussanordnung 7 können auch weitere Kräfte übertragen. Im Ausführungsbeispiel sind die druckkraftübertragenden
Strukturen 9 auch zur Übertragung der zwischen dem auskragenden Baukörper 3 und dem tragenden Bauwerksteil 2 auftretenden Schubkräfte ausgelegt.
Die zugkraftübertragenden Strukturen 8 umfassen jeweils einen ersten Abschnitt 10 und einen zweiten Abschnitt 11, die jeweils über eine Verbindungseinrichtung 14 mit-
14 BE2024/5530 einander verbunden sind. Die Verbindungseinrichtung 14 ist dazu ausgelegt, die Ab- schnitte 10 und 11 nach der Herstellung des tragenden Bauwerksteils 2 und des aus- kragenden Baukörpers 3 miteinander zu verbinden, Dadurch, dass der auskragende Bau- körper 3 in fertigem Zustand an dem tragenden Bauwerksteil 2 fixiert wird, können
Kranzeiten, die bei der Herstellung des auskragenden Baukörpers 3 aus Ortbeton er- heblich sein können, verringert werden, und das Bauwerk 1 kann schnell erstellt werden.
Die Verbindungseinrichtungen 14 sind insbesondere außerhalb der Trennfuge 6 an- geordnet. Im Ausführungsbeispiel sind die Verbindungseinrichtungen 14 im aus- kragenden Baukörper 3 angeordnet. Auch eine Anordnung mindestens einer Ver- bindungseinrichtung 14 im tragenden Bauwerksteil 2 kann vorteilhaft sein. Dies ist schematisch in den nachfolgend beschriebenen Figuren 12 und 13 gezeigt.
Die ersten Abschnitte 10 der zugkraftübertragenden Strukturen 8 sind im tragenden
Bauwerksteil 2 eingebettet, Im Ausführungsbeispiel umfassen die ersten Abschnitte 10
Zugstäbe 17, die in der Wand 22 vertikal verlaufen, Im Ausführungsbeispiel sind zwei
Zugstäbe 17 vorgesehen, von denen sich in der Wand 22 einer nach oben und einer nach unten erstreckt,
Die zweiten Abschnitte 11 sind in den zweiten Tragstrukturen Sa, 5b eingebettet. Im
Ausführungsbeispiel umfassen die zweiten Abschnitte 11 Zugstäbe 18, Im Ausfüh- rungsbeispiel sind jeweils drei Zugstäbe 18 für jeden zweiten Abschnitt 11 vorgesehen.
Auch eine andere Anzahl von Zugstäben oder eine andere Gestaltung der ersten Ab- schnitte 10 und/oder der zweiten Abschnitte 11 kann vorgesehen sein.
Zwischen dem tragenden Bauwerksteil 2 und dem auskragenden Baukörper 3 ist im
Ausführungsbeispiel cine Trennfuge 6 gebildet, die von den zugkrafiübertragenden
Strukturen 8 und von den druckkraftübertragenden Strukturen 9 überbrückt wird. Im
Ausführungsbeispiel sind mehrere Isolierkôrper 16 in der Trennfuge 6 angeordnet. Al- ternativ können auch andere Isolierelemente in der Trennfuge 6 angeordnet sein.
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Die druckkraftübertragenden Strukturen 9 umfassen jeweils einen ersten Abschnitt 12, der sich in das tragende Bauwerksteil 2 erstreckt, sowie einen zweiten Abschnitt 13, der sich in die erste Tragstruktur 4 des auskragenden Baukörpers 3 erstreckt. Der erste Ab- schnitt 12 und der zweite Abschnitt 13 sind über eine Verbindungseinrichtung 15 mit- einander verbunden. Auch die Verbindungseinrichtung 15 ist so gestaltet, dass der aus- kragende Baukörper 3 nach seiner Herstellung im Fertigteilwerk an dem tragenden Bau- werksteil 2 fixiert werden kann, Die ersten Abschnitte 10, 12 und die zweiten Ab- schnitte 11, 13 der kraftûbertragenden Strukturen 8 und 9 sind dabei bereits in das tra- gende Bauwerksteil 2 und den auskragenden Baukörper 3 eingebettet.
Die Verbindungseinrichtungen 15 sind insbesondere außerhalb der Tronnfuge 6 an- geordnet, Im Ausführungsbeispiel sind die Verbindungseinrichtungen 15 jeweils in einer Aussparung 37 des auskragenden Baukörpers 3 angeordnet, Auch eine Anordnung mindestens einer Verbindungseinrichtung 15 im tragenden Bauwerksteil 2 kann jedoch vorteilhaft sein.
Durch die Gestaltung des auskragenden Baukörpers 3 mit mindestens einer ersten Trag- struktur 4 und mindestens einer zweiten Tragstruktur Sa, Sb, die einteilig als Fertigteil hergestellt sind, können sowohl die erste Tragstruktur 4 als auch die mindestens eine zweite Tragstruktur 5a, 5b an der Übertragung der zu übertragenden Kräfte mitwirken.
Dadurch kann die Dicke des auskragenden Baukörpers 3 deutlich verringert werden,
Die erste Tragstruktur 4 weist eine Dicke a auf. Die Dicke a ist im Ausführungsbeispiel konstant. Weist die erste Tragstruktur 4 in unterschiedlichen Bereichen unterschiedliche
Dicken auf, so ist die vorliegend betrachtete Dicke a die kleinste Dicke der ersten Trag- struktur 4. Die zweiten Tragstrukturen Sa und 5b weisen im Ausführungsbeispiel eine
Dicke b auf, die im Ausführungsbeispiel in beiden Tragstrukturen Sa, Sb gleich ist. Im
Ausführungsbeispiel ist die Dicke b jeder zweiten Tragstruktur Sa, Sb konstant. Bei un- terschiedlichen oder nicht konstanten Dicken der Tragstrukturen 5a und Sb ist jeweils die kleinste Dicke b der jeweiligen Tragstruktur 5a, 5b maßgeblich.
16 BE2024/5530
Es ist vorgeschen, dass die Dicke a höchstens 150 mm, insbesondere höchstens 130 mm, insbesondere höchstens 120 mm, vorteilhaft höchstens 100 mm beträgt. Vor- teilhaft beträgt die kleinste Dicke a mindestens 50 mm, insbesondere mindestens 80 mm. Die kleinste Dicke b der mindestens einen zweiten Tragstruktur Sa, 5b beträgt vorteilhaft höchstens 150 mm, insbesondere höchstens 130 mm, insbesondere höchstens 120 mm, vorteilhaft höchstens 100 mm. Die kleinste Dicke b beträgt vorteilhaft mindes- tens 50 mm, insbesondere mindestens 80 mm.
Fig. 2 zeigt die Anordnung der kraftübertragenden Strukturen 8 und 9. Die zweiten
Tragstrukturen 5a und 5b weisen einen in horizontaler Richtung gemessenen Abstand d zueinander auf, Die beiden zugkrafiübertragenden Strukturen & weisen einen in horizon- taler Richtung gemessenen Abstand e zueinander auf. Der Abstand € entspricht im Aus- führungsbeispiel dem Abstand d der zweiten Tragstrukturen Sa und 5b zueinander, Der
Abstand e kann jedoch auch größer als der Abstand d sein, Die Abstände d und e sind in
Blickrichtung senkrecht auf die Anschlussfläche 32 gemessen.
Die erste Tragstruktur 4 weist eine Breite n auf. Die Breite n ist in horizontaler
Richtung bei Blickrichtung senkrecht auf die Anschlussfläche 32 gemessen. Die zweiten Tragstrukturen 5a und 5b erheben sich von der ersten Tragstruktur 4. Die erste
Tragstruktur 4 erstreckt sich von einer Außenkante bis zur anderen Außenkante der
Bodenplatte bzw. Deckenplatte des auskragenden Baukörpers 2.
Die Breite n beträgt insbesondere mindestens 1,0 m, insbesondere mindestens 1,5 m, insbesondere mindestens 2,5 m bis 5,0 m. Die Breite n beträgt insbesondere höchstens 10m.
Die zugkrafiübertragenden Strukturen 8 weisen jeweils sinen Massenschwerpunkt S1 auf. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ansicht bei Blickrichtung senkrecht auf die An- schlussfläche 32 weisen die Massenschwerpunkte S1 der beiden zugkraftübertragenden
Strukturen 8 einen in horizontaler Richtung gemessenen Abstand g auf. Der Abstand g ist insbesondere etwas größer als der Abstand d der zweiten Tragstrukturen 5a und 5b.
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Die druckkraftübertragenden Strukturen 9 weisen einen Abstand f auf. Der Abstand fist kleiner als der Abstand © der zugkraftübertragenden Strukturen 8. Die druckkraftüber- tragenden Strukturen 9 weisen jeweils einen Massenschwerpunkt S2 auf, Die Massen- schwerpunkte S2 der beiden druckkraftübertragenden Strukturen 9 weisen in der in
Fig. 2 dargestellten Ansicht senkrecht auf die Anschlussfläche 33 einen in horizontaler
Richtung gemessenen Abstand h auf. Der Abstand h der Massenschwerpunkte S2 ist im
Ausführungsbeispiel kleiner als der Abstand g der Massenschwerpunkte SI. Der Ab- stand h ist insbesondere kleiner als die Abstände d und/oder e.
Wie die Fig, 2 und 3 zeigen, weisen die Massenschwerpunkte SI und S2 einen Abstand c zueinander auf. Der Abstand c beträgt insbesondere mindestens 5 cm, insbesondere mindestens 15 om. Vorteilhaft beträgt der Abstand c weniger als 2,0 m. Der Abstand c beträgt insbesondere mindestens 10 cm und insbesondere weniger als 1,0 m. Der Ab- stand c ist dabei bei Blickrichtung senkrecht auf die Anschlussfläche 32 und insbeson- dere in horizontaler Richtung gemessen. Der Abstand c beträgt insbesondere höchstens ein Drittel der Breite n der ersten Tragstruktur 4. Der Abstand c ist der Abstand des
Massenschwerpunkts SI einer zugkraftübertragenden Struktur 8 zum Massenschwer- punkt S2 einer zugeordneten druckkraftübertragenden Struktur 9.
Die einer zugkraftübertragenden Struktur 8 zugeordnete druckkraftübertragende Struk- tur 9 ist die druckkraftübertragende Struktur 9, deren Massenschwerpunkt 52 den ge- ringsten in horizontaler Richtung bei Blickrichtung senkrecht auf die Anschlussfläche 32 gemessenen Abstand c zum Massenschwerpunkt SI der zugkraftübertragenden
Struktur 8 aufweist,
Vorteilhaft ist jede druckkraftübertragende Struktur 9 genau einer zugkraftübertragen- den Struktur 8 zugeordnet, Die zugkraftübertragenden Strukturen 8 und die druckkraft- übertragenden Strukturen 9 sind insbesondere paarweise angeordnet, Benachbarte Paare von kraftübertragenden Strukturen 8, 9 weisen vorteilhaft einen Abstand zueinander
18 BE2024/5530 auf. Der Abstand benachbarter Paare von krafiübertragenden Strukturen 8, 9 entspricht insbesondere dem Abstand f der druckkraftübertragenden Strukturen 9.
Wie Fig. 3 und Fig, 4 zeigen, umfassen die druckkraftübertragenden Strukturen 9 je- weils zwei Querkrafielemente 23. Die Querkraftelemente 23 sind im Ausführungsbei- spiel als Querkraftstäbe ausgebildet, Der Abstand zwischen den einander nahe angeord- neten Querkraftelementen 23 der beiden druckkraftübertragenden Strukturen 9 ent- spricht dem Abstand f der druckkraftäbertragenden Strukturen 9.
Die Elemente der Verbindungseinrichtungen 14 und 15 sind in Fig. 4 im Einzelnen dar- gestellt. Die einzelnen Elemente der Vorbindungseinrichtungen 14 und 15 sind auch in
Fig. 3 bezeichnet, um deren seitliche Lage deutlich zu machen.
Die Verbindungseinrichtung 14 umfasst den mindestens einen Zugstab 17, der im tra- genden Bauwerksteil 2 eingebettet ist, den mindestens einen Zugstab 18, der im auskra- genden Baukörper 2 eingebettet ist, sowie die Verbindungseinrichtung 14. Die Verbin- dungseinrichtung 14 umfasst im Ausführungsbeispiel cine Verbindungsplatte 26, an der die im auskragenden Baukörper 3 eingebetteten Zugstäbe 18 fixiert sind, sowie Befesti- gungsmuttern 27, die auf durch die Verbindungsplatte 26 gesteckte Enden der Zugstäbe 17 aufgeschraubt sind.
Die Zugstäbe 18 sind insbesondere in vertikaler Richtung übereinander angeordnet. Die
Zugstäbe 18 verlaufen insbesondere parallel zueinander. Insbesondere verlaufen die
Zugstäbe 18 in horizontaler Richtung.
Die Zugstäbe 18 weisen einen Durchmesser u auf, wie Fig. 4 zeigt. Die Zugstäbe 17 weisen im Ausführungsbeispiel einen Durchmesser u auf, der dem Durchmesser der
Zugstäbe 18 entspricht. Auch unterschiedliche Durchmesser u der Zugstäbe 17 und 18 können vorgesehen sein.
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Die im auskragenden Baukörper 3 eingebetteten Zugstäbe 18 weisen eine Länge v auf.
Die Länge v, mit der die Zugstäbe 18 im auskragenden Baukörper 3 eingebettet sind, entspricht insbesondere mindestens dem !Ofachen des Durchmessers u, insbesondere mindestens dem 30fachen des Durchmessers u, insbesondere höchstens dem SOfachen des Durchmessers u. Insbesondere entspricht die Länge v mindestens dem Sfachen der kleinsten Dicke a der ersten Tragstruktur 4 und/oder mindestens dem 5fachen der kleinsten Dicke b der zweiten Tragstruktur 5a, 5b (Fig. 33.
Damit die Befestigungsmuttern 27 nach Fertigstellung des auskragenden Baukörpers 3 festgezogen werden können, weist der auskragende Baukörper 3 mindestens cine Zu- gangsöffnung 29 auf. Im Ausfübrungsbeispiel sind in Fig. 4 mit gestrichelter Linie schematisch zwei Zugangsöffnungen 29 dargestellt, In den weiteren Figuren sind die
Zugangsöffnungen 29 nicht gezeigt. Die Zugangsöffnungen 29 können nach der Fixie- rung des auskragenden Baukörpers 3 beispielsweise mit Abdeckkappen abgedeckt wer- den. Die Zugangsöffnungen 29 können an jeder Seite einer zweiten Tragstruktur 5a oder
Sb, also insbesondere bei zwei zweiten Tragstrukturen Sa und 5b an den einander zu- gewandten und/oder den einander abgewandten Seiten der zweiten Tragstrukturen 5a und 5b, vorgesehen sein. Es kann vorgesehen sein, dass die Zugangsöffnungen 29 einer zweiten Tragstruktur 5a oder 5b zur gleichen Seite oder zu unterschiedlichen Seiten öffnen.
Im Ausführungsbeispiel sind zwei Zugstäbe 17 und drei Zugstäbe 18 vorgesehen. Auch eine andere Anzahl von Zugstäben 17 und 18 kann vorteilhaft sein. Die Zugstäbe 18 sind insbesondere gerade ausgebildet und erstrecken sich jeweils über eiwas mehr als die Hälfte einer Tiefe t des auskragenden Baukôrpers 3. Die Tiefe t ist senkrecht zur
Anschlussfläche 32 und insbesondere in horizontaler Richtung gemessen. Die Tiefe t ist insbesondere parallel zur ersten Tragstruktur 4 und parallel zu den zweiten Tragstruktu- ren Sa, Sb gemessen.
Die Tiefe t beträgt insbesondere mindestens 1,0 m, insbesondere mindestens 1,5 m, ins- besondere mindestens 2,0 m. Insbesondere beträgt die Tiefe t nicht mehr als 3,0 m. Die
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Tiefe t beträgt insbesondere mindestens das 50fache des Durchmessers u der Zugstäbe 17 und/oder der Zugstäbe 18.
Wie Fig. 4 zeigt, erstrecken sich beide Zugstäbe 17 in der Wand 22. Der obere der
Zugstäbe 17 ist nach oben umgebogen und der untere der Zugstäbe 17 nach unten. Die
Zugstäbe 17 verlaufen über einen großen Teil ihrer Länge in vertikaler Richtung in der
Wand 22. Auch ein Umbiegen der Zugstäbe 17 in seitliche Richtung kann vorgesehen sein.
Die druckkraftübertragende Struktur 9 umfasst im auskragenden Baukörper 3 cingebet- tete Druckstäbe 20, Im Ausfübrungsbeispiel sind zwei Druckstäbe 20 vorgesehen, Die druckkraftübertragende Struktur 9 umfasst außerdem zwei Querkrafielemente 23. Zur
Übertragung der Druckkräfte in das tragende Bauwerksteil 2 sind Druckplalten 19 vor- gesehen, die an einem Auflagewinkel 24 fixiert sind. Wie Fig. 3 zeigt, sind an jedem
Auflagewinkel 24 zwei Druckplatten 19 fixiert. Der Auflagewinkel 24 ist ein Teil der
Verbindungseinrichtung 15.
Wie Fig. 6 zeigt, sind zwei Druckstäbe 20 vorgesehen, die an einem Abstützwinkel 25 fixiert sind. Die Druckstäbe 20 und ggf. auch der Abstützwinkel 25 können im auskra- genden Baukörper 3 eingebettet sein. Der Abstützwinkel 25 liegt am Auflagewinkel 24 an, und zwar in horizontaler und in vertikaler Richtung, Auch eine andere Anzahl von
Druckstäben 20 kann vorteilhaft sein.
Wie Fig. 4 zeigt, weisen die zugkraftüäbertragende Struktur 8 und die druckkraftübertra- gende Struktur 9 in der Trennfuge 6 einen in vertikaler Richtung gemessenen Abstand i zueinander auf, Die zugkraftübertragende Struktur 8 durchquert die Trennfuge 6 ober- halb der druckkraftübertragenden Struktur 9. Der Abstand i beträgt vorteilhaft mindes- tens 60 cm und insbesondere höchstens 130 cm. Insbesondere beträgt der Abstand i von 60 cm bis 80 cm. Im Ausführungsbeispiel ist der Abstand i zwischen einem Zugstab 17 und einem Querkraftelement 23 gemessen.
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Wie Fig, 4 zeigt, weist die Trennfuge 6 eine vertikal verlaufende, gedachte Begren- zungsfläche 38 auf. Die Begrenzungsfläche 38 berührt den Beton des auskragenden
Baukörpers 3 und schneidet diesen nicht. Wie Fig. 4 zeigt, erstreckt sich der Auflage- winkel 24 weitgehend, insbesondere vollständig auf der Seite der Begrenzungsfläche 3 38, auf der sich auch der auskragende Baukörper 3 erstreckt, Dies ist die dem tragenden
Bauwerksteil 2 entfernt liegende Seite der Bogrenzungsfläche 38. Dabei kann vorgese- hen sein, dass der Auflagowinkel 24 teilweise über die Begrenzungsfläche 38 in die
Trennfuge 6 ragt.
In Fig. 4 ist die Blickrichtung 33 senkrecht auf die Anschlussfläche 32 eingezeichnet.
Die Gestaltung der zugkraftübertragenden Struktur 8 und der druckkraftübertragenden
Struktur 9 ist auch in den Fig, 5 und 6 im Einzelnen gezeigt. Wie Fig, 6 zeigt, umfasst der Auflagewinkel 24 zwei Seitenwangen 36. An jeder Seitenwange 36 ist ein Quer- kraftelement 23 festgelegt.
Auch Fig. 7 zeigt den Abstand c der Massenschwerpunkte SI und S2 in horizontaler
Richtung bei Blickrichtung senkrecht auf die Anschlussfläche 32.
Wie Fig, 8 zeigt, können die Massenschwerpunkte SI und S2 auch in Richtung senk- recht zur Anschlussfiäche 32 einen Abstand k aufweisen. Die Massenschwerpunkte S1 und 52 weisen im Ausführungsbeispiel in vertikaler Richtung einen Abstand m zueinan- der auf, Der in vertikaler Richtung gemessene Abstand von erstem Massenschwerpunkt
S1 und zweitem Massenschwerpunkt S2 beträgt insbesondere mindestens 25 cm, ins- besondere mindestens 40 cm, insbesondere mindestens 50 om. Insbesondere beträgt der in vertikaler Richtung gemessene Abstand m der Massenschwerpunkte ST und S2 höchstens 250 om.
Wie Fig, 8 zeigt, weist der Isolierkörper 16 im Ausführungsbeispiel einen Verwahr- kasten 39 auf. In dem Verwahrkasten 39 ist Isoliermaterial, beispielsweise Mineral-
55 BE2024/5530 wolle, angeordnet. Der Auflagewinkel 24 liegt im Ausführungsbeispiel an dem Ver- wahrkasten 39 an, Der Auflagewinkel 24 kann dabei teilweise, insbesondere mit dem vertikal angeordneten Schenkel, der die Anlagefläche 34 bildet, über die Begrenzungs- fläche 38 in die Trennfuge 6 ragen.
In Fig. 8 sind auch die Befostigungsmuttern 27 gezeigt, mit denen die Zugstäbe 17 an der Verbindungsplatte 26 fixiert sind.
Wie Fig, 9 zeigt, weist der Auflagewinkel 24 cine Auflagefläche 35 sowie eine Anlage- 16 fläche 34 auf. An der Anlagefläche 34 stützt sich der Abstützwinkel 25 in horizontaler
Richtung ab. Über die Anlagefläche 34 werden Druckkräfte übertragen. Auf der Aufla- gefläche 35 liegt der Abstützwinkel 25 auf. Über die Auflagefläche 35 werden Quer- kräfte übertragen. In Fig. 9 sind auch die beiden Seitenwangen 36 dargestellt, an denen jeweils ein Querkraftelement 23 festgelegt ist. Das Querkraftelement 23 weist einen schräg verlaufenden Abschnitt auf, der an den Seitenwangen 36 fixiert ist, beispiels- weise an diesen angeschweilit ist. In alternativer Gestaltung kann vorgesehen sein, dass ein Querkraftelement 23 oder ein Abschnitt eines Querkraftelements 23 einteilig mit dem Auflagewinkel 24 ausgebildet ist.
Die Fig. 10 und 11 zeigen ein alternatives Ausführungsbeispiel, bei dem die druckkraft-
Übertragenden Strukturen 9 einen geringeren Abstand f als im vorangegangenen Aus- führungsbeispiel aufweisen. Der Abstand f ist deutlich kleiner als die Abstände e der zugkraftübertragenden Strukturen 8 und d der zweiten Tragstrukturen 5a, 5b. Der Ab- stand c der Massenschwerpunkte S1 und S2, der in horizontaler Richtung bei senkrech- ter Blickrichtung auf die Anschlussfläche 32 gemessen ist, ist deutlich größer als beim vorangegangenen Ausführungsbeispiel, Die Gestaltung des auskragenden Bauwerksteils 3 entspricht ansonsten insbesondere der des vorangegangenen Ausführungsbeispiels.
Diese Gestaltung ist zur Vermeidung von Wiederholungen nicht mehr im Einzelnen be- schrieben,
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Die Fig. 12 und 13 zeigen alternative Gestaltungen für die Gestaltung der Verbindungs- einrichtung 14. Im Ausführungsbeispiel nach Fig, 12 sind zwei Zugstäbe 17, die in einem tragenden Bauwerksteil 2 eingebettet sind, an einer Verbindungsplatte 26 fixiert.
Ein Zugstab 18, der in einem auskragenden Baukörper 3 eingebettet ist, ragt durch eine nicht dargestellte Öffnung der Verbindungsplatte 26 und ist mit einer Befestigungsmut- ter 27 an der Verbindungsplatte 26 fixiert, Das tragende Bauwerksteil 2 weist eine Zu- gangsôffnung 29 auf, über die die Befestigungsmutter 27 zugänglich ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig, 17 sind die Verankerungselemente im tragenden 1G Bauwerksteil 2 nicht als Zugstäbe 17 ausgebildet, bei denen die Verankerung über die
Stablänge erreicht wird, sondern als Zugstäbe 30, die an ihrem Ende jeweils einen An- kerkopf 31 zur Verankerung tragen. Die Zugstäbe 30 sind an der Verbindungsplatte 26 fixiert und zwei Zugstäbe 18, die im auskragenden Baukörper 3 eingebettet sind, sind
Über Befestigungsmuttern 27 an der Verbindungsplatte 26 festgelegt,
Auch eine andere Gestaltung der Verbindungseinrichtungen 14 und 15 kann vorgesehen sein,
Die erste Tragstruktur 4 und die mindestens eine zweite Tragstruktur Sa, 5b sind eintei- lig ausgebildet. Dies bedeutet, dass die Tragstrukturen 4, 5a und Sb als ein gemeinsames
Teil in einer gemeinsamen Schalung als Betonfertigteil hergestellt und gemeinsam ge- gossen sind.
Die zugkraftübertragenden Strukturen 8 und die druckkrafiüibertragenden Strukturen 9 sind vorteilhaft in allen Ausführungsbeispielen als separate Einheiten ausgebildet, die unabhängig voneinander in einer Schalung zur Herstellung des tragenden Bauwerksteils 2 und des auskragenden Baukörpers 3 angeordnet werden können. Dadurch können die
Abstände e und f sowie der Abstand i individuell auf die Einbauverhältnisse und die zu übertragenden Kräfte abgestimmt werden.
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Vorteilhaft ist der Massenschwerpunkt S2 einer druckkraftübertragenden Struktur 9 nicht mittig in horizontaler Richtung zwischen den Massenschwerpunkien SI von zwei zugkraftübertragenden Strukturen 8 angeordnet. Vorteilhaft ist jeder zugkraftübertra- genden Struktur 8 genau eine druckkraftûbertragende Struktur 9 zugeordnet,
Die Ausführungsbeispiele nach den Figuren 14 bis 16 zeigen Ausführungen, bei denen die erste Tragstruktur 4 eine Deckenplatie bildet und die zweiten Tragstrokturen 5a und 5b von der Deckenplatte nach unten gerichtete Wangen bilden. Der auskragende Bau- körper 3 bildet in diesen Ausführungsbeispielen jeweils ein Vordach an einer Tür-
Öffnung 28.
Die zweiten Abschnitte 11 der zugkraftübertragenden Strukturen 8 sind teilweise in der ersten Tragstruktur 4 eingebettet, Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 ist jeweils ein
Zugstab 18 einer zugkraftübertragenden Struktur 8 in der ersten Tragstruktur 4 ein- gebettet und weitere zwei Zugstäbe 18 sind in der zweiten Tragstruktur 5a bzw. in der zweiten Tragstruktur Sb eingebettet, Die Zugstäbe 18 sind übereinander angeordnet und verlaufen parallel zueinander und insbesondere in der gleichen vertikal verlaufenden
Ebene.
Die zweiten Tragstrukturen Sa, Sb weisen eine kleinste Breite b auf. Die zweiten Ab- schnitte 13 der druckkraftübertragenden Strukturen 9 sind an einem Bereich der zweiten
Tragstruktur Sa, Sb eingebeitet, der eine vergrößerte Breite b' aufweist, Die Breite b' entspricht insbesondere mindestens einer Breite w der Auflagefläche 35 des Auflage- winkels 24.
Die erste Tragstruktur 4 weist eine kleinste Dicke a auf, die im Ausführungsbeispiel konstant ist.
Die ersten kraftübertragenden Strukturen 8 weisen zueinander den Abstand e auf, der kleiner als ein Abstand f der druckkraftübertragenden Strukturen 9 ist. Demnach ist der
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Abstand der zumindest teilweise in der ersten Tragstruktur 4 eingebetteten kraftüber- tragenden Strukturen kleiner als der Abstand der in den zweiten Tagstrukturen 5a, Sb eingebetteten kraftübertragenden Strukturen. Die Massenschwerpunkte der kraftüber- tragenden Strukturen 8 und 9 weisen zueinander den Abstand c auf. Der Abstand c ist im Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 vergleichsweise klein.
Fig. 15 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die ersten Abschnitte 11 der zugkraft- übertragenden Strukturen 8 vollständig in der ersten Tragstruktur eingebettet sind. Die
Zugstäbe 18 verlaufen nebeneinander.
Die erste Tragstruktur 4 ist im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 mit vergrößerter kleinster Dicke a ausgeführt, Die kleinste Dicke a ist größer als die kleinste Dicke b der zweiten Tragstrukturen Sa und Sb. Die kleinste Dicke a kann beispielsweise etwa der vergrößerten Breite b' der zweiten Tragstrukturen 5a oder 5b entsprechen.
Die ersten kraftübertragenden Strukturen 8 weisen zueinander den Abstand e auf, der kleiner als ein Abstand f der druckkraftübertragenden Strukturen 9 ist. Die Massen- schwerpunkte der kraftübertragenden Strukturen 8 und 9 weisen zueinander den Ab- stand € auf.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 16 sind die zweiten Tragstrukturen 5a und 5b zur
Vertikalen geneigt. Jede zweite Tragstruktur Sa, Sb schließt mit der vertikalen Richtung bei Blickrichtung senkrecht auf die Anschlussfläche 32 des tragenden Bauwerksteils 2 einen Winkel à ein. Der Winkel o beträgt insbesondere weniger als 60°, insbesondere höchstens 45°, bevorzugt höchstens 30°. Unterschiedliche Winkel a für die beiden
Tragstrukturen 5a und Sb können vorteilhaft sein. Im Ausführungsbeispiel sind die
Tragstrukturen Sa und 5b in gegensätzliche Richtungen geneigt.
Die Massenschwerpunkte S1 und S2 von zugeordneten kraftübertragenden Strukturen 8 und 9 weisen im Ausführungsbeispiel nach Fig. 16 jeweils einen Abstand c zueinander
26 BE2024/5530 auf. Der Abstand c ist aufgrund der Neigung der zweiten Tragstrukturen 5a und Sb zur
Vertikalen gegenüber dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel vergrößert.
Die zugkraftübertragenden Strukturen 8 sind in den Ausfihrungsbeispielen nach den
Figuren 15 und 16 gegenüber den vorangegangenen Ausführungsbeispielen gedreht an- geordnet. Die Zugstäbe 18 verlaufen nebeneinander in einer horizontal angeordneten
Ebene. Alle Zugstäbe 18 sind in der ersten Tragstruktur 4 angeordnet,
Die Abstände und Dicken entsprechen vorteilhaft bei Ausführung der ersten Trag- struktur 4 als Deckenplatte den zu den Ausführungen als Bodenplatte angegebenen
Größen. Die Gestaltung der Anschlussvorrichtung 7 entspricht vorteilhaft in zu einzelnen Figuren nicht näher beschriebenen Merkmalen der Ausführung der voran- gegangenen Ausführungsbeispiele, auf die zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen wird.
Claims (18)
1. Bauwerk mit einem tragenden Bauwerksteil (2) und mindestens einem an dem Bauwerksteil (2) festgelegten, auskragenden Baukörper (3), wobei das Bauwerk (1) eine Anschlussanordnung (7) zum nachträglichen Anschluss des auskragen- den Baukörpers (3) an das tragende Bauwerksteil (2) aufweist, wobei die An- schlussanordnung (7) mindestens eine zugkraftübertragende Struktur (8) auf- weist, die zur Übertragung von zwischen dem auskragenden Baukörper (3) und dem tragenden Bauwerksteil (2) auftretenden Zugkräften ausgelegt ist, und wo- bei die Anschlussanordnung (7) mindestens eine druckkraftübertragende Struk- tur (9) aufweist, die zur Übertragung von zwischen dem auskragenden Baukör- per (3) und dem tragenden Bauwerksteil (2) auftretenden Druckkräften ausgelegt ist, wobei die zugkraftübertragende Struktur (8) und die mindestens eine druck- kraftübertragende Struktur (9) jeweils einen ersten, mit dem tragenden Bau- werksteil (2) kraftübertragend verbundenen Abschnitt (10, 12) und jeweils einen zweiten, im auskragenden Baukörper (3) verlaufenden Abschnitt (11, 13) auf- weisen, wobei die ersten Abschnitte (10) und die zweiten Abschnitte (11) der zugkraftübertragenden Struktur (8) über mindestens eine erste Verbindungs- einrichtung (14) miteinander verbunden sind, wobei die ersten Abschnitte (12) und die zweiten Abschnitte (13) der druckkraftübertragenden Struktur (9) über mindestens eine zweite Verbindungseinrichtung (15) miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungseinrichtungen (14, 15) dazu ausgebildet sind, eine Anbindung des auskragenden Baukörpers (3) an das tragende Bauwerksteil (2) nach Verbindung der ersten Abschnitte (10, 12) mit dem tragenden Bauwerksteil (2) und nach Einbettung der zweiten Abschnitte (11, 13) in den auskragenden Baukörper (3) zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass der auskragende Baukörper (3) mindestens eine erste Tragstruktur (4) und mindestens eine einteilig mit der ersten Tragstruktur (4) ausgebildete zweite Tragstruktur (5a, 5b) aufweist, dass der auskragende
Baukörper (3) ein Fertigteil aus Beton ist, dass die mindestens eine erste Trag- struktur (4) des auskragenden Baukörpers (3) eine kleinste Dicke (a) von höchstens 150 mm aufweist, und - dass die erste Tragstruktur (4) eine Bodenplatte bildet und die mindestens eine zweite Tragstruktur (5a, 5b) eine von der Bodenplatte aufsteigende Wange, wobei der zweite Abschnitt (11) der mindestens einen zugkraftübertragenden Struktur (8) in der mindestens einen zweiten Tragstruktur (5a, 5b) eingebettet ist, und wobei der zweite Abschnitt (13) der mindestens einen druckkraftübertragenden Struktur (9) in der mindestens einen ersten Tragstruktur (4) eingebettet ist oder - dass die erste Tragstruktur (4) eine Deckenplatte bildet und die mindestens eine zweite Tragstruktur (5a, 5b) eine von der Deckenplatte nach unten gerichtete Wange, wobei der zweite Abschnitt (11) der mindestens einen zugkraftübertragenden Struktur (8) zumindest teilweise in der mindestens einen ersten Tragstruktur (4) eingebettet ist, und wobei der zweite Abschnitt (13) der mindestens einen druckkraftübertragenden Struktur (9) in der mindestens einen zweiten Tragstruktur (5a, 5b) eingebettet ist.
2. Bauwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kleinste Dicke (a) der mindestens einen ersten Tragstruktur (4)höchstens 130 mm, insbesondere höchstens 100 mm beträgt.
3. Bauwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kleinste Dicke (a) der mindestens einen ersten Tragstruktur (4) mindestens 50 mm, insbesondere mindestens 80 mm beträgt.
4. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Tragstruktur (5a, 5b) des auskragenden Baukôrpers (3) eine kleinste Dicke (b) von höchstens 130 mm,
insbesondere von höchstens 120 mm, vorteilhaft von höchstens 100 mm auf- weist und dass die kleinste Dicke (b) der mindestens einen zweiten Tragstruktur (5a, 5b) insbesondere mindestens 80 mm beträgt. 5 Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zugkraftübertragende Struktur (8) einen ersten Massenschwerpunkt (S1) aufweist, dass die mindestens eine zugeordnete druckkraftübertragende Struktur (9) einen zweiten Massenschwer- punkt (S2) aufweist und dass ein bei Blickrichtung senkrecht auf eine An- schlussfläche (32) des tragenden Bauwerksteils (2) in horizontaler Richtung ge- messener Abstand (c) von erstem Massenschwerpunkt (S1) und zweitem Massenschwerpunkt (S2) mindestens 5 cm beträgt, wobei die Anschlussfläche (32) die Fläche des tragenden Bauwerksteils (2) ist, durch die die zug- und druckkraftübertragenden Strukturen (8, 9) ragen.
6. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zugkraftübertragende Struktur (8) einen ersten Massenschwerpunkt (S1) aufweist, dass die mindestens eine zu- geordnete druckkraftübertragende Struktur (9) einen zweiten Massenschwer- punkt (S2) aufweist und dass ein in vertikaler Richtung gemessener Abstand (m) von erstem Massenschwerpunkt (S1) und zweitem Massenschwerpunkt (S2) mindestens 25 cm, insbesondere mindestens 40 cm beträgt.
7. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauwerk (1) mindestens zwei zugkraftübertra- gende Strukturen (8), insbesondere genau zwei zugkraftübertragende Strukturen (8), und mindestens zwei druckkraftübertragende Strukturen (9), insbesondere genau zwei druckkraftübertragende Strukturen (9), aufweist.
8. Bauwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zugkraftübertragenden Strukturen (8)
und die beiden zugeordneten druckkraftübertragenden Strukturen (9) jeweils ei- nen in horizontaler Richtung gemessenen Abstand (e, f) zueinander aufweisen, wobei der Abstand (e) der in den zweiten Tragstrukturen (5a, 5b) angeordneten kraftübertragenden Strukturen (8, 9) größer als der Abstand (f) der zumindest teilweise in der ersten Tragstruktur (4) angeordneten kraftübertragenden Strukturen (9, 8) ist.
9. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede zugkraftübertragende Struktur (8) und jede druckkraftübertragende Struktur (9) der Anschlussanordnung (7) jeweils als se- parate Einheit ausgebildet ist, die bei der Herstellung des Bauwerks (1) unab- hängig von anderen zugkraftübertragenden Strukturen (8) und von anderen druckkraftübertragenden Strukturen (9) in einer Schalung positionierbar ist.
10. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem tragenden Bauwerksteil (2) und dem auskragenden Baukörper (3) eine Trennfuge (6) gebildet ist, die von den zugkraftübertragenden Strukturen (8) und von den druckkraftübertragenden Strukturen (9) überbrückt wird.
11. Bauwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussanordnung (7) in der Trennfuge (6) angeordnetes Isoliermaterial, insbesondere mindestens einen in der Trennfuge (6) angeordneten Isolierkörper (16), umfasst.
12. Bauwerk nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Verbindungseinrichtung (14, 15), insbesondere alle Verbindungseinrichtungen (14, 15) zumindest teilweise auBer- halb der Trennfuge (6) angeordnet sind.
13. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die druckkraftübertragende Struktur (9) eine Anla- gefläche (34) umfasst, an der sich der auskragende Baukörper (3) in horizontaler Richtung abstützt.
14. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die druckkraftübertragende Struktur (9) eine Auf- lagefläche (35) umfasst, auf der sich der auskragende Baukörper (3) in vertikaler Richtung abstützt.
15. Bauwerk nach den Ansprüchen 10 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfuge (6) eine vertikal verlaufende ge- dachte Begrenzungsfläche (38) aufweist, die den Beton des auskragenden Bau- körpers (3) berührt und nicht schneidet, und dass die Auflagefläche (35) voll- ständig auf der dem tragenden Bauwerksteil (2) entfernt liegenden Seite der Begrenzungsfläche (38) angeordnet sind.
16. Bauwerk nach den Ansprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (34) und die Auflagefläche (35) an einem Auflagewinkel (24) ausgebildet sind.
17. Bauwerk nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die druckkraftübertragende Struktur (9) mindes- tens ein Querkraftelement (23) umfasst, das unmittelbar an dem Auflagewinkel (24) fixiert ist.
18. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein erster Abschnitt (10) einer zug- kraftübertragenden Struktur (8) mindestens einen abgebogen verlaufenden Zugstab (17) umfasst, der insbesondere vollständig in einer Wand (22) des tragenden Bauwerksteils (2) verläuft.
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