BE1029397B1 - Werkzeugmaschine zur Herstellung eines Werkstücks vordefinierter Länge - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine (1) zur Herstellung eines Werkstücks (2) vordefinierter Länge, mit einem Gestell (3) zur Aufnahme des Werkstücks (2), welches sich in einer Längsrichtung (X) erstreckt und konfiguriert ist, das Werkstück (2) in der Längsrichtung (X) zumindest abschnittsweise zu führen, wobei die Werkzeugmaschine (1) ein Trennwerkzeug (4) umfasst, um das aufgenommene Werkstück (2) in einer Bearbeitungsposition zu durchtrennen, wobei die Werkzeugmaschine (1) ein antreibbares Anschlagelement (5) aufweist, welches an dem Gestell (3), vorzugsweise in der Längsrichtung (X), verschiebbar gelagert ist, um das aufgenommene Werkstück (2) in die Bearbeitungsposition zu bewegen, und wobei die Werkzeugmaschine (1) zumindest ein betätigbares Schlittenelement (6) aufweist, welches an dem Gestell (3), vorzugsweise in der Längsrichtung (X), verschiebbar gelagert ist und konfiguriert ist, das aufgenommene Werkstück (2) bei Bewegung durch das antreibbare Anschlagelement (5) zu führen.
Description
BESCHREIBUNG Werkzeugmaschine zur Herstellung eines Werkstücks vordefinierter Länge Die vorliegende Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine zur Herstellung, vorzugsweise zum Ablängen, eines Werkstücks vordefinierter Länge, mit einem Gestell zur Aufnahme des Werkstücks, welches sich in einer Längsrichtung erstreckt und konfiguriert ist, das Werkstück in der Längsrichtung zumindest abschnittsweise zu führen.
Werkzeugmaschinen zum Schneiden von Werkstücken wie beispielsweise Tragschienen sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Konfigurationen aus dem Stand der Technik bekannt. Das herzustellende oder zu bearbeitende Werkstück muss hierbei häufig aufwendig per Hand in das Werkzeug eingelegt werden. Dies trifft vor allem für Werkzeugmaschinen zu, welche zum Schneiden oder Durchtrennen von länglichen Stangenprofilen vorgesehen sind.
Beispielsweise ist aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr. DE 10 2015 211692 A1 ein Ablängsystem zum Ablängen von Werkstücken auf eine gewünschte Länge und eine Bearbeitungseinrichtung mit einem Längsanschlag und einem Trennwerkzeug bekannt. Der Längsanschlag ist zur Einstellung der bestimmten Länge des Werkstücks zur Bearbeitungsrichtung hin verschiebbar gelagert. Ein Entfernungsmessgerät dient zur Ermittlung der gewünschten Länge. Das Entfernungsmessgerät steht mit der Bearbeitungseinrichtung über jeweils ein Kommunikationsmodul in einer drahtlosen oder drahtgebundenen Kommunikationsverbindung. Zur Verschiebung des Längsanschlags ist ein Aktuator vorgesehen, welcher in Abhängigkeit der von dem Entfernungsmessgerät erfassten Entfernung die Wunschlänge einstellt. Auf der Werkstückauflage sind Seitenanschläge fest angeordnet, gegen welche das zu bearbeitende Werkstück anlegbar ist.
In der europäischen Patentschrift Nr. EP 1837 110B1 ist eine Anschlagschiene für eine Formatkreissäge beschrieben, welche mittels eines Drehlagers relativ zu der Schnittebene verschwenkt werden kann. Eine erste Längsanschlagfläche und eine zweite Längsanschlagfläche ist jeweils über einen Aktuator in Form einer Gewindespindel unabhängig beweglich und arretierbar entlang der Längsrichtung der Anschlagschiene geführt, um eine Positionierung des Werkstücks entsprechend zweier zuzuschneidender Mafe vorzunehmen.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Werkzeugmaschine zur Herstellung, vorzugsweise zum Ablängen, eines Werkstücks vordefinierter Länge bereitzustellen, welche hinsichtlich Handhabung und Bedienung verbessert ist. Vor allem soll die Werkzeugmaschine durch eine optimierte Herstellung von länglichen Werkstücken, wie vorzugsweise Tragschienen, gekennzeichnet sein. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausführungsbeispiele und Anwendungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und werden in der folgenden Beschreibung unter teilweiser Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Die Erfindung betrifft nach einem allgemeinen Gesichtspunkt eine Werkzeugmaschine zur Herstellung, vorzugsweise zum Ablängen, eines Werkstücks, vorzugsweise einer Tragschiene, vordefinierter Länge, mit einem Gestell zur Aufnahme des Werkstücks, welches sich in einer Längsrichtung erstreckt und konfiguriert ist, das Werkstück, das heißt das aufgenommene Werkstück, in der Längsrichtung zumindest abschnittsweise zu führen, wobei die Werkzeugmaschine ein Trennwerkzeug umfasst, um das aufgenommene Werkstück in einer Bearbeitungsposition zu durchtrennen, wobei die Werkzeugmaschine ein antreibbares Anschlagelement aufweist, welches an dem Gestell, vorzugsweise in der Längsrichtung, verschiebbar gelagert ist, um das aufgenommene Werkstück in die Bearbeitungsposition zu bewegen, und wobei die Werkzeugmaschine zumindest ein betätigbares Schlittenelement aufweist, welches an dem Gestell, vorzugsweise im Wesentlichen in der Längsrichtung, verschiebbar gelagert ist und konfiguriert ist, das aufgenommene Werkstück bei Bewegung durch das antreibbare Anschlagelement zu führen.
Die Werkzeugmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung ist beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass zum Führen eines aufgenommenen Werkstücks anstelle von starr fixierten, das heißt nicht-beweglichen Anschlägen, Banden oder Rampen zumindest ein bewegbares Führungselement verwendet wird, welches sich zusammen mit dem aufgenommenen Werkstück zumindest abschnittsweise in einer Richtung bewegt und dieses führt. Dadurch kann vor allem bei vergleichsweise langen und/oder stangenförmigen Werkstücken, wie beispielsweise Tragschienen mit einer Ausgangslänge von beispielsweise 2000mm, eine störungsfreie und positionsgenaue Zuführung des Werkstücks zum Trennwerkzeug gewährleistet werden. Die Werkzeugmaschine kann daher vorzugsweise zur Herstellung von stabförmigen und/oder stangenförmigen Werkstücken in Form einer Durchtrennung dieser Werkstücke konfiguriert sein, um ein Werkstück von vordefinierter Länge herzustellen. Mit der Werkzeugmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung ist es möglich, das Werkstück automatisiert auf die vordefinierte Länge zu schneiden.
Das Trennwerkzeug kann vorzugsweise konfiguriert sein, dass das Werkstück in der Längsrichtung durch das Trennwerkzeug durchgeführt werden kann. Mit anderen Worten kann das Trennwerkzeug eine Durchgangsöffnung oder einen Durchgangskanal aufweisen, in welchem das Durchtrennen des aufgenommenen Werkstücks erfolgt. Das Trennwerkzeug kann einen Klemmmechanismus aufweisen, um das Werkstück zumindest während des Durchtrennens zumindest abschnittsweise zu lösbar zu befestigen. Das antreibbare Anschlagelement kann beispielsweise hydraulisch oder mittels eines Elektromotors angetrieben werden. Das antreibbare Anschlagelement kann einen Halteabschnitt aufweisen, um ein freies Ende des Werkstücks beispielsweise mittels Klemmverbindungen oder mittels Steckverbindungen an dem Halteabschnitt lösbar befestigen zu können. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine betätigbare Schlittenelement konfiguriert ist, über zumindest einen Kontaktabschnitt des zumindest einen betätigbaren Schlittenelements von dem aufgenommenen Werkstück betätigt zu werden. Das Werkstück kann somit selbst das zumindest eine betätigbare Schlittenelement in Bewegung versetzen und es ist beispielsweise kein zusätzlicher Antrieb notwendig. Hierzu kann das zumindest eine betätigbare Schlittenelement entsprechend an dem Gestell verschiebbar gelagert sein. Der zumindest eine Kontaktabschnitt kann beispielsweise bolzenförmig oder plattenförmig flach oder plattenförmig gewölbt ausgebildet sein, mit welchem das aufgenommene Werkstück zumindest abschnittsweise kontaktiert. Es ist möglich, dass zumindest ein Kontaktabschnitt, vorzugsweise zumindest ein weiterer Kontaktabschnitt, des zumindest einen betätigbaren Schlittenelements für das aufgenommene Werkstück einen Anschlag bildet, vorzugsweise quer zu der Längsrichtung. Dadurch kann eine definierte und/oder genaue Position des aufgenommenen Werkstücks zu dem Gestell und/oder zu dem Trennwerkzeug, vorzugsweise vor dem Durchtrennen des Werkstücks durch das Trennwerkzeug, gewährleistet werden. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine betätigbare Schlittenelement in der Längsrichtung zwischen dem antreibbaren
Anschlagelement und dem Trennwerkzeug verschiebbar gelagert ist. Damit kann vor allem bei vergleichsweise langen und dünnen Werkstücken eine gleichmäßige Lagerung und Führung des aufzunehmenden Werkstücks gewährleistet werden.
Es ist möglich, dass die Werkzeugmaschine zumindest eine Lichtschranke aufweist, welche an dem Trennwerkzeug angeordnet ist und konfiguriert ist, durch zumindest ein zu dem aufgenommenen Werkstück gesendetes und von dem aufgenommenen Werkstück reflektiertes oder nicht- reflektiertes Lichtsignal zumindest eine Nullposition an dem aufgenommenen Werkstück zu ermitteln oder für die Bearbeitung durch das Trennwerkzeug festzulegen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Werkzeugmaschine eine Steuerungs- und Regelungseinheit aufweist, welche zumindest mit dem Trennwerkzeug, dem antreibbaren Anschlagelement und der Lichtschranke über eine Signalverbindung verbunden ist, wobei die Steuerungs- und Regelungseinheit konfiguriert ist, über die Signalverbindung das antreibbare Anschlagelement zu aktivieren, um das aufgenommene Werkstück translatorisch in die Bearbeitungsposition zu bewegen, vorzugsweise zu schieben, vorzugsweise in Abhängigkeit zumindest eines zu dem aufgenommenen Werkstück gesendetes und von dem aufgenommenen Werkstück reflektiertes oder nicht-reflektiertes Lichtsignal einer Lichtschranke.
Es ist möglich, dass die Werkzeugmaschine eine Anzeige- und Bedieneinheit aufweist, welche zumindest mit der Steuerungs- und Regelungseinheit über eine Signalverbindung verbunden ist und konfiguriert ist, zumindest die vordefinierte Länge des Werkstücks abzufragen. Die Anzeige- und Bedieneinheit kann beispielsweise als Touchscreen ausgebildet sein.
Die Signalverbindung kann eine drahtgebundene oder eine drahtlose Signalverbindung sein.
Es ist möglich, dass die Werkzeugmaschine zumindest eine Sensoreinheit aufweist, um das Vorhandensein eines aufgenommenen Werkstücks zumindest zu einem ersten Zeitpunkt und zu einem zweiten Zeitpunkt zu erfassen. Die zumindest eine Sensoreinheit kann beispielsweise einen induktiven Sensor umfassen.
Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Sensoreinheit an dem zumindest einen betätigbaren Schlittenelement angeordnet ist.
Es ist möglich, dass das Gestell zumindest abschnittsweise als Tisch ausgebildet ist, welcher eine Arbeitsplatte zur Aufnahme des Werkstücks aufweist, wobei vorzugsweise an der Arbeitsplatte eine im Wesentlichen in der Längsrichtung erstreckende Nut oder Aussparung zur verschiebbaren Lagerung des zumindest einen betätigbaren Schlittenelements und/oder zur Führung des 5 antreibbaren Anschlagelements ausgebildet ist. Es ist zu erwähnen, dass vorzugsweise das aufgenommene Werkstück selbst nicht mit dem Tisch, das heißt der Arbeitsplatte des Tisches, kontaktiert. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Gestell zwischen dem antreibbaren Anschlagelement und dem Trennwerkzeug einen Aufnahmeabschnitt für das Werkstück aufweist, welcher sich in der Längsrichtung mindestens 2000mm erstreckt. Damit können, wie oben bereits beschrieben, vergleichsweise lange und dünne Werkstücke in Form von Tragschienen an der Werkzeugmaschine aufgenommen und durch die Werkzeugmaschine hergestellt werden.
Es ist möglich, dass das antreibbare Anschlagelement zur lösbaren Befestigung zumindest eines Abschnitts des aufgenommenen Werkstücks ausgebildet und/oder konfiguriert ist. Das antreibbare Anschlagelement kann hierzu einen Steckabschnitt und/oder einen Klemmabschnitt, vorzugsweise mit einer Klemmeinrichtung, umfassen. Der zumindest eine Abschnitt des aufgenommenen Werkstücks kann vorzugsweise ein freies Ende des aufgenommenen Werkstücks sein. Somit wird das aufgenommene Werkstück beispielsweise nur von dem antreibbaren Anschlagelement und dem Schlittenelement getragen. Die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele und Merkmale der vorliegenden Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar. Weitere oder andere Einzelheiten und vorteilhafte Wirkungen der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der Werkzeugmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung; Fig. 2 eine Frontansicht der in Figur 1 dargestellten Werkzeugmaschine; Fig. 3 eine Draufsicht der in Figur 1 dargestellten Werkzeugmaschine; und Fig. 4 eine Seitenansicht (Seitenansicht von links) der in Figur 1 dargestellten Werkzeugmaschine.
Gleiche oder funktional äquivalente Komponenten oder Elemente sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet. Zu deren Erläuterung wird teilweise auch auf die Beschreibung anderer Ausführungsbeispiele und/oder Figuren verwiesen, um Wiederholungen zu vermeiden.
Die folgende detaillierte Beschreibung der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele dient zur näheren Veranschaulichung oder Verdeutlichung und soll den Umfang der vorliegenden Erfindung in keiner Weise beschränken.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines schematisch dargestellten ersten Ausführungsbeispiels der Werkzeugmaschine 1 gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Werkzeugmaschine 1 ist zur Herstellung eines Werkstücks 2 vordefinierte Länge konfiguriert und wird nachfolgend näher beschrieben. In Figur 1 ist die Werkzeugmaschine 1 mit einem aufgenommenen Werkstück 2 dargestellt.
Das Werkstück 2 kann vorzugsweise eine Tragschiene entsprechender Länge sein. Besonders bevorzugt kann das Werkstück 2 als Norm-Tragschiene NS 35/15 (sogenannte „DIN-Schiene mit Hut-Profil“) ausgebildet sein. Die Werkzeugmaschine 1 kann konfiguriert sein, Werkstücke 2 in Form von Tragschienen mit einer Ausgangslänge von beispielsweise 2000mm zu bearbeiten.
Die Werkzeugmaschine 1 weist ein Gestell 3 zur Aufnahme des Werkstücks 2 auf. Das Gestell 3 erstreckt sich im Wesentlichen in einer Längsrichtung X der Werkzeugmaschine 1 und ist konfiguriert, das aufgenommene Werkstück 2 in der Längsrichtung X zumindest abschnittsweise zu führen. Ferner trägt das Gestell 3 das herzustellende aufgenommene Werkstück 2 über die nachfolgend beschriebenen weiteren Komponenten und Elemente. Das Gestell 3 ist vorzugsweise als Tisch ausgebildet oder weist zumindest eine im Wesentlichen planare Arbeitsplatte 3P auf. Dadurch wird beispielsweise gewährleistet, dass das Werkstück 2 zur Bearbeitung von zumindest zwei Seiten der Werkzeugmaschine 1 in die Werkzeugmaschine 1 eingelegt werden kann.
In der Arbeitsplatte 3P erstreckt sich im Wesentlichen in der Längsrichtung X eine Nut 3NA oder eine Aussparung 3NA zur Lagerung und Führung entsprechender weiterer Komponenten und Elemente der Werkzeugmaschine 1. Das Gestell 3 kann beispielsweise aus Gusseisen, Stahl oder aus einem Leichtmetall hergestellt sein und eine entsprechend ausreichende Festigkeit und Steifigkeit aufweisen.
Die Werkzeugmaschine 1 umfasst ein Trennwerkzeug 4, welches vorzugsweise als Schneidwerkzeug 4 ausgebildet ist.
Das Schneidwerkzeug 4 kann beispielsweise ein Laserstrahl-Schneidwerkzeug oder ein Wasserstrahl-Schneidwerkzeug sein.
Weitere oder andere Ausführungen und Konfigurationen von Schneidwerkzeugen sind möglich.
So ist es beispielsweise möglich, dass das Trennwerkzeug 4 als eine Säge ausgebildet ist.
Das Trennwerkzeug 4 ist in der Längsrichtung X an einer Stirnseite 3S des Gestells 3 angeordnet.
Das Trennwerkzeug 4 ist konfiguriert, das aufgenommene Werkstück 2 durch das Trennwerkzeug 4 durchführen zu können.
Mit anderen Worten umfasst das Trennwerkzeug 4 eine im Wesentlichen in der Längsrichtung X erstreckende Durchgangsöffnung zur Durchführung des aufgenommenen Werkstücks 2 (in Figur 1 nicht näher dargestellt). Das Werkstück 2 kann in einer Bearbeitungsposition von dem Trennwerkzeug 4 durchtrennt, vorzugsweise durchgeschnitten, werden.
Vorzugsweise wird das Werkstück 2 in dem oder innerhalb des Trennwerkzeugs 4 und in einer Bearbeitungsposition durchtrennt, das heißt wenn sich das Werkstück 2 in einer entsprechenden Position befindet.
Die Werkzeugmaschine 1 umfasst ein antreibbares Anschlagelement 5. Das antreibbare Anschlagelement 5 umfasst zwei plattenförmig ausgebildete Abschnitte, welche im Wesentlichen in einem rechten Winkel zueinander angeordnet sind.
Es ist möglich, dass das antreibbare Anschlagelement 5 als Biege-und/oder Stanzteil ausgebildet ist.
Das antreibbare Anschlagelement 5 weist vorzugsweise einen Halteabschnitt 5A auf, um ein freies Ende des Werkstücks 2 beispielsweise mittels Klemmverbindungen oder mittels Steckverbindungen (in Figur 1 nicht sichtbar) an dem Halteabschnitt 5A lösbar befestigen zu können.
Der Halteabschnitt 5A kann hierzu abstehende oder weg ragende Steckbolzen oder Wandabschnitte (in Figur 1 nicht sichtbar) aufweisen, welche mit dem Werkstück 2 zumindest abschnittsweise eine formschlüssige Verbindung ausbilden können.
Das antreibbare Anschlagelement 5 ist abschnittsweise in der Nut 3NA oder in der Aussparung 3NA, welche sich im Wesentlichen in der Längsrichtung X erstreckt, verschiebbar gelagert.
Das antreibbare Anschlagelement 5 kann von einer Antriebseinheit, beispielsweise einem Elektromotor oder einer Hydraulikpumpe (in Figur 1 nicht sichtbar), aktiviert werden, um sich in der Nut 3NA oder in der Aussparung 3NA geführt im Wesentlichen in der Längsrichtung X zu bewegen.
Das antreibbare Anschlagelement 5 ist dazu vorgesehen, ein aufgenommenes Werkstück 2 in die
Bearbeitungsposition zu bewegen. Mit anderen Worten bewegt das antreibbare Anschlagelement das aufgenommene Werkstück 2 in Richtung des Trennwerkzeugs 4. Die Werkzeugmaschine 1 umfasst ein betätigbares Schlittenelement 6. Es ist möglich, dass die 5 Werkzeugmaschine 1 gemäß eines weiteren oder eines anderen Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung mehrere betätigbare Schlittenelemente 6 aufweist. Die Anzahl der betätigbaren Schlittenelemente 6 kann beispielsweise in Abhängigkeit der vordefinierten Länge (Ausgangslänge) der herzustellenden Werkstücke 2 gewählt werden.
Das betätigbare Schlittenelement 6 ist an dem Gestell 3, das heißt an der Arbeitsplatte 3P in der sich im Wesentlichen in der Längsrichtung X erstreckenden Nut 3NA oder Aussparung 3NA verschiebbar gelagert und konfiguriert, das aufgenommene Werkstück 2 bei Bewegung durch das antreibbare Anschlagelement 5 zu führen, was nachfolgend noch näher beschrieben wird. Somit ist die Werkzeugmaschine 1 beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass keine starr fixierten, nicht- beweglichen Anschläge, Banden oder Rampen zum Führen eines aufgenommenen Werkstücks 2 verwendet werden, sondern ein Führungselement vorhanden ist, welches sich zusammen mit dem aufgenommenen Werkstück 2 zumindest abschnittsweise in einer Richtung bewegt. Vorzugsweise ist das betätigbare Schlittenelement 6 in der Längsrichtung X zwischen dem antreibbaren Anschlagelement 5 und dem Trennwerkzeug 4 verschiebbar gelagert.
Das betätigbare Schlittenelement 6 umfasst einen ersten Kontaktabschnitt 6A und einen zweiten Kontaktabschnitt 6B. Der zweite Kontaktabschnitt 6B ist in der Nut 3NA oder in der Aussparung 3NA verschiebbar gelagert und abschnittsweise plattenförmig ausgebildet. Der zweite Kontaktabschnitt 6B bildet unter anderem für das aufgenommene Werkstück 2 einen Anschlag quer zu der Längsrichtung X, das heißt eine Begrenzung.
Das betätigbare Schlittenelement 6 kann beispielsweise durch eine Gleitlagerung verschiebbar gelagert sein. Alternativ ist es möglich, dass das betätigbare Schlittenelement 6 über eine Wälzlagerung verschiebbar gelagert (in den Figuren nicht sichtbar). Der erste Kontaktabschnitt 6A ist konfiguriert, von dem aufgenommenen Werkstück 2 betätigt zu werden. Mit anderen Worten kann das aufgenommene Werkstück 2 selbst durch Kontaktierung mit dem ersten Kontaktabschnitt 6A das betätigbare Schlittenelement 6 in Bewegung versetzen. Der erste Kontaktabschnitt 6A kann beispielsweise zumindest einen abstehenden Bolzen aufweisen, welcher zumindest abschnittsweise mit dem aufgenommenen Werkstück 2 kontaktiert.
Die Werkzeugmaschine 1 umfasst eine Sensoreinheit 10. Die Sensoreinheit 10 ist konfiguriert, das Vorhandensein eines aufgenommenen Werkstücks 2 zumindest zu einem ersten Zeitpunkt und zu einem zweiten Zeitpunkt zu erfassen. Dadurch kann beispielsweise sichergestellt werden, dass die Werkzeugmaschine 1 den Herstellungsvorgang, das heißt den Trennvorgang oder den Schneidvorgang des Werkstücks 2, nur bei einem aufgenommenen Werkstück 2 startet. Vorzugsweise ist die Sensoreinheit 10, wie in Figur 1 dargestellt, an dem betätigbaren Schlittenelement 6 angeordnet. In alternativen Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung kann die Sensoreinheit 10 beispielsweise auch am Eingangsbereich des Trennwerkzeugs 4 angeordnet sein.
Die Werkzeugmaschine 1 umfasst eine Lichtschranke 7. Die Lichtschranke 7 ist vorzugsweise an dem Trennwerkzeug 4 angeordnet und konfiguriert, durch zumindest ein zu dem aufgenommenen Werkstück 2 gesendetes oder von dem aufgenommenen Werkstück 2 reflektiertes oder nicht- reflektiertes Lichtsignal LS zumindest eine Nullposition an dem aufgenommenen Werkstück 2 zu ermitteln oder für die Bearbeitung durch das Trennwerkzeug 4 festzulegen. Die Werkzeugmaschine 1 umfasst eine Steuerungs- und Regelungseinheit 9. Die Steuerungs- und Regelungseinheit 9 weist vorzugsweise elektronische Hardwarekomponenten (zum Beispiel CPU, RAM, ROM, Bussystem, Bussystem, etc.) und Softwarekomponenten (echtzeitfähiges Betriebssystem, Anwendungsprogramm zur Steuerung und/oder Regelung des Trennwerkzeugs 4 und des antreibbaren Anschlagelements 5, etc.) auf. Die Steuerungs- und Regelungseinheit 9 ist zumindest mit dem Trennwerkzeug 4, dem antreibbaren Anschlagelement 5, der Lichtschranke 7, der Sensoreinheit 10, dem betätigbaren Schlittenelement 6 und der Anzeige- und Bedieneinheit 8 über eine Signalverbindung S verbunden. Die Signalverbindung S kann eine drahtgebundene oder eine drahtlose Signalverbindung S sein. Über die Steuerungs- und Regelungseinheit 9 kann eine entsprechend abgestimmte Aktivierung der jeweiligen Komponenten und Elemente der Werkzeugmaschine 1 stattfinden. Die Anzeige- und Bedieneinheit 8 kann beispielsweise als Touchscreen ausgebildet sein, über welchen Parameter zu dem herzustellenden Werkstück 2, vorzugsweise zur vordefinierten Länge des Werkstücks 2, und Einstellungen zum Betrieb der Werkzeugmaschine 1 abgefragt und eingegeben werden. Die Werkzeugmaschine 1 ist vorzugsweise konfiguriert und/oder ausgebildet, Werkstücke 2 mit einer Ausgangslänge von beispielsweise 2000mm zu bearbeiten. Mit anderen Worten erstreckt sich somit ein Aufnahmeabschnitt 3A des Gestells 3 für das aufzunehmende
Werkstück 2 mindestens über eine Länge von 2000mm. Der Aufnahmeabschnitt 3A befindet sich zwischen dem antreibbaren Anschlagelement 5 und dem Trennwerkzeug 4. Figur 2 zeigt eine Frontansicht der in Figur 1 dargestellten Werkzeugmaschine 1 und Figur 3 zeigt eine Draufsicht der in Figur 1 dargestellten Werkzeugmaschine 1. Aus der Zusammenschau der Figuren 1 bis 3 geht hervor, dass das Gestell 3 im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet ist. Ferner ergibt sich, dass das aufgenommene Werkstück 2 durch das Trennwerkzeug 4 durchgeführt ist und an der Stirnseite 3S des Gestells 3 ein abzutrennender Abschnitt des Werkstücks 2 aus dem Trennwerkzeug 4 ragt. Figur 2 und Figur 3 zeigt zumindest teilweise den Haltabschnitt 5A des antreibbaren Anschlagelements 5, auf welchem das aufgenommene Werkstück 2 beispielsweise klemmend aufgesteckt ist. Figur 4 zeigt eine Seitenansicht (Seitenansicht von links) der in Figur 1 dargestellten Werkzeugmaschine 1.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Vorzugsweise beansprucht die vorliegende Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen.
Bezugszeichenliste 1 Werkzeugmaschine 2 Werkstück 3 Gestell 3A Aufnahmeabschnitt 3P Arbeitsplatte des Gestells 3NA Nut oder Aussparung 35 Stirnseite 4 Trennwerkzeug 5 antreibbares Anschlagelement 5A Halteabschnitt 6 betätigbares Schlittenelement GA erster Kontaktabschnitt 6B zweiter Kontaktabschnitt 7 Lichtschranke 8 Anzeige- und Bedieneinheit 9 Steuerungs- und Regelungseinheit 10 Sensoreinheit
LS Lichtsignal S Signal X Längsrichtung % x **
Claims (12)
1. Werkzeugmaschine (1) zur Herstellung eines Werkstücks (2) vordefinierter Länge, mit einem Gestell (3) zur Aufnahme des Werkstücks (2), welches sich in einer Längsrichtung (X) erstreckt und konfiguriert ist, das Werkstück (2) in der Längsrichtung (X) zumindest abschnittsweise zu führen, wobei die Werkzeugmaschine (1) ein Trennwerkzeug (4) umfasst, um das aufgenommene Werkstück (2) in einer Bearbeitungsposition zu durchtrennen, wobei die Werkzeugmaschine (1) ein antreibbares Anschlagelement (5) aufweist, welches an dem Gestell (3), vorzugsweise in der Längsrichtung (X), verschiebbar gelagert ist, um das aufgenommene Werkstück (2) in die Bearbeitungsposition zu bewegen, und wobei die Werkzeugmaschine (1) zumindest ein betätigbares Schlittenelement (6) aufweist, welches an dem Gestell (3), vorzugsweise in der Längsrichtung (X), verschiebbar gelagert ist und konfiguriert ist, das aufgenommene Werkstück (2) bei Bewegung durch das antreibbare Anschlagelement (5) zu führen.
2. Werkzeugmaschine (1) nach Anspruch 1, wobei das zumindest eine betätigbare Schlittenelement (6) konfiguriert ist, über zumindest einen Kontaktabschnitt (6A, 6B) des zumindest einen betätigbaren Schlittenelements (6) von dem aufgenommenen Werkstück (2) betätigt zu werden.
3. Werkzeugmaschine (1) nach Anspruch 2, wobei zumindest ein Kontaktabschnitt (6A, 7B) des zumindest einen betätigbaren Schlittenelements (6) für das aufgenommene Werkstück (2) einen Anschlag bildet, vorzugsweise quer zu der Längsrichtung (X).
4. Werkzeugmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine betätigbare Schlittenelement (6) in der Längsrichtung (X) zwischen dem antreibbaren Anschlagelement (5) und dem Trennwerkzeug (4) verschiebbar gelagert ist.
5. Werkzeugmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Werkzeugmaschine (1) zumindest eine Lichtschranke (7) aufweist, welche an dem Trennwerkzeug (4) angeordnet ist und konfiguriert ist, durch zumindest ein zu dem aufgenommenen Werkstück (2) gesendetes und von dem aufgenommenen Werkstück (2) reflektiertes oder nicht-reflektiertes Lichtsignal (LS) zumindest eine Nullposition an dem aufgenommenen Werkstück (2) zu ermitteln oder für die Bearbeitung durch das Trennwerkzeug (4) festzulegen.
6. Werkzeugmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Werkzeugmaschine (1) eine Steuerungs- und Regelungseinheit (9) aufweist, welche zumindest mit dem Trennwerkzeug (4), dem antreibbaren Anschlagelement (5) und der Lichtschranke (7) über eine Signalverbindung (S) verbunden ist, wobei die Steuerungs- und Regelungseinheit (9) konfiguriert ist, über die Signalverbindung (S) das antreibbare Anschlagelement (5) zu aktivieren, um das aufgenommene Werkstück (2) translatorisch in die Bearbeitungsposition zu bewegen, vorzugsweise in Abhängigkeit zumindest eines zu dem aufgenommenen Werkstück (2) gesendetes und von dem aufgenommenen Werkstück (2) reflektiertes oder nicht-reflektiertes Lichtsignal (LS) einer Lichtschranke (7).
7. Werkzeugmaschine (1) nach Anspruch 6, wobei die Werkzeugmaschine (1) eine Anzeige- und Bedieneinheit (8) aufweist, welche zumindest mit der Steuerungs- und Regelungseinheit (9) über eine Signalverbindung (S) verbunden ist und konfiguriert ist, zumindest die vordefinierte Länge des Werkstücks (2) abzufragen.
8. Werkzeugmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Werkzeugmaschine (1) zumindest eine Sensoreinheit (10) aufweist, um das Vorhandensein eines aufgenommenen Werkstücks (2) zumindest zu einem ersten Zeitpunkt und zu einem zweiten Zeitpunkt zu erfassen.
9. Werkzeugmaschine (1) nach Anspruch 8, wobei die zumindest eine Sensoreinheit (10) an dem zumindest einen betätigbaren Schlittenelement (6) angeordnet ist.
10. Werkzeugmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gestell (3) zumindest abschnittsweise als Tisch (2) ausgebildet ist, welcher eine Arbeitsplatte (3P) zur Aufnahme des Werkstücks (2) aufweist, wobei vorzugsweise an der Arbeitsplatte (3P) eine in der Längsrichtung (X) erstreckende Nut (3NA) oder Aussparung
(3NA) zur verschiebbaren Lagerung des zumindest einen betätigbaren Schlittenelements (6) und/oder zur Führung des antreibbaren Anschlagelements (5) ausgebildet ist.
11. Werkzeugmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gestell (3) zwischen dem antreibbaren Anschlagelement (5) und dem Trennwerkzeug (4) einen Aufnahmeabschnitt (3A) für das Werkstück (2) aufweist, welcher sich in der Längsrichtung (X) mindestens 2000mm erstreckt.
12. Werkzeugmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das antreibbare Anschlagelement (5) zur lösbaren Befestigung zumindest eines Abschnitts des aufgenommenen Werkstücks (2) ausgebildet ist. ** x x
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