AT99918B - Verfahren zur Herstellung einer flammsicheren, teerfreien Dachpappe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer flammsicheren, teerfreien Dachpappe.

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Pozsonyer Dachpappen Holzcemen
Paul Meyersberg Dr
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung einer flammsicheren, teerfreien   Dachpappe. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Dies bedeutet zweifellos einen technischen Fortschritt, der nicht von vornherein zu erwarten war, da vielmehr anzunehmen gewesen wäre, dass die in die Imprägniermasse eingesunkenen Mineralstaub- teilchen nicht mehr für das Wasserglas zugänglich sein würden, weil dieses infolge der wasserabstossenden
Wirkung der Imprägniermasse nicht in diese eindringen kann, anderseits etwa nicht eingedrungene
Mineralstaubteilchen fortspülen müsste. 



   Der Arbeitsvorgang ist also folgender : Pappe wird in gewöhnlicher Weise imprägniert und gut ausgepresst, sodann durch die gewöhnliche Überzugsmasse gezogen. Hierauf folgt auf einer oder auf beiden
Seiten eine dichte Bestreuung mit gebrannter Magnesia, gebranntem Kalk oder Karbonaten, wie Magnesit,
Dolomit, Kalksteinmehl od. dgl. und ein kräftiges Einbürsten des Bestreuungsmittels. Darauf bestreicht man die Pappe entweder noch vor dem Aufrollen oder erst auf dem Dache gründlich mit einer Lösung, beispielsweise von Wasserglas von   200 Bé.   oder mit einer   300-Bé-Lösung   von Chlormagnesium und lässt trocknen ; nach einigen Stunden hat sich der Schutzüberzug gebildet. Gegebenenfalls wird nochmals mit Federweiss bestreut, um die Oberfläche glatt zu machen.

   Der Überzug ist so fest mit der Pappen- masse verbunden, dass er vollkommen geschmeidig bleibt, ohne beim Aufrollen zu brechen. 



   Die so hergestellte flammsichere Dachpappe ist besonders geeignet zu Eindeekungen in der Nähe von Schornsteinen, bei Bahnanlagen, ganz besonders aber zur Deckung von Eisenbahnwagen ; auf der glatten, harten Oberfläche erkalten sogar glühende Kohleteilchen ohne nennenswerte Beschädigung der Dachpappe. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung einer flammsicheren, teerfreien Dachpappe mittels oberflächlicher Füllung der   Pappenimprägnier-oder   Überzugsmasse mit Mineralstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Einverleibung der Mineralstoffe in zwei Stufen erfolgt, u.   zw.   so, dass der zunächst aufgetragene
Füllstoff in die Oberfläche eindringt und mit einem darauf gebrachten wasserlöslichen Aufstrich eine feuersichere, unlösliche und gut haftende Verbindung bildet.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Überzugsmasse versehene Dachpappe mit Oxyden oder Karbonaten des Kalkes oder Magnesiums bestreut wird, die man auf mechanischem Wege mit der Unterlage in feste Verbindung bringt, worauf man mit EMI2.1
AT99918D 1922-09-12 1923-08-22 Verfahren zur Herstellung einer flammsicheren, teerfreien Dachpappe. AT99918B (de)

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