AT99431B - Einrichtung zum Gießen von Einzeltypen mit überhängenden Köpfen. - Google Patents

Einrichtung zum Gießen von Einzeltypen mit überhängenden Köpfen.

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  Einrichtung   zum Giessen von Einzeltypen   mit   überhängenden   Köpfen. 



   Vorliegende Erfindung betrifft die Erzeugung von Einzeltypen mit überhängenden Köpfen und ist besonders, wenn auch nicht ausschliesslich, für jene Fälle bestimmt, wo Einzeltypen nacheinander gegossen und zu Zeilen gesetzt werden. Hauptzweck der Erfindung ist eine einzige Giessform für den
Körper (Fuss) der Type mit irgend einer aus einer Reihe von Matern für verschiedene Schriftarten von verschiedener senkrecht zur Zeilenrichtung gemessener Höhe verwenden zu können und damit die Not- wendigkeit zu vermeiden, bei Erzeugung von Einzeltypen mi Köpfen von sehr verschiedener Kegel- weite und Kegelhöhe die Giessformen für den Körper auszuwechseln.

   Es können so Matern für sehr ver- schiedene Schriftzeichenabmessungen in einer einzigen Gruppe oder einem Träger oder in verschiedenen
Trägern oder Gruppen vereinigt und mit derselben Giessform für den Körper verwendet werden, wobei die erhaltenen Typen gleichmässig zu Zeilen und Kolumnen gesetzt und ohne alle Schwierigkeit in den gewöhnlichen Schliessvorrichtungen zusammengehalten werden können. Ausserdem wird durch die
Erfindung ermöglicht grosse Typen weit rascher zu erzeugen als gleichweite Typen mit vollem Fuss, wo- durch die Erzeugung in bekannten   Typengiess-oder Typengiess-und Setzmaschinen   bei beträchtlicher
Ersparnis an Zeit und Kosten vorgenommen werden kann. 



   Hervorgehoben wird, dass es bei Zeilengiessmaschinen bekannt ist, die Elemente der Zeile dadurch mit überhängendem Kopfe auszubilden, dass die Maternzeile gleichzeitig auch die Form für den über- hängenden Zeilenkopf bildet. Die Verwendung   wesensgleicher   Matern beim vorliegenden Gegenstand stellt demnach an sich nicht die Erfindung dar, sondern wird diese durch die Gesamtheit der im Patent- anspruch angeführten Merkmale festgelegt. 



   Bei Ausführung der Erfindung gibt man dem Körper der Type senkrecht zur Zeilenrichtung (Kegelhöhe) gemessen eine einheitliche Abmessung. Der Oberteil d. i. der das Schriftzeichen tragende
Kopf wird grösser gemacht und die senkrecht zur   Oberfläche   des Satzes gemessene Höhe aller Typen ist dieselbe. Die Achse des Zentrierstiftes der Maternrahmeneinstellvorrichtung fällt in den Körper der Type. Die senrecht zur Zeilenrichtung gemessene Höhe des Körpers (Fusses) (z. B. 12 Punkte) kann für recht verschiedene in der gleichen Richtung gemessene Kopfhöhen dieselbe bleiben ; in der Zeichnung ist als grösste senkrecht zur Zeilenrichtung gemessene Kopfhöhe 72 Punkte angenommen. 



  Die Unterseiten der Köpfe aller Typen liegen am besten für alle Typengrössen in gleicher Höhe, aber die Dicke des Kopfes unter dem eigentlichen Schriftzeichen ändert sich nach der Art und Grösse des Schriftzeichens, weil bei grossem Schriftzeichen eine tiefere Lage der das umgebende Schriftzeichen umgebenden Oberfläche des Kopfes erwünscht ist, um die Berührung dieser Oberfläche mit den Farbwalzen oder dem Papier zu verhüten. Die Stärke des Kopfkörpers ist also bei grossen Kegelhöhen geringer als bei kleinen. 



   Aus dem Vorangehenden ergibt sich, dass für den Guss einer Type drei Einstellungen nötig sind : Erstens muss die Giessform für die in der Zeilenrichtung gemessene Breite (Weite) der ganzen Type eingestellt werden, zweitens muss die Form für den überhängenden Kopfteil ausserdem noch für die senkrecht zur Zeilenrichtung gemessene Höhe (Kegelhöhe) und drittens für die Dicke (Kopfdicke) eingestellt werden, während die senkrecht zur   Satzcberfläehe   gemessene Höhe für alle Typen dieselbe bleibt. 



   Die normale Dicke des Kopfkörpers ist am besten angenähert gleich der senkrecht zur Zeilenrichtung gemessenen Höhe des Körpers, wodurch die Type die nötige Festigkeit und Steifigkeit erhält, um Bruch bei der Handhabung beim Schliessen des Satzes und beim Drucken hintanzuhalten. Gleich- 

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 zeitig ist selbst bei grossen Typen die Metallmenge so gering, dass das Giessen und Erstarren mit der für den Betrieb von   Giess- und Setzmaschinen   erforderlichen Raschheit erfolgt. 



   Die Vorrichtung ist besonders für die bekannten   Einzeltypen-Giess-und Setzmaschinen,   wie eine solche z. B. in dem Patente Nr. 12597 beschrieben ist, bestimmt und soll auch in ihrer Anwendung bei einer solchen erläutert werden. 



   Die Giessform für den Körper hat die gewünschte Kegelhöhe, die Einstellung der Kegelweite erfolgt durch ein Formblatt der bekannten Art, das nach Massgabe des Schriftzeichens, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Ausschliessung verschoben wird. Bei der vorliegenden Giessform haben das Formblatt und die Seitenwände der Giessform nur die Höhe des Körpers der Type und um das obere Ende des   Giessformhohlraumes   ist eine ebene Fläche von ausreichender Grösse vorgesehen, welche als Formteil für die   Unterfläche   des Kopfes und als Auflage oder Sitz für die Wände der Giessform   de ;

    
Kopfes (Kopfmatrize) dient, die einen grösseren Querschnitt hat als der Körper und am besten in bekannter Weise unmittelbar aus jedem Materkörper ausgenommen ist, der bisher nur die Giessform für das eigentliche Schriftzeichen trug. Die senkrecht zur Satzebene gemessene Höhe des Giessformteiles in der Mater mehr der in derselben Richtung gemessenen Höhe der Giessform für den Körper (Fuss) ist gleich der in derselben Richtung gemessenen Gesamthöhe der Type. Die senkrecht zur Zeilenrichtung gemessene Höhe des Giessformteiles in der Mater   übersteigt dieselbe   Höhe der Giessform für den Körper um einen der Schriftart entsprechenden Betrag.

   Der Giessformteil in der Mater hat also die der Schrift- art entsprechende Kegelhöhe, während der Körper eine dieser Schriftart entsprechende Kegelweite, aber eine   kleinere   Kegelhöhe aufweist. 
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 ebene senkrechten Achse des Typenkörpers, so dass die Type als Ganzes gut ausbalanziert und die Schriftzeichen der gesetzten Typen richtig aneinandergereiht sind. 



   Die Giessformteile in den Matern können in beliebiger Weise hergestellt werden, am besten 
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 Rand von entsprechender Höhe läuft, der gut abgearbeitet ist, um genau auf der oberen, ebenen Fläche der Giessform für den Körper aufzusitzen und die richtige Höhe des Giessformteiles in der Mater zu erzielen. Da die Auflageflächen aller Matern in derselben Ebene liegen, passt zu jeder derselben die Giessform für den Körper. Sind die fertigen Typen im Format zusammengestellt, so liegen die   überhängenden   Teile der Köpfe auf Gevierttypen, Leisten,   Durchschüssen   od. dgl., von dem Überhang entsprechender Kegelhöhe, die man vorteilhaft auch allen anderen im Satze zu verwendenden Typen und   Ausschlussstücken   gibt.

   Hiedurch wird das Setzen erleichtert und ermöglicht, die Zeilen nebst Leisten oder Durchschüssen selbsttätig im Setzschiff zusammenzustellen. 



   In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine Schauansicht einer Giessform für den Körper, Fig. 2 ist eine   Sehauansicht   einer einzelnen Mater, von der ein Teil abgebrochen ist, Fig. 3,3a und 3b zeigen schematisch verschiedene   G. essformteile   für Köpfe auf der Giessform für die Körper, Fig. 4,4a, 4b sind Schau- 
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   Die Giessform für den Körper besitzt die   Seitenblöcke   A, B, ein bewegliches Formblatt C und einen Querblock D wie bisher. Das Formblatt C ist in bekannter Weise in seiner Längsrichtung beweglich, zunächst um die Giessform auf die erforderliche Weite einzustellen und dann. um die gegossene Type in den Typenunterführungsschieber zu befördern, der sich in Übereinstimmung mit dem Querblock D bewegt. 



   Bei der dargestellten Giessform ist die senkrecht zur Satzebene gemessene Höhe bloss gleich der des Körpers der Type, d. i. etwa von der Höhe einer Gevierttype, und um das obere Ende des Giessformhohlraumes erstreckt sich eine verhältnismässig grosse ebene Fläche, die sich zum Teil über die 
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 erstreckt. Diese Fläche bildet die Auflage oder den Sitz für die Typenkopfmater und die untere Begrenzungsfläche des   Giessraumes   für den Kopf. Jede Mater E weist die den zu bildenden Typenkopf umschliessende Ausnehmung auf, deren senkrecht zur Zeilenrichtung gemessene Kegelhöhe grösser ist als die des Körpers und eine rund um die Ausnehmung   zulaufende   Wand, deren Rand genau nach einer Ebene abgearbeitet ist, so dass dieser Rand sich genau und dicht auf die Flächen a, b,   c,   d auflegen kann.

   Die Breite und die Kegelgrösse der Giessform für den Kopf richten sich nach der Kegelgrösse der gewählten Schriftart bzw. nach der Breite des Schriftzeichens, aber die senkrecht zur Satzebene gemessene Höhe des Giessformhohlraumes für den Kopf steht im geeigneten Verhältnis zu der Tiefe des Abschlages (des eigentlichen Schriftzeichen ) ; die obere Begrenzungsebene des letzteren hat stets einen bestimmten Abstand von der unteren Begrenzungsebene des Hohlraumes der   Körpergiessform,   so dass die senkrecht zur Satzebene gemessene Höhe aller Typen dieselbe ist. Wenn das Schriftzeichen klein ist und bloss eine Höhe von 0-76   76 rnm   erfordert ist der Kopf in derselben Richtung gemessen dick.

   Ist aber das Schriftzeichen gross, so muss es in der   Höhenrichtung   weiter herausragen der Abschlag tiefer sein, und 

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 dementsprechend wird der volle Teil des Kopfes dünner sein. Abänderungen der drei Abmessungen des
Kopfes sind in Fig.   3-3b   und 4-4b veranschaulicht. In Fig. 3-3b sind Giessformen für drei verschie- dene Kegelgrössen bei e, el, e2 veranschaulicht und in Fig. 4-4b sind die zugehörigen Köpfe bei g,   y\   dargestellt. In allen diesen Figuren sind die Breite und die senkrecht zur Satzebene gemessene Höhe der Giessform für den Körper bzw. des letzteren selbst dieselben. 



   Gemäss der Erfindung können Matern für Schriftzeichen verschiedener Grösse im Verein mit einer und derselben Giessform für den Körper verwendet werden, wobei die Köpfe die richtige Breite und
Kegelgrösse haben ; das eigentliche Schriftzeichen ist hiebei gut unterstützt und der Kopf ist ausreichend fest. Die Menge des verwendeten Metalles und die zu seiner Abkühlung und Erstarrung erforderliche Zeit sind beträchtlich kleiner als bei den   gewöhnlichen Typen gleicher Kopfgrösse   mit vollem Fuss. 



   In Fig. 5 ist der Maternrahmen   H in   bekannter Weise mit Matern verschiedener Grösse schematisch angedeutet. Jede Mater ist unabhängig von den anderen und kann über die Giessform für den Körper   gerückt,   zentriert und festgestellt werden, um eine geschlossene Giessform zu bilden, in die das geschmol- zene Metall in bekannter Weise eingespritzt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI3.1 einen ständigen, der Weite der Typen entsprechenden, wie üblich einstellbaren Formteil (A, B, C, D) zum Giessen des Typenfusses únd durch eine Mehrzahl von selbständigen, mittels eines gemeinsamen Trägers (Maternrahmen) unabhängig vom ortsfesten Formteil (A, B, C, D) einstellbaren Formteilen zur Bildung des Typenkopfes, die bezüglich der Höhe, Weite, Schriftlage usw. verschieden, bezüglich der Tiefe (senkrecht zur Druckfläche) jedoch untereinander gleich sind zur Herstellung von Typen gleichen Fusskörpers und gleicher Druckhöhe mit verschiedenen Köpfen. EMI3.2
AT99431D 1918-07-25 1920-03-05 Einrichtung zum Gießen von Einzeltypen mit überhängenden Köpfen. AT99431B (de)

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