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Lamellierter Polreiter für elektrische Maschinen.
Im Stammpatent Nr. 89569 ist ein Polrad für elektrische Maschinen mit über die Polkune auf- gestülpten Polschuhen beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Polschuhe als Reiter ausgebildet sind, deren Schenkel die Polkerne lediglieh in axialer Richturg berühren.
Durch die Ausführung der Stülppole als Reiter gemäss dem Hauptpatent ist es, wie bereits im Hauptpatent angegeben, möglich, auch lamellierte Pole zu verwenden, im Gegensatz zu andern Stülppolkonstruktionen, bei denen das nicht ohneweiters möglich ist. Gegenstand der Erfindung sind nun Anordnungen, die es ermöglichen, die lamellen der Polreiter in mechanisch sichererord magnetich einwandfreier Weise an den Polleisten zu befestigen.
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leiste angeordnet sind, derrart, dass sie über ihre ganze Länge hinweg zum Teil in die Stossfläche der Pol leiste zum Teil in die Stossfläche des Reiterschenkels eingreifen.
Ist der Polreiter lamellieit, so ist es unter" Umständen bei hochbeanspruchten Maschinen nicht wünschenswert, die radialen Schraubenbolzen in das lamallierte Eisenpaket eingreifen zu lassen, weil unter Umständen auch bei vernieteten Blochpacketen die einzelnen Lamellen ausweichen können und daher die Festigkeit der Anordnung beeinträchtigt ist. Dieser Nachteil wird durch die Anordnung vermieden, wie sie in den Fig. 1-3 der Zeichnung dargestellt ist. Hiernach greifen die Mittel, die zur Befestigung der Reiter an den Polleisten dienen, nicht in das
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über die Polleiste gestülpt werden kann.
Bei den Anordnungen, wie sie in den Fig. 1-3 dargestellt sind, werden zwischen Polleiste a und Beitersehenkel b massive Beilagen c angeordnet, die einerseits die Reitersehenkel halten, anderseits an der Polleiste befestigt sind. Die massiven Beilagen können sich über die ganze Länge des Poles erstrecken, sie können auch unterteilt sein undlediglich in jenen Bereichen angeordnet werden, in denen sich radiale Bfestigungsbolzen d befinden. Die Befestigung der Beilagen an den Reiterschenkeln erfolgt vor dem Aufstülpen der Pohohule, so dass verschiedenartige Befestigungsmittel möglich sind.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 erfolgt die Befestigung mittels axial verlaufender Nuten und Federn e, bei der Anordnung nach Fig. 2 und 3 dadurch, dass die massiven Beilagen Rippen f aufweisen,-zwischen denen die Reiterschenkel b liegen. Beide werden durch axialverlaufende Bolzen g zusammengehalten.
Bei der Anordnung, wie sie in der Fig. 1 veranschaulicht ist, reichen die Köpfe der Schrauben bis unmittelbar an die Poloberfläche. Unter Umständen ist jedoch an dieser Stelle die Anwesenheit von massivem Eisen nicht erwünscht ; anderseits verursachen Löcher, die dadurch entstehen, dass die Polköpfe tief im Polschuh liegen, ebenfalls unerwünschte magnetische Einflüsse. Zur Beseitigung dieser Nachteile kann man so vorgehen, dass die Köpfe der Schrauben, die die massiven Polreiterteile an den Polleisten halten, durch Lamellenkörper überdeckt werden, die von den übrigen Pollamellen getrennt eimetzbar sind. Hierbei werden diese getrennt einsetzbaren Pollamellenkörper als selbständige Gebilde abgeführt, indem sie durch geeignete Pressvorriehtungen wie Nieten, fest miteinander verbunden werden.
Liegen mehrere Schraubenköpfe in der Pollänge hintereinander, so kann man die Lamellenkörper als
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Schienen ausführen, die in Nuten liegen, die sieh zwischen den benachbarten Teilen der Polbmcllcll über die Pollänge erstrecken.
Ein Ausführungsbeispiel dieser Anordnung ist in Fig. 4 im Querschnitt, in Fig. 5 in Aufsieht für eine Anordnung dargestellt, bei der massive Unterteile der Polreiter h Pollamellenpakete i, k. l tragen.
Die Anordnung ist aber auch ohneweiters verwertbar bei Ausführungsformen, wie sie in den Fis. 1-3 dargestellisind oder den Formen, wiesie im Hauptpatentbesehrieben sind. Die als Sehienen ausftebiltlete mehrere in der Poll nge hintereinanderliegende Schrauben d überdeckenden Lamellenkoipcr ? ind mit m bezeichnet. Die einzelnen Lamellen sind durch Nieten n miteinander verbunden. Fühlungskolzen o sichern die Schienen beim Einführen in die schwalbenschwanzförmigen Nuten gegen Deformation.
Ein anderes Ausführungsbeispiel von Lamellenkorpern, die die Schrauben, die die massiven Teile der Polschenkel an den Leisten halten, überdecken, ist in den Fig. 6 und 7 veranschaulicht. Hier sind in den Pollamellenkörper p, der mit schwalbenschwanzförmig ausgebildeten Vorsprüngen in entsprechend geformte Nuten des Reiterungterteiles A eingeschoben wird, Lamellenkörper von ewta wilrieltöinigcr Gestalt r radial eingesetzt und durch Längsbolzen an den anschliessenden Pollamellen gehalten. Di@ Würfelpakete sind ebenso wie die Schienenpakete, wiederum durch Nieten s zusammengehalten.
Die Polreiter haben ebenso wie die Stülppole die Aufgabe, die Feldmagnetspulcn auf dem Polkörper zu halten. Werden nun die Polreiter wie bei den Anordnungen der Fig. 1-3 einschliesslich ihrer Schenkel aus Lamellen hergestellt, so besteht die Schwierigkeit, dass die die Spulen überragenden. axialen Pollappen keine genügende Festigkeit besitzen, da sie nur von den die Lamellen zusammenhaltenden Nieten getragen werden. Um diesen Nachteil zu beseitigen, werden nun die die Spulen t übciragenden Pollappen als massive Platten ausgeführt. Fig. 8 gibt den Längsschnitt und Fig. 9 den Querschnitt durch einen derartig ausgebildeten PoIreiter wieder. Bei dieser Ausführungsform ist, wie Fig. 9 durch die Schraffur erkennen lässt, der ganze Polreiter lamelliert.
An den Stirnflächen sind erfindungsgemäss die massiven Platten it angeordnet, welche zugleich dazu dienen können, die Schenkel der Reiterlamellen mittels Spannbolzen v zusammen zu halten. Die pollappen u können entweder ganz aus massive Material. vorzugsweise Eisen, hergestellt werden, sie können aber auch, wie dies in den Fig. 8 und 9 veranschaulicht ist ; zweckmässig in schwalbenschwanzförmigen Nuten Pollamellen ? tragen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lamellierter Polreiter für Polräder nach Patent Nr. 89569, bei denen der Reiter an der Polleist@ mittels von der Oberfläche her in die Stossfuge zwischen Reiter und Schenkel eingebrachter Schraubenbolzen gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben sowohl an der Polleistenseite (a) als auch an der Sehenkelseite (e) in massives Material eingreifen.