AT96816B - Verfahren und Schmelztiegel zum Schmelzen von Metallen, insbesondere von Aluminium. - Google Patents

Verfahren und Schmelztiegel zum Schmelzen von Metallen, insbesondere von Aluminium.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   In der Giessereitechnik macht die Befreiung des Gussmaterials einerseits von Gasblasen, andererseits von Oxyden und andern Verunreinigungen Schwierigkeiten, die oft nur schwer zu überwinden sind. Diese Schwierigkeiten machen sich besonders störend bemerkbar bei Materialien, die bei Schmelztemperatur zähflüssig sind, so dass die spezifisch leichteren oder schwereren Bestandteile sich nur langsam ausscheiden. Bei manchen leichtschmelzbaren Leichtmetallen kommt noch hinzu, dass sie bei Erhitzung über den Schmelzpunkt an der Luft ohne weiteres verbrennen. Gerade derartige Materialien, insbesondere Aluminium, in geeigneter Weise   zn   schmelzen und für den Guss vorzubereiten, ist Aufgabe der Erfindung. 



  Die Lösung der Aufgabe besteht darin, dass ein Schmelztiegel von der Form eines U-Rohres verwendet wird und das Schmelzgut in den einen seiner   beiden Schenkel ungeschrnclzen eingeführt   und aus dem andern Schenkel geschmolzen entnommen wird. 



   Eine Vorrichtung zur   Durchführung   des Verfahrens ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. 



  Ein U-Rohr 1 aus feuerfestem Material, beispielsweise Aluminiumoxyd, ist in ein weiteres U-Rohr 2 aus Eisen eingesetzt. Der Zwischenraum 3 ist mit pulverisiertem eingestampften Magnesiumoxyd oder anderem hiezu brauchbaren Material ausgefüllt, so dass das U-Rohr 1 durch den hydraulischen Druck 
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 wird es geschmolzen entnommen. Die Verbindung 6 der beiden Schenkel ist erweitert, so dass bei Entnahme von geschmolzenem Material die   Durchflussgmehwindigkeit   hier nur sehr gering ist und Unreinigkeiten von hohem spezifischen Gewicht, wie z. B. Nitride und Oxyde, sich am Boden absetzen können.
In diesem erweiterten Raum 6 herrscht auch ein höherer hydrostatischer Druck, auf den der Giessereifachmann besonderen Wert legt, da sich erfahrungsgemäss unter seinem Einfluss die im flüssigen Material verbleibenden Hohlräume schliessen.

   Die so gereinigte homogene Schmelzmasse steigt dann im Schenkel 5 empor, der   zweckmässigerweise   stärker geheizt wird, so dass das Material genügend überhitzt ist, um die für den Guss notwendige   Dünnflüssigkeit   zu besitzen. Damit am Flüssigkeitsspiegel keine Verbrennung eintreten kann, wird er durch das Rohr 7 mit einem chemisch unwirksamen Gase bespült, beispielsweise Wasserstoff oder Argon. Zum Giessen kann der Schenkel 5 mit einer Schnauze 8 versehen sein ; besonders vorteilhaft aber ist es, das geschmolzene Gut unterhalb des Flüssigkeitsspiegels zu entnehmen, wo infolge des hydrostatischen Druckes das Material noch homogener und die Temperatur höher ist. Um beispielsweise Walzknüppel zu giessen, kann man eine Kokille 9 verwenden, die mit einem   Eintauchrohr   10 versehen ist.

   Bei 11 wird der Druck abgesaugt, so dass das flüssige Material in der Kokille hochsteigt. Sobald sie genügend gefüllt ist, wird das Rohr 10 verschlossen und aus dem Schmelztiegel herausgezogen. Man kann das Material dann in der Kokille unter Luftabschluss beliebig langsam abkühlen lassen. 
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Es   : wird zweckmässig sein, die Kokille   9   vorzuwärmen.   Das kann am Schmelztiegel selbst geschehen, indem sie von einer Verlängerung 12 des eisernen Rohres umgeben wird. Die Kokille kann aber auch elektrisch noch besonders geheizt werden. 



   Ein derartiger Schmelztiegel ist nicht allein für Aluminium, sondern auch für andere Metalle und Nichtmetalle verwertbar, die beim   Giess@   n ähnliche Anforderungen stellen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Schmelzen von Metallen, insbesondere von Aluminium, dadurch gekennzeichnet, dass das zu schmelzende Metall in den einen offenen Schenkel (13) eines U-förmigen Rohres fortlaufend   nachgefüllt wird,   aus dessen anderem Schenkel   (5)   das   geschmolzene Metall entnommen wird.   
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. unter die Oberfläche des geschmolzenen Metalles reicht.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schenkel ). aus den ! das geschmolzene Gut entnommen wird, stärker geheizt wird als der andere Schenkel. EMI2.2 dass der Verbindungsraum (6) der beiden Schenkel (13) und (5) grösseren Querschnitt als die Schenke ! besitzt. EMI2.3
AT96816D 1921-08-12 1922-05-19 Verfahren und Schmelztiegel zum Schmelzen von Metallen, insbesondere von Aluminium. AT96816B (de)

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