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Elastische Radbereiftuig.
Gegenstand der Erfindung ist ein federnder Radreifen, der aus unelastischen Sektoren und zwischen diesen Sektoren liegenden elastischen Zwischenlagen (Lamellen) zusammengesetzt und freischwebend auf einer Felge angeordnet ist.
Gegenüber den bekannten Bauarten die auf diesem Prinzip beruhen, unterscheidet sich der hier beschriebene Reifen im wesentlichen dadurch, dass die unelastischen Sektoren als möglichst dünnwandige kastenartig Hohlkörper ausgebildet sind, um eine Wärmeansammlung. in dem Reifen zu verhindern. Diese Wärmeansammlung war in Reifen, die zuerst versuchweise vom Anmelder aus massiven Sektoren hergestellt wurden, während der Fahrt eine derart hohe, dass die zwischen den Sektoren liegenden Gummilamellen, sowie das auf dem Reifen liegende Gummilaufband, nach verhältnismässig kurzer Zeit unbrauchbar werden. Auch büsst der Reifen durch die infolge dieser Wärmeansammlung entstehende Verhärtung des Gummis nach und nach seine Elastizität ein.
Die Sektoren der Bereifung bilden einen Hohlring, in welchem die beim Fahren bewegte Luft nicha die geringste Wärmeansammlung gestattet. Durch Öffnungen der Hohlsektoren zum Felgeninnenraum, wird eine Erneuerung der möglicherweise erwärmten Luft weiterhin begünstigt. Ausser diesem Merkmal bezieht sich die Erfindung auf weiteren Verbesserungen, von denen in der Besehreibung gesprochen ist.
Zur Erläuterung der Erfindung dienen die Zeichnungen, auf welchen ein Ausführungsbeispiel
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lichst die Wärme gut leitenden Material hergestellten Sektoren ist im besonderen aus Fig. 2 und 3 zu ersehen. Jeder der Sektoren besitzt nach verschiedenen Richtungen hin Öffnungen, so dass die Innenwände
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veränderungen der Sektoren zueinander bei Belastung des Reifens, ohne Widerstand und mit der denkbar geringsten Reibung gestattet. Um den Hohlsektoren 2 eine genügende Festigkeit zu geben, sind in ihnen Versteifungswände 12, 13 und 14 vorgesehen. Die Öffnung 7 besitzt einen Bund 7a, der einen Anschlag zur Begrenzung der Einwärtsbewegung des Ringes 10 bildet.
Die beiden Aussenflächen 5 und 9 der Sektoren sind mit einem rings verlaufenden Rand 15 versehen, derart, dass zwei gegeneinander liegende Sektoren eine fast vollständig geschlossene kokillenartige Kammer oder Kapsel darstellen. Diese Kammer dient zur Aufnahme der Lamellen 3 (Fig. 1 und 2) die, damit sie trotz ihrer Einkapselung die auf sie einwirkenden Kompressionen elastisch aufnehmen können, mit Öffnungen 16 versehen sind.
Durch die beschriebene hohle und an den benötigten Stellen offene Ausgestaltung der Sektoren 2 und der Verbindungsteile 8 als Rohre, erhält man einen geschlossenen, um den ganzen Umfang verlaufenden Hohlring. Die in ihm enthaltene Luft wird zur Kühlung der inneren Flächen der Sektoren benutzt,
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selnde Umfangsgeschwindigkeit des Rades und durch dessen Fortbewegung in horizontaler Richtung ununterbrochen in starker Bewegung gehalten wird. Die hiedurch entstehende Ventilation verhindert eine Ansammlung der durch die Arbeit des Reifens entstehenden Wärme in dem Reifen.
Um zu verhindern, dass die durch die unebene Fahrbahn seitlich auftretenden Stösse ein #Eeken "oder #Kanten" der Sektoren in der Felge eintritt, sind sie mit ihren elastischen Lamellen in veiner, senkrecht zur Achse liegenden Ebene des Rades unterteilt, so dass sich flach nebeneinander liegende Sektorreihen 2 und 21 ergeben. Die nach innen liegenden Seiten 6 der so entstehenden Sektorenunterteile werden vollkommen eben ausgeführt, damit in radialer Richtung eine Verschiebung zwischen der nebeneinander
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noch näher beschriebene Befestigungsvorrichtlmg zum Anschluss an die Felge vorgesehen.
Zur Aufbringung des Gleitschutzes sind auf dem Aussenumfang des Reifens an den Sektoren Ansätze 17 und 18 von halbkugeligem Profil vorgesehen. Auf diese Ansätze 17 und 18 passen Aussparungen in einem geschlossenen Gummilaufband 19, das nach Zusammensetzung der Bereifung aufgezogen wird.
Der Eingriff der Ansätze 17 und 18 in das Gummilaufband ? verhindert ein Wandern desselben, während die unabhängig voneinander vor sich gehende Federung der einzelnen Reifenringe nicht gestört wird.
Zur Verbindung des freisehwebenden Reifens mit der Felge gelangen gelenkige Glipdcr. 27 zur Verwendung, die einesteils auf rohrförmigen Bolzen 22 der Sektoren und Bolzen 2. 3 der Felge aufsitzen.
Ferner ist in der Mitte der Felge noch ein : Jfittellager 27 für die Bolzen 23 vorgesehen. Durch diese Auf- längung des Reifens in der Felge wird erreicht, dass der Reifen in der Umfangsrichtung ein gewisses federndes Spiel in der Felge hat, wodurch der Widerstand, der zwischen Fahrbahn und Reifenumfang besonders beim Anfahren und Bremsen entsteht, auf die kraftvermittelnden Teile des Fahrzeuges sowie auf den Motor, elastisch übertragen wird.
Die Felge selbst umschliesst durch besondere ringförmige Schutz- oder Gleitfutter 28 aus Leder
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wird dadurch, dass die Haltvorrichtungen 21 vollkommen im Innern der Felge liegen, eine Beschädigung derselben durch Anfahren an Weghindernisse, Bordschwellen od. dgl. vermieden.
Wenn es erforderlich ist, kann man in der Felge besondere Hilfslöcher versehen,um die Lutt- zirkulation innerhalb der Bereifung zu verstärken.
Die Aufbringung der gesamten Bereifung geschieht in folgender Weise : Nachdem dir Sektoren 2 und die elastischen Lamellen 3 abwechselnd zusammengesetzt sind, werden sie mittels einer Spannvorrichtung soweit über der Felge 24 zusammengepresst, bis die Bolzen 23 hindurchgesteckt werden können.
Hierauf wird dann auf die Bereifung das Gummilaufband 19 aufgebracht.
Wie ohne weiteres ersichtlich ist, vermag die Bereifung genau in der gleichen Weise wie eine Luftbereifung zu arbeiten, wobei noch neben der in radialer Richtung sehr grossen Federungsmöglichkeit gegenüber der Luftbereifung eine bedeutend grössere tangentialfedernde Nachgiebigkeit des Reifens in
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leichteren Reparatur bestehen und anderseits sich durch eine bessere Abfederung des Fahrzeuges selbst bemerkbar machen.
Dieser letztere Vorteil ergibt sich im besonderen darauf, dass im Zusammenwirken
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aufgebrachten Kräfte automatisch über den ganzen Umfang des Reifens hin gleichmässig verteilt, u. zw. deshalb, weil bei Belastung des Rades durch das eigene Gewicht des Fahrzeuges und weiter durch die Stösse, die auf der Fahrbahn stehenden Sektoren, sowie die ihnen benachbarten, zum Mittelpunkt des Rades gedrückt werden. Infolgedessen erfährt der ganze Reifen eine Beanspruchung, die das Bestreben hat, den Reifen exzentrisch zum Mittelpunkt des Rades zu bringen.
Dieses wird jedoch durch die in der
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Umfanges des Reifens und somit eine Kompressioin sämtlicher elastischer Lamellen durch die Fortpflanzung des Druckes erfolgen muss, also eine Verteilung aller auf den Reifen mdial wirkenden Kräfte auf den gesamten Reifenumfang in günstigster Weise vorhanden ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Elastische Radbereifung die aus unelastischen Sektoren und dazwischen liegenden elastischen
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der Hohlkörper befinden.