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Resonanzboden aus Metall.
Es sind schon metallene Resonanzböden für Klaviere bekannt geworden, deren Randteile im Ver- hältnis zur Ausdehnung des ursprünglichen Materials und damit auch im Verhältnis zu den innerhalb der Ränder liegenden Teilen zusammengezogen oder verkürzt sind, so dass der Boden eine gewisse Schalenform oder Bauchigkeit und gleichzeitig eine hohe Eigenspannung erhält, was seinerseits eine erhöhte Resonanzfähigkeit mit sich bringt. Es ist dabei auch vorgeschlagen worden, in dem Boden Wellen oder Spannrippen von etwa U-förmigem Querschnitt auszubilden, welche oberhalb der Vorderseite des Bodens vorragen und an den Kanten des Bodens in der Richtung der Kante zusammengepresst oder zusammengedrückt sind, so dass die Randteile hiedurch verkürzt werden.
E3 hat sich nun herausgestellt, dass man eine erhöhte Tragkraft oder Spannung und dadurch eine noch mehr erhöhte Resonanzfähigkeit und grössere Empfindlichkeit in einem solchen Resonanzboden dadurch erzielen kann, dass man an der den Wellen oder Spannrippen entgegengesetzten Seite des Bodens Rippen oder Träger, beispielsweise aus Holz, an dem Boden anbringt, die zweckmässig quer zu den an
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Resonanzböden mit sich kreuzenden Rippen bekannt. Bei diesen liegen aber sowohl die in der andern Richtung verlaufenden Rippen auf ein und derselben Seite des Bodens, so dass die bei der Erfindung be- absichtigte Abstützung nicht erreicht ist. Deshalb sind erfindungsgemäss die zur Abstützung dienenden Träger auf der entgegengesetzten Seite des Bodens als die herausgepressten Rippen angeordnet.
Eine Ausführung, ; form der Erfindung ist auf der beigefügten Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Vorderseite des Resonanzbodens, Fig. 2 im grösseren Massstab einen Schnitt nach der Linie 777-777 der Fig. 1.
D ? r Resonanzboden ist in bekannter Weise aus einem zusammenhängenden Metallblech 1 hergestellt. in dem Wellen oder Spannrippen 2 von etwa U-förmigem Querschnitt vorgesehen sind. Bei der Befestigung des Bleches an dem auf der Zeichnung nicht dargestellten Festspannrahmen wird jede solche U-förmig !' Welle oder Spannrippe an den Kanten des Bleches zusammengedrückt, so dass die Kanten des Bodens zusammengezogen oder verkürzt werden, wodurch die innerhalb der Ränder liegenden Teile eine gewisse Schalenfonn oder Bauchigkeit und gleichzeitig eine gewisse Eigenspannung erhalten. Gemäss der Erfindung sind nun an der den genannten vorragenden Wellen oder Spannrippen entgegengesetzten Seite des Bleches oder Resonanzbodens Rippen oder Träger 3 angebracht, welche beispielsweise aus Holz ausgeführt sein können.
Diese Träger werden an dem Blech in geeigneter Weise befestigt u. zw. beispielsweise. wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, mittels durch das Blech hindurchgehender und in die Rippen eingeschraubter Schrauben 4 an beiden Seiten der Wellen 2, d. h. an den Kreuzungspunkten zwischen den Wellen 2 und den Rippen 3. Die Rippen 3 können ausserdem zweckmässig mittels eines geeigneten Bindemittel"'. Kitt od. dgl. an dem Bleche befestigt werden.
Durch die Rippen oder Träger 3 werden natürlich die zwischen den Wellen 2 liegenden, in der Hauptsache ebenen Teile des Bleches oder Resonanzbodens in ihren richtigen Lagen in der Verlängerung voneinander gehalten, \'0 dass die Träger 3 das Bestreben der genannten Teile, sich infolge der Spannung im Blech mehr oder weniger zueinander in der zum Boden senkrechten Richtung zu verschieben, aufheben. j) ie Wellen 2 und die Träger 3 bilden somit zusammen sozusagen ein Gitterwerk für die haupt- sächlich ebenen Teile des Bleches und dadurch eine Führung für diese. Gleichzeitig erhält der Boden erhöhte Tragfähigkeit und Spannung.
Durch das Gitterwerk wird der Boden in eine grosse Anzahl von
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Feldern oder Vierecken geteilt Jedes Viereck bildet eine Membran, welche freier schwingt als die um- gebenden Rippen und Träger und somit als der Boden im Ganzen. Es hat sich herausgestellt, dass auf diese Weise ausgeführte Resonanzböden empfindlicher werden und daher eine grössere Anzahl von Ober- tönen als die bisher bekannten Boden verstärken können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Resonanzboden aus Metall mit in ihm ausgebildeten Wellen oder Spannrippen von etwa
U-förmigem Querschnitt, welche oberhalb der Vorderseite des Bodens vorragen, dadurch gekennzeichnet, dass an der den vorragenden Wellen oder Spannrippen (2) entgegengesetzten Seite des Bodens aus besonderen Stücken ausgeführte Rippen oder Träger (8) am Boden befestigt sind, die zum Abstützen des Metallbodens (1) dienen.