AT95074B - Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Schachtöfen, insbesondere von Hochöfen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Schachtöfen, insbesondere von Hochöfen.Info
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Description
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Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Schachtofen, insbesondere von Hochöfen.
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Verfahren ausgeschlossen.
Man hat schon versucht, eingetretene Störungen durch Einführen von Flussmitteln oder auch durch
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Ofenboden bis zu dem Teil des Schachtes verstanden, wo die Schmelzung der Beschickung beginnt.
Es werden nämlich Störungen von vornherein verhindert und überhaupt unmöglich gemacht,
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des Brennstoffes vorgenommen und stückiger Koks von oben, staubförmiger Brennstoff durch die Winddüsen zugeführt werden. Dadurch ist es möglich, den Ofengang durch Regelung der Zufuhr von wärmeerzeugenden Brennstoffen und wärmeverbrauchenden Schmelzstoffen augenblicklich zu leiten.
Der Gedanke, Gichtstaub mit dem Hochofenwind einzublasen, ist in der Patentliteratur schon mehrfach aufgetaucht, seine praktische Durchführung ist aber nicht gelungen. Man hat vorgeschlagen, das Feingut durch Injektoren in die Formen einzublasen. Dieses ist aber unmöglich, da der Hochofen nur eine bestimmte Menge Staub annimmt und sich gewaltsam nicht zur Staubannahme zwingen lässt.
Dadurch verschmieren die Formen. Bläst man von vornherein mit kalter Pressluft ein. so kühlt die kalte Luft den Ofen ab und die Form verschmiert sofort. Heisse Pressluft dehnt sich in der Düse aus und kommt gleichfalls kalt in den Ofen oder aber sie zerstört den Injektor. Dazu kommt, dass sich der Injektor leicht verstopft und sich nicht dem wechselnden Gegendruck im Ofen anpasst. Endlich behindert er die Beaufsichtigung und Reinhaltung der Formen.
Man hat verschiedene Mittel vorgeschlagen, um das einzublasende Gut durch Vermahlung, Vor- wärmung, Reduktion und Mischung geeigneter zu machen, doch ohne Erfolg.
Die Praxis blieb deshalb bei der Ansicht, dass das Verfahren an sich undurchführbar sei und beschäftigte sich nicht mit ihm, da man irrtümlich annahm, dass die Formen verschmieren, der Brennstoffverbrauch steige, das Eisen unbrauchbar werde und der grösste Teil des Staubes wieder aus der Ofengicht herausfliege, da ja gerade der Gichtstaub im untersten Gürtel des Hochofen entsteht. Die grossen Vorteile des Verfahrens, besonders die Regelbarkeit des Ofenganges hatte man nicht erkannt.
Tatsächlich verschmiert das Feinerz die Formen aber nicht, wenn man im Dauerbetriebe den stauboder pulverförmigen Teil der Beschickung unter statischem Druck in den Schmelzraum des Ofens einfliessen lässt. Eine zur Einführung von Feinerz brauchbare Vorrichtung muss hiebei folgenden Bedingungen genügen :
1. Es darf keine Kaltwindzufuhr stattfinden.
2. Die Vorrichtung muss den Temperaturen des Heisswindes widerstehen.
3. Sie muss den Anforderungen des Hochofenbetriebes entsprechend einfach und kräftig gebaut sein.
4. Die Zufuhr muss bequem regelbar sein, u. zw. getrennt für jede einzelne Einführungsstelle.
5. Die Feinerzzufuhr muss dem Schmelzvorgang angepasst werden.
6. Der Schmelzvorgang während der Feinerzzufuhr muss beobachtet werden können.
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Diese Bedingungen lassen sich erffillen, wenn man das Feinerz in jede einzelne Düse getrennt unter statisohem Druck einfliessen lässt und die Zufuhr unter Berücksichtigung des Schmelzvorganges so regelt, dass keine Verschlackung eintritt. Man kann täglich in einem 100 t Hochofen über 75 t Gichtstaub mit
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verschlechtert. Die Giehtstaubmenge ist nicht höher als bei Chargen ohne staubförmigem Zusatz, dagegen niedriger als beim Verhütten von Briketts.
Da man oben nur stückiges Gut aufgibt, so wird die Beschickungssäule durchlässiger. Dieser Um- stand beschleunigt den Ofengang, die Erzeugung wächst und das Hängen der Gichten hört auf. Ausserdem liefern neben dem Windsauerstoff die im Einführgut enthaltenen Oxyde weitere Sauerstoffmengen, welche die Verbrennung beschleunigen und die Durchsatzgeschwindigkeit erhöhen.
Bisher hat man, um Feinerze und Gichtstaub verhütten zu können, diese zunächst brikettieren oder sintern müssen. Das vorliegende Verfahren spart die sehr erheblichen Kosten der Stückbarmachung.
Ein Umsetzen auf andere Eisensorten ist sofort möglich.
Alle Vergütungsstoffe, z. B. Chrom, Nickel, Karbide, lassen sich durch Einführung in die Schmelz- zone zur sofortigen, verlustfreien Einwirkung bringen. Endlich werden dadurch grosse Mengen bisher unverwertbarer Brennstoffe, z. B. Kokslösche und Kohlenschlamm, nutzbar gemacht.
Man lässt die Einführstoffe unmittelbar in die Düsenstücke oder Formen einfliessen. Dort werden sie vom Windstrom gefasst und mit in den Ofen geleitet. Zur Einführung eignen sich z. B. Fallröhren von solcher Länge, dass der Gefällsdruek der Stoffsäule den Winddruck des Ofens'übersteigt. Die Formen verschmieren nicht und bleiben zugänglich.
Die Zufuhr kann leicht durch Schieber u. dgl. geregelt werden. Auch kann man den Gichtstaub aus entsprechend hoch gelegenen Staubsammlern dem Ofen unmittelbar wieder zufliessen lassen, wodurch alle weiteren Fördereinrichtungen entbehrlich werden.
Die Ofenbedienung ist einfach. Durch Einstellen der Schieber für die verschiedenen einzuführen- den Schmelz-und Brennstoffe und durch die Regelung der Windmenge, Windwärme und des Winddruckes werden der Ofengang und die Beschaffenheit des Schmelzerzeugnisses in die gewünschte Richtung geleitet.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zum Betriebe von Schachtöfen, insbesondere von Hochöfen, unter Einführung von staubförmigen Brennstoffen, Erzen, Gichtstaub u. dgl. durch Luftdüsen in die Schmelzzone des Ofens, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Stoffe unter statischem Druck einfliessen lässt, wodurch der Ofen- gang unmittelbar regelbar wird.
Claims (1)
- - 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch derart EMI2.2 Fördereinrichtungen entbehrlich sind.3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsammler für den Gichtstaub so hoch liegen, dass der Gefällsdruck den Ofendruck übersteigt.
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