AT95046B - Elektrisches Kohle-Zinkelement. - Google Patents

Elektrisches Kohle-Zinkelement.

Info

Publication number
AT95046B
AT95046B AT95046DA AT95046B AT 95046 B AT95046 B AT 95046B AT 95046D A AT95046D A AT 95046DA AT 95046 B AT95046 B AT 95046B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
zinc
carbon
electrode
liquid
carbon electrode
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Charles Fery
Original Assignee
Charles Fery
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Charles Fery filed Critical Charles Fery
Application granted granted Critical
Publication of AT95046B publication Critical patent/AT95046B/de

Links

Landscapes

  • Hybrid Cells (AREA)
  • Electrodes For Compound Or Non-Metal Manufacture (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrisches   Kohle-Zmlement.   



   Die meisten elektrischen Elemente nutzen sich auch bei geöffnetem Stromkreis ab, u. zw. wird dies durch die Konvektion der Flüssigkeit rings um die meist aus Zink bestehende negative Elektrode verursacht. Die sich bildenden Zinksalze haben nämlich grössere Dichte als die Erregerflüssigkeit und es entsteht dadurch eine ständige Erneuerung derselben an der negativen Elektrode. 



   Bei der gewöhnlichen Form der senkrecht in die Flüssigkeit eintauchenden Zinkelektroden ist ferner oftmals Bruch in der   Oberfläche   festzustellen. Dies rührt daher, dass der Sauerstoff der Luft in diesem Punkte die Auflösung des Zinkes verursacht. Durch die Gegenwart des Zinkes an der Oberfläche der Flüssigkeit wird auch Sauerstoff aufgenommen, der sich in der Flüssigkeit löst und die Kohlenelektrode depolarisiert. Die Diffusion der Zinksalze im Oberteil der Flüssigkeit verursacht die Abscheidung von Sauerstoffsalzen in den Poren der positiven Kohlenelektrode, wodurch diese Elektrode durch Kristallbildung oder durch Entstehung von Zinkhydroxyd verschmutzt wird. 



   Diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden, u. zw. besteht das neue Element aus einer senkrecht angeordneten Kohle und einem Zinkblech, das den ganzen unteren Teil des Gefässes einnimmt. Als Erregerflüssigkeit wird die Lösung eines Ammoniumsalzes, insbesondere Salmiak, verwendet. 



  Es ist wesentlich, dass die Zinkplatte am Boden des Gefässes untergebracht wird und eine möglichst grosse Oberfläche einnimmt und die Kohlenelektrode in Stabform angewandt wird und sich durch die ganze Höhe der Flüssigkeit erstreckt. 



   Die beim normalen Arbeiten des Elements gebildeten Zinksalze sammeln sich infolge ihres höheren spezifischen Gewichtes in einer dichten Schicht am Boden. Das dort liegende Zink wird auf seiner gesamten Oberfläche von einer einheitlichen Flüssigkeit umgeben und so die örtliche Einwirkung vermieden. Anderseits wird der obere Teil der positiven Elektrode niemals mit der gesättigten Zinklösung in Berührung kommen können und es bleibt so ihre Porosität gewahrt, so dass die Depolarisation äusserst rasch eintreten kann. 



   Der während der Tätigkeit des Elements sich entwickelnde Wasserstoff setzt sich am unteren Teil der Kohle fest, während am oberen Teil derselben, der sich in Berührung mit Luft befindet, keine Polarisation auftritt. Im selben Masse, wie sich der untere Teil polarisiert, bildet sich am oberen Teil 
 EMI1.1 
 zwischen dem Ober-und Unterteil der Kohlenelektrode entwickelt, der so lange auftritt, als die beiden Enden der Kohle nicht das gleiche Pontential haben. Die obenstehende, verhältnismässig leichte Flüssigkeit kann bequem den Sauerstoff der Luft aufnehmen, während am Boden liegende dichte Lösung kein oder nur sehr wenig Gas absorbiert, so dass das Zink während der Ruhepause nicht angegriffen wird. Der   Zinkverbrauchist auf 1'25 g für die Amperestunde festgestellt, nähertsichalso stark dem theoretischen Werte.   



   Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungform dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 einen Schnitt durch das Element, Fig. 2 die Ansicht einer besonderen Ausführungsform der Kohlenelektrode. 



   Die Zinkplatte (Fig. 1), die auf dem Boden des Gefässes angebracht ist, ist vom Kohlenzylinder C durch eine Filzplatte F oder durch ein Ebonitkreuz oder durch irgendeine andere isolierende Masse getrennt. Die Verbindung mit dem Zink wird durch einen auf seiner ganzen senkrechten Ausdehnung 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 isolierten Draht hergestellt. Während des Arbeitens wird ein die ganze Höhe des Gefässes ausfüllendes
Lackmuspapier eingebracht, an dem man sieht, dass die Flüssigkeit unterhalb des Filzes sauer wird. 



   Es bildet sich dort   Zinkchlorür.   Im Gegensatz hiezu wird die Flüssigkeit, die am oberen Teil des Ele- ments anliegt, alkalisch, da sie das Ammoniak des Erregersalzes enthält. Das Ammoniakgas kann sieh frei entwickeln, ohne mit dem   Zinkehlorür     zusammenzutreffen,   mit dem es die wohlbekannten Kristalle bilden würde. 



   Man kann die Elektrode 0, die zylindrische Form hat, durch ein flügelartiges oder lamelliertes
Stück Kohle ersetzen, um die depolarisierende Oberfläche der positiven Elektrode zu. vergrössern (s. Fig. 2). 



   Da der untere Teil der positiven Elektrode nur eine sehr geringe Entfernung von der negativen
Elektrode hat, ist der elektrische Widerstand des Elements sehr gering. 



   Man bemerkt, dass das Sinken des Flüssigkeitsspiegels in dem Gefässe die wirksame Oberfläche der Elektroden nicht geringer macht, wie dies bei den gewöhnlichen Elementen der Fall ist. Die rasche
Depolarisation der neuen Elemente wird durch die elektrischen Ströme veranlasst, die zwischen dem oberen und unteren Teil der   Kohlenelektrode auftreten..   



   In Fig. 1 ist angedeutet, dass nach dem Arbeiten der untere Teil der Elektrode stark polarisiert ist, während der obere Teil, der von einer mit dem Sauerstoff in Berührung stehenden Flüssigkeit benetzt wird, nur wenig polarisiert ist. Es entwickelt sich demnach ein elektrischer Strom zwischen diesen beiden
Punkten, dessen Intensität die Depolarisation ergibt. Die Stärke dieser   Ströme'wird noch dadurch   vermehrt, dass die positive Elektrode in ihrem oberen Teil mit Flüssigkeiten verschiedener Dichte und verschiedener Zusammensetzung in Berührung kommt. Damit diese Depolarisation möglichst gross wird, ist es zweckmässig, den wagerechten Durchmesser der   Flüssigkeit   so gross wie möglich zu machen. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrisches Kohle-Zinkelement, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmige Zinkelektrode wagerecht am Boden des Elements liegt, so dass sie   immer vollständig   von der dichten mit Zink gesättigten
Erregerflüssigkeit umgeben ist, während die stabförmige Kohlenelektrode senkrecht angeordnet ist, wobei der untere Teil der Kohlenelektrode der Zinkelektrode möglichst angenähert und der obere Teil der Kohlenelektrode in Berührung mit Luft erhalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenelektrode die Form eines Hohlzylinders hat oder eine mit Einschnitten versehene im Schnitte sternförmige Gestalt aufweist, um ihre Oberfläche zu vergrössern.
    I 3. Element nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmige Zinkelektrode von einer Scheibe aus Filz oder einem ähnlichen porösen, isolierenden Stoff bedeckt ist, auf der die Kohlen- elektrode ruht.
AT95046D 1914-12-01 1921-03-26 Elektrisches Kohle-Zinkelement. AT95046B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR95046X 1914-12-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT95046B true AT95046B (de) 1923-11-26

Family

ID=8814296

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT95046D AT95046B (de) 1914-12-01 1921-03-26 Elektrisches Kohle-Zinkelement.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT95046B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2736883A1 (de) Elektrolytspeicherschicht fuer brennstoffzellen
DE1421548B2 (de) Brennstoffelement
DE1025025B (de) In alkalischen Primaerelementen verwendbare, korrosionsgeschuetzte Nickelelektrode
DE1271798B (de) Elektrode fuer Brennstoffelemente
DE1571961A1 (de) Gasdicht verschlosener Bleisammler mit antimonfreien Gitterplatten
DE646869C (de) Negative Elektrode fuer alkalische Sammler
AT95046B (de) Elektrisches Kohle-Zinkelement.
DE328641C (de) Elektrisches Kohle-Zinkelement
DE549546C (de) Mit Hohlraeumen versehene positive poroese Elektrode fuer elektrische Elemente
DE1571964B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Doppelschichtelektrode mit Nickel als Gerüstmetall für die Reduktion von Sauerstoff in Brennstoffzellen
DE440806C (de) Trockenelement
AT54466B (de) Kohlenelektrode für galvanische Elemente, bei welchen die elektrolytische Flüssigkeit oder das depolarisierende Gas oder deren Gemisch durch die Poren der negativen Elektrode geleitet wird.
AT99199B (de) Elektrolytische, mit Diaphragmen ausgerüstete Zelle.
DE416506C (de) Galvanisches Element, dessen positive Elektrode aus einem poroesen leitenden Koerper besteht, der undurchlaessig fuer den Elektrolyten, aber durchlaessig fuer Gase ist
DE392688C (de) Galvanisches Element
DE496712C (de) Bleiakkumulator
DE472966C (de) Verfahren zur Herstellung von fuer die Luftdepolarisation galvanischer Elemente oderAkkumulatoren geeigneten poroesen Koerpern
DE19523C (de) Hermetische Batterie
DE392980C (de) Galvanisches Element
AT113603B (de) Elektrolytischer Kondensator.
DE418960C (de) Elektrisch beheiztes Kochgefaess mit selbsttaetiger Ausschaltung des Heizstromes beibestimmter Inhaltsverminderung
DE388237C (de) Galvanisches Element
AT20869B (de) Verfahren, um Eisen, Nickel und Kobalt als Masseträger für Sammlerelektroden geeignet zum machen.
AT149785B (de) Negative Elektrode für alkalische Sammler.
DE568633C (de) Verfahren zum Impraegnieren eines poroesen Kohlenstabes fuer galvanische Elemente