DE472966C - Verfahren zur Herstellung von fuer die Luftdepolarisation galvanischer Elemente oderAkkumulatoren geeigneten poroesen Koerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fuer die Luftdepolarisation galvanischer Elemente oderAkkumulatoren geeigneten poroesen Koerpern

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DE472966C
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accumulators
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porous bodies
depolarization
galvanic elements
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LE CARBONE SA
Mersen SA
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LE CARBONE SA
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M12/00Hybrid cells; Manufacture thereof
    • H01M12/04Hybrid cells; Manufacture thereof composed of a half-cell of the fuel-cell type and of a half-cell of the primary-cell type
    • H01M12/06Hybrid cells; Manufacture thereof composed of a half-cell of the fuel-cell type and of a half-cell of the primary-cell type with one metallic and one gaseous electrode

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von fär die Luftdepolarisation galvanischer Elemente oder Akkuinulatoren geeigneten porösen Körpern Bei galvanischen Elementen mit Luftdepolarisation wird bekanntlich die depolarisierende Wirkung der Luft in sehr erheblichem Maße verzögert, wenn die Poren des die positive Elektrode des Elementes umlyebenden Körpers, beispielsweise Holzkohle, Z, sich mit Flüssigkeit anfüllen. Das ist aber nicht zu vermeiden, wenn,die Depolarisationsmasse mit dem Elektrolyten in Berührung kommt. Daher hat die Anmelderin schon vor einigen Jahren vorgeschlagen, die die positive Elektrode umgebende, die Depolarisation durch Luft vermittelnde poröse Masse durch eine Umhüllung zu schützen, die für Flüssigkeiten ganz oder praktisch undurchlässig, für Gase indessen durchlässig ist, außerdem aber dem Durchgang des elektrischen Stromes keinen nennenswerten Widerstand entgegensetzt.
  • Zu diesem Zweck ist in der Patentschrift 388 237 vorgeschlagen, die -Umhüllung der die Depolarisation - vermittelnden porösen Masse, z. B. poröse Kohlie, aus einer koHoidalen, gelatinösen, zur Pektisation geeigneten Masse zu bilden, und nach dem in der Patentschrift 395 153 beschriebenen Verfahren besteht die kollodale pektisierte Umhüllung oder Haut des porösen Elektrodenkörpers aus Zinkoleomargarat. Bei der Pektisation oder dem Erstarren der Umhüllung oder Haut verbleiben in ihrem Konstitutionswasser die Metallsalze derart, daß die Leitfähigkeit der Umhüllung oder Haut für den elektrischen Strom in solchem Maße bestehen bleibt, daß der innere Widerstand des Elementes gar nicht oder doch nicht in nennenswertem Maße erhöht wird.
  • Durch wiederholte Versuche ist festgestellt, daß man mit gleich gutem, vielfach sogar mit besserem -Erfolge die zur Depolarisation dienenden porösen Körper und auch die porösen-Elektroden selbst dadurch für Flüssigkeiten undurchlässig machen kann, während sie Gasionen durchlassen, daß man die einzelnen Körner, aus denen die Depolarisationsmasse oder Elektrode geformt oder hergestellt werden soll, vorher mit einer pektisierten oder pektisierbaren Haut oder Umhüllung versieht, die infolge der in ihrem Konstitutionswasser enthaltenen - Metallsalze ein guter Stromleiter ist, gleichzeitig aber den Durchgang von Gasionen besonders deswegen erleichtert, weil man nach dieser Ausführungsform der Erfindung den Körnern gut leitende Stoffe beimischen kann, ohne die absorbierenden Eigenschaften der so umhüllten Körner zu verringern. Diese Haut oder Umhüllung gestattet also nicht nur die Absorption der bei der Reaktion im galvanischen Element oder Akkumulator entstehenden Gase, sondern sie vermittelt auch deren Depolarisation durch den Sauerstoff der Luft, wobei aber die Körner durch die Haut gegen das Eindringen der elektrolytischen Flüssigkeit geschützt #sind.
  • Das neue Verfahren besteht demgemäß im Grundgedanken darin, dem Pulver innig eine kolloidale, zur Pektisation geeignete Lösung beizumischen, und zwar in einer Menge, die genügt, um jedes poröse Körnchen des Pulvers besonders mit einer pektisierben Haut zu überziehen, die dicht gegen Flüssigkeiten und für ionisierte Gase durchlässig ist.
  • Das so undurchlässig gemachte Pulver aus porösen Körnchen kann man dann allein oder mit einem Depolarisator, z. B. mit Braunstein oder mit einem leitenden Stoff, z. B. mit Graphitpulver gemischt, verwenden. Dieses Pulver aus porösen fürFlüssigkeiten undurchlässig gemachten Körnchen kann von einem porösen Behälter aus Ton oder Geweben umschlossen sein oder als Brikett verwandt werden.
  • Zum Undurchlässigmacheneines Holzkohlepulvers zwecks Gebrauches bei, der Herstellung elektrischer Elemente mit Depolarisation durch den Luftsauerstoff kann beispielsweise wie folgt verfahren werden: In einen ungefähr 30 kg gewöhnliche, pulverförmige Holzkohle enthaltenden Behälter, wobei der Kohle z. B. Graphitpulver beigemischt ist, um die Leitfähigkeit des Pulvers zu erhöhen, gießt man eine kolloidale Lösung, die etwa wie folgt hergestellt wird: Man löst 875 9 Stärkemehl, beispielsweise Arrowroot, _ in einem, - Liter kalten -Wasser und mischt darauf diese Lösung mit ungefähr 9 1 Wasser von ungefähr 8 5' C. Nach, dem Erkalten gießt man diese kolloidale Lösung über das Holzkohlepulver"dem Graphitpulver beigemischt war oder nicht, und rührt dieganze Masse so, lange um, bis man eine möglichst innige Mischung erreicht hat.
  • Während des Rührens bildet die kolloidale Lösung auf der Oberfläche jedes Körnchens des Holzkohlepulvers ein Koagulum, das bis zur Pektisation trocknet, derart, daß schließlich jedes Pulverkörnchen von diesem pektisi-erten Koagulum eingehüllt ist, das eine Haut bildet, die es gegen jedes spätere Eindringen von Flüssigkeit schützt, aber Gasionen durchläßt.
  • Zu beachten ist, daß auf Grund der Schnelligkeit, mit der sich Idas Koagulum bildet, und auf Grund der unmittelbaren Pektisation jedes poröse Körnchen unmittelbar von der kolloidalen Suspension isoliert wird und die Dauer des Umrührens des Pulvers mit der Lösung ohne Einfluß auf die Stärkeder auf jedem Körnchen gebildeten Haut ist; es kann sich also nur eine außerordentlich dünne Haut bilden, ohne daß der kolloidale Stoff in die Masse jedes porösen Körnchens eindringt, folglich behalten diese selbst immer ihre gasabsorbierenden Eigenschaften. Das so erhaltene Erzeugnis mit für Flüssigkeit undurchlässig gemachten Körnchen läßt sich in Trockenelementen und in nassen galvanischen Elementen verwenden; es ist mit und ohne Zusatz von Braunstein verwendbar, in Gestalt von Pulver oder in zusammengeballtem Zustand, je nach der Art des Elementes oder Akkumulators, in dem es Verwendung finden soll; im ersten Fall wird das Pulver um die positive Elektrode des Elementes in einem gewöhnlichen porösen Behälter aus Ton oder Geweben gelagert, im zweiten Fall wird es zu Blocks oder Brikette gepreßt und auf der positiven Elektrode des Elements in bekannter Weise angeordnet oder befestigt.
  • Für die Bildung der im vorliegenden Verfahren gebrauchten kolloi#dalen Lösung kann man an Stelle des oben erwähnten Stärkemehls jeden anderen geeigneten Stoff, z. B. Fischleim oder eine mineralische Seife, beispielsweisie Zinkoleornargarat, verwenden, wobei diese Lösvngen so hergestellt werden, wie es in früheren Patenten, z.B.Patenten 421 167 und 395 153, angegeben ist.
  • Bei Verwendung von Stärkemehl, insbesonders vonKartoffeln, kann man einen gewissen Teil Glycerin zufügen, z. B. 20 bis 30 g auf den Liter der Lösung, um die Pektisation zu verlangsamen und Riss ' e des pektisierten Kolloids zu vermeiden, wohl gemerkt für den Fall, wo das Pulver unter starkem Druck zusammengepreßt werden muß. Die Mengenverhältnisse der gemäß dem Verfahren der Erfindung verwendeten Bestandteile können je nach ihrer Anwendung verändert werden. Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten galvanischen Elemente liefern während längerer Zeit einen guten normalen Betrieb, ohne daß der innere Widerstand sich erheblich erhöht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von für die Luftdepolarisation #galvanischer Elemente oder Akkumulatoren geeigneten, z. B. aus Holzkohle bestehenden, porösen Körpern, dadurch gekennzeichnet, daß der Depolarisatür gekörnt, sodann. mit einer zur Pektisation geeigneten kolloidalen Lösung, wie z. B. Stärkemehl, Fischleini, Zinkoleomargarat o. dgl., mit oder ohne Zusatz vonGlycerin unterUmrühreninnig vermischt und schließlich von dem überschuß der Koilöid-al-15-sun-g abgetrennt wird.
DES64710D 1924-01-09 1924-01-09 Verfahren zur Herstellung von fuer die Luftdepolarisation galvanischer Elemente oderAkkumulatoren geeigneten poroesen Koerpern Expired DE472966C (de)

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