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Verfahren zum Aufspeichern von komprimiertem oder aufgelöstem Azetylengas.
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren und ein Mittel zum Aufbewahren von kom- primiertem oder aufgelöstem Azetylengas.
Es ist bekannt, dass Azetylengas nur aufgespeichert werden kann unter Druck und mit der nötigen
Sicherheit, wenn es in einem Lösungsmittel, wie Azeton, aufgelöst ist, welches seinerseits wieder in einem porösen Stoff absorbiert sein muss ; letzterer muss den Raum des Vorratsbehälters ausfüllen.
Sicherheitsvorschriften erfordern nun, dass die Porosität des absorbierenden Stoffes in dem Behälter nicht grösser als 80 Prozent sein soll, und dass die Porosität homogen durch den Stoff verlaufen muss, ohne dass freie Gasräume vorhanden sind.
Es ist bisher gebräuchlich gewesen, als absorbierenden Stoff gekörnten, festen Stoff, wie Holz- kohle oder animalische Fasern, wie Seide, zu verwenden. Alle diese Stoffe haben aber ihre bestimmten
Schwierigkeiten. Granulierte Holzkohle und ähnliche Stoffe haben das Bestreben allmählich durch . Reibung der Teilchen in Staub zu zerfallen, wenn der Behälter wiederholten Erschütterungen oder
Schlägen ausgesetzt ist.
Dieser Zerfall schafft einen freien Gasraum und Staubteilchen, welche leicht mit dem Gas aus- blasen und das Behälterventil oder die Düse der Blasröhre verstopfen, wenn das aufgelöste Azetylen für Saueistoff-Azetylen-Schweissung benutzt wird. Seide kann sich zwar infolge ihrer faserigen Natur nicht zersetzen, anderseits ist sie aber nicht genügend widerstandsfähig, um ein Saeken zu vermeiden, wenn sie mit dem flüssigen Lösungsmittel gesättigt ist und wiederholten Erschütterungen oder Schlägen au- gesetzt ist.
Die Folge hievon ist, dass ein freier Gasraum sich bilden kann, nachdem der Behälter auf die vorgeschriebene Porosität gepackt und in Benutzung genommen ist.
Der Zweck vorliegender Erfindung besteht darin, eine neue Art von Füllmaterial in Vorschlag zu bringen, welche dem erwähnten Füllstoff überlegen ist und welche die ihm anhaftenden Übelstände nicht besitzt. Nach vorliegender Erfindung besteht das zur Verwendung in Vorsehlag gebrachte Material aus sogenannten Kapok, javanischer Faser oder indischem Kapok. Eine Form des für vorliegende Er- findung geeigneten Kapoks ist Eriodendron Anfractuosum. Die Erfindung bezieht sich aber auch auf die
Verwendung jeder geeigneten Art von Kapok.
Es hat sich herausgestellt, dass durch die Benutzung dieses Stoffes eine viel geringere Gewichts- menge als bei den bisher verwendeten Stoffen zur Erreichung einer 80prozentigen Porosität in dem Behälter notwendig ist, dass ferner Kapok das Bestreben hat, anzuschwellen, wenn er das flüssige Lösungsmittel absorbiert und somit vollständig die Möglichkeit der Bildung von freiem Gasraum ausschliesst, der sich innerhalb des Behälters, nachdem er auf die erforderliche Porosität gepackt ist, bilden könnte. Ferner ist die ausserordentliche Leichtigkeit des Kapoks und seine verhältnismässige Billigkeit vorteilhaft, da die Tragbarkeit der Behälter. und die Kosten ihrer Herstellung günstig beeinflusst werden.
Ein weiterer Vorteil des Kapoks besteht darin, dass er sehr kurze Fasern hat und keinerlei Knoten bildet. Er packt sich daher viel leichter beim Beginn und hat eine gleichmässigere Porosität, wodurch die Bildung von Taschen für das freie Lösungsmittel und das Wegblasen mit den'austretenden Gasen verhindert ist.
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