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Verfahren und Maschine zur Herstellung von Tagesblockkalendern auf der Rotationsmaschine.
Die bisherige Methode zur Erzeugung von Blockkalendern hat darin bestanden, dass auf einer Flachdruckpresse, gewöhnlich Schnellpresse, jedes einzelne Blatt oder eine Anzahl von Kalenderblättern bedruckt, sodann die entsprechenden Veränderungen (Mutationen) vorgenommen werden, die nächste Serie wieder bedruckt wird usw. ; sodann werden die Blätter zusammengetragen, geschnitten, die bereits zusammengetragenen Lagen wieder zusammengetragen, bis endlich der fertige Blockkalender vorliegt.
Diese Art der Erzeugung ist höchst umständlich und benötigt bei grossen Auflagen bis sechs Monate Zeit.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird das Verfahren weitgehend dadurch automatisiert, dass auf einer der bekannten mit Nummernwerken verwendbaren Rotationsmaschinen der Druck der Blockkalender mit vier Arten von, den Numerateuren gleichen und ähnlichen Werken durchgeführt wird, in dem aufeinanderfolgend die Blätter für einen Monat bis zu dessen 30.
Tag gedruckt werden, dann 30 Blätter für einen Monat, dessen erster Tagesname gegenüber dem ersten Tagesnamen des vorherigen, eben behandelten Monats chronologisch der zweitnächste ist (Montag-Mittwoch oder Donners- tag-Samstag up.), dann 30 Blätter für einen folgenden Monat, dessen erster Tagesname von dem ersten des vorherigen zweitbehandelten Monats ebenfalls auf den zweitnächsten Tag fällt usw., wobei auch Monate des folgenden Jahres einbezogen werden können, um den geschlossenen Zyklus zu erhalten, wodurch ein fortlaufendes Arbeiten der entsprechend sich weitersehaltenden Druckwerke, also ein kontinuierliches Druckverfahren ermöglicht wird, das es nur noch nötig macht,
die Blätter für die 31 Tage der betreffenden Monate gesondert zu drucken und beim Sortieren der Blätter einzufügen.
Das den Druck der Wochentage vermittelnde Werk ist siebenteilig, entsprechend den sieben Tagen der Woche ; doch sind nur die sechs Wochentage plastisch auf sechs Feldern ausgeführt und statt "Sonntag"ist das 7. Feld leer gelassen. Das Nummerwerk "Sonntag" ist ebenfalls siebenteilig, enthält jedoch sechs leere Felder und nur das 7. Feld enthält plastisch den Namen,. Sonntag" und wird von einem eigenen Farbwerk gespeist.
Das den Monatsdruck vermittelnde Werk ist so angeordnet, dass die Namen der Monate nicht chronologisch aufeinanderfolgen, sondern dass jene Monate aufeinanderfolgen, deren"Erster"auf einen Tag fällt, welcher in der chronologischen Reihenfolge der Tage der Woche um zwei Tage später erscheint. als der den Ersten"des vorhergehenden Monates entsprechender Wochentag. Bei Kalender für 1916 beispielsweise ist der 1. Jänner auf einen Samstag gefallen. Auf den Jänner muss nun ein solcher Monat folgen, dessen Erster"ein Montag ist, also beispielsweise Mai usw. Das "Mol1atswrrk" ist siebenteilig und repetiert in Serien vom 30., d. h. der nächste Monat erscheint erst nach 30Drucken. Die ändern Werke gehen mit jedem Druck um ein Feld weiter.
Es wird beispielsweise auf das Blatt gedruckt :
EMI1.1
<tb>
<tb> 1. <SEP> Jänner <SEP> Samstag <SEP> (schwarz)
<tb> auf <SEP> das <SEP> 2. <SEP> Blatt <SEP> 2. <SEP> Jänner <SEP> Sonntag <SEP> (rot) <SEP> separates <SEP> Werk
<tb> auf <SEP> das <SEP> 29. <SEP> Blatt <SEP> 29. <SEP> Jänner <SEP> Samstag <SEP> (schwarz)
<tb> 30. <SEP> 30. <SEP> Jänner <SEP> Sonntag <SEP> (rot) <SEP> separates <SEP> Werk
<tb> l. <SEP> l. <SEP> Mai <SEP> Montag
<tb>
Es ist an diesem Beispiel bereits ersichtlich, warum auf Jänner nicht Februar folgen darf ; denn der 1. Februar war ja kein Montag, sondern Dienstag. Der Druck 1. Februar Montag wäre also falsch, der Kalender unbrauchbar gewesen. Die Maschine liefert also in je siebenmal 30 Druck 210 verschiedene
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Blätter, die bereits für 7 Monate Kalenderblätter entsprechen.
Die verbleibenden fiinf Monate werden in gewöhnlicher Weise durch Kombination mit 2 (eventuell 3) Monaten des nächsten Jahres gedruckt, so, dass von 12 Monaten die Blätter 1-30 vorliegen. Die Blätter werden nun entsprechend sortiert, mit den 3l.", die separat gedruckt werden, ergänzt, und vom Februar 1 bis 2 Blätter entfernt.
Der Kalender ist dadurch in etwa 1-2 Tagen nahezu ohne Handarbeit fertigzustellen und auch die Menge der erzeugten Blocks ist ein vielfaches dessen, was auf andern Maschinen herstellbar ist, so dass sowohl durch Verbilligung als auch durch Vereinfachung grosse Vorteile erzielt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Tagesblockkalendern auf der Rotationsmasehine unter Benutzung von sich selbsttätig schaltenden Nummerndruckwerken u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass aufeinanderfolgend die Blätter für einen Monat bis zu dessen 30.
Tag gedruckt werden, dann 30 Blätter für
EMI2.1
dann 30 Blätter für einen folgenden Monat, dessen erster Tagesname von dem ersten des vorherigen zweitbehandelten Monates ebenfalls auf den zweitnäehsten Tag fällt usw., wobei auch Monate des folgenden Jahres einbezogen werden können, um den geschlossenen Zyklus zu erhalten, wodurch ein fortlaufendes Arbeiten der entsprechend sich weiterschaltenden Druckwerke, also ein kontinuierliches Druckverfahren ermöglicht wird, das es nur noch nötig macht, die Blätter für die 31 Tage der betreffenden Monate gesondert zu drucken und beim Sortieren der Blätter einzufügen.