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Anordnung für Isolatoren elektrischer Niederschlagsanlagen.
Bei elektrischen Niederschlagsanlagen zum Ausscheiden von festen oder tropfenartigen Beimengungen, von fremden Beimischungen aus Gasen und Flüssigkeiten, zeigt sich der Übelstand, dass die Isolatoren der Hochspannungselektroden allmählich mit Verunreinigungen bedeckt werden, die eine leitende Schicht vom Hochspannungsisolator zur Erde bilden und dadurch die Isolation verschlechtern.
Die bekannten Anordnungen zur Vermeidung dieses Übelstandes, bei denen der Isolator in einer Nische befestigt wird, wirken nur unvollkommen, da das von der Hochspannungselektrode ausgehende elektrische Feld auch in diese Nischen eindringt und somit auch hier ein Niederschlagen der Verunreinigungen verursacht.
Diese Übelstände werden erfindungsgemäss dadurch behoben, dass das Eindringen des elektrischen Feldes in die Nische verhindert wird, indem die Nische selbst als leitender Körper ausgebildet wird, der das Feld abschirmt. Vorzugsweise muss der Rand der Nische leitend sein, damit schon hier der Hauptteil des elektrischen Feldes abgefangen wird.
Es ist weiter vorteilhaft, diesen Rand soweit an den Isolator heranzuführen, als dieses mit Rück- sieht auf etwaigen Stromübergang zulässig ist. Auf diese Weise wird erreicht, den Raum in der Nische fast vollständig feldfrei zu halten (Faradayscher Käfig) und so das elektrische Niederschlagen von Staubteilchen dort zu verhüten. Anderseits ist die Nische dann auch mechanisch mehr abgeschlossen, so dass nach Möglichkeit auch vermieden wird, dass Staubteilchen in die Nische hineingeblasen werden.
In den Fig. 1 und 2 sind Anoldnungen als Beispiele der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist der Aufriss, Fis ;. 2 ist Grund7iss. Links und ieehts von der Mittellinie des Isolators sind zwei verschiedene Ausführungs- formen gezeichnet. Der Isolator 4 trägt die Hochspannungselektrode 2. Sein Fuss ist in der Nische 3 befestigt. Dabei kann der Isolator hängend, wie in der Figur gezeichnet, oder auch wagrecht angeordnet sein. Die Nische ist erfindungsgemäss mit einer leitenden Schicht 4 versehen, beispielsweise mit einer Blechauskleidung. Die linke Seite der Figur zeigt ein weiteres Blech 5 am Rande der Nische, dass die Nischenöffnung zum Teil verschliesst und nur eine Öffnung 6 zum Durchtritt des Isolators freilässt.
Die hier entstehende ringförmige Öffnung muss gross genug sein, um ein direktes Überschlagen der Spannung vom Isolatorkörper zur Deckplatte 5 zu verhindern. Die Verkleinerung der Nischenöffnungen kann auch dadurch erreicht werden, dass die Nische konisch oder kegelförmig gestaltet wird, indem ihr Boden zur Aufnahme des Isolatorfusses grösser ist wie die Öffnung, durch die der Isolator eingeführt wird.
Die Anordnung kann nun weiter nach der Erfindung dadurch ausgestaltet und verbessert werden, dass der Isolator mit einem zweiten elektrisch leitenden Mantel umgeben wird, der in die Nische hineinragt.
Diese Nische wird hiebei zweckmässig ebenfalls als leitender Mantel ausgebildet von grösserem Durchmesser wie der erste Mantel. Der erste Mantel steht mit der Hochspannung in Verbindung, der zweite mit dem andern Pol der Elektrizitätsquelle oder mit der Erde. Eine Elektrizitätsströmung zwischen den beiden Mänteln findet nicht statt. Dies wird wirksam verhindert durch die Grösse des Durchmessers der beiden Mantelflächen und durch Vermeidung aller scharfen Kanten und Spitzen der Mantelflächen besonders an ihren Rändern.
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In den Fig. 3 und 4 sind Beispiele der Erfindung dargestellt. 1 sind die Hochspannungsisolatoren.
2 die Hochspannungsleitungen, f die mit der Hochspannung verbundene innere Mantelfläche, 8 die äussere Mantelfläche. Die Ränder der Mantelflächen sind bei 9 und 10 umgebördelt, um auch hier Ausströmungen der Elektrizität zu verhindern. Bei 11 ist die Erdung der äusseren Mantelfläche angegeben. Es ist angenommen, dass der negative Pol der Stromquelle mit den Hochspannungsleitungen 2 verbunden ist. In Fig. 3 sind zylindrische Mantelflächen, in Fig. 4 dagegen kegelförmige dargestellt.
Die Anordnung kann auch nach Fig. 5 so getroffen werden, dass der innere Mantel mit der Erde, dagegen der äussere mit den Hochspannungsausströmern verbunden ist. In der Figur ist wieder 1 der Isolator, der die an der Hochspannung liegende Schutzhülle 12 trägt, während die geerdete Schutzhülle l" konzentrisch in die erste Schutzhülle hineinragt. 2 sind wieder die am Isolator befestigten Hochspannungausströmer, während mit 14 die Decke des Gaskanals angedeutet ist. Die Ränder der Schutzhülle, die beispielsweise aus Blech hergestellt sein mögen, sind bei 16 und 17 umgebördelt, um eine Ausströmung der Elektrizität zu verhindern. Für die Wirkung genügt, dass sich zwischen den Schutzhülle ein elektrostatisches Feld ausbildet, ohne dass eine Elektrizitätsausströmung stattfindet.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Anordnung für Isolatoren elektrischer Niederschlagsanlagen, bei denen die Isolatoren in an sieh bekannter Weise mit ihrem Fuss in einer Nische des Gaskanals befestigt sind, die keinerlei Stromzuführungen enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände der Nische elektrisch leitend sind.