<Desc/Clms Page number 1>
Atmungsgerät.
EMI1.1
Der Weg, den die von dem Atmungssack bewegte Aussenluft beschreibt, kann hiebei mit Hilfe von Saug-und Druckventilen, die zweckmässig mit der Heizleitung in Verbindung stehen, so bestimmt werden, dass die Heizluft die Heizleitung zwangsweise immer in einer Richtung durchströmt, damit der Atmungssack nur mit der verhältnismässig warmen Aussenluft und nicht mit der durch den Flüssigkeit- behälter abgekühlten Luft in Berührung kommt und dadurch hart wird.
Zur Anwärmung des, als Heizmittel dienenden Teiles der Aussenluft kann man auch noch die durch die ausgeatmete Luft, insbesondere durch die Kohlensäureaufnahme in dem mit dem Gerät verbundenen Luftreinigungseinsatz erzeugte Wärme verwerten. Zu diesem Zweck ist der Zusammenbau des Gerätes so gewählt, dass der Einsatz seine ausstrahlende Wärme an die von dem Atmungssack als Heizluft bewegte Aussenluft abgibt.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1- teilweise im Schnitt ein Ausführungsbeispiel eines der Erfindung gemäss eingerichteten Atmungsgerätes in schematischer Darstellung. Fig. 2 ist eine ähnliche Darstellung,
EMI1.2
noch zwei weitere Ausführungsformen des Atmungsgerätes.
Das flüssige Atmungsgas, z. B. flüssiger Sauerstoff, befindet sich in einem für. solche Zwecke geeigneten und mit-einer zweckmässigen Aufsaugemasse, z. B. Asbest od. dgl. gefüllten Behälter a (Fig. 1),
<Desc/Clms Page number 2>
der in bekannter Weise von einem Aussenbehälter b umgeben ist, der ihn gegen die Einwirkung von Aussenwärme schützt. In dem Aussenbehälter b ist gemäss der Erfindung auch der Atmungssack c des in bekannter Weise aus einem Luftreinigungseinsatz d, einem Ventilkasten e mit Einatmungsventil el und Ausatmungsventil e2 und einem nach dem Gesiehtsanschlussorgan (Maske oder Mundstück) führenden Atmungsschlauch I bestehenden Atmungsgerätes untergebracht.
Der Atmungssack steht mit dem Ventilkasten e und dem Einsatz d, in bekannter Weise in Verbindung. Von dem Behälter a führt ein Rohr g nach dem Ventilkasten e, um das verdampfte flüssige Atmungsgas in den Luftweg des Gerätes überzuleiten.
Bei der Einatmung fällt der Atmungssack c aus der punktierte Stellung (Fig. 1) ungefähr in die mit ausgezogenen Linien dargestellte Stellung zusammen und übt dadurch in dem Aussenbehälter b eine Saugwirkung aus, durch die Aussenluft durch den Stutzen h in den Behälter b hineingeholt wird. Bei der Ausatmung bläht sich der Atmungssack c wieder auf und stösst die vorher in den Behälter hineingeholte Luft durch den Stutzen h wieder aus usw.
Die durch die Saug-und Druekbewegungen des Atmungssackes in den Behälter b hineingeholte und wieder ausgestossene Aussenluft durchströmt hiebei die zwischen dem Flüssigkeitsbehälter a und dem Aussenbehälter b belassenen, Heizkanäle bildenden
EMI2.1
punktiert dargestellt) beim Einzug in der einen und beim Ausstoss in der andern Richtung und gibt dabei ihre Wärme an den Behälter a ab. Die dadurch vergaste Flüssigkeit tritt durch das Rohr g in das Atmungsgerät über. Je stärker, d. h. je tiefer und je häufiger der Gerätträger atmet, desto mehr Aussenluft wird in dem Behälter b hin und her bewegt und desto mehr Atmungsgas in dem Flüssigkeitsbehälter a entwickelt.
Die Versorgung des Atmungsgerätes mit Atmungsgas wird also durch die Atmung selbst selbsttätig geregelt.
In manchen Fällen wird es zweckmässig sein, den Flüssigkeitsbehälter a und den Atmungssack a in je einem besonderen Aussenbehälter bl bzw. b2 (Fig. 2) unterzubringen und beide Behälter durch einen Kanals od. dgl. miteinander in Verbindung zu setzen.
Will man verhindern, dass durch Berührung mit dem Behälter a abgekühlte Luft den Atmungssack bestreicht und diesen hart macht, so kann dies dadurch vermieden werden, dass man die Aussenluft mit Hilfe von Rückschlagventilen zwangsweise in nur einer Richtung um bzw. durch den Behälter a strömen lässt. Zu diesem Zweck ist der Aussenbehälter b (Fig. 3,4) bzw. 7J2 (Fig. 2) mit einem Einsatzstutzen m und dieser mit einem bei der Einatmung (Zusammenfallen des Atmungssackes) sich selbsttätig öffnenden Saugventil n versehen, während der nunmehr lediglich als Anlass dienende Stutzen h mit einem sich bei der Aufblähung des Atmungssackes selbsttätig öffnenden Druckventil 0 (Fig. 3,4) ausgerüstet ist.
In Fig. 2 ist gezeigt, dass ein solches Druckventil anstatt in dem Auslassstutzen A der Heizleistung i bzw. des den Flüssigkeitsbehälter a umgebenden Behälters 01 auch in dem Einlass-oder Verbindungsstutzen & angeordnet sein kann.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäss Fig. 3 und 4 saugt der Saughub des Atmungssackes bei geschlossen bleibendem Ventil c Aussenluft in den Behälter b durch das sich öffnende Ventil ? ein. Diese hineingeholte Aussenluft wird durch die nachfolgende Aufblähung des Atmungssackes bei geschlossenem Ventil n durch das sich öffnende Ventil o wieder ausgestossen, wobei es den Flüssigkeitsbehälter a umspült bzw. dessen Heizleitung i durchstreicht.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wird die von dem Saughub des Atmungssackes in den
EMI2.2
übergedrückt, worin sie, soweit sie nicht durch den Stutzen TL ins Freie gelangt, bis zum nächsten Druckhub des Atmungssackes stehen bleibt, um dann durch die von dem neuen Saughub des Atmungssaekes herbeigeschaffte Aussenluft hinausgestossen zu werden, usw.
Bei den Geräten nach Fig. 2-4 wirkt also der Atmungssaek gleichsam als eine einfach wirkende, in nur einer Richtung fördernde Pumpvornchtung, die bei dem einen Hub Aussenluft ansaugt und diese beim nächsten Hub um den Flüssigkeitsbehälter oder durch dessen Heizleitung treibt, und zwar so, dass die Strömung der Luft immer in der gleichen Richtung stattfindet und abgekühlte Luft mit dem Atmungssack nicht in Berührung kommt.
Bei dem Gerät nach Fig. 1 wirkt der Atmungssack dagegen als Kolben einer Spritze, indem er die durch die Öffnung h in den Behälter b eingesaugte Aussenluft durch dieselbe Öffnung wieder ausstösst, so dass die Heizluft eine Hin-und Herbewegung um bzw. durch den Flüssigkeitsbehälter erhält, wobei die bei der Einzugsbewegung im Behälter a abgekühlte Luft den Atmungssack bespült, was bei den Geräten nach Fig. 2-4 vermieden ist.
In Fig. 4 ist gezeigt, wie die durch die Ausatmungsluft bzw. die Kohlensäureaufnahme erzeugte Erhitzung des Einsatzes cl zum Anwärmen der zur Beheizung des Flüssigkeitsbehälters dienenden Aussenluft verwertet werden kann. Es wird dies dadurch erreicht, dass man den Einsatz d einfach in den Atmungssack umschliessenden Behälter b (oder 02, Fig. 2) verlegt oder so an diesem anordnet, dass die entwickelte Wärme in das Innere dieses Behälters ausstrahlt und die darin befindliche Aussenluft entsprechend anwärmt.
Um zu verhüten, dass sich infolge übermässiger Vergasung der Atmungssack zu straff mit Atmungs- fiat, empfiehlt es sich, in dem Atmungssack einen Auslass mit Rückschlagventil anzubringen, durch
<Desc/Clms Page number 3>
den die überschüssige Gasmenge entweichen kann. In Fig. 1 ist ein solcher Auslass mit Rückschlagventil p angedeutet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Atmungsgerät zum Atmen in giftigen Gasen mit einem Atmungssack und einem verflüssigtes Atmungsgas enthaltenden Behälter, dessen Inhalt durch die einem Ummantelungsgehäuse des Behälters zugeführte Aussenluft vergast wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Atmungssack (e) im Innern des Ummantelungsgehäuses (b) angeordnet ist.