AT9157B - Verfahren und Vorrichtung zum Vervielfältigen von Phonogrammen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Vervielfältigen von Phonogrammen.Info
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Description
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falls in Rotation versetzt. Nunmehr wird die Inductionsspule in Thätigkeit gesetzt und der Strom so reguliert, dass zwischen den Elektroden 9 eine ruhig streichende Entladung von hoher Spannung stattfindet. Durch eine derartige Entladung in einem cvacuicrten Raum wird eine rasche Verdampfung des, Elektrodenmetalls und ein Niederschlagen des verdampften Metalls auf der Phonographenwalze in Form eines äusserst feinen, gleicht mässigen und zusammenhängenden Überzuges erreicht, so dass durch einen nachfolgenden, gewöhnlichen elektrolytischen Process eine stärkere Plattierung vorgenommen werden kann.
Es ist selbstverständlich, dass die beschriebene Methode des Niederschlagens von ) IotaUdämpfen mitte1st einer ruhig streichenden, elektrischen Entladung auch für andere Zwecke Verwendung finden kann : der dünne Metalltiberzug auf den Phonogrammen kann ferner auch auf andere Weise, z. 13. durch Auftragen von Blattgold oder von Silbersalzen, welche dann durch geeignete chemische Reagentien zu Metall reduciert werden, erreicht werden.
Nachdem man auf diese Weise auf dem Phonogramm einen äusserst dünnen Metall- überzug erzeugt hat, wird das Phonogramm aus der Vacuumkammer entfernt., und dem Überzug durch einen rascher verlaufenden Process, z. B. durch Erzeugung eines Kupferiiberzuges im eloktrolytischen Bad, eine grössere Dicke gegeben. Hierauf wird das eigent- liche Phonogramm aus der auf demselben gebildeten Metallhülle entfernt, indem man e. durch Kälte sich zusammenziehen lässt und herausstreift oder es ausschmilzt. Die Aussenfläche der so gebildeten Metallform wird hierauf vollkommen glatt abgedreht und so genau wie möglich passend in einen cylindrischen Mantel, der zweckmässig aus Messing besteht, eingesetzt.
Auf diese Weise hat man eine hohle, cylindrische Metallform, welche auf der Innenfläche das Negativ des Originalphonogramms trägt, und von welcher durch
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In Fig. 2 ist 23 eine Grundplatte, auf welche die Form aufgestellt wird. 24 ist der äussere Messingmantel und 25 die eigentliche Form mit dem Negativ auf der inneren Seite.
Hi ist eine leere Phonographenwalze von bekannter, seifenähnlicher Zusammensetzung. In die conische Bohrung dieser Walze passt der conische Dorn 27.
Um mit dieser Vorrichtung Copien des Phonogramms herzustellen, wird die leere Walze in die Form gestellt und sammt dieser einer Erhitzung ausgesetzt. Infolgedessen
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negative l'honogramm der Form eindrücken und empfängt ihrerseits einen positiven Eindruck des Phonogrammes. Gleichzeitig wird die Walze durch die Erwärmung etwas weicher. so dass mittelst des Dornes 27 das Eindrücken der Walze in das Negativ noch unterstützt werden kann. IIiedurch wird ein klarer, scharfer und absolut genauer Abdruck des Originals erzielt. Der Dorn wird alsdann herausgezogen, und die Vorrichtung in einer Cefrierkammer der Kälte ausgesetzt, so dass die Duplicatwalze sich sehr stark zusammenzieht und einfach in achsialer Richtung aus der Form herausgezogen werden kann.
Es ist zu bemerken, dass der Eingriff der leeren Walze mit der Form durch die Wärmeau- dehnung allein oder auch dadurch erfolgen kann, dass die Walze zunächst durch An- ärmen weich gemacht und dann mechanisch mittelst des conischen Domes eingepresst werden kann. Die Verbindung beider Verfahren in der beschriebenen Weise ist jedoch vorzuziehen. mittels der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung erfolgt die Herstellung des Duplicato-- durch Eingiessen von geschmolzenem Material in die das Negativ tragende Form. Die
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Seifen oder anderem geeigneten Material, welchem eine Substanz zugesetzt wird, die durch Wasser nicht angegriffen wird, wie z. B.
Ceresin, wodurch die Copien gegen die Einwirkungen der atmosphärischen Feuchtigkeit geschützt werden. Die Masse wird in dem Bottich 30 durch Wärme, welche auf geeignete Weise, z. B. durch eine Gasheizung 3 : J mit mehreren Brennern, erzeugt wird, in geschmolzenem Zustande erhalten. Das Niveau des geschmolzenen Materials wird annähernd auf der durch die gestrichelte Linie angedeuteten Höhe erhalten, indem stets soviel frisches Material zugeführt wird, wie bei dem
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Bei der Handhabung der Vorrichtung wird zunächst der Kolben 33, wie gezeichnet, unter die Öffnungen 31 geführt, so dass das geschmolzene Material über den Kolben in den Cylinder eintreten kann. Da der Kern 34 hohl ist, so erreicht er fast augenblicklich die Temperatur des geschmolzenen Materials und kann daher das letztere nicht wesentlich abkühlen. Hebt man nun den Kolben 33, so wird das darüberbenndliche, geschmolzene Material, indem es den coniscllen Kern 34 umgibt, in die Form 28 gehoben, wobei etwa
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der Form wird das geschmolzene Material sofort auf seiner Oberfläche abgekühlt, und der von dem Negativ erhaltene Abdruck wird fest und dauernd.
Um diese Abkühlung der Oberfläche des geschmolzenen Materials noch zu beschleunigen, kann die Form durch
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des geschmolzenen Materials schreitet nach dem Kern hin vor, wobei jede Volumverminderung durch Zusammenziehung durch das in der Kappe 37 befindliche, überflüssige Material compensiert wird. Sobald das Material in der Form vollständig abgekühlt ist.
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und dem dazwischen befindlichen Grusstück von dem Cylinder 29 entfernt und vollständig abgekühlt, bis die eingegossene Masse sich soweit zusammengezogen hat. dass das Guss- stück durch Abwärtsdrticken des Kolbens 33 aus der Form sich herausziehen lässt. Die Stange 35 wird alsdann von dem Korn 34 abgeschraubt, und die fertige Phonogramm- Copie wird von dem Kern abgehoben.
Die fertigen Stücke werden an den Enden glatt
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der Form erforderliche Zusammcnziehung mit einer beträchtlichen Verkürzung der Länge verbunden. Die Schwindung beträgt bei gewöhnlichen Walzen annähernd ein Procent. Es ist sonach nöthig, dass das Originalphonogramm auf einer Sprechmaschine hergestellt wird, deren Transportschraube eine geringere Anzahl von Windungen auf die Längeneinheit besitzt, als diejenige Maschine, auf welcher die Duplicatc benutzt werden sollen, damit nach der Zusammcnziebung dos Materials die Steigung der Recordwindungen des duplicata
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PATENT-ANSPRÜCHE : 1.
Verfahren zum Vervielfältigen von Phonogrammen, dadurch gekennzeichnet, dass,
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mit HücJisicht auf die jeweilig gebräuchlichen Phonographen erhalten soll, dem OriginalPhonogramme bei der Aufnahme eine um so viel grössere Ganghühe der Furche erheilt. wird, dass die Verringerung der Ganghöhe der ('opienfurche. weiche durch die Zusammen- ziohung des Copienmatorials, während der nach dem Erstarren der Copie stattfindenden Abkühlung bedingt ist, eben aasreicht, um die Ganghöhe der Copie auf die normale Grösse zu bringen.
Claims (1)
- 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass EMI3.7 bekannter Weise auf galvanoplastischem Wege herzustellende Matrize zunächst ein äusserst feiner Metallüberzug dadurch hergestellt wird, dass das Originalphonogramm im Vacuum und zweckmässig rotierend zwischen zwei Metallelektroden angeordnet wird, zwischen denen EMI3.8 einer Vacuumkammer mit zwei Metallelektroden.deren Zuleitungen an eine Inductionsspule oder an eine andere Elektrieitätsquelle von hoher Spannung zur Erzeugung einer ruhig streichenden Entladung zwischen den Elektroden angeschlossen sind, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Metallelektroden (9) an zwei aus Isoliermaterial bestehende, im Innern die Zuleitung enthaltende Träger (5) arigehängt sind, zwischen denen ein Drehzapfen (10) für das Ankerrad (13) angeordnet ist, welches das Originalphonogramm trägt und das- EMI3.9 seines grösseren Ausdehnungs-Coëfficienten sich derart ausdehnt, dass es in die negativen RecordcurvenderFormemtritt.<Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 ziehung derselben in radialer Richtung hervorgebracht wird, um die Copie durch einfache Längsbewegung sammt dem Kerne aus der Form bringen zu können.ss. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Anordnung eines hohlen Kernes im Inneren der Matrize, von welchem das Duplicat nach der Abkühlung abgehoben wird.7. Vorrichtung zur Ausführung dos Verfahrens nach den Ansprüchen 5 und ti, ge- kennzeichnet durch die Anordnung eines mit unteren Öffnungen versehenen Cylinders (29) EMI4.2
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