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PATENTSCHRIFT Ni. 9152.
CLASSE 42 : INSTRUMENTE. i) Physikalische Instrumente und Geräthe, Kalender.
LOUIS SCHÖPFER m LEIPZIG.
Apparat zum Prüfen von Materialien auf Zugfestigkeit und Messen von Belastungen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Apparat zum Prüfen von Cementkörpern und anderen Materialien auf Zugfestigkeit, sowie zur Feststellung der Belastung auf Biegung beanspruchter Brücken, Träger und dergl., bei welchem der die Höhe des ausgeübten Zuges oder Druckes anzeigende Zeiger im Augenblick des Reissens bezw. bei eintretender Verminderung der Belastung arretiert wird, so dass, während die übrigen beweglichen Organe des Apparates in ihre Anfangsstellung zurückkehren, das Anzeigewerk. in seiner Höchststellung verharrend, die Möglichkeit bietet, auch nach erfolgtem Reissen
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spielt, selbstthätig ausser Function gesetzt wird, diesen also in keiner Weise beeinflusst. so dass äusserst genaue Prüfungsresultate erzielt werden können.
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Fig. 1 veranschaulicht eine Gesammtansicht des Kopftheiles des Apparates ; Fig. 2 und 3 sind Querschnitte von Fig. l ; Fig. 4 zeigt den Apparat in Thätigkeit und Fig. o denselben bei eingetretenem Bruch dos Prüfungskörpers.
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Apparates ist durch ein Glied m mit der Anzeigevorrichtung in lösbare Verbindung gebracht, während der Belastungshebel b, je nachdem der Apparat als Zug-oder Druckfestigkeitsprüfer oder als Wage benutzt wird. eine Klaue t, einen Haken oder dgl. trägt.
Auf der Zeigerachse g ist ein Zahnrad h befestigt, mit welchem das Zahnsegment k
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Der dem Segment k entgegengesetzte Schenkel von p trägt eine Kimme, in die sich die Schneide dos am Gewichtshebel d angeordneten Gliedes m lose einlegt, so dass bei Belastung des Hebels b bexw. während der Prüfungsarbeit der Hebel p entsprechend der sich mehr und mehr steigernden Zugkraft durch das hochgehende Glied m um i gedreht und dementsprechend der Zeiger z über die mit Gewichtstheilung versehene Scheibe q bewegt wird.
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Damit nun der Apparat beim Gebrauche durch die Bremse r, s nicht beeinflusst wird, sondern frei spielen kann, ist vom Bremsbacken r eine Stange w nach dem Gewichts- hebel cl geführt, welche beim Spielen der Wage den Bremsbacken r von der Bremsscheibe s abhebt und diesen so lange von letzterer fernhält, als das Prüfungsstück der auf dasselbe ausgeübten Zugwirkung den nöthigen Widerstand entgegengesetzt (s. Fig. 4).
Tritt im Prüfungsstück ein Bruch ein, so dass also die Wage bezw. der Belastungs-
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wird auch der Bremsbacken r von l () und d freigegeben und durch Wirkung der Feder in die Bremsstellung bewegt.
Die Bremsung der Scheibe s muss im gleichen Zeitpunkt erfolgen, in welchem der Bruch im Prüfungsstück eintritt, denn da der Hebel d durch die Wirkung der Feder/ sofort und äusserst rasch zurückgezogen wird, gibt derselbe auch augenblicklich die Stange w bezw. den Bremsbacken t'frei, so dass derselbe durch die gleichfalls augenblicklich arbeitende Feder x um seinen Drehpunkt n geschwungen wird und, sich auf die Scheibe s legend, den Zeiger in seiner äussersten Stellung arretiert, bevor noch das Gegengewicht, welches das Segment k mit geringem Übergewicht ausbalanciert, in Thätigkeit treten kann.
Genau die gleiche Wirkung tritt natürlich auch ein, wenn der zum Wägen von Lasten irgend welcher Art oder zur Feststellung der erfolgten Höchstbelastung von Trägern oder dgl. benutzte Apparat bezw. dessen Hebel b entlastet wird, gleichviel ob die Entlastung plötzlich oder allmählich erfolgt.
Hiebei ist es aber wesentlich, dass der Zeiger z beim Rückgang der Hebel b, d durch das Segment k nicht mit zurückbewegt wird. weshalb die Schneide des Gliedes m einseitig angeordnet ist und sich die homme des Segmenthebels p nur lose in diese Schneide einlegt, so dass beim Bruch des Prüfungskurpors die Schneide des Gliedes in, die Kimme verlassend, sich zurückbewegen kann. ohne den Sogmenthebel p und damit den Zeiger z in seiner im Augenblick des Reissens eingenommenen gesicherten Lage zu verändern (s. Fig. 5).
Ist die ausgeübte Zugkraft von der Anzeigevorrichtung abgelesen, so kann durch Druck auf die Stange v die Bremsung aufgehoben und der Zeiger. 2 durch Wirkung eines entsprechend am Segmenthebel p angebrachten Gewichtes oder von Hand aus in seine Anfangslage zurückbewegt werden.