<Desc/Clms Page number 1>
Batterieanordnung für elektrisch angetriebene Motorwagen.
Infolge des von der Akkunmlatorbatterie eines elektrischen Motorwagens in Anspruch genommenen grossen Raumes war es bisher mit Schwierigkeiten verbunden, für die Batterie einen geeigneten Platz zu finden. Um die Batterie schnell auswechseln zu können, muss sie vorzugsweise im ganzen an ein und der- selben Stelle im Motorwagen untergebracht sein. Durch die bisherigen Anordnungen, welche diese Bedin- ) gung erfüllten, erhielt der Wagen jedoch ein unförmliches Äusseres, oder es waren die Anordnungen mit andern Übelständen behaftet.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird die Batterie im Vorderteil des Motorwagens in einer rlr Längsriehtung des Wagens geneigten Lage angebracht, u. zw. zweckmässig derart, dass die Batterie ausser dem Raum vor dem Führersitz, der gegebenenfalls dem vom Motor eingenommenen Platz eines gewöhnlichen Benzinautos entspricht, auch den unter dem Fussboden des Führersitzes befindlichen Raum und je nachdem auch einen beliebigen Teil des Raumes unter und hinter dem Führersitz ganz oder teil- weise in Anspruch nimmt.
Ist der. Wagen so gebaut, dass kein Raum vor dem Führersitz vorhanden, dieser also unmittelbar vorn am Wagen angebracht ist, so wird die Batterie ganz genau denselben Platz, wie im vorigen Falle, im Untergestell einnehmen, erstreckt sich aber dementsprechend länger hinter den Führersitz.
EMI1.1
der Zelle genügend gross. so entsteht hiedurch allerdings kein Nachteil. Man kann aber auch diesem besonderen Zweck entsprechende Zellen bauen oder auch gewöhnliche Zellen senkrecht und stufenweise im Batteriekasten anbringen.
Die Batterie ist auf dem vorgeschlagenen Platze durch Lücken in der Haube und im Fussboden des Führersitzes zwecks Untersuchung und Reinigung leicht zugänglich.
Die Auswechslung der Batterie geschieht von vorne, was andern Auswechslungsarten vorzuziehen sein dÜrfte. Insbesondere, wenn es sich um eine grössere Anzahl von Motorwagen handelt, bei denen die Batterien häufig gleichzeitig ausgewechselt werden müssen, kann das Auswechseln sehr bequem von einer Plattform aus stattfinden. gegen welche die betreffenden Autos nebeneinander herangefahren werden.
Die Batterie ist sehr gut geschützt. Wenn die Auswechslung von vorne geschieht, so kann der untere Teil des Batterieraumes vollständig eingeschlossen sein, so dass Feuchtigkeit und Schmutz nich eindringen können, wie es bei der Anbringung der Batterie unter dem Rahmen mit seitlich angeordneten Lücken für die Auswechselung der Fall ist. Ausserdem liegt bei der hier vorgeschlagenen Anordnung der Batterie auch der niedrigste Teil der Batterie beträchtlich höher als bei der gewöhnlichen Anbringung der Batterie unter dem Rahmen.
Durch die vorliegende Anordnung wird der Motorwagen allerdings etwas länger als solche Elektromobile. bei welchen die Batterie unter dem Rahmen angebracht ist, jedoch nicht länger, als es bei Benzinautos für gewöhnlich der Fall ist.
Die vorgeschlagene Anbringung der Batterie in geneigter Lage hat einen bedeutenden Vorteil auch in der Hinsicht, dass die Form des Elektromobils in dieser Weise mit der für Benzinautos allgemein üblichen Fo-'-l übereinstimmend gemacht werden kann, welche wohl als die für ein Fahrzeug mit Motor- antrieb zwecrdienlichste erachtet werden dürfte.
Dix-'erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, Fig. 1 zeigt
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
und teilweisem Schnitt. Fig. 2 ist eine schaubildliehe Darstellung des Untergestelles und Fig. 3 ein Schnitt durch dasselbe, aus welchen die Anbringung des Batteriekastens ersichtlich ist.
Vorne zwischen zwei von den beiden Räderpaaren getragenen Längsbalken a und b ist ein Rahmenkörper von annähernd parallelepipedischer Form angeordnet, welcher bestimmt ist, den Batteriekasten
EMI2.1
einander verbunden sind. Dieser Rahmenkörper ist an den beiden Balken a und b in solcher Weise befestigt, dass die unteren längsverlaufenden Seitenschienen k und l und die von den am tiefsten gelegenen Ecken d und h sich erstreckenden Stege m und n, deren andere Enden an den Balken a und b, z. B. an
EMI2.2
fest verbunden sind, als Streben dienen.
Die beiden Dreieeksysteme werden zweckmässig durch die im Rahmenkörper der Batterie vorgesehenen Querschienen cg, du, eu und fj, und gegebenenfalls auch mittels anderer, etwa erforderlicher Verbindungsschienen zusammengehalten.
Die beiden oberen längsverlaufenden Seitenschienen s und t können zweckmässig als Befestigung für den Elektromotor u u. dgl. für die Steuervorrichtung t'sowie für den Fussboden bzw. die Batterieklappen unter dem Führersitz dienen.
Der Motor ist zweckmässig mit seiner Welle in der Längsrichtung des Wagens unter dem Führersitz angebracht und wird eventuell von demselben Rahmenkörper getragen, der die Batterie festhält.
Der Motor ist vorzugsweise mit dem Rahmen fest verbunden, kann aber auch, insbesondere bei leichteren Wagen, drehbar aufgehängt werden.
Durch die Anbringung des Motors an dieser Stelle wird es möglich, ein gewöhnliches, einfaches Zahnradgetriebe su, ?, zu verwenden. Die Kraft wird von diesem Getriebe auf eine Cardanwelle z. und von dieser zweckmässig durch ein konisches Zahngetriebe in Verbindung mit der hinteren Räderwelle oder in irgendeiner andern passenden Weise auf die Räder übertragen.
Durch eine Anordnung gemäss der Erfindung erreicht man gegenüber den meisten andern Elektromobilkonstruktionen auch den Vorteil, dass alle empfindlicheren Teile, wie z. B. die Batterie, der Motor. elektrische Leitungen, der Fahrschalter usw. von der Lastbrücke entfernt liegen. Hiedurch wird der Aufbau in dieser Hinsicht demjenigen der Benzinautos völlig gleichwertig.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Batterieanordnung für elektrisch angetriebene Motorwagen, dadurch gekennzeichnet, dass der Batterieraum im Vorderteil des Wagens in einer zur Längsrichtung des Wagens geneigten Lage vorgesehen ist, wobei das hintere Ende des Batterieraumes wesentlich niedriger als dessen vorderes Ende gelegen ist.