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Haube zur medizinischen und hygienischen Behandlung des Kopfhaares.
Bei der Behandlung des Kopfhaares mit mässig oder leicht flüchtigen Stoffen, wie eine solche beispielsweise zur Beseitigung der Kopfläuse vorgenommen wird, ergibt sich der Übelstand, dass die Behandlungsmittel bei der verhältnismässig grossen Oberfläche des Kopfhaares, namentlich der weiblichen Personen, und bei der ziemlich hohen Temperatur, die in der Umgebung der Kopfhaut herrscht, schnell verdampfen und daher zum grössten Teil ungenutzt bleiben. Man hat versucht, die Wirkung der eingeriebenen Flüssigkeiten usw. zu steigern, indem man das Kopfhaar in Binden einwickelt. Aber abgesehen davon, dass derartige Binden sehr teuer geworden und nur schwer zu beschaffen sind. haben sie den Übelstand, dass sie sich fest auf das Haar auflegen und infolgedessen wesentliche Anteile der Behandlungsflüssigkeit einsaugen und ihrem Zwecke entziehen.
Ausserdem. erfordert das Auf-und Abwickeln viel Zeit und wird daher bei Massenbehandlungen in Krankenhäusern und Schulen störend empfunden.
Die erwähnten Nachteile werden durch den Gegenstand der Erfindung vermieden. Nach ihr wird, um die Behandlungsflüssigkeit vor wirkungsloser Verdampfung zu schützen, über das gesamte Kopfhaar eine Haube gestülpt, die den Hinterkopf, einschliesslich von Teilen der Stirn, der Schläfen und der Wangen, bis tief zum Nacken umschliesst. Die Haube besteht aus einem Stoffrahmen, der mit Hilfe geeigneter Bänder gegen Stirn, Schläfen und Wangen gedrückt wird, und einem an dem Rahmen, beispielsweise durch Knöpfe zu befestigenden Beutel aus einem für das Behandlungsmittel undurchlässigen Stoff.
Auf diese Weise wird um das Kopfhaar herum ein, wenn auch nicht ganz dichter, so doch vollkommen gegen die Aussenluft abgeschlossener Hohlraum geschaffen, innerhalb dessen sich eine mit dem Behandlungsmittel gesättigte Atmosphäre von verhältnismässig hoher, der Körperwärme nahe-
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Der wesentlichste Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der den Hinterkopf umschliessende Beutel von dem Rahmengestell jederzeit abgelöst und durch einen andern ersetzt werden kann. Man ist dadurch in der Lage, wenn beispielsweise verschiedene Behandlungsmittel verschiedene Impräg- nierungen des Beutelstoffes erfordern, auf ein und demselben Rahmen verschiedene Beutel zur Anwendung zu bringen. Auch liegt es nahe, den Beutel, durch den ja leicht infektiöse Krankheiten übertragen werden könnten, aus einem möglichst billigen Material, beispielsweise Papier, herzustellen, und dann nach einmaliger Benutzung zu vernichten.
Der verhältnismässig mehr Näharbeit erfordernde Rahmen kann nach jedesmaligem Gebrauch in ein Vorratsgefäss mit Desinfektionsflüssigkeit geworfen werden, und wird daher zweckmässig mit Imprägnierungen zu versehen sein, die weder durch die Behandlungs-noch durch das Desinfektionsmittel leiden.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer Haube nach der Erfindung dargestellt. Die Fig. 1 zeigt die neue Haube gebrauchsfertig, Fig. 2 den Rahmen am Kopf vor Anbringung der eigentlichen Haube, und Fig. 3 zeigt die letztere für sich allein.
Die neue Haube besteht im wesentlichen aus zwei Teilen : einem Rahmen 1 (Fig. 1 und 2) und einer Kappe 2 (Fig. 1 und 3). Der Rahmen läuft über Stirn, Wangen und unter dem Kinn hindurch. Das Stirnband 3 und die Wangenbänder 4 sind so ausgebildet, dass sie im Gebrauchszustande eine U-förmige Gestalt haben und die Aussenseite, wie Fig. 2 zeigt, abgeklappt werden kann. Das Kinnband 5 ist mittels einer Schnalle 6 seiner Länge nach einstellbar. An den rückwärtigen Enden des Stirnbandes. 3 sind Haltebänder 7 befestigt, die um den Hinterkopf gelegt werden können und zum Festhalten
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des Rahmens dienen, während ein zweites Paar von Haltebändern 8 am abklappbaren Teil des Rahmens angebracht ist.
Knöpfe 9 dienen zur Verbindung der Kappe 2 mit dem Rahmen 1. Endlich gehört zu der Haube ein elastisches, z. B. ein Spiralfederband 10, das nachträglich in die Haken 11 eingehängt werden kann, und die Haube 2 im Nacken anpresst.
Die neue Haube wird in folgender Weise angelegt : Zunächst befestigt man den Rahmen 1 mittels d ? r Bänder'/am Kopf. Dann knöpft man die Haube 2 am Rahmen fest und schlägt dessen abgeklappten Teil über den vorderen Haubenrand, worauf auch die Bänder 8 um den Hinterkopf geknüpft werden.
Endlich hakt man auf einer Seite das elastische Band 10 ein, führt es um das Genick und hakt es auch auf der ändern Seite fest.
Auf die beschriebene Weise kann die Haube, wenn auch nicht gasdicht, so doch dicht genug am Kopf befestigt werden, um ein längeres Einwirken der erzeugten Dämpfe sicherzustellen.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Haube zur medizinischen und hygienischen Behandlung des Kopfhaares, gekennzeichnet durch einen sich-gegen Stirn, Schläfen und Wangenteile anlegenden Rahmen und eine an letzterem abnehmbar befestigte Haube.