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Verfahren zur autogenen Metallbearbeitung mit Sauerstofr und zur Schweissung mit Luft.
Für die autogene Metallbearbeitung mit Sauerstoff wurde bisher hauptsächlich nur Wasserstoff oder Azetylen als Heizgas verwendet. Es wurde bereits versucht, an Stelle des teuren und häufig schwierig zu beschaffenden Wasserstoffes das diesem verwandte Wassergas zu verwenden, das in runden Zahlen aus 50 Raumteilen Wasserstoff, 40 Raumteilen Kohlenoxyd und je 5 Raumteilen Kohlensäure und Stickstoff besteht. Diese Versuche schlugen jedoch fehl, da der zum Schweissen erforderliche Hitzegrad nicht erreicht wurde.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren zur autogenen Metallbearbeitung mit Sauerstoff, bei welchem als Heizgas Wassergas verwendet wird, das von den nicht brennbaren Bestandteilen, der Kohlensäure und dem Stickstoff, ganz oder teilweise befreit ist. Bei einschlägigen Versuchen hat es sich herausgestellt, dass Wassergas schon dann zur autogenen Schweissung mit Sauerstoff verwendet werden kann, wenn in ihm entweder keine Kohlensäure oder kein Stickstoff mehr vorhanden ist. Die mit einem stickstoffarmen, aber die Kohlensäure noch enthaltenden Wassergas hergestellten Schweissungen wiesen gegenüber den mit kohlensäurefreien aber mit Stickstoff noch versehenen Wassergas erzielten Schweissungen eine grössere Dehnbarkeit auf.
Die beste Schweisswirkung wurde jedoch mit Wassergas erzielt, dem sowohl die Kohlensäure als auch der Stickstoff entzogen wurde. Die Ursache dieses Ergebnisses mag zum Teil darin zu suchen sein, dass durch die Entfernung der als Ballastgase wirkenden Kohlensäure und des Stickstoffes, die nutzlos miterwärmt werden müssen, die Heizwirkung sich erhöht. Der schädigende Einfluss der Kohlensäure rührt aber zum grössten Teil daher, dass sie sich in der Flamme aufspaltet. Dieser Vorgang erfordert Wärme, die der Flamme entzogen wird.
Ausser für das autogene Schweissen kann das von Kohlensäure oder von Stickstoff oder von beiden Bestandteilen befreite Wassergas mit grossem Vorteil auch für das Schweissen mit Luft Verwendung finden, wie beispielsweise zum Schweissen in Röhrenwerken und Kesselschmieden bei der Herstellung von Längs-und Rundnähten an Leitungsrohren und Flammrohren, sowie für das Schweissen von Wasserkammern u. dgl.
Durch die Verwendung des veredelten Wassergases wird bei dieser Art des Schweissens ein rascheres Arbeiten ermöglicht, der Abbrand vermindert und das lästige Heulen der Schweissbrenner, wenn nicht vollständig vermieden so doch wesentlich gemildert, da nunmehr wegen der höheren Verbrennungstemperatur mit einem geringeren Druck des Gases und der Luft und mit einer minder innigen Mischung beider gearbeitet werden kann.
Die Herstellung des Wassergases erfolgt bekanntlich in zwei sich stets wiederholenden Abschnitten : der Heizphase, in welcher der Brennstoff durch Luft heiss geblasen wird, und der Gasphase, in welcher Dampf durch den glühenden Brennstoff geleitet wird. Von den im Generator verbleibenden Heissblasegasen, die aus etwa 75 Raumteilen Stickstoff, 15 Raumteilen Kohlensäure und 10 Raumteilen Kohlenoxyd bestehen, rührt nun in der Hauptsache der Stickstoffgehalt des Wassergases her. Wird nun beim jeweiligen Gasen das zuerst erzeugte Gas, welches mit den Heissblasegasresten gemischt ist, von der Aufspeicherung ausgeschlossen oder gesondert aufgefangen, so enthält ein derartig veredeltes Wassergas nur etwa 1 Raumteil Stickstoff.
Dieses Gas wird, falls es nicht schon samt seinem Gehalt an Kohlensäure zur autogenen Schweissung verwendet werden soll, beispielsweise dadurch von seiner Kohlensäure befreit, dass es durch einen mit pulverisiertem Kalk gefüllten Reiniger geleitet wird.
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