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Die Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf eine Vorrichtung zur halb automatischen Betätigung von Ventilen zum Verteilen fliessender Massen, wie z. B. Staubkohleförderanlagen.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 teilweise in schematischer Darstellung eine Verteilerstation und mehrere Zweigleitungen und Ventile, welche gemäss der Erfindung zur Verteilung der Massen angewendet werden. Einzelne Teile sind hiebei im Schnitt dargestellt und andere Teile fortgebrochen. Fig. 2 zeigt ein Ventil allein mit seinem Betätigungsmechanismus in grösserem Massstabe und Fig. 3 ist eine Seitenansicht von Fig. 2.
Von einem Ausblasebehälter 1, von welchem abgemessene Mengen des fliessenden Materiales, z. B. Staubkohle, durch Pressluft verteilt werden sollen, geht eine Hauptleitung 5 aus, an welche durch Zweigleitungen die Behälter einzelner Stationen angeschlossen sind.
Bei den bisher bekannten Systemen, welche der Verteilung von Staubkohle dienen, muss jeder Wächter auf einer Zweigstation dafür Sorge tragen, dass er die nötige Kohlenmenge zugeführt erhält und wenn die Kohlenmenge zu Ende geht, so muss er dieses bei der Verteilerstation telephonisch melden und angeben, wie viel Kohle er braucht. Wenn der Wärter der Verteilerstation die Kohle liefern will, so muss er an die Zweigstation zurücktelephonieren, damit der Wärter dort seinen Schalthahn H oder 111, je nachdem, um welche Station es sich handelt, in diejenige Stellung bringt, in welche er die Hauptleitung abschliesst und die Zweigleitung 12 oder 112 nach dem Behälter der betreffenden Station freigibt.
Hierauf drückt der Wärter der Verteilerstation die gewünschte Kohlenmenge durch die Hauptleitung des Systems in dem Behälter der Zweigstation und wenn die Lieferung beendet ist, weist er den Wächter der Zweigstation telephonisch an, durch Schliessen seines Ventiles die Hauptleitung wieder zu öffnen.
Die Erfindung vereinfacht nun eine solche Handhabung dadurch, dass die Schalthähne, welche nach den Abzweigungen führen, halb automatisch eingerichtet sind und durch den Wärter auf der Verteilerstation kontrolliert werden können.
Auf der Achse jedes Schalthahnes z. B. 11 ist ein dreiarmiger Hebel 1. 3, 11. 3 oder 213 angeordnet.
Die Ventile 11, 111 usw. sind drehbare Zweiwegehähne von an sich bekannter Konstruktion. An den einander gegenüberstehenden Armen jedes Hahnes sind Zugseile oder Ketten 15 und 28 oder 115, 128 usw. angebracht, durch welche der Hahn von Hand ans verstellt werden kann, so dass er in diejenige Stellung gedreht wird, in welcher die Hauptleitung geöffnet und die Zweigleitung geschlossen ist (s. Hahn 111) oder in diejenige Stellung, in welcher die Hauptleitung geschlossen und die Zweigleitung geöffnet ist (s.
Hahn 11 und 211). An dem dritten, in der Mitte liegenden Hebelarm ist eine Zugfeder 27, 127 oder 227 befestigt, deren anderes Ende an einem Arm 6, 106 oder 206 angreift, der auf der Leitung 5 in einer solchen Entfernung festgeklemmt ist, dass die Feder die erforderliche Spannung erhält, um den Hahn, wenn er frei gegeben wird, in diejenige Stellung zurückzuziehen, in welcher die Hauptleitung geöffnet und die Zweigleitung geschlossen ist. Wenn die Hauptleitung geschlossen und irgendeine Zweigleitung geöffnet werden soll, um den benachbarten Behälter zu füllen, z. B. bei 11, so muss der Wärter die Kette 28, 128 oder 228 herabziehen und hiedurch die Feder 27, 127 oder 227 spannen.
Um den Hahn trotz des dauernd durch die Feder auf ihn ausgeübten Zuges in dieser Stellung zu halten, wird irgendeine geeignete Sperrvorrichtung, z. B. eine Bandbremse 30 angewendet, welche um eine Scheibe 29 auf der Spindel des Hahnen herumgelegt ist. Das eine Ende dieses Bremsbandes ist bei 37 festgemacht und das andere
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alle Stromkreise von einer geeigneten Stromquelle aus mit Strom gespeist werden und auf welcher doppelpolige Schalter versehen sind. Jeder Stromkreis enthält zwei Stromunterbrecher, von denen bei jedem Paar der eine, z.
B. 14, 114 oder 214 in der Nähe des Schalthahnes für den zugehörigen Stationsbehälter liegt, während der andere : J5, 135 oder 235 auf der Verteilerstation angeordnet ist.
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bremse an, wodurch der zugehörige Schalthahn entgegen dem Zug der ihn belastenden Feder in der ihm gegebenen Einstellung festgehalten wird. Nachdem der Wärter von der Verteilerstation einem bestimmten Behälter die Kohle zugedrückt hat, öffnet er den Schalter 35, 135 oder 235, wodurch die Bandbremse ausgeschaltet und die Feder 27, 127 oder 2217 zur Wirksamkeit gebracht wird, so dass der betreffende Hahn in diejenige Stellung wieder zurückkehrt, in welcher die Hauptleitung geöffnet und die Zweigleitungabgeschlossen ist.
Wenn irgendeine der Bremsen in Unordnung gerät, so kann die zugehörige Feder gelöst und der betreffende Schalthahn mit Hilfe der Ketten 15 und 23 in beiden Richtungen von Hand eingestellt werden. Ebenso kann auch beim Nachlassen der Feder eine Einstellung von Hand erfolgen wobei die Stromschalter 14, 114 oder 224 geöffnet werden, um die Bremse ausser Wirkung zu setzen.
Auf der Zeichnung ist der Schalthahn 111 in derjenigen Stellung veranschaulicht, in welcher die Hauptleitung geöffnet ist. Es ist hier angenommen, dass der Wärter festgestellt hat, das der zugehörige Behälter voll oder der betreffende Ofen ausser Betrieb ist. Entsprechend hat er auch die Stromschalter 114 oder 1. 35 geöffnet. Nachdem der erste Behälter gefüllt ist, schaltet der Wärter den Schalter 35 um, stellt den Schalthahn 11 so ein, dass die Hauptleitung geöffnet ist und erhält hiedurch eineverbindung durch den Schalthahn 211 nach dem dritten zu füllenden Behälter usw.
Die Mittel zur Sperrung der Schalthähne und zum Freigeben derselben können natürlich auch, ohne von der Erfindung abzuweichen, andere sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Verteilung fliessender Massen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hauptleitung, durch welche die zu verteilenden Massen von einer Verteilerstation aus hindurchgetrieben werden und welche in geeigneten Abständen nach den einzelnen Empfangsstationen abzweigt, an den Abzweigstellen Sebalthähne besitzt, deren Einstellung in der einen Richtung von einem Punkt in der Nähe der Abzweigung und in der anderen Richtung von der Verteilerstation aus erfolgt.