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Gegenstand der Erfindung sind Vorrichtungen zur gleichzeitigen Abdichtung und Schmierung der Führungen bewegter Maschinenteile von Brennstoffpumpen für Verbrennungskraftmasebinen, die nicht sehmierfähige, Schmieröl auflösende Flüssigkeiten, wie Benzin u. dgl. fördern sollen.
Bei derartigen Brennstoffpumpen. die zur Förderung von Benzin und ähnlichen nicht schmier- fähigen Flüssigkeiten bestimmt sind. ergaben sich bisher g : ; osse Betiiebssehwierigkeiten. die ein dauernd zuverlässiges Arbeiten der Pumpen in Frage stellten.
Die Schwierigkeiten rührten hauptsächlich daher.
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wurde, so dass bald die gleichen Verhältnisse wie beim völligen Trockenlaufen. insbesondere eine rasche Abnutzung und Gefahr des Festsitzens. eintraten. Die geringe Oberflächenspannung des Benzins hat weiterhin bei den geringsten Undichtigkeiten der Führungen erhebliche Flüssigkeitsverluste und dadurch Unregelmässigkeiten der Förderung zur Folge, die wiederum zu schweren Störungen im Betriebe der Verbrennungskraftmaschine Anlass geben. Die Schwierigkeiten wachsen um so mehr. je höher der Druck ist. gegen den die Pumpen fördern sollen, und je genauer die pro Hub zu fördernde Brennstoffmenge abgemessen sein sop.
Mit Rücksicht auf diese Schwierigkeiten hat man bei Verbrennungskraftmaschinen. die mit leicht verdampfendem Brennstoff. wie Benzin u. dgl., arbeiten. von der Verwendung von Brennstoffpumpen für die Zerstäubung und die Einführung des Brennstoffes unmittelbar in den Arbeits-
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dichtungsstrecke an den Maschinenteilen entlang nach demjenigen Raum zu wandern, der die nicht sehmierfähige Flüssigkeit enthält. so dass die Führung oder Abdichtungsstrecke ständig mit schmierfähiger Flüssigkeit benetzt und dadurch geschmiert und gedichtet wird.
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Pumpe. Fig. 7 zeigt den Schnitt durch eine Pumpe mit durch wechselndem Flüssigkeitsdruck gestenerten Förderkolben und Ventilen.
In den Figuren bedeutet 1 das Gehäuse einer Pumpe, 2 den in der nicht schmierfähigen Flüssig-
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behälter 76.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen Pumpen, bei denen ein im Takte mit den Hüben der Pumpe wechselnder Druck in der schmierfähigen Flüssigkeit dadurch erzeugt wird. dass der Pumpenkolben 2 mit einem Stufenkolben 19 verbunden ist. Die Stufenfläehe arbeitet in dem mit schmierfähiger Flüssigkeit erfüllten Ringraum 14.
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verdrängt und gelangt durch Leitung 24 und 15 in den Vorratsbehälter 16. aus dem sie nach dem Rückgang des Kolbens in die linke Totlage durch Kanal 15 den Ringraum 14 wieder auffüllt, worauf das Spiel von neuem beginnt. Zum rascheren Auffüllen kann der Raum 14 auch ein mit dem Vorrats behälter 16 in Verbindung stehendes Saugventil erhalten. Zum Einstellen der Druckhöhe im Raum 14 dient die die Federspannung regelnde Schraube 2. 3.
Will man ganz sicher gehen, dass der Druck der schmierfähigen Flüssigkeit im Raume 14 während des Förderhubes stets höher ist, als der Druck der nicht schmierfähigen Flüssigkeit im Räume. ?. so kann, wie in Fig. 1 dargestellt, das als Kolben 21 ausgebildete Überströmventil durch Leitungen 20 und 25 dem Druck beider Flüssigkeiten ausgesetzt werden. Die Feder 22 gibt dann noch einen gewissen Sicher- heitsüberschuss für den Druck der schmierfähigen Flüssigkeit. Der Kolben 21 kann auch durch eine Membran oder dgl. ersetzt werden.
Fig. 2 zeigt eine ähnliche Anordnung wie Fig. 1, jedoch mit der Vereinfachung, dass an Stelle des belasteten Überströmventils 27 eine Drosselschraube 26 Verwendung findet, die so einreguliert wird. dass das zeitliche Mittel des Druckes der im Raum 14 befindlichen schmierfähigen Flüssigkeit das zeitliche Mittel des Druckes der zu fördernden, nicht schmierfähigen Flüssigkeit übersteigt. Diese Anordnung ist besonders dann vorteilhaft, wenn die Pumpe durch ein Mundstück (Düse).
50 frei ausspritzt, da dann die Drucke in der zu fördernden und der schmierfähigen Flüssigkeit bei allen Drehzahlen im annähernd gleichen Verhältnis stehen, so dass die Drosselschraube 26 nicht für jede Drehzahl neu eingestellt zu werden braucht.
Bei der dargestellten Ausführungsform der Pumpe ohne Saugventil ist ferner eine einfache Regelung der Fördermenge durch Verlegung der Totpunkte des Kolbens 2 möglich.
Fig. 3 zeigt die gleiche Anordnung wie Fig. 2. doch ist das der Erfindung zugrunde liegende Prinzip der Zufuhr schmierfähigerFlüssigkeit zu denFührungen der in nicht schmierfähiger Flüssigkeit arbeitenden Maschinenteile auch auf das Druckventil 7 angewandt, das hiemit mit seinem Schaft 45 in einer Bohrung 27 des Pumpenkolbens 2 geführt ist. Der Raum 27 steht durch Bohrung 28 mit dem die schmierfähige Flüssigkeit enthaltenden Raum 14 in Verbindung, eo dass also auch die Ventilschaftführung dauernd geschmiert wird.
Der beim Förderhub in der nicht schmierfähigen Flüssigkeit auftretende Druck unter- stützt dabei das Öffnen des Druckventils 7.
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durch die Ringräume. 31 und. 32 und den Kanal-M mit dem die schmierfähige Flüssigkeit enthaltenden Ringraum 14 verbunden und auf diese Weise ebenso wie die Führung des Pumpenkolbens 2 geschmiert und gedichtet wird.
Natürlich kann die Anordnung auch so getroffen werden, dass durch Anbringung von Stufenansätzen am Schieber 30 und besondere Drosselschrauben der Schieber das zu seiner Schmierung und Abdichtung benötigte Öl selbst unter Druck setzt.
An Stelle von Stufenkolben können auch besondere, im Rhythmus und gleichläufig mit den Pumpenkolben (Ventilen, Schiebern) bewegte Kolben zur Erzeugung des rhythmisch wechselnden Druckes in der sehmierfähigen Flüssigkeit Verwendung finden.
Bei einer solchen Trennung des vorderen. mit dem Kurbelgetriebe 12 verbundenen Kolbenteils 19 von dem in der nicht sehmierfähigen Flüssigkeit arbeitenden Kolbenteil 2 ergeben sich weiterhin u. a. auch Anordnungen, bei denen der in der nicht schmierfähigen Flüssigkeit arbeitende Maschinenteil (Kolbens 2) mit dem Getriebe keinen unmittelbaren mechanischen Zusammenhang mehr hat.
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diese Maschinenteile (Förderkolben 2) und die zur Erzeugung des Druckes in der chnÜe1fähigen- Flüssigkeit dienenden Vorrichtungen (Hilfskolben 13) örtlich voneinander getrennt liegen, sie können dann beispielsweise durch längere, den Raum 14 bildende Leitungen miteinander verbunden sein.
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mit der Einspritzdüse 50 für eine Verbrennungskraftmaschine. Durch die Leitung-M strömt das Drucköl durch das Steuerorgan, beispielsweise einen Drehschieber 36. hinter den Förderkolben 2 und bewegt letzteren nach dem Benzinraum 3 hin. Das dort eingesc. hlossene Benzin wird durch das Druckventil 7 hindurch verdrängt und durch die Düse 50 in den Verbrennungsraum eingespritzt. Wird nun der Dreh-
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Druck der schmierfähigen Flüssigkeit ist dann gleich der wirksamen Fläche des Kolbens 2.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 5 und 6 können die Steuerorgane J6 auch entfernt von dem Pampenkolben 2 angeordnet sein. Bei Vielkolbenpun pen, die in einem bestimmten Rhythmus arbeiten sollen, weiden dieselben zweckmässig in einem Gehä'/se vereinigt. Die Regelung der Brennstoffmenge kann dadurch erfolgen, dass die Zeitdauer der Einwirkeng des Drucköles auf den Kolben 2 verändert wird. beispielsweise durch Veränderung des Drehwinkels der Steuerschieber 56. Anch andere an sich
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finden. so z. B. Anheben des Saugventils während eines Teiles des Druckhubes des Förderkolbens oder Rückführen eines Teiles der geförderten Flüssigkeit aus der Druckleitung.
Eine weitere Ausbildungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt Fig. 7. wonach bei einer Pumpe nicht allein die Bewegungen des Förderkolbens, sondern auch die der Saug- und Druckventile durch den
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infolge des wachsenden Widerstandes der Feder 10, der Druck der schmierfähigen Flüssigkeit im Raum 14 ständig steigen und schliesslich so gross werden, dass der Druck auf den Ventilschaft 46 die Kraft der Feder 8 und den über dem Ventil 7 lastenden Flüssigkeitsdruck überwindet und Ventil 7 also zwangs-
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besonders sichergestellt werden, dass durch besondere Bemessung der Feder 10 der vom Kolben 2 zu überwindende Widerstand gegen Hubende beträchtlich zunimmt oder dass gegen Hubende weitere Federn in Wirksamkeit treten.
In allen Fällen ist es zweckmässig, die enter Druck stehende, den Förderkolben 2 antreibende Ölmenge in irgendeiner Weise mit einem Sicherheitsventil oder dgl. in Verbindung zu bringen, um bei einem etwaigen Festsetzen dieses Kolbens oder bei Verstopfung der Druckleitung, z. B. der Düse, über-
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