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Einrichtung zur Verstärkung elektrischer Energieänderung, insbesondere von Telephon- strömen.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zur Verstärkung von schwachen elektrischen Stromwellen. Insbesondere handelt es sich hier um Relais, welche unter dem Namen Kathodenstrahlenrelais bekannt und beispielsweise von Hewitt. de Forest, von Lieben und Reiss angegeben worden sind.
Die Erfahrung hat gelehrt, dass Relais dieser bekannten Type, nur beim Eintreffen von Stromschwankungen geringer Energie zur Zufriedenheit arbeiten. Beim Eintreffen grösserer Energiemengen, wie sie beispielsweise in den gewöhnlichen Telephonanlagen vorkommen, werden diese Relais der bekannten Art träge.
Es hat sieh gezeigt. dass beim Eintreffen von Stromschwankungen grösserer Energie die Entladungsröhren von einer bläuliches Lient'entladung zwischen der Hilfselektrode und der Anode ausgefüllt werden und dadurch das Arbeiten eines solehen Relais als Verstärker behindern, ja sogar
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durch das Relais fliessenden Ströme ein Nebensehluss geschaffen vird, welcher einen hohen Widerstand aufweist und derart geschaltet ist. dass er die Hilfselektrode und die Anode überbrückt und so einen hochohmigen Nebenweg zu dem zwischen den erwähnten Elektroden befindlichen gasförmigen Leiter bildet. Dann verschwindet das blaue Licht und das Relais vermag grössere Energiemengen zu verstärken als ohne diesen Nebenschlussweg.
In den Zeichnungen stellt Fig. 1 das Schaltnngsschema einer (als Einwegrelais verwendeten) Einrichtung dar, zur Verstärkung des nur nach einer Richtung stattfindenden Energieflusses und Fig. 2 ein ähnliches Schema, in welchem die Einrichtung als Zweiwegrelais Verwendung gefunden hat, das die in beiden Richtungen fliessende Energie verstärkt.
Wie bereits erwähnt, ist das verwendete Verstärkerrelais im wesentlichen bekannter Bauart und besteht aus einer evakuieren Entladungsröhre 1, in welche Kohle-, Tantal-oder andere Kathoden-
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sind. Das Relais ist in den Zeichnungen zur Verwendung in einer Telephonanlage geschaltet.
Beispielsweise stellen die Drähte 5 und 6 (Fig. l) den Stromkreis der ankommenden Stromwellen dar. Die Leitungen 7 und 8 stellen den Stromkreis dar, in welchem die verstärkten Ströme weitergeleitet werden. Der ankommende Stromkreis ist mit der (hier als Einwegrelais verwendeten) Einrichtung durch den Transformator 9 induktiv verbunden und der abgehende Stromkreis desgleichen durch den Transformator 10. Die Kathode'liegt in dem Stromkreis einer Energiequelle 11, welche von genügender Grösse sein muss. um den Kathodenfaden ständig in Weissglut zu erhalten.
Die Kathode 2, der Transformator 9. der Kondensator 1 der den dauernden Stromfluss von Gleichstrom verhindern soll, und die Hilfselektrode : J liegen in einem Stromkreis, welcher passend als Primär-oder ankommender Stromkreis bezeichnet werden kann. Die Anode/, die Stromquelle 1 : 3, der Transformator 10 und die Kathode 2 liegen dagegen in einem Sekundär-oder abgehenden Stromkreis.
Bei einem solchen Relais bekannter Bauart wird nun erfindungsgemäss die Hilfskathode- und die Anode 4 durch einen Nebenschluss überbrückt und auf diese Weise die eingangs erwähnten, bläuliches
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Lichtentladungen gänzlich vermieden. so dass das Relais zur Übertragung grösserer Energiemengen verwendbar gemacht wird.
In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel enthält der Nebenschluss einen hohen Widerstand 14, der ungefähr 1 megaohm betragen kann. Dieser Widerstand, der entweder induktiv oder nicht induktiv sein kann, ist zwischen die Hilfselektrode J und die Anode 4 geschaltet.
Durch diese Schaltung wird erzielt, dass die Hilfselektrode oder das Gitter 3 möglichst auf das gleiche Potential wie die Anode oder Platte 4 mit Bezug auf die Kathode 2 gebracht und so die Elektronen- strömung durch das Gas zwischen der Anode und dem Gitter erheblich verringert wird. Zwischen dem
Gitter und der Kathode besteht eine hohe Spannung, aber wegen des Überbrüekungswiderstandes 14 kann keine stärkere Elektronenströmung eintreten. Aus diesem Grunde verschwindet die Blaulicht- entladung.
In Fig. 2 ist ein Zweigrelais dargestellt, d. h. in dieser Schaltung arbeitet das Relais, unbekümmert darum, aus welcher Richtung die ankommenden Stromwellen eintreffen. 15 und 16 stellen zwei Leitungen einer Telephonanlage dar. die Transformatoren 17, 18 und 19 vermitteln die induktive Verbindung der Leitungen mit dem Relais. Der Primärstromkreis schliesst in diesem Falle die Kathode 2, die Transformatoren 18 und 17, den Kondensator 12 und die Hilfselektrode. 3 ein, der Sekundärstromkreis dagegen, die Kathode 2, den Transformator 19, die Stromquelle 13 und die Anode 4. Genau wie im Falle des Einwegrelais ist auch hier ein mit einem hohen Widerstand 14 ausgerüsteter Nebenschluss vorgesehen, welcher die Hilfselektrode S und die Anode 4 überbriickt.'
PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Einrichtung zur Verstärkung elektrischer Energieänderung, insbesondere von Telephonströmen, unter Verwendung eines Elektronenröhrenrelais mit Glühkathode, Hilfselektrode und Anode, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektrode und die Anode durch einen hohen Widerstand ent- haltenden Nebensehlussweg überbrückt sind.