AT89430B - Verfahren zur Herstellung von salbenähnlichen bezw. pastenähnlichen Präparaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von salbenähnlichen bezw. pastenähnlichen Präparaten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von salbenähulichen bezw. pastenähulichen Präparaten. 



   Für die Herstellung der in der Heilkunde und Kosmetik in   ausgedehnterem Masse   und zu den verschiedensten und   mannigfaltigsten   Zwecken gebrauchten Salben und Pasten werden als Salbengrundlage entweder tierische oder pflanzliche Fette oder Öle oder Lanolin oder Wallrat oder Wachse oder Vaselin oder Paraffin oder Glycerin oder Eiweiss oder Gelatine oder Casein oder Stärke u. dgl. verwendet. 



   Es wurde die Beobachtung gemacht. dass die verschiedenen   Alkyl-bzw. Aralkyldcrivate   der Kohlehydrate vom Typus   n (CüH1oû5)   wie Zellulose, Stärke, Dextrin u. dgl. oder ihrer Abkömmlinge bzw. Umwandlungsprodukte vorzügliche Salbengrundlagen abgeben,'welche den bisher verwendeten Salbengrund-   lagen gegenüber manche   Vorteile aufzuweisen haben. 



   Es wird als bekannt vorausgeschickt. dass die verschiedenen   Alkyläther   der Kohlehydrate vom 
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 der   eingeführten   Alkyl-bzw. Aralkylgruppen sind manche Kohlehydratäther in Wasser löslieh, manche in kaltem Wasser quellbar und in einer verhältnismässig geringen Anzahl organischer Lösungsmittel löslich, manche in einer ausserordentlich   grossen Anzahl organischer Losungsmittel löslich.   So sind z. B. die   Äthyl-und   Methylderivate niedrigerer. Alkylierungsstufe der Zellulose, der Stärke, des Dextrins, des Lichenins, des Inulins u. dgl. in kaltem Wasser zu viskosen   Flüssigkeiten löslich.   (Siehe z.

   B. französische Patentschriften 447974 und 468162.) Diese wässerigen Lösungen sind, wenn sie genügend konzentriert sind, nicht oder nur wenig fliessende Gallerten und zeigen die   merkwürdige   Eigenschaft, 
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   höherer Alkylierungsstufen   sind je nach der Anzahl und der Art der eingeführten \lkylgruppen entweder in Wasser unlöslich oder nur darin quellbar, in vielen organischen   Lösungsmitteln löslich, manche hievon   sind   fett-und öllöslieh.   
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 linge oder Umwandlungsprodukte sind befähigt, in der Heilkunde und Kosmetik das Glyzerin zu ersetzen. 



  Sie zeigen ähnlich wie das Glyzerin die Fähigkeit, die Haut oder die   Schleimhäute geschmeidig bzw. weich   oder schlüpfrig zu machen, bzw. zu erhalten, zeichnen sich aber vor dem Glyzerin durch die Eigenschaft aus, keine Reizwirkungen auszuüben, d.   h. zu   brennen, wenn sie auf wunde Stellen eingerieben werden. 



   Als Salbengrundlage verwendet, zeigen die   wasserlöslichen Alkylderivate   der Kohlehydrate vom Typus   H     (C, ; HO. ;)   bzw. deren Umwandlungsprodukte oder Abkömmlinge den Eiweisskörpern, der Gelatine, der Stärke u. dgl. gegenüber den Vorteil, dass sie inert und sowohl chemischen als auch physikalischen sowie bakteriellen Einflüssen gegenüber sehr widerstandsfähig sind. 



   'Den Fetten, Ölen, Wachsen und Paraffinen gegenüber weisen die wasserlöslichen Alkyläther den   grossen   Vorteil auf, nicht zu schmieren und die Wäsche und die Gegenstände, mit denen sie in Berührung kommen, nicht zu beschmutzen. 
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 kylderivaten der Zellulose, der Stärke, des Dextrins usw. gemeinsam ist und sie vor den bisher verwendeten Salbengrundlagen auszeichnet, ist die Eigenschaft, tief in die Haut bzw. Schleimhaut oder in das Haar einzudringen und somit bedeutend bessere Tiefenwirkungen für sich oder für die mit der Salben grundlage vereinten Heilmittel zu erzielen.

   Dazu gesellt sich noch die Fähigkeit, beim Eintrocknen auf der Haut, Schleimhaut u. dgl. geschmeidige Häutchen zu bilden, was eine viel bessere Dauerwirkung zur Folge hat als bei allen anderen Salbengrundlagen, die sicii im Laufe der Zeit wegwaschen oder in die Verbände   hineinsickern.   

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   Die salbenähnliehen bzw.   pastenähnlichen   Präparate werden nach vorliegendem Verfahren in der Weise hergestellt, dass man eine sehr viskose Lösung bzw. Gallerte eines   wasserlöslichen   Alkylderivates der Zellulose, der Stärke, des Dextrins u. dgl. in Wasser oder eine Lösung eines in Wasser unlöslichen   Alkyl-bzw. Aralkylderivates   der Zellulose, Stärke, des Dextrins, ihrer Umwandlungsprodukte oder 
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 d. h. entweder als solche der therapeutischen. bzw. kosmetischen Anwendung zuführt oder als Träger von kosmetischen oder von Heilstoffen bzw. Arzneimitteln oder von Färbemitteln (Schminke) gebraucht. 



   Die Lösungen der Alkyl-bzw. Aralkylderivate der Kohlehydrate vom   Typus H (. Os) wie   Zellulose, Stärke, Dextrin u. dgl., ihrer   Abkömmlinge oder Umwandlungsprodukte   haben neben den 
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 wichtige Eigenschaft, dass sie den Körper bzw. die Haut reinigen. 



   Die mit ihrer Hilfe hergestellten Salben bzw. Pasten können also auch als mechanische Knet-   (Massage-)   und Reinigungsmittel des Körpers gebraucht werden. Dies gilt von den Lösungen der Alkylbzw.   Aralkylderivate   der Zellulose für sich oder im Gemisch mit anderen kosmetischen Mitteln wie Glyzerin, Glyzerin-Ersatz, Alkohol usw. für sich oder mit Riechstoffen oder mit beiden zugleich, mit Fetten usw. 



   Sowohl die wässerigen Lösungen der   wasserlöslichen   Alkylderivate der Kohlehydrate vom Typus) f 
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 Desinfizienzien usw. und auch beliebigen Heilstoffen, wie Glycerin, Zinkoxyd, Quecksilber und Quecksilberverbindungen wie Calomel, Sublimat, Kampher, Phenole, Chrysarobin, kolloide Metalle, Ichthyol. 



  Jod, Silbersalze, Pyrogallol, Resorzin, Salizylsäure usw. vermischen bzw. kombinieren. Man kann aber auch so vorgehen, dass man nicht die   Lösungen   der wasserlöslichen Alkylderivate für sich oder die Lösungen der wasserunlöslichen   Alkyl-bzw. Aralkylderivate für sich,   sond rn Gemische von wässerigen Lösungen der wasserlöslichen Alkylderivate mit Lösungen der   wasserunlöslichen     Alkylderivate   der Kohlehydrate vom Typus   n   (C6   H     Og),   z.

   B. in Fetten, Ölen u. dgl. als Salbengrundlage verwendet. 
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 der Zellulose, der Stärke, des Dextrins usw. oder deren   Umwandlungsprodukte   oder Abkömmlinge auch im Gemisch mit den bekannten Salbengrundlagen wie Fett, Lanolin, Öle, Wachse, Vaselin, Paraffinöl. festem Paraffin, Glycerin usw. verwenden. 



   Die nach vorliegender Erfindung mit Hilfe von Alkyl-bzw. Aralkylderivaten der Zellulose, der
Stärke, des Dextrins usw. oder ihrer Umwandlungsprodukte oder Abkömmlinge hergestellten Salben und Pasten sollen zu den verschiedensten und mannigfaltigsten Zwecken gebraucht werden. Man soll sie dazu verwenden, um die Haut gegen äussere schädliche Einflüsse, wie Kälte, Nässe, Wind usw. zu schützen, und auch, um dieselbe wärmer zu halten, indem sie, auf die Haut aufgetragen, die Verdunstung des Schweisses verlangsamen und dadurch die schnelle Abkühlung des Körpers verhindern. Diese Salben sollen ferner in Anwendung gebracht werden bei trockener, spröder und leicht rissiger Haut und ebensolchen Haaren, um sie geschmeidig und   schlüpfrig   zu machen und ihnen die verlorene   Gesehmeidigkeit   wiederzugeben.

   Man soll sie auch zum Schmieren der Haut dort gebrauchen, wo bei lang anhaltenden Bewegungen gegenüberliegenden Hautpartien sich lange reiben und dadurch leicht ein Wundwerden hervorgebracht werden könnte. Sie sollen auch, was die Hauptsache ist, als Träger von Heilstoffen, kosmetischen Mitteln und Färbemitteln (Schminken) und endlich als mechanische   Knet- bzw. Reinigungs-   mittel des Körpers verwendet werden. Da sie für sich oder in Gemischen mit anderen geschmeidig bzw. schlüpfrig machenden Mitteln damit überzogene Gegenstände   schlüpfrig machen,   so sind sie auch als Gleitmittel für Instrumente, z. B. für Katheter, mit vorzüglichem Erfolg zu verwenden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von salbenähnlichen bzw. pastenähnlichen Präparaten, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkyl-oder Aralkylderivate der Kohlehydrate vom Typus) i (C8H10O5), wie Zellulose, Stärke, Dextrin, Inulin, Lichenin u. dgl., ihrer Umwandlungsprodukte oder Abkömmlinge, für sieh oder im Gemisch mit anderen, für Salbengrundlagen geeigneten Stoffen als Salbengrundlage verwendet.
AT89430D 1919-08-01 1919-08-01 Verfahren zur Herstellung von salbenähnlichen bezw. pastenähnlichen Präparaten. AT89430B (de)

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