AT89149B - Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Metallen oder Metallegierungen mit hohem Gehalt an Fremdmetallen. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Metallen oder Metallegierungen mit hohem Gehalt an Fremdmetallen.

Info

Publication number
AT89149B
AT89149B AT89149DA AT89149B AT 89149 B AT89149 B AT 89149B AT 89149D A AT89149D A AT 89149DA AT 89149 B AT89149 B AT 89149B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
metals
foreign
high content
metal alloys
electrolytic refining
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT89149B publication Critical patent/AT89149B/de

Links

Landscapes

  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Metallen oder Metallegierungen mit hohem
Gehalt an Fremdmetallen. 



   Bei der elektrolytischen Raffination von Metallen oder Metallegierungen mit einem verhältnismässig hohen Gehalt an Fremdmetallen wird der wirtschaftliche Betrieb oft dadurch gestört, dass die im Verlaufe der Elektrolyse auf der Anode verbleibenden ungelösten Fremdmetalle eine harte, schwer entfe nbare und für das Anion ungenügend durchdringbare Schicht bilden. 



   Das Verfahren nach der Erfindung beseitigt diese Störungen dadurch,   d"ss   dem Hauptelektrolyten Säuren oder deren Salze in geringen Mengen zugesetzt werden, deren Anionen die in der Anode befindlichen Fremdmetalle vorübergehend zur Lösung bringen. Durch diese Massnahme wird die sonst bei hohem Gehalt an Fremdmetallen auf der Anode auftretende Schicht von Fremdmetallen aufgelockert und ihre Entfernung erleichtert. 



   Ein derartiges Vei fahren war bisher nicht bekannt. Wenngleich Zusätze von Äthylschwefelsäure, Kieselfluorwasserstoffsäure u. d schon anderweitig erwähnt sind, so haben diese Zusätze dort   tets   einen ganz anderen Zweck. Sie sollen nämlich immer die Metallraffination an sich unterstützen, wie z. B. durch den Zusatz von   Athylschwefelsäure   nach der österr. Patentschrift Nr.   11533   dichte, zähe und gleichmässige Metallniederschläge erzielt werden sollen. Im vorliegenden Falle dagegen wird bezweckt, die Verunreinigungen des   Anodenmetalles,   die die Anode bisher stets passiv machten, vorübergehend in Lösung zu bringen. 



   Beispiel : Bei der Raffination von Zinn mit grossem Gehalt an Blei, Kupfer usw. in sulfathaltigen Elektrolyten bildet sich bisher nach   längeier   Elektrolyse auf der Anode eine harte, schwer entfernbare Schicht, die einerseits das weitere Auflösen der Anode immer mehr erschwert und andrerseits gleichzeitig eine Verarmung des Elektrolyten an Zinn herbeiführt, so dass eine Änderung der gesamten elektrochemischen Verhältnisse unausbleiblich ist. 



   Diese Störungen lassen sich vollständig beseitigen, wenn gemäss der Erfindung dem Hauptelektrolyten ein Zusatz von   Kieselfluorwasserstoffsäure   in geringer Menge zugesetzt wird. Die erforderliche Menge des Zusatzelektrolyten beträgt im allgemeinen nur einige Prozente des Hauptelektrolyten und ist von der verwendeten Stromdichte und der Gehaltmenge an Fremdmetallen abhängig. Sie wird zweckmässig empirisch   du-ch   Vorversuche bestimmt. 



   Die Wirkungsweise des Zusatzes kann so aufgefasst weiden, dass die Fremdmetalle durch dieses Zusatzanion vorübergehend zur Lösung gebracht werden, um gleich darauf wieder durch das Hauptanion eine Fällung zu erfahren. Durch diese wechselseitige Wirkung findet eine Auflockerung der sonst auf der Anode sich in dichter harter Form bildenden   Fremdmetallschicht statt, so dass sie ohne Schwierigkeit von Zeit zu Zeit entfernt werden kann. Gleichzeitig wird durch die schwammige Beschaffenheit dieser Fremdmetallschicht eine   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 wendung finden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Metallen oder Metallegierungen mit hohem Gehalt an Fremdmetallen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Hauptelektrolyten nicht EMI2.2 werden, deren Anionen die in der Anode befindlichen Fremdmetalle vorübergehend zur Lösung bringen.
AT89149D 1918-03-22 1919-02-15 Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Metallen oder Metallegierungen mit hohem Gehalt an Fremdmetallen. AT89149B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE89149X 1918-03-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT89149B true AT89149B (de) 1922-08-10

Family

ID=5642625

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT89149D AT89149B (de) 1918-03-22 1919-02-15 Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Metallen oder Metallegierungen mit hohem Gehalt an Fremdmetallen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT89149B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE898815C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallen
AT89149B (de) Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Metallen oder Metallegierungen mit hohem Gehalt an Fremdmetallen.
DE1109478B (de) Verfahren zum Entzundern von Gegenstaenden aus Titan oder Titanlegierungen
DE2243559A1 (de) Verfahren zur elektrolytischen reinigung von abwasser
DE317146C (de)
DE323066C (de) Verfahren zur Reinigung der Oberflaeche von Gegenstaenden aus Eisen oder Stahl auf elektrolytischem Wege
DE635029C (de) Verfahren zum Elektrolysieren von Bronzeabfaellen mit schwefelsaurem Elektrolyten unter Verwendung von Diaphragmen
DE476344C (de) Verfahren zur Herstellung von Akkumulatorenplatten
DE679931C (de) Verfahren zum Abloesen von Nichteisen-Schwermetallen von damit ueberzogenen Gegenstaeden aus Eisen
DE476619C (de) Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Antimon
US1006330A (en) Obtaining zinc and/or copper from complex ores or the like.
AT140562B (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Nickel.
DE676676C (de) Verfahren zur elektrolytischen Scheidung von Edelmetallegierungen
DE1558765B2 (de) Gleichzeitige elektrolytische herstellung von zinn und mangandioxid
DE2542020A1 (de) Verfahren zum verfeinern bzw. reinigen von silber
DE465221C (de) Verfahren zur elektrolytischen Verarbeitung von Antimon oder Blei oder Antimon und Blei enthaltenden Kupfererzen oder -legierungen
AT125929B (de) Verfahren zur Herstellung negativer Elektroden für Akkumulatoren.
DE1558765C (de) Gleichzeitige elektrolytische Her Stellung von Zinn und Mangandioxid
AT26784B (de) Zink-Bleisuperoxyd-Element mit einer Elektrolytflüssigkeit.
DE707394C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von metallischen Stoffen
DE583545C (de) Verfahren zur Herstellung von Elektrolytnickel
DE91124C (de)
DE411064C (de) Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Reinzinn aus Rohzinn
AT123168B (de) Verfahren zur Reinigung, insbesondere Entsäuerung, von Wasserstoffsuperoxydlösungen durch Elektrolyse.
DE265769C (de) Verfahren zur Bearbeitung von Mineralien, die Vanadin, Molybdaen, Wolfram oder andere Metalle enthalten, deren hoechste Oxydationsstufen in waehrigen oder schmelzfuessigen Loesungen von Alkalien oder Alkalikarbonaten loeslich sind