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Vorrichtung an Telephonographen zum mechanischen Herstellen des jeweiligen Betriebszustandes, wie Aufnahme, Wiedergabe oder dergL
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kann aber auch eine elektrische Bauart aufweisen, die für den selbsttätigen Betrieb vermittelst des Druckknopfschaltwerks besonders vorteilhaft und einfach i, t. Diese Ausführungsform
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unten beschriebenen Stromkreis zur Wirkung kommen. An Stelle eines Elektromagnetsystems kann auch ein Mikrophoneinsatz treten. Dieser ist dann in bekannter Weise derart angeordnet, dass seine Kohlekammer, wenn der Schreibstift 15 den Schriftrinnen der Walze 3 folgt und die Membran in Schwingungen versetzt, erregt wird.
Das Abhören erfolgt bei diesen beiden elektrischen Ausführungsformen der Wiedergabeschalldose 13 vermittelst eines Telephons, dessen Schaltung
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Diese beiden Schalldosen 12 und 13 werden gemeinsam in einer bei Phonographen üblichenWeise vermittelst einer sogenannten Schlittenführung längs der Walze 3 verschoben, wenn diese in Umdrehung versetzt wird. Die Schlittenführung (Fig. 7 und 8) besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Rohr 16, indem eine mit feinem Schraubengewinde versehene Spindel 17 angeordnet ist, und einer Führungsstange 18. Der Schlitten wird von zwei Seitenstücken 19 gebildet. die durch eine Hülse 20 zusammengehalten werden, die auf dem Rohr 16 geführt wird.
Zwischen den beiden Seitenstücken 19 ist ein Bügel 21 gelagert, der, wie unten näher beschrieben ist, entgegen der Wirkung einer Feder 22 nach unten gedrückt werden kann.
An dem Bügel 21 ist ein Mutterstück 24 angebracht, das von unten durch einen Längsschlitz 23 des Rohres 16 hindurchgreift, wenn der Bügel von der Feder 33 nach oben gedrückt wird. Dabei kommt das Mutterstück 34 mit der Spindel 17 in Eigriff, so dass der Schlitten beim Antrieb der Spindel 17 eine seitliche Verschiebung erfährt. Zum Antrieb der Schraubenspindel 17 ist diese durch ein Zahnradgetriebe 25 mit dem Antriebswerk der Walzentrommel 3 gekuppelt.
Die beiden Schalldosen 12 und 13 sind an einem Träger 26 rechtwinklig zueinander um die Walze 3 angeordnet, so dass diese innerhalb des von ihnen gebildeten Winkels liegt. Der Träger, 36 ist an einer Schiene 27 befestigt, die in einer am Schlitten vorgesehenen Gleitbahn 28
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zu senken, greift eine Nase 29 durch einen Ausschnitt in der Schiene 37. Diese Nase 29 sitzt an einem Stellstück 30, das auf die Führungsstange 18 aufgeschoben und zwischen den beiden Seitenstücken des Schlittens gelagert ist.
Das Stellstück 30 besitzt auf der Führungsstange 18 eine Prismenführung, beispielsweise bestehend aus einer Nut-37, so dass es beim Drehen der Stange 18 mitgenommen wird, ohne dass dadurch die seitliche Verschiebung des Schlittens beeinträchtigt wird. Diese Anordnung hat den Zweck, das Stellstück 30 beim Drehen der Stange 18 um ihre Achse mitzunehemn und dadurch die Nase 29 nach oben oder nach unten zu bewegen, zu dem Zwecke, die Schiene 27 zu heben oder zu senken. Zum Drehen der Stange 18 ist an ihrem einen Ende 32 ein Hebel 33 angebracht, an dem eine nach unten gehende Zugstange 34 angelenkt ist.
Das Stellstück 30 dient gleichzeitig zum Verstellen des Bügels 21, durch den in der oben
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Niederdrücken des Bolzens 35 mit dem Bügel 21 bewirkt, wobei das Mutterstück 34 von der Schraubenspindel 17 entkuppelt wird. Xeben dem Vorsprung 36 hingegen ist das Stellstück 30 abgeflacht, so dass in den betreffenden Stellungen, wo das Stellstück 30 eine der beiden Schall-
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) Iutterstück 24 eine Kupplung mit der Schraubenspindel 17 herstellt.
Das zur Herstellung der verschiedenen oben angegebenen Betriebszustände vorgesehene Druckknopfschaltwerk 3, ist auf der vorderen, etwas abgeschrägten Steite 38 des Gehäuses 1
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Das Tastenwerk (Fig. 3, -1-, 5) besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus vier Druckknöpfen 41, 42, 43 und 44, mit denen die vier Betriebszustände Aus #Schreiben", #Hören" und #Diktat" hergestellt werden sollen. Die Druckknöpfe sind an einem Gestell 40 gelagert und mit einem Gesperre und einer gegenseitigen Auslösevorrichtung versehen, die in einer Zahnschiene 45 besteht.
Diese wird beim Ein- oder Niederdrücken eines Knopfes, beispielsweise 44,
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Fläche des betreffenden Zahnes 49 legt, bis die Schraube 47 in den quer sich erstreckenden Einschnitt 49'hinter den Zahn 49 zu stehen kommt, worauf die bei dieser Bewegung gespannte
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gegeben wird, wenn die Stange 18 entsprechend dem Betriebszustand "Aus" eingestellt ist. Bei den anderen Betriebsstellungen greift die eine oder die andere Kante des Sektors 78 hinter den Riegel 80, so dass ein Abklappen des Bügels nicht möglich ist.
Dadurch wird verhindert, dass
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besteht, dass, wenn nach dem Abklappen des Bügels 6 vermittelst einer der Tasten aus der Betriebs- zustand Aus"verlassen wird, ein Einsetzen des Lagers 5 nicht möglich ist, weil der Riegel 80 von einer der Kanten des Sektors 78 daran gehindert wird. Durch entsprechende Umgestaltung kann die Riegelvorrichtung auch in der Weise wirken, dass ein Eindrücken der Tasten 42, 43 und 44 nur dann möglich ist, wenn eine Walze aufgesetzt und das Lager 5 geschlossen ist.
Um die ganze Einrichtung vor Beschädigung zu schützen, kann die Walze nebst den Schalldosen von einem Gehäuse umschlossen sein, das auf der Stirnseite, an der der Lagerbügel 6 sich befindet, eine nach unten geklappte Tür 82 (Fig. 2) besitzt. Vor dem Gehäuse kommt dann die
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von aussen zugänglich ist. Zweckmässig ist es, die Tür 82 mit dem Bügel 6 zu verbinden, so dass diese nur dann geöffnet werden kann, wenn der Telephonograph in dem Ruhezustand "Aus" sich befindet.
Der Betrieb der beschriebenen Einrichtung gestaltet sich etwa folgendermassen :
Im Ruhezustand ist die Taste 41, die die Bezeichnung Aus"trägt, eingedrückt. Dabei hat ihre Sehaltklinge 51 durch Einwirkung auf die Kröpfung 53 die Schaltwelle 52 in eine derartige Stellung gebracht, dass über dem Hebel 57, Zugstange 34, Hebel 33, Stange 18, Stellstück 30
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dosen 12 und 1. 3 derart eingestellt sind, dass ihre Schreibstifte 14 bzw. 15 keine Berührung mit der Walze 3 aufweisen.
Der Sektor 78 gibt mit seinem Ausschnitt 79 den Riegel 80 am Lager-
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schlossen, der Kurzschluss für den Verstärkerelektromagneten 66 am Kontakt 71 aufgehoben und bei 70 der sekundäre Verstärkerstromkreis von der Batterie 68, Elektromagnet 69 der Schreibdose 12, Mikrophon 67 des Verstärkerrelais 65 geschlossen. Der Apparat kommt nun in Gang und das Gespräch wird auf der Walze 3 aufgenommen. Nach Beendigung der Aufnahme kann die Taste 41 "Aus" gedrückt werden, wodurch die Taste 42 ausgelöst wird und der Apparat in Ruhe kommt. Ein zweites Gespräch ist in derselben Weise aufzunehmen, nachdem wiederum die Taste 42 eingedrückt ist.
Soll der Telephonograph als Diktierapparat dienen, so ist die Taste 44 "Diktat" ein- zudrücken. Dabei wird mechanisch derselbe Betriebszustand hergestellt, wie durch die Taste 42, d. h. der Schreibstift 14 der Schreibdose 12 trifft gegen die Walze 3. Elektrisch wird aber an Stelle
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verbunden. Wird nun in das Mikrophon 72 hineingesprochen, so wird dieses Gespräch ebenfalls durch die Schreibdose 12 aufgenommen. Xach dem Diktat ist der Apparat durch Eindrücken der Taste 41 wieder in Ruhestellung "Aus" zu bringen.
Sollen die auf der Walze 3 befindlichen Gespräche abgehört werden, so ist der Schlitten, dessen Kupplung mit der Schraubenspindel 17 bei eingedrückter Taste 41 "Aus" aufgehoben ist, an den Anfang der Walze zu stellen und der Druckknopf 43"Hören"niederzudrücken.
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aufgesetzt ist. Da durch den Kontakt 61 das Laufwerk 8 in Gang kommt, so kann die Walze 3 in gewöhnlicher Weise wie bei einem Phonographen vermittelst der Wiedergabedose 13 abgehört werden.
Ist die Wiedergabeschalldose 13 elektrisch eingerichtet, wie es nach dem Schaltungs-
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schema (Fig. n) angenommen ist, so erfolgt das Abhören vermittelst des Telephons 75, das über den Kontakt 16 an der Drucktaste 43 "Hören" in den Stromkreis des elektrischen Einsatzes der Wiedergabeschalldose 13 geschaltet wird. Zum Umwechseln der Walze. 3 ist die Taste 41 zu drücken, durch die in der beschriebenen Weise die Betriebsstellung,, Aus" hergestellt wird. Dabei wird die Verriegelung zwischen dem Sektor 78 und dem Riegel 80 durch den Ausschnitt 79 für das abklappbare Lager 5 aufgehoben und dieses kann geöffnet werden.
In diesem Zustande senkt sich die Walzentrommel 2 aus ihrer Normallage und wird durch das Hilfslager 11 gestützt.
Sollte unerlaubter Weise eine der Betriebstasten 42, 43 oder 44 eingedrückt werden, so kann sich der Apparat nicht in Bewegung setzen, weil die Walzentrommel 2 nicht in ihrem Lager ; liegt. Das Einlegen des Lagers 5 ist aber nur dann erst möglich, wenn die unerlaubt eingedrückte Taste vermittelst der Taste 41 "Aus" wieder ausgelöst ist, weil dadurch der Ausschnitt 79 am Sektor 78 vor den Riegel 80 gelangt und das Wiedereinsetzen des Lagerbügels 6 bzw. das Schliessen der Tür 8 : 2 gestattet.
Die in den Fig. 12 und 13 dargestellte zweite Ausführung hat folgende Einrichtung. Mit 3 ist die Phonographenwalze bezeichnet, auf deren Oberfläche sich der Schreibstift 15 der Schalldose 13 in bekannter Weise aufsetzt. Die Schalldose 13 ist an dem Träger 26 angebracht, zu dem der Schalldosenschlitten ausläuft. Dieser wird mit Hilfe der Hülse 20 auf dem Rohr 16 geführt,
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der Unterseite einen Schlitz 23 für das Mutterstück 24 zum Kuppeln mit der Spindel 17 besitzt. An der Hülse 20 ist in einem Gehäuse 91 ein Elektromagnet 92 angebracht, dessen Anker 93 das Mutterstück 24 trägt. Zum Einstellen des Ankers dient die Stellschraube 94. In dem Bereich des Ankerendes 95 ist ein Hebel 96 am Schlitten angeordnet, dessen anderer Arm 101 gegen eine Nase der Stange 97 drückt.
Diese ist am anderen Ende 96 an dem Traghebel 99 des Schreibhebelsystems befestigt. Der Hebel 96 steht unter der Einwirkung einer Feder 100 derart, dass er kraftschlüssig mit dem Ankerende 95 verbunden ist und gleichzeitig über die Stange 97 den Traghebel 99 des Schreibstifthebels in angehobener Stellung hält, so dass der Schreibstift 15
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Kontakt am Druckknopfschaltwerk geschlossen, so kuppelt der angezogene Anker 93 das Mutter- stück 24 mit der Spindel 17 und das Ende 95 verstellt entgegen der Kraftwirkung der Feder 100
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hebel 99 durch seine Schwere sich senkt, wodurch der Schreibstift 15 sich auf die Walze 3 aufsetzt, während durch den Eingriff des Mutterstückes 24 in die Spindel 17 der Schalldosenschlitten die Seitwärtsverschiebung entlang der Walze 3 erfährt.
Dieser Zustand ist durch die Fig. 12
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zurück, wobei der Arm 101 auf die Nase der Stange 97 drückt und ein Anheben des Traghebels 99 bewirkt. Zum Schutz des Hebels 96 und der Stange 97 ist ein Deckblech 102 vorgesehen, das
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Weise noch mit Hilfe der Stange 18 geführt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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der Schalldosen (12, 13) derart verbunden ist, dass durch Eindrücken eines der Druckknopfschalter (41, 42, 43, 44) die dem betreffenden Betriebszustand entsprechende Einstellung des Schalldosenträgers herbeigeführt wird.