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Elektrischer Gleichrichter mit einem ringförmigen, abwechselnd aus Anodenringen und Zwischen- stücken geschichteten Anodenkörper.
Im Patente Nr. 83076 ist eine Anordnung der Elektroden in Gleichrichtern beschrieben, bei der ringförmige Elektroden und Trennstücke übereinander geschichtet und zu einem Körper vereinigt sind. Gegenstand der Erfindung ist die weitere Ausbildung dieser Anordnung in der
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Ist der Raum, den die der Angriffsseite des Lichtbogens abgekehrten Teile der Elektroden begrenzen, stark evakuiert, so findet leicht ein Überspringen von einer Stossfuge zur anderen statt. Infolgedessen hat es sich empfohlen, die Druckverminderung auf dieser Seite der Elektroden niedrig zu halten oder unter Umständen ganz darauf zu verzichten und hier atmosphärischen Druck zuzulassen. Der dann vorhandene Druckunterschied zwischen beiden Seiten des Elektrodenkörpers macht aber eine noch vollkommenere Abdichtung erforderlich.
Auch ist der Lichtbogen bestrebt, von der Stirnfläche der Anode zur Stossfuge zu wandern und die in dieser liegende Abdichtung wird infolgedessen allmählich mit kondensiertem Quecksilber durchsetzt und stromleitend, wodurch dann die Zerstörung der Trennstücke herbeigeführt und Überschläge gegen die Gefässwand bei der Anodendurchführung erzeugt werden.
Gemäss der Erfindung wird eine vollkommenere Abdichtung dadurch erzielt, dass den Stossfugen zwischen den Elektroden und Trennstücken an der dem Lichtbogen abgekehrten Seite eine Flüssigkeit, insbesondere ein leicht schmelzendes Metall, wie Quecksilber vorgelagert wird.
Elektrodenanordnungen gemäss der Erfindung sind in verschiedenen Ausführungsformen in der Zeichnung in lotrechtem Schnitt dargestellt.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. i sind ringförmige Anoden 1 gegeneinander und gegen die untere Druckplatte 2 bzw. den oberen Druckring 3 (der mit dem Gehäusedeckel identisch sein kann) durch Trennstücke 4, 5, 6,7 isoliert, die die Form von gelochten Tellern 4, 5, 6 oder Bechern 4', 5', 6', 7'besitzen. Zwischen den Anoden, den Trennstücken und den Teilen 2 und 3 liegen Asbestdichtungsringe 8. Der so geschichtete Hohlkörper wird durch einen oder mehrere an der Platte 2 angreifende Spannbolzen zu einem starren Körper vereinigt. Gemäss der Erfindung sind nun an der Innenkante aller oder einzelner Trennstücke zylindrische An- sätze 10, 11, 12 von verschieden grossem Durchmesser konzentrisch angeordnet, die bis zu dem obersten Trennstück 4 hochgeführt sind.
Die Zwischenräume zwischen den Zylindern bilden mit den Innenkanten der Elektroden taschenförmige Vorlagen 13, die, mit Quecksilber gefüllt, je zwei Asbestdichtungen 8 abdecken und als Luftdichtung wirken. Zwecks Erzielung langer Kriechwege können die Spiegel der so gebildeten Quecksilbervorlagen 13 abgestuft werden, wie es die Zeichnung beispielsweise zeigt. Die Zuleitungen sind durch diese Vorlagen hindurchgeführt. *) Erstes Zusatzpatent Nr. 87063.
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Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform weisen die Elektroden Hohlräume 15 auf, in denen das durch stromführende Kühlrohre 16 zu-und abgeführte Kühlmittel umläuft.
Die zylindrischen Ansätze 10', 11', 12'sind hier gleich hoch, desgleichen der Stand des Quecksilbers in den durch sie gebildeten Vorlagen ; infolgedessen wirkt auf alle Anoden der gleiche Dichtungsdruck und es ergeben sich gleich lange Kriechweg.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind die Trennstücke 24 gleichförmig ; ihre inneren Ansätze 25 sind nicht Zylinder, sondern Hohlkegel, und auch die hohlen Anoden 27 ragen mit hohlen hohlkegelförmigen Ansätzen 28 zwischen die Ansätze 25 der Trennstücke. Auf diese Weise entsteht über jeder Dichtung eine Tasche 29, die mit Quecksilber gefüllt wird. Der Vorteil dieser Anordnung liegt in der Gleichförmigkeit der Elektroden und der Trennstücke und in der geringen
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ferner als Kühlrippen und die Kühlung der Anoden und ihrer Ansätze durch das von innen zugeführte Kühlmittel ist sehr wirkungsvoll.
Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der letztbeschriebenen nur durch die Zylinderform der Ansätze 25'und 28'der Trennstücke und Elektroden, die verschiedenen Durchmesser aufweisen und konzentrisch ineinander greifen. Der Mittelteil 30 der
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Die zylindrische Form der Taschen erleichtert das Einführen der Strom-und Kühlmittelzuleitungen.
Besondere Vorteile bietet die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform. Hier weisen sowohl die hohlen Anoden 32, wie die Trennstücke 33 die Form von Hohlkegeln mit verstärktem Mittelteil auf. Über den zwischen ihnen liegenden Dichtungsringen-M bilden ihre inneren Teile Taschen 36 zur Füllung mit Quecksilber. Die Bodenplatte : J7 bietet dem untersten Trennstück einen kegelförmigen Sitz und weist selbst einen Hohlkegelansatz : J8 zur Bildung einer Vorlage auf. Abgesehen von dem Vorteil gleicher Form und Grösse aller Anoden bzw. Trennstücke sorgt die Kegelform aller Teile für eine selbsttätige Zentrierung und eine sichere Abdichtung.
Die dargestellten Ausführungsformen setzen den Angriff des Lichtbogens an der Aussenwand der Anoden voraus. Die Erfindung erstreckt sich aber auch auf die umgekehrte Anordnung, bei der der Lichtbogen innen angreift ; in diesem Falle sind die Flüssigkeitsvorlagen an der Aussenseite des Anodenkörpers angeordnet.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Elektrischer Gleichrichter mit einem ringförmigen, abwechselnd aus Anodenringen und Zwischenstücken geschichteten Anodenkörper nach Patent Nr. 83076, dadurch gekennzeichnet, dass den Stossfugen zwischen den Elektroden und den Trennstücken auf der dem Lichtbogen abgekehrten Seite eine Flüssigkeit vorgelagert ist.