AT87828B - Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierröhren. - Google Patents

Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierröhren.

Info

Publication number
AT87828B
AT87828B AT87828DA AT87828B AT 87828 B AT87828 B AT 87828B AT 87828D A AT87828D A AT 87828DA AT 87828 B AT87828 B AT 87828B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
heating rollers
winding
pressure
winding machine
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Haefely & Cie Ag Emil
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Haefely & Cie Ag Emil filed Critical Haefely & Cie Ag Emil
Application granted granted Critical
Publication of AT87828B publication Critical patent/AT87828B/de

Links

Landscapes

  • Making Paper Articles (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierröhren. 



   Die Erfindung betrifft eine Wickelmaschine zur Herstellung von auf dem Gebiete der Elektrotechnik zu verwendenden Isolierröhren, Isolierhohlzylindern usw. aus einer Faserstoffbahn, die mit einem Klebstoff auf einen Wickelzylinder zwischen Heizwalzen unter Pressdruck aufgerollt wird. 



   Es sind Wickelmaschinen bekannt, bei welchen der Wickeldorn zum Aufwickeln des Materials zwischen zwei übereinanderliegenden, einstellbaren Walzen durch den Einzug des Materials selbst im Andruck erhalten wird ; solche Maschinen eignen sich nur für sanfte oder schwache Arbeitsdrücke. Bei einer anderen Art von Wickelmaschinen liegt das Wickelgut auf dem Wickeldorn zwischen drei radial in gleichem Masse zwangsweise auseinanderbewegten Halterollen ; diese Maschinen gestatten wohl die Anwendung hoher Drücke, sind aber in der Einstellungsmöglichkeit insofern beschränkt, als dort der Druckwinkel für alle vorkommenden Fälle der Praxis stets der gleiche ist, also nicht von Fall zu Fall beliebig eingestellt werden kann. 



   Bei der Wickelmaschine gemäss der Erfindung sind nun diese Nachteile dadurch beseitigt, dass für die zum straffen Einziehen und dichten Anlegen der Faserstoffbahn bei geringer Klebstoffmenge erforderliche starke Pressung zur Erhaltung gleicher Druckrichtungen nur die wagrecht nebeneinanderliegenden Heizwalzen nach anfänglich auf den notwendigen Umspannungswinkel erfolgter Einstellung mittels wagrecht laufender Lagerschlitten allmählich auseinandergerückt werden, während die infolge der Gewichtswirkung auf dem Wickelgut lastende Druckwalze sich selbst überlassen bleibt. Dadurch erhält man bei den grössten Drücken und bei beliebiger   Druckwinkelverstellbarkeit   an den Heizwalzen eine im ganzen Wickelvorgang gleichmässige Druckwirkung mit der Möglichkeit jederzeitiger rascher Entlastung des Wickelgutes auf den ruhenden Heizwalzen. 



   Zweckmässig sind bei breiten Maschinen, wo die Heizwalzen lang ausfallen und zur Verhinderung ihrer Durchbiegung unter dem Pressdruck von Stützwellen abgestützt werden, diese Stützwellen in den gleichen Lagerschlitten wie die Heizwalzen gelagert, so dass sie an der Auseinanderrückung der Heizwalzen teilnehmen. 



   Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. 



   Fig. i ist eine Endansicht desselben zur Herstellung von Isolierröhren auf einem   dornförmigen   Wickelzylinder ;
Fig. 2 ist-eine ähnliche Ansicht derselben, bei Verwendung eines grösseren Domes als Wickelzylinder ;
Fig. 3 ist eine Oberansicht zu   Fig 1 ;  
Fig. 4 ist ein senkrechter Teilschnitt nach Linie   A-B   von Fig.   I.   



   Die beiden Heizwalzen a, b sind mittels der Lagerschlitten c auf den Seitenwangen s des Maschinengestells verschiebbar gelagert. Ihre Verschiebung erfolgt mittels zweier drehbarer Schraubenspindeln d mit Rechts-und Linksgewinde, so dass durch Drehen der Spindeln d die Heizwalzen a,   b auseinandergerückt   bzw. wieder gegeneinander bewegt werden können. 



  Zur Drehung der Schraubenspindeln d dienen die Kegelrädergetriebe e und eine Handkurbel f. 



  Statt dieser Handsteuerung liesse sich die Drehung der Schraubenspindeln mittels einer selbst- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 tätigen Schaltvorrichtung, beispielsweise in Abhängigkeit von dem Fortschreiten des Wickelvorganges herbeiführen. 



   Die Faserstoffbahn, z. B. eine Papierbahn g, die mit einem Klebstoff versehen ist, wird durch einen drehbaren Wickeldorn   ,   der oben zwischen den Heizwalzen a, b liegt und zwangsweise angetrieben wird, eingezogen und auf dem Dorn   h   aufgerollt, während sie oben in der mitten zwischen den Heizwalzen durchgehenden Vertikalebene mittels einer kleinen Druckwalze i und einer schweren Belastungswalze k an die nächstuntere Schicht angepresst wird, so dass vermöge des Umstandes, dass unter der Heizwirkung der Walzen a, b der Klebstoff in flüssigen Zustand übergeht, die Schichten der Faserstoffbahn in an sich bekannter Weise dicht und festhaftend zusammengepresst werden, um ein festes, röhrenförmiges Gefüge zu bilden.

   Der Pressdruck ist in seinen Komponenten an den Kontaktstellen 
 EMI2.1 
 walzen für alle Phasen des Wickelvorganges gleichbleibend erhalten werden, wie aus einem Vergleich der Fig.   I   und 2 hervorgeht, trotzdem mit zunehmendem Durchmesser des Wickelgutes die Achse des Wickeldornes notgedrungen höher zu liegen kommt.

   Die Radialkomponenten des Pressdruckes bleiben somit an den Kontaktstellen des Wickelgutes mit den Heizwalzen nach Grösse und Richtung dauernd annähernd gleich, so dass das Einziehen der Faserstoffbahn zwischen den Heizwalzen bei kleinerem oder grösserem Durchmesser des Wickelgutes in demselben, durch die Druckkomponentenrichtungen gebildeten Umspannungwinkel erfolgt und dadurch bei gleichbleibendem wirksamen Druck ein vollkommen glattes und straffes Aufziehen der Faserstoffbahn erzielt wird, wie dies für Isolierzwecke auf dem Gebiete der Elektrotechnik notwendig ist. 



   Gemäss der Zeichnung sind die Heizwalzen a, b bei geringem Durchmesser verhältnismässig lang (Fig.   3)   und könnten sich unter dem gewaltigen Pressdruck durchbiegen, wenn dem nicht vorgebeugt wäre. Zur Verhinderung einer solchen Durchbiegung der Heizwalzen sind nämlich zwei nach der Mitte zu dicker werdende Stützwellen m, n vorgesehen, welche die Heizwalzen a, b in der Mitte abstützen. Diese Stützwellen   m,   n sind mit den zugehörigen Heizwalzen a, b in den gleichen Lagerschlitten c gelagert (Fig. 4), so dass sie an der Auseinanderrückung der Heizwalzen teilnehmen. 



   Begreiflicherweise richtet sich die jeweilige Ausgangsstellung der   Heizwalzen a, b nacli   der Grösse des zu benutzenden Wickelzylinders, In Fig.   I   sind die Heizwalzen entsprechend dem kleinen Durchmesser eines Wickeldornes anfänglich ganz nahe aneinandergerückt, in Fig. 2 sind sie anfänglich um ein einem grösseren Wickeldorn entsprechendes   grösseres   Stück voneinander entfernt.

   Immer aber ist das Auseinanderrücken der Heizwalzen von ihrer Ausgangsstellung dem Fortschreiten des Wickelvorganges anzupassen ; 
PATENT-ANSPRÜCHE :   I.   Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierröhren, Isolierhohlzylindem usw, aus einer Faserstoffbahn, die mit einem Klebstoff auf einen Wickelzylinder zwischen auseinanderrückbaren Heizwalzen unter Pressdruck aufgerollt wird, dadurch gekennzeichnet, dass für die zum straffen Einziehen und dichten Anlegen der Faserstoffbahn bei geringer Klebstoffmenge erforderliche starke Pressung zur Erhaltung gleicher Druckrichtungen nur die wagrecht nebeneinanderliegenden Heizwalzen (a, b) nach anfänglich auf den notwendigen Umspannungwinkel erfolgter Einstellung im Verlaufe des Wickelvorgangs mittels wagrecht laufender Lagerschlitten (c) allmählich auseinandergerückt werden,

   die infolge Gewichtswirkung auf dem Wickelgut lastende Druckwalze (i) aber sich selbst überlassen bleibt.

Claims (1)

  1. 2. Wickelmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass bei langen Heizwalzen und Anordnung von Stützwellen (in, n) zur Verhinderung ihrer Durchbiegung unter dem Pressdruck diese Stützwellen in den gleichen Lagerschlitten (c) wie die Heizwalzen (a, b) gelagert sind, so dass sie an der Auseinanderrückung der Heizwalzen teilnehmen,
AT87828D 1919-08-27 1920-08-18 Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierröhren. AT87828B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH87828X 1919-08-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT87828B true AT87828B (de) 1922-03-27

Family

ID=4344686

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT87828D AT87828B (de) 1919-08-27 1920-08-18 Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierröhren.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT87828B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT87828B (de) Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierröhren.
DE348218C (de) Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierrohren, Isolierhohlzylindern usw
DE607610C (de) Verfahren zur Herstellung von lockeren Kunstseidenwickeln
DE503525C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen einer Wicklung in nebeneinanderliegende Roehren, insbesondere fuer Stromwandler
EP2312034A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Imprägnierung eines Textilschlauches
DE6917132U (de) Baeummaschine mit wickelwalze fuer webwaren aller art
CH516388A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Wickelkörpern zylindrischen, ovalen oder elliptischen Querschnitts
DE1113357B (de) Kalander zur Behandlung von durchlaufenden Materialbahnen, insbesondere aus Papier
AT517087A4 (de) Rundwebmaschine mit einer Hauptwelle
DE862721C (de) Vorrichtung zum Bewickeln von Baukoerpern
DE817839C (de) Fuehrungsrolle fuer Filze von Papiermaschinen u. dgl.
DE416812C (de) Maschine zur Herstellung von Rohren aus Zement-Asbest (Eternit) oder aus aehnlichen Stoffen
DE575452C (de) Verfahren zur Herstellung von Rohren durch Aufwickeln von Papier, Gewebe, Faservlies, Blattmetall u. dgl. auf einen Wickeldorn
DE358111C (de) Wickelmaschine zur Herstellung von Isolierhohlzylindern
AT138986B (de) Breitstreckvorrichtung für Gewebe.
AT133651B (de) Maschine zum Bewickeln der Außenfläche von Metallrohren beliebiger Länge mit einem Gemisch aus Fasermaterial und hydraulischen Bindemitteln sowie zur Herstellung von Rohren aus einer derartigen Masse.
AT61417B (de) Trockenvorrichtung an Maschinen zur ununterbrochenen Herstellung geleimter Seidenbänder für die Hut- und Besatzindustrie.
AT130904B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Asbestzement-Rohren.
DE738538C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern, insbesondere Rohren, aus abbindefaehigen Massen und Zuschlagstoffen
DE858657C (de) Verfahren und Vorrichtung zur absatzweisen Herstellung gewellter Faserstoffzementplatten
DE559829C (de) Kettenlose Gewebe-Mercerisiermaschine
DE1560497A1 (de) Gehaspelter Garnstrang sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung
AT66816B (de) Vorrichtung zum Spannen und Weiterschalten des Stoffes an Stickmaschinenrahmen.
AT163836B (de) Verfahren zur Herstellung von Hochdruckrohren aus erhärtenden Baustoffen, wie insbesondere Zement
AT219463B (de) Spulmaschine od. dgl.