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Sicherungseinrichtung an Automobilen, um beim Zusammenstoss mit einem Fahrthindernis zu verhüten, dass die Wageninsassen hinausgeschleudert werden.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der Sicherungseinrichtung nach dem Stammpatent Nr. 75057 und bezweckt im wesentlichen, dass die Verbindung des Vertikalgestelles mit dem Wagen und die Feststellung des daran aufgehängten Sitzes auch dann aufgehoben wird, wenn ein Zusammenstoss von der Seite erfolgt.
Zu diesem Behufe ruht der Erfindung gemäss das Vertikalgestell im funktionsbereiten Zustande lose auf einem an dem Wagengestell querverschiebbar angeordneten, das Wagengestell beiderseits überragenden, wagrechten Rahmen, der beim Auftreten auf ein seitliches Hindernis durch dieses verschoben wird und dann das Vertikalgestell freigibt, gleichzeitig aber auch die den Sitz feststellende Schnur zerreisst, während bei einem Zusammenstoss von vorn das Vertikalgestell durch ein sich hierbei verschiebendes Puffergestänge von dem Rahmen abgezogen und die Schnur zerrissen wird, worauf das Gestell auf die Fahrbahn fällt, um dann in einer stossdämpfenden Vorrichtung zur Ruhe zu kommen.
Die stossdämpfende Vorrichtung besteht erfindungsgemäss aus einer das Vertikalgestell umgreifenden U-förmig gespannten Schnur, die mittels eines entsprechend ausgebildeten Trägers an dem Wagenrahmen befestigt ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar. zeigt Fig. i ein mit der Sicherungseinrichtung ausgerüstetes Automobil in funktionsbereitem Zustande im Längsschnitt, teilweise in Ansicht, und Fig. 2 eine Draufsicht auf die Sicherungseinrichtung.
Das ähnlich wie im Stammpatente ausgebildete Vertikalgestell 1 weist drei Laufrollen 2 auf, von denen zwei an den vorderen Eckpunkten und die dritte rückwärts in der Mitte angebracht sind. Der Sitz 3 ist mittels zweier zu beiden Seiten angeordneter Stangen 4 und eines Hängelagers 5 schwingbar an dem Gestell 1 befestigt. Die Schwingungsweite des Sitzes wird durch die Lagerarme 5', 5'und die über den Schwingzapfen des Sitzes hinausragenden Stangenenden 4'begrenzt, indem die Arme/)', 5'Anschläge für die Stangenenden 4'bilden. Um das Höchstmass der Schwingungsweite der Bewegung des Sitzes 3 verringern zu können, greift in der Mitte der Sitzunterseite eine Schnur 6 an, die andrerseits, auf die erforderliche Länge einstellbar, an dem Wagenrahmen 7 befestigt ist.
Die Feststellung des Sitzes 3, um ihn gegen ein Pendeln während der Fahrt zu sichern, erfolgt durch eine im Mittelpunkte der Sitzunterseite befestigte Schnur 8, die nach abwärts und dann längs des Wagengestells 7 durch Ösen nach vorn läuft und mittels einer Stellschraube 9, deren Mutter am Rahmen 7 befestigt ist, gespannt ist.
Das Vertikalgestell 1 ruht in der funktionsbereiten Lage mittels Gabelstützen 10 auf Vorsprüngen 11 eines Rahmens 12 lose auf. Dieser ist in Hülsen 13 senkrecht zur Wagen-
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Schnur 8 in der Mittellage festgehalten. Zu diesem Zwecke ist die Schnur 8 durch eine am Rahmen 12 angeordnete Öse 14 hindurchgezogen.
An dem Wagenrahmen 7 ist ferner ein U-förmiger Bügel 15 in der Längsrichtung des Wagens verschiebbar befestigt, der mit seinen gabelförmigen Schenkelenden 16 die
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vorderen Vertikalstreben des Gestelles 1 umgreift. Das Vertikalgestell 1 befindet sich innerhalb des Wagenrahmens 7 und das Oberende dieses Gestelles ist von einer U-förmig gespannten Schnur 17 umgeben, die an einem Bügel 18 angebracht ist. Dieser sitzt an einer Vertikalstange 19, die an dem Wagenrahmen 7 in der Längsmitte desselben befestigt ist.
Die Rückwärtsbewegung des Gestelles 1 wird durch Schnüre 20 begrenzt, die an der Vertikalstange 19 verankert sind.
Bei einem Zusammenstoss des Automobiles mit einem davor befindlichen Fahrthindernis wird der Bügel 15 zurückgestossen. Hierbei wird das Gestell 1 von den Vorsprüngen 11 abgezogen und durch diese Bewegung die Schnur 8 zerrissen.
Erfolgt der Zusammenstoss von der Seite des Fahrzeuges gegen den Rahmen 12, so wird dieser entsprechend quer verschoben, wobei die Vorsprünge 11 aus den Gabeln 10 gleiten. Gleichzeitig wird die Schnur 8 bei der Öse 14 zerrissen.
Während der Verschiebung des Rahmens 12 wird das Vertikaigestell 1 in dem Bestreben, infolge Reibung der aufeinanderliegenden Teile 10, 11 sich mitzuverschieben, durch die Schenkelenden 16 daran gehindert.
Das nunmehr vom Rahmen 12 bzw. Wagenrahmen 7 freigewordene Vertikalgestell 1 fällt mit den Rollen 2 auf die Fahrbahn, wo das Gestell infolge des Beharrungsvermögens innerhalb der stossdämpfenden Schnüre 17 hin und zurückfährt, bis es zur Ruhe kommt, wobei der in dem nun frei schwingenden Sitze befindliche Wageninsasse weder durch Anstossen verletzt noch aus dem Wagen herausgeschleudert werden kann.
Durch die Konstruktion des Stossdämpfers 17, 18, 19, welche an sich wesentlich einfacher ist, als die dem gleichen Zwecke dienende Einrichtung beim Stammpatent, ist das Gestell 1 in der Wirkungsstellung nicht nur vom Wagenrahmen 7, sondern auch vom Wagenkasten 21 völlig unabhängig.
Schliesslich sei noch erwähnt, dass es zweckmässig ist, den Rahmen 12 zusammenschiebbar auszubilden, damit er ausser Gebrauch vom Wagenrahmen 7 nicht vorsteht.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Sicherungseinrichtung an Automobilen nach dem Stammpatent Nr. 75057, um beim Zusammenstoss mit einem Fahrthindernis zu verhüten, dass die Wageninsassen hinausgeschleudert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Vertikalgestell (1) in funktionsbereitem Zustande lose auf einem an dem Wagenrahmen (7) querverschiebbar angeordneten, für gewöhnlich diesen Rahmen seitlich überragenden Horizontalrahmen (12) ruht, der beim Zusammenstoss mit einem seitlichen Hindernis von diesem verschoben wird und dabei das Vertikalgestell (1) auf die Fahrbahn herabfallen lässt, während bei einem Zusammenstoss mit.
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