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Tapeten-und Stoffdruckmaschine.
Die Erfindung betrifft Tapeten-und StoSdruckmaschinen nach Patent Nr. 86027. Bei den Maschinen nach dem Stammpatent werden die Farbwalzen über die Druckplatten geführt, um diese mit Farbe zu bestreichen. Nach längerer Arbeitsdauer kann jedoch eine zu grosse Menge des Farbstoffes, insbesondere wenn dieser nicht genügend dünnflüssig ist, an den Druckplatten haften bleiben, so dass sie verkleben und unreine Abdrücke ergeben.
Zur Vermeidung dieses Übelstandes sind der Erfindung gemäss in der Druckplattentrommel Farbkissen angeordnet, welche die Übertragung des Farbstoffes von den Walzen auf die Druckplatten vermitteln. Sowohl die Druckplatten als auch die Farbkissen sind um eine Längsachse drehbar, wobei unter dem Einflusse ihres Eigengewichtes bei jeder Stellung der Trommel erstere abwärts und letztere aufwärts gerichtet bleiben, so dass das Abfliessen der Farben verhindert wird. Die Übertragung der Farbe auf die Druckplatten wird dadurch bewirkt, dass das jeweils in der höchsten Lage befindliche Farbkissen durch Anschläge gehindert wird, die Abwärtsbewegung der Trommel mitzumachen, wodurch die zugehörige Druckplatte auf das Farbkissen gedrückt wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt die Fig. i die Drucktrommel im Querschnitt, während in Fig. 2 und 3 eine Einzelheit dargestellt ist.
Die Maschine besteht im Wesen aus einer Druckplattentrommel, welche durch parallel zu einander angeordnete, in Seitenwänden b drehbar gelagerte Druckplatten a gebildet wird. Der Schwerpunkt dieser Druckplatte ist so angeordnet, dass deren Druckfläche stets abwärts gerichtet bleibt. Die Wände b sind auf einer Welle c festgekeilt, welche ein Antriebsrad d und eine Unrundscheibe e trägt und in Schlitzen f des Maschinenrahmens g geführt ist. Die Unrundscheibe gleitet auf einer Lauffläche des Maschinenrahmens und bewirkt die Auf-und die Abwärtsbewegung der Trommel.
Parallel zu jeder Druckplatte ist auf demselben Halbmesser der Trommel je ein Farbkissen k angeordnet. Diese sind um ihre Längsachse drehbar und suchen unter dem Einflusse ihres Eigengewichtes sich so einzustellen, dass ihre Farbfläche nach oben gerichtet ist. In den Trommelwänden sind bei jedem Farbkissen ein Paar in ihrer Längsrichtung verschiebbare Stifte i angeordnet und zwar derart, dass sie in der Stellung I an der Unterfläche des Farbkissens anliegen.
Am Maschinenrahmen sind Vorrichtungen, beispielsweise Gleitbahnen vorgesehen, durch welche die Stifte i vorgeschoben und wieder zurückgezogen werden. Von den Drehachsen j der Farbkissen ausgehend sind in den Seitenwänden der Trommel Schlitze k radial auswärts geführt.
Elastisch gelagerte Anschläge m sind am Maschinenrahmen derart angeordnet, dass sich die Achsen j in ihrer höchsten Stellung knapp über ihnen befinden.
In der Trommel sind Farbbehälter l drehbar gelagert, die durch ihr Eigengewicht stets in aufrechter Lage gehalten werden. In den Behältern liegen Farbwalzen n mit bekannten Abstreichvorrichtungen, für welche Führungen o an den Trommelwänden vorgesehen sind. Die Bewegung der Walzen längs dieser Führungen wird durch Anschläge p bewirkt.
Bei Drehung der Trommel in der Pfeilrichtung (Fig. i) werden die Stifte i, wenn sie die Stellung I erreicht haben, durch die Gleitbahnen vorgeschoben, so dass sie unter das zugehörige
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Farbkissen greifen und dieses zwingen, bei der Weiterbewegung in radialer Richtung zu bleiben. Nunmehr trifft die Farbwalze auf die Anschläge p, durch welche sie in ihren Führungen auswärts gedrängt wird, wobei sie auf dem Farbkissen abrollt und auf dieses Farbe überträgt. Nachdem die Walze bis über das Ende der Anschläge p gelangt ist, gleitet sie durch ihr Eigengewicht wieder in den Farbbehälter zurück, worauf auch die Stifte i wieder zurückgezogen werden, so dass sich das Farbkissen wieder wagrecht stellt.
Wenn dieses in die Stellung II gelangt ist, befinden sich seine Achsen j oberhalb der Anschläge m, welche verhindern, dass es die nunmehr erfolgende Abwärtsbewegung der Trommel mitmacht. Dadurch kommt die oben befindliche Druckplatte mit dem Farbkissen in Berührung und nimmt von diesem Farbe ab. Hierauf wird die Trommel durch die Unrundscheibe wieder gehoben, wodurch sich auch die Druckplatte von dem Farbkissen abhebt.
Um zu verhindern, dass die Achsen j auch in der Stellung III in die Schlitze k gleiten, kann die in Fig. 2 dargestellte Lagerung verwendet werden. Bei dieser besitzt die Achse rechteckigen Querschnitt und passt in einen Ausschnitt einer Büchse q, welche in einer Bohrung der Seitenwände r1 drehbar ist. An diese Bohrung schliesst der Schlitz k an, in welchen die Achse j nur dann eindringen kann, wenn er sich in der gezeichneten Lage, die der Stellung 1I entspricht, befindet.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Tapeten- und Stoffdruckmaschine nach Patent Nr. 86027, dadurch gekennzeichnet, dass in der Drucktrommel Farbkissen (h) angeordnet sind, welche zur Übertragung des Farbstoffes von den Walzen (it) auf die Druckplatten (a) dienen.