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Ofen zum Brennen oder Emaillieren von Töpferwaren und dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf Kanal-und andere Öfen der im Patent Nr. 59390 be- schriebenen Art und hat den Zweck, die in in der Längsrichtung sich erstreckenden geschlossenen Verbrennungskammern erzeugte Hitze in wirtschaftlicher, gleichmässiger und wirksamer Weise nutzbarem machen.
Zweck vorliegender Erfindung ist, die an den Verbrennungskammern auf eine hohe
Temperatur gebrachte Luft in besserer und wirksamerer Weise als bisher zwischen den Waren- stapeln kreisen zu lassen, so dass diese letzteren. auf eine hohe und praktisch gleichförmige
Temperatur gebracht werden können.
Zu diesem Zwecke wird gemäss der Erfindung zwischen den fahrbaren Stapeln und jeder
Verbrennungskammer in der Längsrichtung des Ofens eine Längswand aus feuerfestem Material angeordnet, welche die Stapel vor der strahlenden Wärme der Verbrennungskammern schützt
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Um die Verbrennungskammer auf eine hohe Temperatur zu erhitzen, damit die über sie wegziehende Luft ebenfalls hoch erhitzt wird, ohne dass die Wandungen der Kammer sich erweichen und zusammenfallen, können die Längsschutzwände mit den Kammerwänden durch Stege aus feuerfestem Material verbunden sein, zwischen welchen die kreisende Luft aufwärtsströmen kann, um die Wärmeabgabe von den Wänden der Verbrennungskammer und infolgedessen die Dauerhaftigkeit dieser Wände zu steigern.
Wenn der Ofen als Kanalofen ausgeführt ist, kann die Kühlzone desselben auch an jeder Seite mit einer längslaufenden Wand versehen sein, die mit der benachbarten Seitenwand des Ofens einen Kühlraum bildet, welche eine oder mehrere Kühlkammern oder Röhren enthält und oben und unten nur mit der die zu kühlenden Waren enthaltenden benachbarten Kühlzone in Verbindung steht, so dass die durch die Ware erhitzte Luft gezwungen ist, aufwärts nach der Kühlzone und abwärts durch den die Kühlkammer oder Röhren enthaltenden Kühlraum zu strömen. Dadurch können die Waren gleichförmig und auf wirksame Weise gekühlt werden. Durch die Kühlröhren wird kalte Luft geleitet, die von der kreisenden Heissluft erhitzt, in die Verbrennungskammer übergeführt wird.
In den Zeichnungen zeigt Fig. i im Grundriss und teilweise im Schnitt einen Teil eines Ofens der hier beschriebenen Art, welcher mit gesonderten Luftheiz-und Kühlabteilen nach der vorliegenden Erfindung versehen ist.
Fig. 2 und 3 sind Querschnitte nach A-A und B-B der Fig. I. Fig. 4 ist ein Teilaufriss,
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Fig. 5 und 6 sind ein Querschnitt und ein teilweiser Aufriss einer abgeänderten Ausführungsart. Fig. 7 ist ein Querschnitt, welcher eine andere abgeänderte Ausführungsform zeigt. Fig. 8 und 9 sind ein Querschnitt und ein Horizontalschnitt von Teilen einer der Verbrennungskammern, welche in grösserem Massstabe als Fig. I, 2 und 3 ausgeführt sind. Fig. I0 ist ein Querschnitt und Fig. II ein Schnitt nach C-C der Fig. 10 und zeigt eine abgeänderte Ausführungsform einer
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abgeänderte Ausführungsform einer Verbrennungskammer.
In Fig. i und 2 ist der Ofen a mit einer längsseitigen angeordneten Verbrennungskammer b und mit einer ebenso angeordneten vertikalen Wand c versehen, welche zwischen einer solchen Kammer und dem Raum d. in welchen die Warenstapel e durch das Fahrzeug f gebracht und erhitzt werden, liegt. Die Wand c ist in einer solchen Entfernung von der Verbrennungskammer g an der entsprechenden Seite des Ofens angeordnet, dass sie einen Luftheizungsraum g bildet,
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genügende Dicke besitzt, auch als Schirm dient, um das Eintreten der strahlenden Hitze von dem Verbrennungsraum b nach dem Raum d zu verhindern oder zu verzögern und zu bewirken, dass die Luft, welche sich daneben befindet und durch die Verbrennungskammer erhitzt wird, nach oben fliesst und in der vorher beschriebenen Weise und zu dem vorher beschriebenen Zweck kreist.
In dem jetzt beschriebenen Beispiel ist der Ofen auf jeder Seite mit einem getrennten Heizabteil oder Zone g versehen, in welchem die entsprechende Verbrennungskammer b so angeordnet ist, dass die Luft unter-und oberhalb derselben auf jeder Seite entlang fliessen kann.
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zeigen eine Wand oder einen Schirm c von gebogener Form, welche sich vom Boden bis oben in dem Luftheizabteil g ausdehnt und untere und obere Öffnungen i, i hat, welche in derselben ausgeschnitten sind. Fig. 7 zeigt einen Ofen mit einem in der Mitte angeordneten Luftheizabteil gl, welches zwischen zwei Längswänden oder Schirmen, und, 1 gebildet wird und eine Verbrennungs- kammer bl enthält, wobei der Ofen auch auf jeder Seite mit einem Luftheizabteil g versehen ist, wie in Fig. 2 gezeigt.
Die Anordnung einer Schutzwand oder von mehrereren solchen, wie im vorhergehenden beschrieben, kann auch vorteilhaft in der Kühlzone eines Kanalofens nach der
Anordnung der früheren Erfindung verwendet werden, damit die Luft, Dampf oder eine andere Flüssigkeit in einer solchen Kühlzone gleichmässiger und wirksamer durch die Waren, welche gekühlt werden sollen, und über der Kühlkammer oder-röhre oder jeder Kühlkammer oder-röhre fliesst, welche in der Kühlzone vorgesehen ist, um die Hitze aus der Luft, dem Dampf oder einer anderen Flüssigkeit wegzuführen.
Fig. 3 zeigt die Kühlzone k des Ofens a, welche mit Schutzwänden m versehen ist, die so angeordnet sind, dass sie mit den anliegenden Seitenwänden des Ofens abgesonderte Luftkühlabteile n bilden, durch welche die Luft oder eine Flüssigkeit, die durch die Berührung mit den warmen Waren e in der Kühlzone erhitzt wurde, dauernd fliesst und ihre Hitze an die von Frischluft oder einer anderen Kühlflüssigkeit durchströmten Kühlkammern oder-röhren o abgibt, um alsdann wiederum in die Kühlzone k zurückzufliessen und in Bel ührung mit den darin erhitzten Waren zu kommen.
Es ist wünschenswert, dass in allen Fällen die Verbrennungskammer b oder jede Verbrennungskammer b oder die Kühlkammer oder Röhre o in ihrem Heiz-oder Kühlabteil so angeordnet wird, dass sie einen Luftweg zwischen sich und der danebenliegenden Seitenwand des Ofens lässt, wie bei der Anordnung des Ofens, welcher in dem genannten Patente angegeben ist, so dass die Luft unter und an jeder Seite der Verbrennungskammer oder Kühlkammer oder - röhre vorbeiniessen kann.
Um den vorhergenanten zweiten Erfindungszweck zu erreichen, sind die feuerbeständigen Wände der Verbrennungskammer zur Verwendung in einem Ofen von der beschriebenen Art durch starre Ansätze nach aussen abgestreift, welche innerhalb des Ofens angeordnet sind und über welche zu zirkulieren die Luft gezwungen wird, wenn die Verbrennungskammer in Benutzung ist, so dass diese Ansätze auf einer Temperatur erhalten werden, bei welcher sie noch starr bleiben und die Kammerwände wirksam unterstützen, wenn auch deren innere Oberfiäche durch die hohe Temperatur, der sie unterworfen wird, weich werden sollte.
Eine Verbrennungskammer mit auswärts gerichteten Ansätzen für den beschriebenen Zweck kann in verschiedener Form ausgeführt werden. Die Verbrennungskammer b oder jede Verbrennungskammer kann, wie beispielsweise in den Fig. IO und II gezeigt ist, von dreieckiger oder beinahe dreieckiger Form sein, wie im Querschnitt zu sehen ist, und so angeordnet werden dass der Boden horizontal, die beiden anderen Seiten aber nach einwärts geneigt sind.
Oder es kann, wie in Fig. I2 gezeigt ist, die Verbrennungskammer mit vertikalen Seiten versehen sein. Auf jeden Fall ist jede der Wände der Kammer nach aussen mit einer Reihe auswärts gerichteter Ansätze p in Form von parallelen Rippen, Platten oder Wänden versehen, die in vertikalen Ebenen so angeordnet sind, dass sie für die nach oben strömende Luft Durchgänge r freilassen, durch welche, wenn die Verbrennungskammer in Benutzung ist, Luft fliesst, wie durch die Pfeile angezeigt, und durch Berührung mit den Wänden der Kammer hoch erhitzt wird, deren auswärts gerichtete Ansätze p, da sie aus schwer schmelzbarem Material gemacht sind, welches ein schlechter Leiter für Hitze ist und da die Luft an ihrer Oberfläche vorbeiwandert, auf einer genügend niederen Temperatur gehalten werden,
um sie starr zu erhalten und die Wände der Verbrennungskammer zu verhindern, infolge der Erweichung durch die grosse Hitze zusammenzustürzen. Die untere Wand der Verbrennungskammer kann auf ähnliche Weise durch äussere Rippen, Platten oder Wände pl verstärkt werden, die so angeordnet sind, dass sie eine Reihe von parallelen horizontalen Durchgängen bilden, durch welche die Luft vom inneren Teil d des Ofens, welcher die Ware e enthält, bis zu den Durchgängen r zwischen den seitlichen Rippen, Platten oder Ansätzen p durchziehen kann. Oder die untere Wand der Verbrennungskammer kann dick genug ausgebildet werden, um irgendein Zusammenstürzen unter der Wirkung der Hitze auszuschliessen. Die äusseren Rippen, Platten oder Ansätze p der Seitenwand der Verbrennungskammer können, wie z.
B. in Fig. IO, Is und I2 gezeigt ist, miteinander an ihren äusseren Kanten durch eine Platte oder Wand t verbunden sein, so dass sie hierbei eine Reihe von Luftgängen r bilden, welche nur am Boden und an dem oberen Teil in der Art offen sind, dass die kreisende Luft gezwungen wird, durch dieselben hindurchzustreichen und in wirksame Berührung mit den Wänden der Verbrennungskammer und den äusseren Ansätzen p derselben zu kommen.
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werden, so dass eine Anzahl offener kastenähnlicher Durchgänge r2 entsteht, deren Inneres in Verbindung mit den aufwärts gerichteten Luftdurchgängen, an den Seitenwänden der Verbrennungskammer steht.
Die Luftdurchgänge r können ihre Lufteinlassöffnungen 1 oberhalb der unteren kastenähnlichen Durchgänge 2 haben.
Die Seitenwände der Verbrennungskammer b können, wie dies bei der Ausführung nach Fig. i bis 9 gezeigt ist, von geriefter oder ähnlicher Gestalt sein, zum Zwecke, dieselben zu versteifen und eine grosse Heizoberfläche zu erzeugen. In diesem Fall können die parallelen Rippen, Platten oder Ansätze sich nach auswärts von den auswärts oder einwärts gerichteten Furchen der gerifften Oberfläche erstrecken oder von beiden Riefen, wie in Fig. 9 durch unterbrochene Linien bei p2 angezeigt ist. Die untere Wand der Verbrennungskammer kann auch gerieft und auf ähnliche Weise versteift sein.
Die Wände der Verbrennungskammer nach der angegebenen Ausführung können aus verschiedenen Teilen hergestellt sein, die sich miteinander zu einer vollständigen Kammer verbinden lassen, wobei die Teile z. B. so hergestellt werden können, dass das feuerfeste Ausgangsmaterial im weichen Zustande durch passende Formstücke gedrückt oder in Formen in einer
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als für ununterbrochen im Betriebe befindliche Kanalöfen.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Ofen zum Brennen oder Emaillieren von Töpferwaren u. dgl. nach Patent Nr. 59390 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den fahrbaren Stapeln und den zu beiden Seiten derselben angeordneten, in der Längsrichtung des Ofens verlaufenden Verbrennungskammern eine Längswand aus feuerfestem Material angeordnet ist, welche die Stapel vor der strahlenden Wärme der Verbrennungskammer schützt und die erhitzte Luft zwingt, aufwärts über die Verbrennungskammer und abwärts zwischen den Stapeln hindurch zu strömen.