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Oesterreichische
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Nacharbeiten, Linoleum-Herstellung und Bearbeitung (mechanischer Tbeil).
PAUL VICTOR AVRJL PARIS. Maschine zum gleichzeitigen Gaufrieren und Drucken.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine, welche es ermög- licht, jeden dazu geeigneten Stoff, wie Papier, Pappe, Gewehe, Metallfolien, Drahtgewebe, länder, Stoffe, Sammte u. s. w. während des Pressens bexw. Gaufrierens, des Ein-oder Aufprägens, Ausstanzens u. s. w. zugleich auch in der gewünschten.An/ahl von Farben zu bedrucken.
Die bedruckten Theile können hierbei entweder einen gleichmässigen Ton in jeder Farbe oder auch durch Übereinanderdrucken der reichen oder anderer Farben in verschiedenen Abstufungen jede gewünschte Schattierung odf'r Farbenmischung erhalten.
Um das Wesen der Erfindung zu erläutern, sind in den beiliegenden Zeichnungen
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Maschine zum Gaufrieren und Drucken in vier nicht übereinandergedruckten Farben.
Das zu gaufrierende Muster ist erhaben oder vertieft auf dem Mantel einer eventuell heizbaren Formwalze a angebracht und ebenso in entgegengesetzt vertiefter oder erhabener Ausfithrung auf dem Mantel der Gegenwalze b wiederholt. Der Umfang der Walze b kann der gleiche oder ein mehrfacher oder auch ein Theil des Umfanges der Walze a sein ; in den Zeichnungen ist das Verhältnis wie 1 : 2 dargestellt. Die Walze b kann übrigens auch glatt und von beliebigem Umfange sein.
Zwischen diesen beiden Walzen wird das zu gaufrierende Material c hindurchgeführt und gleichzeitig auf dessen Erhabenheiten bedruckt. Zu diesem Zwecke werden die während des Pressens ahzudruckenden Farben in die in Fig. 1 durch die Kreisbögen 1-4
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gleichfalls schematisch durch die Kreisbögen 1', 2', 3' und 4' veranschaulichten Erhabenheiten einer zweiten Gegonwalze d aus geeignetem Material, welches die Farbe aufnimmt und bei Berührung mit der Walze a an diese abgibt.
Auf die Erhabenheiten dieser Gegenwalze du die ebenfalls von gleichen oder entsprechend vergrössertem oder verkleinertem Durchmesser, wie die Walze a sein kann (in Fig. 1 ist dieselbe dreimal so gross dargestellt), werden die verschiedenen Farben durch die mit
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die Formwalze u autgetragen. Diese Erhöhungen sind gleichfalls durch Kreisbögen 1'', 2'', 3''und4''schematischdargestellt.
Jede Rolle e empfang nur eine einzige Farbe durch irgend eine der bekannten Auftragvorrichtungen, weiche, da jedes beliebige System Anwendung finden kann, in den Zeichnungen nicht dargestellt tst. Es ist nur zu hamorken, dass jede Rolle e nur eine
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Wenn nun die verschiedenen Walzen and Rollen in der durch die Pfeile bezeichneten Richtung rotieren, und zwar die Walze d mit ein Drittel und die Walze b mit der halben Geschwindigkeit der Walze a, so werden, wie hieraus leicht erkennbar, die Erhabenheiten 1', 2', 3'und 4'der Walze d mit blau, bezw. grant roth und gelb gefärbt und diese vier Farben auf den Grund der Vertiefungen 1 bezw. 2, 3 und 4 der Formwalze übertragen und von hier auf die ErhabenheieÎ1 des gepressten Stoffes abgedruckt.
In den Fig. 2 und 3 ist eine Vorder-und eine Seitenansicht einer Ausführungsform
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das als Beispiel gewählte Muster zu erkennen, welches auf den Stoff erhaben aufgepresst werden soll. Dieses Muster wird einmal vertieft in die Walze a eingraviert, zweimal auf der Walze b und dreimal auf der Walze d erhaben vervielfältigt. Auf dem gepressten Stoffe sind die Theile 1', 2', 3'und 4'des Musters beispielsweise in blau, bezw. grün, roth und gelb zu drucken und müssen daher die Erhabenheiten 1', 2', 3'und 4'der Gegenwalze d durch die Erhabenheiten der Rollen el, e2, e3 und e-1 blau, bezw. grün, roth und gelb gefärbt werden.
Selbstverständlich kann man ebenso gut auch die Vertiefungen des gepressten Stoffes bedrucken, indem man entweder die Vertiefungen der Gegenwalze d oder auch direct die Erhebungen der Formwalze a färbt und wird in dem ersteren Falle die in die Vertiefungen der Walze cl- eingebrachte Farbe auf die Erhabenheiten der Walze a und von diesen in die Vertiefungen des gepressten Stoffes übertragen, wie dies in Fig. 4 schematisch vorauschaulichtist.
Um. die Farbe in die Vertiefungen der Gegenwalze d abzusetzen, kann man eine
Walze f verwenden, welche einen gleichen Durchmesser, wie die Formwalze a besitzt und mit Erhabenheiten versehen ist, die genau in die Vertiefungen der Gegenwalze d passen.
Die Erhebungen dieser Walze f können mittelst einer glatten Rolle mit einer einzigen Farbe oder auch mit Hilfe eines Rollonsystems, wie z. B. in Fig. 1 für die Gogenwalzc d dargestellt, mit mehreren Farben versehen werden. Ebenso kann man die Vertiefungen der Walze d in mehreren Farben auch mittelst Rollen A färben, von denen jede nur eine Farbe überträgt. Die Erhabenheiten jeder dieser Rollen h dürfen dann nur in diejenigen Vertiefungen der Walze eindringen, welche die betreffende Farbe empfangen sollen.
Zur directen Färbung der Erhabenheitcn der Formwalze a kann man auch eine
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Rolle g kann sowohl eine einzige Farbe, als auch durch Vermittlung mehrerer mit Erhebungen versehener Rollen verschiedene Farben aufnehmen und auf die Erhabenheiten der Formwalze a übertragen. Um nur die Erhabenheiten der Formwalze a zu färben, brauchte man dann nur das Rollensystem zum Färben der Erhabenheiten der Gegenwalze d auszurücken.
Wenn die Formwalze a erhaben graviert ist, bleibt die Thätigkeit der Gegenwalze d die gleiche, d. h.. ihre Erhöhungen und Vertiefungen färben die Vertiefungen, bezw. Erhöhungen der Formwalze a.
Man kann jedoch auch zugleich drucken und gaufrieren, ohne die Formwalze a zn färben, wenn man den zu gaufrierenden Stoff zwischen der Formwalze a und der Gegenwalze d hindurchführt, wie in Fig. 1 und 4 durch die punktierte Linie c'angedeutet.
Im Nachstehenden soll nun eine andere Ausführungsform der Anordnung beschrieben werden, welche gestattet, nebst dem Gaufrieren verschiedene Farben übereinander zu drucken ; sie ist unter Beibehaltung der gleichen Bezeichnungen für die entsprechenden Theile in Fig. 5 schematisch dargestellt.
Bei dieser Maschine wird der zu gaufrierende Stoff beim Durchgang zwischen der Formwalze a und der Gegenwalze b zunächst von der Walze a einmal bedruckt. Der hiedurch gepresste und einmal bedruckte Stoff bleibt auf der Gegenwalze b, bis er durch die Druckwalze al einen zweiten Aufdruck empfangen hat. Durch Zufügung weiterer Walzen a2 etc. und durch eventuelle Vergrösserung der Gegenwalze b kann der Stoff so vielmal als gewünscht, nacheinander bedruckt werden. Die Walzen a, bezw. al, a2 etc. werden durch je eine Gegenwalzo d, dl etc. gefärbt, welche die Farben durch Rollen e
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in Fig. 7 zum Bedrucken der Vertiefungen dargestellt ist.
Die Gegenwalzen d, d'etc. von Fig. 5-- können entweder in den Erhabenheiten oder in den Vertiefungen, oder auch in
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beiden zugleich durch Rollen nach Art von e, f, g oder li, wie in Fig. 1-4 dargestellt, gefärbt worden. Je nachdem man durch das Übereinanderdrucken der Farben dieselben Farben in verschiedenen Stärken oder verschiedene Farben erzielen will, werden durch
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wandelt werden.
Ebenso können die Walzen, Platten u. s. w., zwischen denen der Stoff hindurchgeführt wird, auch mit geeigneten Vorsprangen versehen sein, welche selbstthätig das Abschneiden des Stoffes ausführen. In Fig. 8 ist als Beispiel die gravierte Walze mit Schneidekanten i versehen dargestellt, welche beim Eindringen in die Vertiefung j der Gegenwalze die Ränder des gepressten Stoffes nach einer beliebigen Linie abtrennen.