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Hängeisolator.
Hängeisolatoren sind stets mit zwei durch den Porzellankörper voneinander isolierten Metallteilen ausgestattet. Für die Befestigung dieser Teile am Porzellankörper ist ein Verfahren bekannt geworden, wobei fingerartige Fortsätze an den Metallteilen in entsprechende Vertiefungen der Porzellanteile hineingreifen und durch Kitt, Blei oder andere Stoffe daran befestigt sind. Die Löcher im Porzellankörper für die Befestigung der Metallteile sind dabei so ausgebildet, dass ein Schnitt senkrecht zur Achse keines der Löcher treffen, sondern nur durch Porzellan gehen würde. In dieser Schnittfläche und ihrer nächsten Umgebung ist also das Porzellan rein auf Zug beansprucht. Diese Beanspruchung aber ist für Porzellan ungünstig ; derartige Isolatoren bieten daher wenig Sicherheit.
Nach der Erfindung werden die Befestigungsfinger der Metallteile versetzt zueinander und so tief in den Porzellankörper eingelassen, dass sie in Richtung der Längsachse aneinander vorbei greifen. Jeder Schnitt senkrecht zur Längsachse trifft dann auf Metallteile ; auf Zug beanspruchte Porzellanquerschnitte sind nicht vorhanden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem jeder Metallteil mit drei Befestigungsfingern in den Porzellankörper eingelassen ist. Fig. i zeigt einen Längsschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Porzellankörper, der mit a bezeichnet ist ; b und e sind die Metallteile und f die Finger daran. Aus Fig. i ist zu erkennen, dass die Finger nach dem Befestigen in Richtung der Längsachse aneinander vorbeigreifen, aus Fig. 2. dass die Finger der gegeneinander Spannung führenden Metallteile durch Wände von der nötigen Scherbenstärke getrennt sind. Die Finger übertragen durch die Kittschicht die Beanspruchung auf das Porzellan. Dieses wird überall auf Abscherung nirgends auf Zug beansprucht.
Die neue Anordnung gewährleistet gleichmässige Stärke des PorzellanscherbeÌ1s, die für das Brennen günstig ist und zugleich dem Auftreten innerer mechanischer Spannungen vorbeugt.
Dieser Grundgedanke kann natürlich in mannigfacher Art verkörpert werden. Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass die Befestigungsfinger in Kreisform angeordnet sind ; auch brauchen nicht beide Metallteile die gleiche Anzahl Finger zu tragen. Eine zweckmässe Ausführungsform ergibt sich z. B., wenn ein Metallteil, etwa der untere, nur einen einzigen Befestigungsfortsatz in der Mitte trägt, der andere, obere dagegen eine grössere Anzahl im Kreise angeordneter Befestigungsfinger. Auch hier gilt das schon oben über die Scherbenstärke Gesagte.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil gegenüber bekannten Isolatoren ist hierbei der, dass die im Kreise angeordneten Finger des Oberteiles wegen ihrer Elastizität etwaigen Dehnungen im Porzellan nächgeben können, die z. B. in der den Mittelfortsatz des unteren Metallteiles umgebenden Kittschicht ihren Ursprung haben können.
Die Befestigungsfinger, die in zueinander versetzte Löcher des Porzellankörpers eingelassen sind, können aus einem Stück mit dem metallenen Tragteil hergestellt oder auch mit diesem später durch Verschraubungen oder andere Mittel vereinigt sein. Im zweiten
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Falle ist es zweckmässig, die Verbindung erst herzustellen, nachdem die Finger einzeln in den Löchern befestigt worden sind. Bei diesem Vorgehen besteht dann aber die Gefahr, dass durch Befestigen der Stifte am gemeinsamen Tragstück mechanische Spannungen in die Verbindung und in die Porzellankörper hineingetragen werden ; denn es ist bei der Massenfabrikation sehr leicht möglich, dass die zuerst in den Porzellankörper eingelassenen Stifte nicht immer ganz genau in der vorgeschriebenen Lage zueinander stehen.
Werden diese inneren Spannungen nicht wieder beseitigt, so können sie den Isolatoren bei Stoss oder anderer Beanspruchung leicht verderblich werden.
Nach der Erfindung werden die Befestigungsfinger nicht völlig starr in die Löcher eingelassen, sondern unter Zwischenfügung eines elastischen Mittels. Als solche kommen Hanf, Metallspäne, Zellstoff usw. eventuell mit leitender oder isolierender Tränkung zur Frage. Die Löcher des Porzellankörpers können auf der Innenseite gerauht oder mit einem Grobgewinde versehen sein, so dass entsprechend geformte, eventuell auch mit Gewinde, Rillen oder Fischhaut versehene Stifte eingeschraubt werden können, solange das Tränkungsmittel noch nicht eingedickt ist. Derart elastisch eingelassene Befestigungsfinger können bei Befestigung an dem gemeinsamen Tragstück noch- in geringem Grade nachgeben, so dass
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Porzellankörper liegenden Ende zu sich erweitern. Zur Befestigung der Finger können Kitt oder Zement oder mechanische Mittel dienen.
Der Porzellankörper des Isolators kann, abgesehen von den Befestigungslöchern, beliebige Formen aufweisen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
2. Hängeisolator, bei dem die Verbindung zwischen Porzellan-und Metallteilen durch Befestigen fingerartiger Ansätze an den Metallteilen in Löchern des Porzellankörpers geschieht, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsfinger beider voneinander zu isolierender Metallteile versetzt zueinander und'so tief in den Porzellankörper eingelassen sind, dass sie in Richtung ihrer Längsachse aneinander vorbeigreifen.