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Vorrichtung zur selbsttätigen Schmierung kinematographiseher Apparate.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Schmierung kinematographischer Projektionsapparate durch selbsttätige und andauernde Zirkulation des Schmiermittels. Eine Schmierung dieser Art ist von besonderem Vorteil für die Apparate, welche sehr häufig durch mehrere Stunden ununterbrochen in Benützung stehen. Die Schmierung von Hand aus wird infolgedessen zu einer Arbeit von ausserordentlicher Be-. deutung, welche, wenn sie nachlässig ausgeführt wird, den Gang des Apparates schädlich beeinflusst.
Auch bei Ausführung durch einen verständigen Operateur gewährleistet die bisweilen an den Berührungsstellen stark erhitzter Organe vorhandene leichte ölschicht, wenn sie nicht fortwährend erneuert wird, keine ausreichende Schmierung mehr, was eine aussergewöhnliche Abnutzug gewisser Bestandteile des Apparates zur Folge hat. Überdies bietet die selbsttätige Schmierung kinematographischer Apparate den grossen Vorteil, dass der Film vor jeder Beschmutzung durch von ungeschickten Operateuren verspritztes Öl sowie vor fetten Fingerabdrücken bewahrt bleibt.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung bewirkt eine selbsttätige Schmierung, indem das Schmiermittel regelmässig und ununterbrochen von einem Organ zum andern umläuft.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstarides eine kaskadenartig wirkende Schmiervorrichtung dargestellt.
Die Fig. I und 2 geben ein schematisches Bild der Vorrichtung im Schnitt und Vorderansicht, woraus die kaskadenartig Zirkulation des Schmiermittels deutlich zu er-sehen ist.
Der Apparat (Fig. I) ist durch eine dicht haltende Zwischenwand, durch welche die verschiedenen Drehachsen gehen, in zwei Teile geteilt. Auf einer Seite der Scheidewand ist das Getriebe angeordnet, dessen Achsen geschmiert werden sollen. Der untere Teil des Getriebekastens bildet das Ölreservoir, dessen Inhalt in den oberen Teil des Apparates an die Stelle der höchst gelegenen zu schmierenden Achse mit Hilfe einer archimedischen Schraube 7 befördert wird, welche auf der Welle 71 aufgekeilt und in einem Vorsprung 13 gelagert ist, der mit dem Rahmengestell des Apparates einheitlich gegossen ist.
Der Vorsprung 13 weist zwei Bohrungen auf, von denen die eine 8 die Saugleitung ist, an deren Eingang ein Sieb 10 angebracht ist, während die andere 9 mit der Steigleitung in Verbindung steht, welche aus einem Kanal 11 besteht, der in dem die Seitenwand bildenden Teil des Gussstückes ausgespart ist.
Der Kanal 11 mündet in das oberste Achslager 2, von wo dann das Öl durch eine Öffnung 12 austritt und die dichte Zwischenwand entlang fliessend in eine auf dem Achslager 3 vorgesehene Mulde gelangt. Vom Lager 3 nimmt das Öl immer der Schwerkraft folgend seinen Weg nach den Lagern 4 und 5. Vom Lager 5 läuft es in den Behälter unten und vom Lager 4 gelangt es auf dem Umwege über ein letztes Lager 6 eben dorthin.
Die Schmierung vollzieht sich derart'ohne Unterbrechung, indem der Kreislauf durch die archimedische Schraube aufrechterhalten wird. Diese könnte naturgemäss auch durch irgendein anderes dem gleichen Zweck dienendes Organ ersetzt werden.
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Die archimedische Schraube bietet indessen den Vorteil, dass sie im Schmiermittel keine Emulsion hervorruft. Die Bildung von Schmierölrückständen ist bei der Vorrichtung gemäss der Erfindung gleichfalls vermieden, da der Kreislauf des Öles energisch vor sich geht und infolge der Anordnung der Schmiervorrichtung in einem dichten Gehäuse kein Staub hinzukommen kann. Da keine engen Röhren zur Verwendung kommen, besteht nicht die geringste Gefahr einer Verstopfung des Leitungsweges.
Es versteht sich von selbst, dass die Schmiervorrichtung gemäss der Erfindung an allen kinematographischen Projektions-und Aufnahmeapparaten angebracht werden kann.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht in der Anbringung einer selbsttätigen, mit oder ohne Druck wirkenden Schmiervorrichtung an kinematographischen Apparaten. Die Schmiervorrichtung ist entweder abhängig von der Antriebswelle des kinematographischen Apparates oder sie wird unabhängig für sich angetrieben.
PATENT-ANSPRÜCHE' I. Vorrichtung zur Schmierung kinematographischer Apparate, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel in einem vom Film vollkommen getrennten und dicht abgeschlossenen, das Getriebe enthaltenden Gehäuse in beständigem Kreislauf geführt ist, so dass die Schmierung während des Betriebes selbsttätig vor sich geht und jede Verunreinigung des Films unbedingt vermieden wird.