AT85138B - Einankerumformer mit Wendepolen. - Google Patents

Einankerumformer mit Wendepolen.

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  . Einankerumformer mit Wendepolen. 



   Bekanntlich tritt bei Kurzschluss in Netzen, welche von synchronen Einankerumformern mit Wendepolen gespeist werden, häufig das sogenannte Rundfeuer am Kollektor der Umformer auf, welches den Kollektor beschädigt, die Bürsten und Bürstenhalter grösstenteils unbrauchbar macht und ausserdem in der Nähe befindliche Menschen gefährdet. 



   Diese starke Neigung zum Rundfeuer ist auf folgende Ursachen zurückzuführen. 



  Bekanntlich wird bei normaler Belastung'eines Einankerumformers die Armaturreaktion der Wechselstromseite durch die Armaturreaktion der Gleichstromseite bis auf einen kleinen Betrag aufgehoben und die magnetomotorische Ktaft des resultierenden Feldes beträgt im Mittel nur zirka   15%   der Armaturreaktion der Gleichstromseite. 



   Im Moment eines Kurzschlusses auf der Gleichstromseite werden diese Verhältnisse vollständig geändert. Durch die vielen dem Einankerumformer auf der Wechselstromseite   vorgeschalteten Reaktanzen (Transformator, Induktionsregler, Drosselspulen usw. ) ist im   Moment eines Kurzschlusses auf der Gleichstromseite die Energieentnahme aus dem Wechselstromnetz bedeutend kleiner als sie der Kurzschlussenergie auf der Gleichstromseite entspricht. Die Energiedifferenz auf der Gleich-und Wechselstromseite wird infolge eines kleinen Schlupfes durch die lebendige Kraft der rotierenden Massen gedeckt. 



   Während beispielsweise der Strom auf der Gleichstromseite im Moment des Kurzschlusses auf zirka den zehnfachen Wert des Normalen anwächst, wird der Strom auf der Wechselstromseite im gleichen Moment nur auf zirka den dreifachen Wert des Normalen anwachsen. Die Armaturreaktionen der Gleich-und der Wechselstromseite heben sich unter diesen Verhältnissen bei weitem nicht mehr auf und die Armaturreaktion der Gleichstromseite überwiegt die der Wechselstromseite um ein mehrfaches, so dass das Kommutierungsfeld im Moment des Kurzschlusses meist nicht nur zu schwach, sondern sogar in seiner Richtung verkehrt war und dann unweigerlich das gefürchtete Rundfeuer verursachte. 



   Man hat daher die Wendepolwicklung so bemessen, dass die Amperewindungszahl der Wendepole gleich oder grösser ist als die gleichstromseitige Amperewindungszahl der Ankerwicklung. Dies bedingt eine Vergrösserung des magnetischen Widerstandes, damit beim Normalbetrieb das Kommutierungsfeld nicht zu stark wird. Man hat versucht, den eisernen Kern aus der Wendepolwicklung vollständig fortzulassen, hat damit aber praktisch schlechte Erfahrungen gemacht. 



   Erfindungsgemäss wird daher nur ein Teil der Wendewicklung mit einem Kern von der Permeabilität etwa gleich eins ausgeführt, während der andere Teil der Wendewicklung einen eisernen Kern umschliesst. Der erstgenannte Kern kann dabei aus Luft, aus Holz oder einem anderen unmagnetischen Stoff bestehen. 

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Claims (1)

  1. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung dargestellt. Der kurze Wendepolkern e aus Eisen ist an den Jochansatz i angeschraubt, während die Wendepolwicklung w durch zwei unmagnetische Bolzen b, die in i eingeschraubt sind, mittels unmagnetischer Traversen t gehalten wird.
    Die Wendespule w ist so nahe als möglich an die Oberfläche des Ankers a herangeführt und in ihrem unteren Teil x mit einem unmagnetischen, aus Luft bestehenden Kern ausgefüllt, PATENT-ANSPRUCH : Einankerumformer mit Wendepolen, deren Amperewindungszahl gleich oder grösser ist als die gleichstromseitige Amperewindungszahl der Ankerwicklung und deren magnetischer Widerstand durch Vergrösserung des Luftweges verstärkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Teil der Wendewicklung (w) einen, gegebenenfalls aus Luft bestehenden Kern von der Permeabilität etwa gleich eins besitzt, während der andere Teil der Wendewicklung einen eisernen Kern (e) besitzt, **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT85138D 1914-06-25 1914-06-25 Einankerumformer mit Wendepolen. AT85138B (de)

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