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Trockengasbehälter.
Die Erfindung bezieht sich auf Trockengasbehälter aus Eisenbeton oder Eisenblech mit einem an der Behälterwand gleitend geführten Abschlusskörper. Bei derartigen bereits bekannten Trockengasbehältern geschah die Abdichtung des Abschlusskörpers entweder durch eine Flüssigkeit (österreichische Patentschrift Nr. 71418), mit welcher aber schwer abgedichtet werden kann und die dem Einfrieren unterworfen ist, oder durch einen elastischen Dichtungsring, dessen in Rillen eingebettete Dichtungsschnüre durch Federn oder Gewichte gegen die Behälterwandung angepresst werden (deutsche Patentschrift Nr. 290443), welch letztere Konstruktion aber eine starke Abnutzung der Dichtungsschnüre herbeiführt.
Gemäss vorliegender Erfindung ist der vorzugsweise aus Eisenbeton hergestellte Trockengasbehälter mit einem Abschlusskörper oder einer DrucKhaube versehen, welche aus zwei übereinander angeordneten kreisförmigen Blechplatten besteht und an ihrem Umfang durch eine ringförmig aus einem Stück bestehende, konsistente, in segmentförmigen Behältern enthaltene Dichtungsmasse gegen die Gasbehälterwandung abgedichtet ist. Die Vorteile der vorliegenden Konstruktion bestehen in der sicheren Funktion des Abschlusskörpers und in den geringen Herstellungskosten des Gasbehälters.
In der Zeichnung ist der Gasometer näher dargestellt. Fig. i zeigt den Gasometer im senkrechten Schnitt. Fig. 2 bis 5 veranschaulichen Einzelteile im vergrösserten Massstabe.
Der Gasbehälter ist mit dem Fundament a, den Mantelwandungen b und der oberen gewölbten Kuppel c in einem kompakten Stück aus Eisenbeton hergestellt. Die Mantelwandung besitzt innen eine nahtlose Eisenauskleidung d aus völlig zusammengeschweissten Eisenbleche, die durch an denselben angeschweisste und einzementierte Mauerbolzen dl gehalten werden. Der Mantel b und die Blechauskleidung d stellen somit ein zusammenhängendes Ganzes dar, das jedem Widerstand sowie Witterungseinflüssen Trotz bietet. Die Kuppel c ist mit einer Anzahl von Entlüftungsrohren e mit nach unten abgebogener Öffnung versehen, um das Eindringen von Schmutz und Staub nach Möglichkeit zu verhindern. Gleichzeitig dienen diese Rohre dazu, etwaige durch die Druckhaube hindurchgetretene Gase nach aussen abzuführen.
Ferner ist die Kuppel und die Mantelwandung b mit je einem Mannloch e zum Hineinsteigen in den Gasbehälter ausgestattet.
In den Gasraum g ist unten das Einströmrohr gl eingeführt. Nach oben ist der Gasraum durch einen Abschlusskörper oder eine Regulierdruckhaube f abgeschlossen. Letztere besteht aus zwei kreisförmigen, aus Blech zusammengeschweissten Scheiben/', die bis dicht gegen die Metallwandung reichen und in geeigneter Weise durch T-Eisen o. dgl. miteinander verbunden sind. Beide Platten,/ sind mit einem Mannloch e ausgerüstet. Die Regulierdruckhaube wird durch vier Drahtseile h gleichmässig gehalten, die über aussen am Gasbehälter angebrachte Rolle, n hl laufen und Gewichte h2 tragen, mittels welcher die Druckhaube entsprechend dem Gasdruck ausbalanciert wird. Durch die gleichmässige Spannung
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und Festklemmen derselben verhindert.
Gegen die Mantelwandung bzw. die Blechauskleidung d des Gasbehälters ist die Regulierdruckhaube mittels einer besonderen Dichtungsmasse m abgedichtet. Diese Masse muss von weicher Konsistenz sein, darf nicht erhärten und muss. einen gewissen Fettgehalt besitzen, damit durch die Masse ausser der Abdichtung gleichzeitig eine Schmierung der Innenwand des Gasometers erfolgt und ein Verrosten der Auskleidung vermieden wird. Als
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eine solche Dichtungsmasse hat sich eine Mischung von Zinkweiss und Bleiweiss in Verbindung mit Oliven- und Kürbiskernöl bewährt. Das letztere Öl verhindert dabei, dass die Masse verhärtet.
Zur Aufnahme der Dichtungsmasse M, die aus einem Stück besteht und ringförmig an der Innenwand des Gasbehälters anliegt, sind am Umfang des Abschlusskorpers/'Be- hälter angeordnet, die eine verschiedene Bauart aufweisen können. Nach Fig. i, unten rechts, und Fig. 2 und 3 sind an der Unterseite der unteren Platte f1 der Druckhaube konzentrisch gebogene, segmentförmige Kästen k von geeigneter Länge angeordnet, die gegen die Wandung des Gasometers offen sind und in fester Verbindung mit der Platte p stehen.
Die Kästen k sind mit der Dichtungsmasse 11t gefüllt und oben durch eine in Scharnieren drehbare Klappe kl-verschlossen, die durch eine Druckschraube/ niedergehalten wird. An der Innenseite der Kästen k befindet sich ein verschiebbarer Pressstempel oder eine Platte n,
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drückt und in dieser Weise die Dichtungsmasse ständig fest gegen die Behälterwand anpresst.
Die Hülse n2 ist mit der Druckhaube f fest verbunden und trägt den Kasten k. An der oberen Platte p der Regulierdruckhaube f werden ebenfalls Behälter für die Dichtungsmasse in gleicher oder ähnlicher Ausführung angebracht, derart, dass die Behälter der oberen Reihe zu denen der unteren gegeneinander versetzt stehen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1, unten links, ist statt des Gewichtshebels a eine Feder p verwendet, die in einer mit der Führungshülse n2 verbundenen Büchse p1 angeordnet ist.
Fig. i, obere Seite, sowie Fig. 4 und 5 veranschaulichen eine Ausführungsform, bei welcher die Behälter für die Masse In durch am Rand der Scheibe f1 verschiebbar angeordnete, segmentförmige Winkelbleche q gebildet werden, die unter Druck von Federn r stehen, deren Widedagsplatten r1 an einem ringsum laufenden, an der Scheibe P an- geschweissten Winkeleisenring s befestigt sind, welcher auch die drehbaren Verschluss- klappen k1 t- ägt..
Damit die innere Mantelwandung des Gasbehälters stets von anhaftenden Niederschlagsprodukten rein gehalten wird, sind unter den Behältern für die Dichtungsmasse Schabemesser t angeordnet (siehe Fig. 4). Diese Messer sind entsprechend der Mantelwandung gekrümmt und werden durch Gewichtshebel v ständig gegen die Mantelwandung
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PATENT-ANSPRÜCHE : I. Trockengasbehälter mit einer den Gasraum abschliessenden, an der Behälterwand gleitend geführten Regulierdruckhaube, dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierdruckhaube aus zwei in einem Abstand übereinander angeordneten, durch Eisenkonstruktion verbundenen Blechscheiben besteht und durch ausserhalb des Gasbehälters angeordnete, an Seilen angreifende Gewichte ausbalanciert wird.