AT84646B - Verfahren zur katalytischen Wasserstoffanlagerung an flüssige Verbindungen. - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Wasserstoffanlagerung an flüssige Verbindungen.

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  Verfahren zur katalytischen   Wasserstoffanlagerung   an flüssige Verbindungen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf die katalytische Anlagerung von Wasserstoff an flüssige Verbindungen, insbesondere auf Verfahren zur Durchführung dieser Reaktion, bei welchen ein Gemisch der ungesättigten Verbindung mit pulverisierter Katalysatorsubstanz in einer Wasserstoffatmosphäre in feinste Verteilung gebracht wird. 



   Es wurde gefunden, dass derartige Verfahren in einfachster Weise und mit besonders gutem Erfolg in ununterbrochenem Betrieb durchgeführt werden können, wenn man das Gemisch von ungesättigter Verbindung (z. B. Öl) und Katalysatorteilchen in einem System übereinandergeschalteter, mit Wasserstoffatmosphäre erfüllter, miteinander in Verbindung stehender Kammern zerstäubt, mit der Massgabe, dass das Reaktionsgut selbsttätig von jeder Kammer in die darunter befindliche gelangt und dort von neuem in einer Wasserstoffatmosphäre durch Schleuderwirkung zerstäubt wird. 



   Zur Durchführung kann man ähnliche Apparate benutzen, wie sie z. B. in der Ammoniakindustrie zum Auswaschen von Ammoniak aus Gas Verwendung finden. 



   Die Erfindung sei beispielsweise an Hand der schematischen Zeichnung erläutert. 



   Ein stehender Zylinder a ist durch nach innen geneigte Zwischenwände b, welche mit zentralen Durchlässen   c   ausgerüstet sind, in einzelne Kammern d unterteilt. Der Zylinder a ist mit einer zentral gelagerten Welle e ausgerüstet, welche mit   Zerstäubungskörpern,'beispielsweise     Zerstäubungstellernf versehen   ist. Beim Arbeiten mit diesem in Fig. i veranschaulichten Apparat wird durch den in die unterste Kammer mündenden Gaseintritt g Wasserstoff von unten nach oben durch den Apparat geleitet, während in die oberste Kammer durch Rohrleitung   h   das Gemisch der ungesättigten Flüssigkeit, z. B. Öl mit feinpulverisierter Katalysatorsubstanz, z. B. Nickel, derart einströmt, dass das Ölkatalysatorgemisch auf den obersten   Teller J1   gelangt. 



  Durch die Drehbewegung dieses Tellers wird das Gemisch in der die Kammer erfüllenden Wasserstoffatmosphäre zerstäubt. Nach Anprall an die Kammerwandungen sammelt sich das Reaktionsgemisch auf den geneigten Bodenwandungen   bund. fliesst   durch die Öffnung c auf den Zerstäubungsteller der darunter befindlichen Kammer, in welcher sich dann dasselbe Spiel wiederholt. 



   Für den Abgang des gehärteten Öls ist an der tiefsten Stelle der untersten Kammer ein Abfluss i vorgesehen, während die oberste Kammer ein Gasaustrittsrohr aufweist. 



   Durch stärkeres oder schwächeres Zufliessenlassen des Öl-Katalysatorgemisches findet ein schnelleres oder langsameres Durchströmen der Flüssigkeit durch den Apparat und dementsprechend eine schnellere oder langsamere Wasserstoffanlagerung statt. 



   Für die   Wasserstoffanlagerung bei   schwer reduzierbaren Flüssigkeiten empfiehlt es sich, Vorkehrungen zu treffen, welche es ermöglichen, die Flüssigkeit in jeder Kammer mehrfach zu behandeln, bevor sie in die nächste Kammer   abfliesst.   Dies kann man z. B. in einfachster Weise dadurch erreichen, dass man die einzelnen Kammerböden so ausgestaltet, dass eine gewisse Flüssigkeitsmenge auf dem Boden stehen bleibt, welche durch den entsprechend ausgestalteten Zerstäubungskörper angesaugt und wieder zerstäubt werden kann, wobei der Kammerinhalt allmählich durch Überlauf in die darunter befindliche Kammer fliesst. 



   Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform des Apparates nach Fig. i, bei welcher die Böden b mit einem inneren nach oben stehenden Rand   1   ausgerüstet sind, während der Zerstäubungs-   körper f sich, beispielsweise   durch mit ihm verbundene, als Schöpfkörper dienende Röhren   11t,   

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 Auf diese Weis lässt sich die Wasserstoffanlagerung in jeder einzelnen Kammer solange fortführen, wie es wünschenswert ist, je nachdem man den Flüssigkeitszufluss mehr oder weniger verlangsamt'oder zeitweise auch ganz abstellt. 



   Die Heizung der Kammern kann durch (nicht gezeichnete)   Heizmantel   oder durch innerhalb der Kammer liegende Heizschlangen oder auf beliebige andere Weise erfolgen. 



   Die vorstehend beispielsweise beschriebene Apparatur kann selbstverständlich nach verschiedenen Richtungen hin modifiziert werden, ohne dass hierdurch an dem Wesen der Erfindung etwas geändert wird. So kann man z. B. an Stelle von Schleudertellern auch andere geeignete 
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 der nächstfolgenden Kammer geleitet wird. Ebenso können besondere Durchtrittsöffnungen für das Wasserstoffgas vorgesehen sein und was derartig erdenkliche Abänderungen mehr sind. 



   Beim Arbeiten nach vorliegendem Verfahren ist man in der Lage, die Wasserstoffanlagerung an ungesättigte Flüssigkeiten, insbesondere die Fetthärtung, in einfachster Weise in ununterbrochenem Betrieb durchzuführen, da man es in der Hand hat, durch einfache Regelung der   Zuflussgeschwindigkeit   des   Ölkatalysatorgemisches   dafür Sorge zu tragen, dass unten ein richtig gehärtetes Öl kontinuierlich abläuft. Der Kraftverbrauch ist sehr gering. Die Weiterbeförderung des Öls von Kammer zu Kammer erfolgt selbsttätig, so dass besondere Beförderungsmittel, wie Pumpen u. dgl., in Wegfall kommen. Das Verfahren kann beim Arbeiten mit gewöhnlichem, wie auch beim Arbeiten mit erhöhtem Druck Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur katalytischen Wasserstoffanlagerung an flüssige Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch von ungesättigter Flüssigkeit und Katalysator von oben in ein mit Wasserstoffatmosphäre erfülltes, an sich bekanntes kolonnenartiges System von übereinander angeordneten, mit Zerstäubungsvorrichtungen für die Flüssigkeit und mit Heizvorrichtungen versehenen Kammern geleitet wird, so dass es selbsttätig, der Schwerkraft folgend, die Kammern der Reihe nach passiert und in jeder derselben einer Zerstäubung unterworfen wird.
    2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgut durch selbsttätigen Ablauf aus einer Kammer unmittelbar auf die Zerstäubungsvorrichtung der darunter liegenden Kammer geleitet wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgut in jeder Kammer wiederholt zerstäubt wird.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerstäubungsvorrichtungen des kolonnenartigen Systems mit Schöpfkörpern versehen sind, die in das Katalysatorflüssigkeitsgemisch aufnehmende Sammelböden tauchen, um das Gemisch durch Fliehkraft wieder abzuschleudern.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Schöpfkörper Röhren dienen, deren Öffnungen so eingestellt sind, dass der Flüssigkeit eine Aufsteigefläche entgegengestellt wird,
AT84646D 1916-06-10 1918-05-21 Verfahren zur katalytischen Wasserstoffanlagerung an flüssige Verbindungen. AT84646B (de)

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