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Durchflusskühlung für mehrere Elektroden von Metalldampfapparaten.
Es ist bekannt, bei Metalldampfapparaten die Elektroden mit gleichem Potential oder mit geringer Spannungsdifferenz von einem gemeinschaftlichen Behälter über Rohrzuleitungen mit Wasser zu kühlen. Diese Kühlmethode versagt aber, wenn zwischen den Elektroden hohe
Spannungsdifferenzen ; z. B. 10. 000 oder 100. 000 Volt, bestehen. Es ist dann nicht ohne weiteres möglich, die Kühlräume der einzelnen Elektroden miteinander zu verbinden, um gemeinsame Zu-und Abflussrohre für das Kühlmittel zu erhalten und eine leichte Regulierbarkeit der Kühlmittelmenge zu erzielen.
Erfindungsgemäss soll deshalb durch Verwendung eines hochisolierenden Kühlmittels, insbesondere einer hochisolierenden Kühlflüssigkeit, beispielsweise Öl, die Verbindung einzelner Kühlräume miteinander ermöglicht werden. Man kann dann das System der Durchflusskühlung, welche der Kühlung durch Eintauchen des ganzen Apparates in einen Kühlflüssigkeitsbehälter bei weitem überlegen ist, beibehalten, wodurch die Apparate geschaffen werden können, welche auch den grössten bis jetzt in der Technik verwendeten Spannungen gewachsen sind.
In der Zeichnung sind zwei Beispiele der Erfindung dargestellt. 1 sind die Hohlelektroden mit dem Zuführungsrohre 2 und dem Abflussrohre 3'für das Kühlmittel.
Nach Fig. i sind die Kühlräume der Elektroden hintereinander geschaltet und werden in der Pfeilrichtung vom isolierenden Kühlmittel durchflossen. Hierbei müssen die Verbindungsstücke 4 zwischen Abfluss-und Zuflussrohr zweier aufeinanderfolgender Elektroden ebenfalls aus Isoliermaterial hergestellt sein, falls die Rohre selbst leiten'und mit dem Elektrodenmetall in elektrischer Berührung stehen. Es kann aber auch die Abdichtung 5 zwischen Elektrode und Rohr selbst aus Isolierstoff bestehen oder beide Arten der Isolierung können miteinander vereinigt werden.
Die Hintereinanderschaltung der Kühlräume hat den grossen Vorteil, dass ein und derselbe Kühlstrom sämtliche Elektroden durchströmt, so dass durch eine einzige Regulierung, die Kühlung sämtlicher Elektroden beeinflusst werden kann. Auch lässt sich auf diese Weise, was häufig erwünscht ist, eine Temperaturabstufung zwischen den einzelnen Elektroden erreichen, da im allgemeinen die vom Kühlstrom später durchflossenen Elektroden eine höhere Temperatur besitzen, wie die vorhergehenden.
In Fig. 2 ist die Parallelschaltung der Kühlräume dargestellt. Von einem gemeinsamen Zuflussrohr 6 und von einem gemeinsamen Abflussrohr 7 zweigen einerseits sämtliche Eintrittsrohre 2 und sämtliche Austrittsrohr 3 ab. Auch hier ist für eine Isolierung der Ein-und Austrittsrohre der Elektroden entweder von der Elektrode oder dem gemeinsamen Hauptrohr Sorge getragen. Die Parallelschaltung der Kühlräume empfiehlt sich in erster Linie dann, wenn die Kühlung jeder einzelnen Elektrode unabhängig von der anderen reguliert werden soll. Der Regulierhahn muss dann in dem Zuflussrohr 2 oder dem Abflussrohr 3 der betreffenden Elektrode angebracht sein.
Bei zahlreichen Elektroden können je nach dem besonderen Zweck die Kühlräume durch eine gemischte Parallel-oder Serienschaltung in mannigfacher Weise miteinander kombiniert werden.
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die Strömungsmenge noch ausreichenden geringsten Querschnitt ausgeführt wird. Die Ver- l1ingerung dieses Isolationsweges erreicht man beispielsweise durch Verlängerung des isolie : enden Verbindungsrohres 4. Nötigenfalls kann man in dieses Rohr auch ein isolierendes Sammelgefäss einschalten, das in bekannter Weise mit isolierenden Scheidewänden oder Kammern ausgestattet ist, um die hintereinander geschaltete Länge des Flüssigkeitsstromes zu vergrössern.
Auch wenn das Rohr 2 aus Isolierstoff hergestellt wird, ergibt sich sowohl in Fig. i wie in Fig. 2 eine Verlängerung des Isolationsweges zwischen zwei Elektroden um die Länge des Rohres selbst. In diesem Falle kann das Rohr 4 gänzlich in Fortfall kommen.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Durchflusskühlung für mehrere Elektroden von Metalldampfapparaten, dadurch gekennzeichnet, dass ein hochisolierendes Kühlmittel, wie z. B. Öl, von einem einzigen Kühlgefäss aus die Elektroden nacheinander oder in Parallelschaltung durchströmt.