AT84341B - Schutzeinrichtung gegen Störungswellen für in Streckenabschnitte zerfallende Leitungssysteme. - Google Patents

Schutzeinrichtung gegen Störungswellen für in Streckenabschnitte zerfallende Leitungssysteme.

Info

Publication number
AT84341B
AT84341B AT84341DA AT84341B AT 84341 B AT84341 B AT 84341B AT 84341D A AT84341D A AT 84341DA AT 84341 B AT84341 B AT 84341B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
protection device
circuit
relay
spark
main
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Gmbh
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke Gmbh filed Critical Siemens Schuckertwerke Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT84341B publication Critical patent/AT84341B/de

Links

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schutzeinrichtung gegen Störungswellen für in Streckenabschnitte zerfallende   Leitungssysteme.   



   Im Stammpatent sind Anordnungen zum Schutz elektrischer Leitungen gegen   Stötungs-   wellen beschrieben, die dadurch wirken, dass die Störungswellen an den einzelnen Streckenabschnitten durch besondere Einrichtungen, wie Drosselspulen in den Leitungen und Kondensatoren, parallel zu den Leitungen oder   Widerstände,   die die Energie der auftreffenden Störungswellen absorbieren, aufgehalten werden und dort durch Auslöserelais das Abschalten des gestörten Leitungsteiles bewirken. 



   Gegenstand der Erfindung sind nun einfache und besonders günstig wirkende Anordnungen, den Relaisstromkreis zu betätigen, ohne dass es erforderlich wäre. die gesamte Störungsenergie durch diese Kreise durchzuleiten. Der Erfindung gemäss erhält nun der Relaisstromkreis eine eigene Energiequelle. Als Stromschlussvorrichtung für diesen Relaisstromkreis dient nun eine Funkenstrecke, die von den Störungswellen erregt wird. Es wird hierbei die bekannte Erscheinung benutzt, dass man einen Lichtbogen zwischen zwei Elektroden dadurch zündet, dass man in dem Zwischenraum zwischen beiden Elektroden Ionen erzeugt, beispielsweise indem man zwischen den Elektroden den Funken eines Induktoriums überspringen lässt.

   Hierdurch wird für den Betriehsstrom eine Überbrückung von hinreichend geringem Widerstand geschaffen, so dass auch nach Unterbrechung des Funkenstromes der Lichtbogen und somit der Stromschluss bestehen bleibt. 
 EMI1.1 
 sator, die zusammen ein an sich bekanntes Schutzsystem für die Leitung n bilden. Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i ist nun in den   Kondensatorstromkteis   ein   Tiansfoima'Lor   t geschaltet, an dessen Sekundärwicklung die neue Schutzanordnung angeschlossen ist.

   Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist von der besonderen Schaltung der Fig.   I,   wonach sie mit dem   Kondensatorstromkreis   gekuppelt   ist ; unabhängig   ; man kann sie ebensogut an eine Drosselspule gemäss   Fig.   des Stammpatentes oder an einen Transformator gemäss Fig. 5 des Stamm-   patentes anschliessen oder sie in den Anordnungen gemäss Fig. 2 und 4 dieses Patentes verwerten. 



  Im Stromkreis der Sekundärspule des Transformators t der Fig. i liegt nun die Funken-     strecke/'. Tritt'nun   eine Überspannungswelle auf, die durch den Kondensatorkreis zur Erde abgeleitet wird, so erzeugt der in der Primärwicklung des Transformators t fliessende Strom eine hohe Spannung in der Sekundärspule dieses Transformators, die sich über die Funkenstrecke ausgleicht. Sobald die Funkenstrecke durch eine solche Überspannungswelle erregt wird, wird auch der Relaisstromkreis geschlossen, der aus der Batterie b zur Speisung des Relais und dem Relais r besteht. Ein Kondensator   Cl   im Erregerkreis der Funkenstrecke dient dazu, diesen Kreis gegen Strom aus der Batterie b zu sperren. 



   Eine andere, besonders zweckmässige Sperrvorrichtung für den Relaisstrom ist in Fig. 2 veranschaulicht. Dort sind ausser der   Hauptfunkenstrecke f zwei Vorfunkenstrecken fl'/2   in den Erregerkreis der Hauptfunkenstrecke geschaltet. Tritt eine Störungswelle auf, so überbrücken die auftretenden Sprungspannungen Vorfunkenstrecke und Hauptfunkenstrecke, während der Stromschluss für den Relaisstromkreis durch den Lichtbogen der Hauptfunkenstrecke gebildet wird. 



   Um andrerseits zu verhindern, dass die hochfrequenten Sprungwellen in den Relaisstromkreis eintreten, gibt man entweder dem Relais   r   selbst eine hohe Selbstinduktion oder schaltet Selbstinduktion (z. B.    , ; Fig.   2) vor das Relais. Die Verwendung des Lichtbogens als Stromschlussvorrichtung für den Relaisstromkreis hat den besonderen Vorteil, dass man mit verhältnismässig geringen,. in der Sekundärspule des Transformators t induzierten Spannungen bereits ein sicheres Zünden des Lichtbogens erreichen kann, insbesondere dann, wenn man als Material für die Elektroden solche Körper verwendet, die die Elektrizität gut leiten, wie z. B. Kohle, Kupfer, Nickel. Von Einfluss auf diese Verhältnisse ist naturgemäss auch die Form der Elektroden.

   Mit Rücksicht auf den Abbrand ist es zweckmässig, die Elektroden als parallelstehende gestreckte   Metallkörper,   wie Drähte oder Bleche, auszubilden. Nach einigen hundert Zündungen bekommen diese Elektroden eine gezahnte Oberfläche, so dass sich zwei Reihen von unregelmässig geformten *) Erstes Zusatzpatent Nr. 84241. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Spitzen einander gegenüberstehen, die das Überschlagen der Sprungspannungen erleichtern. Der Relaisstromkreis wird dabei zweckmässig an einander diametral gegenüberstehende Enden der Elektroden angeschlossen, wie dies in Fig. 4 veranschaulicht ist. Durch diese Anordnung der Anschlüsse wird die Blaswirkung der Stromschleifen vermieden, die beim Anschluss an unmittelbar 
 EMI2.1 
 Hierdurch wird also ein stabiler Lichtbogen erzielt. 



   An Stelle von Gleichstrom kann man auch Wechselstrom zur Speisung des Relaisstromkreises verwenden. Da ein Wechselstromlichtbogen zwischen den Elektroden leichter abreisst 
 EMI2.2 
 phasenanlagen treffen lässt. In dieser Figur bedeuten l die Drosselspulen in den Netzleitungen   Mi,     n2.   



     Kg, ci. e ; i, Cg   sind Kondensatoren, tl, t2, t3 Transformatoren zur Erregung der Funkenstrecke. 



  'An die Funkenstrecke ist der Relaisstromkreis, bestehend aus dem Relais r und der Spannungs- 
 EMI2.3 
 für mehrere Phasen gemeinsam. Hierdurch wird es möglich, für sämtliche Phasen des Netzes mit einer einzigen Relaisanordnung auszukommen. 



     . Um   den Abbrand der Elektroden zu vermindern, kann man die bekannten Massnahmen treffen, also beispielsweise die Elektroden in ein Gefäss einschliessen, welches mit einem indifferenten Gase, beispielsweise Stickstoff, gefüllt ist. Ein weiteres Mittel zur Verminderung des Abbrandes 
 EMI2.4 
 licht. Sobald eine Störungswelle die Funkenstrecke f1, f2, f2 geschaltet hat und im Relaisstromkreis ein Strom fliesst, wird der Kern kl des Relais   rl   angezogen und öffnet einen Schalter s1. der den Relaisstromkreis unterbricht. Der Lichtbogen zwischen den Elektroden von f erlischt 
 EMI2.5 
 des Stromes im Relaisstromkreis fällt der Kern des Relais wieder ab, der Schalter   SI   wird geschlossen. 



   In dieser Fig. 5 ist nun weiter ein Schutzsystem veranschaulicht, das geeignet ist, ein Leitungssystem gegen die Wirkung von gleichzeitig auftretenden Überströmen und Überspannungen zu sichern. Zu diesem Zweck ist ausser dem Relais rl, das über die Funkenstrecken f von Überspannungen betätigt werden soll. ein zweites relais r2 angeordnet, dessen Spule unmittelbar vom Leitungsstrom durchflossen wird. Tritt ein Überstrom auf, so betätigt der   Kern   dieses Relais die Schaltvorrichtung d, die ihrerseits den Streckenschalter g ausschaltet. Mit dem Kern   dz   ist ein Laufwerk   7112   verbunden, das die Bewegung des Kernes verzögert (Zeitrelais).

   Mit dem Kern des Relais rl ist ebenfalls ein Laufwerk verbunden, das die Abwärtsbewegung des Kernes   hl   verzögert und gleichzeitig die Stromschienen al miteinander verbindet. Das Laufwerk   : sss   stellt während seiner   Abwärtsbewegung eine Ver bindung   der Stromschienen a2 her. Sind die Stromschienen a1 und a2 gleichzeitig geschlossen, so kann ein Strom von der Batterie b das Relais   Y3   betätigen, dessen Kern   Ag   ohne Zeitverzögerung auf die Schaltvorrichtung d wirkt. 



   Tritt also im Betriebe ein Überstrom auf, so wird der Streckenschalter mit einer gewissen Zeitverzögerung betätigt. Tritt eine Überspannungswelle allein auf, so wird zwar das Relais r1 in Gang gesetzt, eine Wirkung auf den Streckenschalter tritt jedoch nur dann ein, wenn die Überspannungsstörung mit einem Überstrom verbunden auftritt. Durch Einstellung der Laufzeiten   von iv,   und   7112   hat man es in der Hand, die Betätigung des Streckenschalters nach Wunsch einzurichten, nach Beispiel so, dass der Schalter durch das Relais r3 nur dann ausgelöst wird, wenn innerhalb eines gewissen Zeitraumes, der durch die Einstellung der Laufwerke gegeben ist, nach dem Auftreten der Überspannung ein Überstrom folgt.

   Die Anordnung nach Fig. 5 lässt sich auch ohne weiteres für Mehrphasensysteme verwenden, und zwar ist auch bei diesen nur ein 
 EMI2.6 
 so vereinigt, wie es in Fig. 3 veranschaulicht   ist..   



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.7 
 systeme nach Patent Nr. 75036, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Störungswelle erzeugter Funke als Stromschlussvorrichtung für den von einer eigenen Spannungsquelle gespeisten Auslöserelaisstromkreis (b, r) dient (Fig. I).

Claims (1)

  1. 2. Schutzeinrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch an sich bekannte Stroma (Fig. I) bzw. Spannungssperren (s1, s2) (Fig. 2) im Sicherungs-bzw. Auslöserelaisstromkreis, um Stromschlüsse des einen Kreises über den anderen zu verhindern bzw. um die hochfrequenten Störungswellen fernzuhalten.
    3. Schutzeinrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Vorfunkenstrecken (f1, f2) im Erregerkreis der Hauptfunkenstrecke . <Desc/Clms Page number 3>
    4. Schutzeinrichtung nach Anspruch i oder 2, gekennzeichnet durch langgestreckte, parallel zueinander angeordnete Hauptelektroden, die an diametral zueinander liegenden Punkten mit dem Relaiskreis verbunden sind (Fig. 4).
    5. Schutzeinrichtung nach Anspruch i für Mehrphasenanlagen, gekennzeichnet durch die Anordnung gemeinsamer Gegenkontakte für die Funkenstrecken sämtlicher Phasen (Fig. 3).
    6. Schutzeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass der Relaisstromkreis nach der Zündung der Hauptfunkenstrecke infolge der Betätigung eines Solenoidschalters (kl, SI) durch den Relaisstrom unterbrochen wird, zum Zwecke der Verminderung des Abbrandes der Funkenelektroden (Fig. 5).
    7. Schutzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Solenoidkern (kJ eine Zeitschaltvorrichtung (z. B. Laufwerk) verbunden ist, die im Stromkreis einer zweiten Betätigungsvorichtung (r3) liegt.
    8, Schutzeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfunken- EMI3.1 Überspannungen auftreten.
    9. Schutzeinrichtung nach den Ansprüchen i und n, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Überströmen betätigte Zeitschaltvorrichtung (W2'a2) auch unabhängig von der Schutzanordnung für Spannungswellen unmittelbar auf den Streckenhauptschalter wirken kann.
AT84341D 1916-06-26 Schutzeinrichtung gegen Störungswellen für in Streckenabschnitte zerfallende Leitungssysteme. AT84341B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT84341B true AT84341B (de) 1921-06-10

Family

ID=1279

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT84341D AT84341B (de) 1916-06-26 Schutzeinrichtung gegen Störungswellen für in Streckenabschnitte zerfallende Leitungssysteme.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT84341B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1904244A1 (de) Explosionsschalter
EP0108299B1 (de) Anregungssystem zur Erzeugung einer schnellen, gepulsten Hochspannungsentladung, insbesondere zur Anregung eines Hochleistungslasers
DE744451C (de) Differentialschutzeinrichtung
DE623439C (de)
AT84341B (de) Schutzeinrichtung gegen Störungswellen für in Streckenabschnitte zerfallende Leitungssysteme.
DE823752C (de) Einrichtung zum Schutz eines Teiles einer elektrischen Kraftanlage gegen innere Fehler dieses Teiles
DE504224C (de) Selektiver UEberstromschutz fuer mehrere parallel geschaltete Gleichstromleitungen mit einem einen Schalter in der betreffenden Leitung steuernden Relais an jedem Ende jeeder zu schuetzenden Leitung
DE2540815C2 (de) Fehlerstromschutzschalter mit Impulsauslösung
DE301039C (de)
DE696909C (de) Stoerschutzvorrichtung fuer periodisch betaetigte Kontakteinrichtungen, insbesondere fuer mechanische Stromumformer
DE450780C (de) Einrichtung zum Schutze elektrischer Verteilungsnetze und Apparate gegen Kurzschluesse oder starke Stromschwankungen mit Hilfe eines Transformators
DE361029C (de) Einrichtung zum Schutz elektrischer Anlagen gegen UEberspannungen
DE704485C (de) UEberstromschnellschalter
DE585952C (de) Einrichtung zum Schutz elektrischer Leitungsstrecken
DE1014659B (de) Pruefanordnung fuer Stromunterbrecher, insbesondere Hochspannungs-Leistungsschalter
DE896676C (de) Differentialschutzeinrichtung mit Anregerelais
DE131621C (de)
DE443636C (de) Selektiv wirkende Schutzeinrichtung fuer parallel arbeitende Metalldampfgleichrichter
DE484678C (de) Schutzschaltung fuer Mehrphasengeneratoren
DE931182C (de) Funkenstreckenanordnung
DE611638C (de) Auf dem Vergleich der Energierichtungen an den Enden einer Leitungsstrecke beruhendeSchutzschaltung
DE732830C (de) Schaltanordnung fuer elektrische Hochleistungsschalter
DE385491C (de) Einrichtung zum Schutz der Isolation elektrischer Maschinen und Apparate gegen Beschaedigung durch UEberspannungen
DE586525C (de) Anordnung zum Schutz von Starkstromleitungen gegen Kurzschluss oder Erdschluss mittels der Leitung ueberlagerter Wechselspannungen hoeherer Frequenz
AT205103B (de) Starkstromschaltgerät für Gleich- und Wechselstrom