AT84299B - Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Azetylenentwicklern mit Karbid, insbesondere mit solchem von feinkörniger oder staubförmiger Beschaffenheit. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Azetylenentwicklern mit Karbid, insbesondere mit solchem von feinkörniger oder staubförmiger Beschaffenheit.

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  Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken   von Azetylenentwicklern   mit Karbid, insbesondere mit solchem von feinkörniger oder staubförmiger Beschaffenheit. 



   Die bisher in der Technik eingebürgerten Azetylenentwickler eignen sich grösstenteils nicht für feinkörniges oder staubförmiges Karbid. Hierfür sind besondere Entwickler gebaut worden, die auf dem Prinzip beruhen, dass das Karbid in geschlossenen Gefässen in bzw. über die unter der Haube befindliche Flüssigkeit eingeführt wird und dass man diese Gefässe mit Hilfe einer besonderen Vorrichtung öffnet bzw. entleert, so dass Wasser und Karbid aufeinander einwirken können, wie dies durch Bewegen oder Durchlochen eines Verschlussdeckels um das Wasser zum Karbid treten zu lassen, oder umgekehrt durch Einfallenlassen des Karbides in das Wasser erreicht wild. Ein grosser Nachteil dieser Vorrichtungen besteht darin, dass sie viel Handarbeit verlangen, wie z.

   B. das Einfüllen des Karbides in die Beschickungsgefässe, das Eintauchen der Gefässe in den Entwickler, das Herausnehmen aus demselben. Das ist wegen der Staubentwicklung und der unvermeidlichen Azetylenbildung in der stets feuchten Luft mit Verlusten verknüpft und für die Arbeiter lästig. Ein Entwickler für Staubkarbid mit selbsttätiger ununterbrochener Beschickung ist bis heute anscheinend nicht bekannt, jedenfalls haben sich derartige Entwickler mit selbsttätiger Karbidstaubzuführung in der Technik nicht eingebürgert. 



   Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren nach welchem das Karbid mit Hilfe eines Wasserstrahles unter die Haube geblasen wird, und eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. 



   Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispeispiel einer derartigen Beschickungsvorrichtung dar und erläutert zusammen mit folgender Beschreibung den Aufbau und die eigenartige Wirkungsweise der Vorrichtung. 



   In der Zeichnung ist H die unter dem Entwicklungswasser liegende Haube, unter welcher die Azetylenbildung stattfindet, ausgestattet mit dem Dom E zur Entnahme von Azetylen. Die Karbidzuführung geschieht durch eine Röhre R, die von oben durch den   Vorratsbehälter Y   gespeist wird, welch letzterer vorteilhaft mit einer Reguliervorrichtung S zwecks Erreichung einer gleichmässigen Zufuhr versehen wird. Im   Zuführungsròhr R   wird nun ein starker nach dem Entwickler gerichteter Wasserstrahl erzeugt, und zwar entweder mittels einer zentral gelegenen Düse D, oder mehreren ringförmig an der Rohrwandung verteilter Düsen.

   Ist die Kammer auf der Saugseite der Düse mit der Haube verbunden, so bewirkt der Düsenstrahl eine Zirkulation des Azetylens, das dem im Fallen befindlichen Karbidstaub mitnimmt und ihn so hindert, sich oberhalb der Düse anzusammeln ; ausserdem wäscht das Wasser den Karbidstaub mitsamt dem in der Röhre etwa schon entstehenden Azetylen in die Haube unter den Wasserspiegel, wo das Karbid seine Zersetzung erleidet. 



  Ohne diese Düse D würde der Karbidstaub zum Teil an den Wänden der Röhre R haften bleiben und dort zersetzt werden und zur Verstopfung der Röhre Anlass geben. Nun erzeugt die Düse in dem oberen Teil der Röhre einen Unterdruck, der ein Nachströmen von Luft durch die Vorlage   F   hindurch bewirken   würde.   Luft muss aber natürlich streng vermieden werden. 



  Um dieses zu erreichen, ist zwischen den oberen Teil der Röhre R und dem Gasraum der Haube H eine Verbindungsröhre G angebracht, durch welche aus der Haube fortwährend Azetylen strömt und somit den Gasdruck in dem über der Düse D befindlichen Teil der 

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 Röhre auf der Höhe des Druckes unter Haube hält. Die Folge ist, dass da ; durch die Röhre   Cr   fliessende Azetylen die Wirkung der Düse zum Ansaugen des Staubes   unterstützt und   dass ferner, da ein Unterdruck gegenüber der Atmosphäre vermieden wird, Luft nicht durch V hindurch zutreten kann. Ist nun der Druck in der Haube   verhältnismässig hoch   und somit auch der Druck im oberen Teil der   Röhre R   so wird je rach der Höhe der Füllung im Behälter V mehr cder weniger Azetylen austreten.

   Um den Druck in R so einzustellen, dass weder ein Ansaugen von Luft noch ein wesentliches Austeten von Azetylen stattfinden kann, ist in die Zuführungsröhre G eine Sicherungsvorrichtung und eine Druckreguliervorrichtung eingebaut worden, z. B. eine   Wasservorlage IV.   Durch Veränderung des Wasserstandes in   tf   lässt sich der Druck in dem oberen Teil der Röhre R so einregulieren, dass weder Sauerstoff eintreten, noch Azetylen entweichen kann. Der Druck ist gleich demjenigen in der Haube, vermindert um den Druck, der der Höhe der Wassersäule in   W   entspricht. 



  Ausserdem verhindert-die Wasservorlage ein Zurückschlagen. 



   Für den Betrieb der Düse wählt man am besten Wasser aus dem Azetylenentwickler, weil dieses schon mit Azetylen gesättigt ist. Da aber durch die Azetylenerzeugung Wasser verbraucht wird, sowohl chemisch wie auch bei der Apparatreinigung, d. h. von Zeit zu Zeit Frischwasser zugeführt werden muss, kann man dem aus der Düse D einströmenden Wasser soviel Frischwasser zusetzen, wie nötig ist, um das Wasser im Entwickler stets auf gleicher Höhe zu erhalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zum Beschicken von Azetylenentwickler mit Karbid, insbesondere mit solchem von feinkörniger oder   staubförmiger   Beschaffenkeit, dadurch gekennzeichnet, dass man aus einem Behälter fallendes Karbid mit Hilfe eines Wasserstrahles unter die Haube des Entwicklers bringt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das für den Wasserstrahl benötigte Wasser zur Hauptsache dem Entwickler entnimmt und diesem Altwasser' soviel Frischwasser zusetzt, dass der Wasserspiegel im Entwickler immer auf gleicher Höhe erhalten wird.
    3. Beschickungsvorrichtung für Azetylenentwickler zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Düse enthält, die zur Erzeugung des in Anspruch i erwähnten Wasserstrahls dient und der durch ein Fallrohr das Karbid zugeführt wird. EMI2.1 des Entwicklers in Verbindung steht.
    5. Beschickungsvorrichtung für Azetylenentwickler nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Abzweigung vom Fallrohr zum Gasraum eine Wasservorlage und eine Druckreguliervorrichtung eingebaut ist. EMI2.2
AT84299D 1918-04-06 1919-03-13 Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Azetylenentwicklern mit Karbid, insbesondere mit solchem von feinkörniger oder staubförmiger Beschaffenheit. AT84299B (de)

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